Archiv

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① Klanglicht

Klanglicht wird im Auftrag der Bühnen Graz organisiert und trägt seit 2015 die Magie zweier zentraler Elemente des Theaters hinaus in den öffentlichen Raum. Mit den Mitteln von Licht und Klang werden Menschen begeistert und berührt, Emotionen geweckt und Momente des Staunens erschaffen. So verwandelt Klanglicht Graz jedes Jahr in eine Welt aus Kunst und Musik, aus Farbe und Licht.

② Rückblick

2021

In den Herbstferien 2021 kehrte KLANGLICHT nach coronabedingter Pause wieder zurück und brachte an den Abenden von 27. bis 30. Oktober 2021 den Schlosspark Eggenberg zum Leuchten und Klingen. Das im Schloss Eggenberg abgebildete Universum, die Geschichte der Illumination, die Bedeutung von Licht und Kerzenschein als Teil der Rauminszenierung – all das bildete die Basis der künstlerischen Auseinandersetzung des diesjährigen Festival of Sound and Vision. An insgesamt elf Standorten bespielten Kompositionen aus Klang und Licht den Garten und die unmittelbare Umgebung von Schloss Eggenberg: National und international renommierte Künstlerinnen und Künstler ließen sich von dem geschichtsträchtigen Kosmos inspirieren und entwickelten Kunstwerke, die eine Koexistenz zum berühmten UNESCO-Weltkulturerbe bilden und gleichzeitig mit diesem auch in einen sicht- sowie hörbaren Dialog traten.

Verstrickung

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Verstrickung by OchoReSotto by Kanizaj Marija M. for Klanglicht 2021 1251

„Verstrickung“ von OchoReSotto


So viele Geschichten und Mythen, Szenen und Motive auf Fresken, auf Gemälden und Stoffen verbergen sich im Inneren des Schloss Eggenberg. Sie alle sind verbunden, in sich verstrickt und weben den Mythos des UNESCO Weltkulturerbes. Die Projektion auf die Fassade des Schloss Eggenberg verwebt die Geschichte des Ortes und die Kunst in den Räumlichkeiten mit den künstlerischen Ansätzen des Kollektivs OchoReSotto und geben Einblick in das barocke Universum des Schlosses.


Konzept & Umsetzung: OchoReSotto
Technische Ausstattung: Noisegate Eventtechnik GmbH

2019

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Arkestra of Light: polarized
(2019)

 


„ARKESTRA OF LIGHT: POLARIZED”, OCHORESOTTO (AT)


Die Grazer Burg bekommt ein neues Antlitz: Magisch-hypnotisierende Licht- und Klangprojektionen des Künstlerkollektivs OchoReSotto halten Einzug in die Burg – mit polarisiertem Licht, eigentlich unsichtbar für das menschliche Auge… und doch erlebbar: Das Licht wird gebrochen, reflektiert, polarisiert – und das menschliche Auge hypnotisiert. Die diesjährige Bespielung der Grazer Burg behandelt das Thema der Polarisation von Licht: Die Projektionsfläche an der Fassade wird durch Wasserbecken am Boden des Innenhofes zusätzlich erweitert. Das Spiegelbild der Projektion am Wasser kann als Art polarisiertes Licht verstanden werden und ermöglicht völlig neue Betrachtungswinkel auf die Umgebung. Begleitet wird die Projektion von einer Soundkulisse aus Field Recordings und flächigen, tragenden Elementen, die von Mario Zangl und Wolfgang Möstl eigens komponiert wurde. 

Lia Rädler, Volker Sernetz und Stefan Sobotka-Grünewald sind das Grazer Künstlerkollektiv OchoReSotto, das sich auf die Kombination digitaler und analoger Medien und ihrer Darstellung als Gesamtkunstwerk spezialisiert hat. Von nationalen und internationalen Lichtkunstfestivals bis zu Styriarte und Wiener Opernball sind OchoReSotto mit ihren Raumprojektionen vertreten.

Sounddesign: Mario Zangl und Wolfgang Möstl
Projektionstechnik: Rezac HPP
Technische Umsetzung: NoisGate

 


 

„Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark engagiert sich seit vielen Jahren für heimische Künstlerinnen und Künstler. Die spektakuläre Projektion von OchoReSotto ist ein beeindruckendes Erlebnis für die ganze Familie – und ein perfekter Anlass, unsere Partnerschaft fortzusetzen.“

— Martin Schaller, Generaldirektor der Raiffeisen-Landesbank Stmk.

 

In Kooperation mit

 

 

 

 

//moving­shapes
(2019)

 


//movingshapes, ein Projekt der 5x HTBLVA Ortweinschule Graz (AT)


Das Projekt „//movingshapes“ ist eine Medieninstallation, bei der aktives und mutiges Mitmachen nicht nur erlaubt, sondern erwünscht ist! Mittels creative coding und Processing tritt die Technologie einer Kinect mit der Betrachterin oder dem Betrachter in Interaktion: Das Vor, Zurück oder Zur-Seite des eigenen Körpers versetzt Objekte in Bewegung und verändert die Soundkulisse, die dabei erklingt. Dahinter stecken 18 Algorithmen, die von den Schüler*innen entwickelt wurden und durch unterschiedliche Formen, Farben und Töne auch Persönlichkeit und Inspiration jedes/r Einzelnen widerspiegeln. Der visuelle Teil der Installation „//movingsshapes“ wurde beim Prix Ars Electronica ausgezeichnet. Die Schüler*innen entwickelten daraufhin originär für Klanglicht 2019 die interaktiven Soundscapes zu den Farb- und Formencodes. Dadurch konnte eine audiovisuelle Medieninstallation geschaffen werden, die es Besucher*innen ermöglicht, mit Augen und Ohren Teil eines digitalen Kunstwerks zu werden. 

Programmierung und Sounddesign: Die Schüler*innen Zoe Borzi, Johannes Fischer, Alina Fromm, Nicolas Glockner-Lösch, Antonia Gutschelhofer, Nikolaus Heckel, Lena Landschützer, Lena Mannert, Kathrin Mayerl, Timo Neubauer, Natalie Pinter, Alexandra Rieser, Mona Schmelzer-Ziringer, Martha Schnuderl, Andreas Schweighart, Jonathan Steininger, Maximilian Thaler, Raphael Wohlgemuth unter der Leitung von Joachim Dietze und Jona Hoier

Kuratiert von: Birgit Lill
Technische Umsetzung: grafx live Marketing


„Die Schülerinnen der Ortweinschule Graz haben Algorithmen entwickelt, die unsere Körperbewegungen in digitale Kunstwerke verwandeln. Was in uns steckt, sehen wir im Next Liberty, bei einem Aufeinandertreffen von analoger und digitaler Gegenwart“

-Michael Schilhan

 

IN KOOPERATION MIT

 

 

 

Sunken Cathedrals – Die versunkenen Kathedralen
(2019)

 


„Sunken Cathedrals – Die versunkenen Kathedralen“, R/IN Zagreb (HR)


 

Das in Zusammenarbeit mit dem Bildhauer Siniša Majkus entstandene Projekt „Die versunkenen Kathedralen“ von Krešimir Rogina ist eine sehr bedeutungstiefe und poetische Installation, die aus sieben Türmen besteht. Mittels Licht und Klang entstehen Analogien zu Claude Monets Darstellungen der Kathedrale von Rouen, die von der Veränderung unserer Wahrnehmung durch den Einfluss des Lichts erzählen. Gleichzeitig spiegeln die Säulen auch unser Inneres wider, das sich stets in einem anderen Licht zeigt. Debussys Prelude „Die versunkene Kathedrale“ ist Teil der Klanginstallation und spannt bei diesem Projekt auch inhaltlich einen Bogen zwischen visuellem und auditivem Erlebnis.  

Krešimir Rogina ist ein kroatischer Künstler und Architekt. Neben seinem Architektenbüro Peneziv & Rogina arbeitet er an unterschiedlichen Projekten weltweit. Roginas Werke wurden u.a. drei Mal bei der Biennale in Venedig gezeigt.


SUNKEN CATHEDRALS by R/IN Zagreb        Krešimir Rogina, Art Director
Siniša Majkus, Skulpturen                                Tvrtko Ćavar & Igor Teofilović, Licht & Sound
Dario Jukica, technische Umsetzung               Kupole, Konstruktion


Es freut uns besonders, die Veranstaltung Klanglicht 2019 erstmals zu unterstützen. Grenzübergreifendes Arbeiten gehört für die GRAWE mit unseren zahlreichen Versicherungstochtergesellschaften in Süd- und Osteuropa dazu. Umso mehr freuen wir uns daher auch die Patronanz für die Installation „Die versunkenen Kathedralen“ des kroatischen Künstlers Krešimir Rogina am Freiheitsplatz zu übernehmen.

– Mag. Klaus Scheitegel, GRAWE Generaldirektor

In Kooperation mit

 

 

 

What if
(2019)

 


„What if“, Tina Frank (AT)


Was wäre, wenn eigentlich alles anders wäre? Die immersive Bild-Klang-Installation der beiden Künstlerinnen Tina Frank und Alex Murray-Leslie ist ein Gedankenexperiment, das durch Form-, Farb- und Bildprojektionen die Grenzen unserer Gedanken hinterfragt. Inspiriert von der Feminismus-Theoretikerin Donna J. Haraway verwandeln die Künstler*innen das Künstlerhaus in ein gläsernes Habitat für fiktive wie politische Überlegungen, das sich einer Warnung an die Welt nicht verwehren kann: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. 

Tina Frank ist Videokünstlerin, Grafikdesignerin und Professorin an der Kunstuniversität Linz. In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigt sie sich mit digitalen Datenvisualisierungen und synästhetischen Experimenten. Ihre Installationen und Videos werden weltweit auf Festivals gezeigt. Alex Murray-Leslie ist Forscherin im Spannungsfeld zwischen Design und digitaler Musik und Gründungsmitglied der international renommierten Künstlerinnen-Band „Chicks on Speed“.  

Foto (c) Tina Frank
Video: „Dive“ von Alexandra Murray-Leslie
Schwimmer: Jana Salcedo Strausfeld
Kamera: Wolf-Dieter Grabner
Bootsführer: Bruno Erich
Kuratiert von: Künstlerhaus – Halle für Kunst und Medien, Sandra Droschl
Technische Umsetzung: ProVideo


„Klanglicht lädt ein, Graz nachts zu erkunden und unbekannte Facetten der Stadt zu entdecken. Im Künstlerhaus ist der Perspektivwechsel Programm: Die immersive Klang-Bildinstallation von Tina Frank und Alex Murray-Leslie stellt alternative Narrative und Blickwinkel zur Disposition.“

– Sandro Droschl, Direktor und Kurator Künstlerhaus Graz

Transfiguration – Die Verwandlung
(2019)

 


„Transfiguration – Die Verwandlung“, Onionlab (ESP) und Xavi Bové (ESP)


Licht und Klang verändern den Raum und verwandeln seine Architektur in ein Erlebnis für Auge und Ohr. Die Licht- und Klangvorstellung „Transfiguration – Die Verwandlung“ wurde erstmals anlässlich des 600jährigen Bestehens des Kirchenschiffs der Kathedrale von Girona gezeigt und ist seither in Bilbao und New York zur Aufführung gekommen. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Künstlerkollektiv Onionlab und dem Medienkünstler Xavi Bové. Durch die Interaktion von live gespielter Orchestermusik zu präzise gesteuerter Lichtästhetik wird im Zuschauerraum des Grazer Opernhauses ein völlig neuer Raum erfahrbar.

Onionlab sind auf überdimensionale Projektionen bzw. virtual reality spezialisiert und schaffen mit ihrer Arbeit Schnittpunkte zwischen Technologie, Design und Kunst. Das spanische Künstlerkollektiv lebt derzeit in Barcelona, arbeitet mit seinen audiovisuellen Inhalten jedoch weltweit. Xavi Bové ist Künstler, Kurator und Professor. Sein Interesse gilt vor allem audio-visuellen Projekten und Video-Mappings, in denen Kunst und Technologie, Bild und Ton eng verwoben sind. 

Die Vorstellung „Transfiguration – Die Verwandlung“ wird an allen drei Klanglicht-Abenden in der Oper Graz gezeigt. Zutritt erhalten Sie mit dem Festivalpass. Weitere Infos zum Pass finden Sie hier.

Orchester: Oper Graz
Technische Umsetzung: Oper, grafx live-marketing, SLV-Austria
Foto (c) Onionlab und Xavi Bové


„Mit der Förderung dieses Projekts, trägt die Steiermärkische Sparkasse dazu bei, dass durch eine beeindruckende Inszenierung architektonische Meisterwerke wie das Grazer Opernhaus in ein unvergessliches Licht gerückt werden und dadurch die Geschichte dieses Bauwerks auflebt.“

– Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender Steiermärkische Sparkasse

In Kooperation mit
 

 

 

Notes towards a model opera
(2019)

 


“Notes towards a model opera”, William Kentridge (ZA)


 

Das Heute legt sich über das Gestern, doch Vergangenheit kann man ebenso wenig löschen wie das, was gerade passiert: Mit einer hochpolitischen Installation von William Kentridge setzt das Schauspielhaus bei KLANGLICHT seine Auseinandersetzung mit dem afrikanischen Kontinent fort. In der 3-Kanal-Video- und Soundinstallation des südafrikanischen Künstlers überlagern sich Symbole der chinesischen Kulturrevolution mit der Greul des weißen Apartheid-Regimes in Südafrika sowie die Geschichte des europäischen Kolonialismus mit den heutigen Wirtschaftsinteressen Chinas.

William Kentridge ist international bekannt für seine raumgreifenden Installationen und gehört zudem zu den weltweit führenden Theater- und Opernregisseuren. Mit seinen Filmen, Zeichnungen, Objekten und Performances verwandelt er traumatische politische Erlebnisse in poetische Allegorien. 


Ein Projekt von: William Kentridge
Choreografie: Dada Masilo
Komposition und Arrangement: Philip Miller
Performers: Dada Masilo, Tlale Makhene, Bham Ntabeni, Thato Mothlaolwa, Thabani Edwin Ntuli
Musiker: vocals Bham Ntabeni, Moses Moeta, Joanna Dudley, Ann Masina, tlale Makhene, Thato Motlhaolwa, Percussion Tlale Makhene, trombone Dan Selsick, trumpet and spoons Adam Howard, Tuba George Fombe, guitar Charles Knighten-Pullen, Stroh violin Waldo Alexander
Kuratiert von: Schauspielhaus Graz


„William Kentridges Arbeiten – seien sie fürs Theater oder die Oper, seien es Zeichnungen oder Installationen – verhandeln gesellschaftliche Konflikte. Sie sind politisch, schaffen sinnliche und zugleich komplexe Bildräume und setzen auf die Mehrdeutigkeit suggestiver Bilder. In dem gezeigten Werk beschäftigt er sich mit den vielgestaltigen Verflechtungen des europäischen und auch des chinesischen Kolonialismus auf dem afrikanischen Kontinent. Das Schauspielhaus Graz setzt mit diesem Beitrag seinen „Afrika“-Diskurs fort.“

– Iris Laufenberg, Intendantin Schauspielhaus Graz

In the Rain
(2019)


“In the Rain”, Yuki Anai & Hideaki Takahashi (JPN)


 

Natur ist Wahrheit: Sie verrät sich uns unentwegt und Regen, ob Monsun oder Sonnenschauer, ist eine ihrer Sprachen. Mit seiner sensorischen Installation „In the Rain“ findet Yuki Anai eine Übersetzung für all jene, deren Sinne offen für die Botschaften natürlicher Gegebenheiten sind. Der japanische Künstler erzeugt im Dom im Berg mit Licht und Klang einen Regen, der durch sein Erleben die Tür zur Erinnerung der Betrachter*innen öffnen soll.

Der japanische Medienkünstler Yuki Anai verbindet Licht und Klang mit und durch sensorische Technologien. Seine Installationen sind vorwiegend von der Natur inspiriert. Seine Projekte wurden mit dem Asia Digital Award, dem Best Award of Smart Illumination und vom Japan Media Art Festival ausgezeichnet. 


Sounddesign: Hideaki Takahashi
Technische Umsetzung: Das Team der Grazer Spielstätten


Die Installation „In the Rain“ von Yuki Anai setzt modernste Technik ein, um ein Urphänomen zum Sinneserlebnis zu machen. Wir freuen uns, dieses Klanglicht Highlight 2019 unterstützen zu können.

Georg Knill, Präsident der IV-Steiermark

In Kooperation mit

 

Les Luminéoles
(2019)


“Les Luminéoles”, Porté par le Vent (FR)


Zum 5. KLANGLICHT-Jubiläum wieder dabei!
Bereits 2017 flogen den bunten „Luminéoles“ die Herzen des KLANGLICHT-Publikums zu. Zum fünften Geburtstag von Klanglicht kehren die poetischen Luftwesen zurück und schweben dieses Mal durch die Lüfte über dem Grazer Opernring. „Les Luminéoles“ sind eine Installation des französischen Kollektivs Porté par le Vent. „Vom Wind getragen“ − das ist auch Programm, wenn sich die mit Helium und Licht gefüllten Wesen in die Luft begeben, mit dem Wind tanzen und den Grazer Nachthimmel verzaubern.

Christophe Martine, der Gründer des Kollektivs „Porté par le Vent“, hat schon 1987 im Alter von 14 Jahren seine Leidenschaft für das Gleitschirmfliegen entdeckt und diese Passion in den vergangenen Jahren perfektioniert. Sein Hobby machte er letztlich auch zu seinem Beruf: Als Sportpädagoge setzt er sich seit fast zwanzig Jahren gemeinsam mit seinen Schülern mit dem Thema des Drachenfliegens auseinander. Ausgehend von „Les Luminéoles“ hat Christophe Martine seither mehrere Programme mit Lichtkunstwerken entwickelt, die klingende Namen tragen wie „Le Bal des Luminéoles“ oder „Jardin d’hiver“. „Les Luminéoles“ sind in Zusammenarbeit mit Fête des Lumières Lyon entstanden.

Technische Umsetzung: grafx live Marketing
Foto (c) Alex Koch


„Das Schauspiel mit Licht und Klang im öffentlichen Raum ist in dieser Dimension und Vielfalt einzigartig und außergewöhnlich. Mit der Bespielung der gesamten Grazer Innenstadt an 19 Standorten zeigt Klanglicht auf beeindruckende Weise, dass Kunst Menschen bewegen, berühren und begeistern kann.“ 
– Gernot Blümel, Bundesminister für EU, Kunst, Kultur und Medien

Diplopia
(2019)


“Diplopia”, Onionlab (ESP)


Licht und Schatten, Flexibilität und Härte, Nähe und Weite, Lärm und Stille: Die dreidimensionale Projektion „Diplopia“ des spanischen Künstlerkollektivs Onionlab setzt sich mit dem Thema der Kontradiktionen auseinander. Volumetrische Kontraste und Tiefenillusionen erzeugen Bilder, die die Betrachterinnen und Betrachter faszinieren, irritieren und auch täuschen. Das 3D-Projekt erzeugt nicht nur visuelle Gegensätze, es suggeriert auch ein Gefühl der inneren Spannung. Damit ist „Diplopia“ ein audiovisuelles Erlebnis, dessen Wirkung sich in der Gefühlswelt der Besucherinnen und Besucher weiter ausbreitet. 

Onionlab sind auf überdimensionale Projektionen bzw. virtual reality spezialisiert und schaffen mit ihrer Arbeit Schnittpunkte zwischen Technologie, Design und Kunst. Ihre stereoskopischen 3D-Mappings bedienen sich unterschiedlicher Blickwinkel und spezieller Techniken, die die Illusion von Tiefe in Bildern für binokulare (beidäugige) Betrachtung kreieren. Mit der Hilfe der 3D-Brille verschmelzen diese zu dreidimensionalen Objekten, die aus dem Gebäude herauszutreten scheinen.

Künstlerisches Konzept: Onionlab
Technik: provideo, grafx live-marketing
Foto (c) Onionlab


„Viele Menschen erachten ihr Seh- und Hörvermögen als eine Selbstverständlichkeit, die sie jedoch nicht ist. Klanglicht ermöglicht mit audiovisuellen Installationen wie „Axioma“ das bewusste Wahrnehmen der Einzigartigkeit dieser menschlichen Sinne.“ 

– Fritz Wutscher, Geschäftsführer sehen! wutscher

In Kooperation mit

 

 

 

For iTernity
(2019)


“For iTernity”, Katja Heitmann (DE/NL)


Wenn Kunst die Unendlichkeit einfängt: Mit ihrer Lichtinstallation „For iTernity“ lässt Katja Heitmann eine Tänzerin auf traumhafte Weise unsterblich werden. Damit erforscht sie nicht nur auf subtile Weise das menschliche Streben, niemals in Vergessenheit zu geraten, sondern richtet auch eine kritische Hommage an das Medium Internet. Bei Klanglicht 2019 am Karmeliterplatz sind Besucherinnen und Besucher eingeladen, die leuchtende Balletttänzerin, die sich sanft um sie und über ihren Köpfen bewegt, mittels Screens (Spiegeln) zu entdecken. Die Musik zur Installation basiert auf Mozarts „Requiem“, gesungen von einer amerikanischen Youtube-Vloggerin.

Katja Heitmann (1987, Hamburg) lebt und arbeitet in den Niederlanden. Die studierte Choreografin bewegt sich mit ihrem künstlerischen Schaffen zwischen Theater, Tanz, visueller Kunst, Performance und Installation. Zentrales Thema in ihrer Arbeit ist dabei immer die Bewegung. Bewegt der Mensch die Maschine oder bewegt die Maschine den Menschen? Ihre performativen Installationen zeigen auf poetische Weise, dass eine Antwort niemals eindeutig sein kann. Als „Outstanding Choreographic Talent“ wurde Katja Heitmann 2016 beim „Dutch Dance Festival“ ausgezeichnet.

Technische Umsetzung: Katja Heitmann

Luxe
(2019)


“Luxe”, Jordan Söderberg-Mills (CN)


Das Traditionshaus Kastner & Öhler schimmert wie ein Diamant: „Luxe“ von Jordan Söderberg Mills spielt Fenster für Fenster mit den kreativen Möglichkeiten des Leuchtmittels „Pivot“, bricht das Licht, fängt es wieder ein und verwandelt die gläserne Fassade des Gebäudes in ein Juwel der Stadt. Dafür lässt der kanadische Künstler Licht auf Glas treffen. Perforierte Flächen streuen die Strahlen, doch die Installation fängt die Summe als großes Ganzes wieder ein − wie auf der Suche nach einem Schatz begegnet man vor dem Grazer Modehaus einer leuchtenden Fassade.

Jordan Söderberg Mills ist ein interdisziplinärer Licht- und Glaskünstler. Er beschäftigt sich intensiv mit der Brechung des Lichts durch und in verschiedenen Materialien – wobei Glas zu einem wichtigen Bestandteil seiner Arbeiten wurde. Ob Installation, Skulptur oder Design, jedes seiner Werke spielt mit der Grenze zwischen digitaler und analoger Realität. Seine Arbeiten sind/waren u.a. im Victoria Albert Museum, Blythe House, am London Design Festival und im Museo Nacional de Bellas Artes in Santiago, Chile zu sehen.

Das Projekt „Luxe“ wurde in Zusammenarbeit mit XAL und Kastner & Öhler entwickelt. Die flexiblen Mobile Graphic Tubes „Pivot“ von XAL sind integrierter Teil der Installation und ermöglichen den spielerischen Einsatz von immer neuen Lichtgrafiken. 

Technische Umsetzung: grafx live marketing in Kooperation mit Kastner & Öhler mit Unterstützung von XAL


Das Strahlen eines Juwels wiederzugeben, das Licht in seine Facetten zu brechen, war die Herausforderung. Um diese Vision zu realisieren wurde gemeinsam probiert und perfektioniert. Unsere Pivot mit ihrer hohen Flexibilität und dynamischen Lichtqualität hat sich als die perfekte Leuchte erwiesen, um dieser Installation den idealen Schliff zu geben.
Dwayne Waggoner, Department Head Lighting Design at XAL

In Kooperation mit

 

 

Holographisches Windspiel 3.2
(2019)


“Holographisches Windspiel 3.2”, ArtificialOwl (CH)


Auf der Murinsel steigt Nebel auf. Natürliche Luftströme formen im Zusammenspiel mit Licht tanzende, sich stetig wandelnde Skulpturen von mystischer Schönheit, die die parametrische Architektur der Umgebung aufbrechen und durch ihre eigenen Formen einen völlig neuen Raum generieren. Mittels Licht, Klang und Nebel ermöglicht das Kollektiv um Künstler Jan Raphael Knieza eine illusionäre Erfahrung, die die Wahrnehmung des Raumes vollkommen verändert. Es entsteht eine flüchtige, traumähnliche Welt, in die das Publikum sanft eintaucht und erst langsam wieder erwacht. Dabei wird die Murinsel nicht mehr jener Ort sein, der vielen Grazerinnen und Grazern doch so vertraut ist…

Das Schweizer Künstlerkollektiv ArtificialOwl um Jan Raphael Knieza schafft aus Licht, Nebel und Sound faszinierende Installationen, die auch in bekannten Räumen Neues entdecken lassen. Mit Hilfe von analoger sowie digitaler Technologien werden Themen rund um Entschleunigung, Illusion, Traum und Raumwahrnehmung kunstvoll bearbeitet und durch immersive Licht- und Klangprojekten für das Publikum auf sehr sanfte Weise erfahrbar gemacht. 

Art Director und Illustration: Jan Raphael Knieza
3D-Animation: Matthias Pfaeffli
Sounddesign: Joshua Koch
Tontechnik: Sebastian Stedler
Technische Umsetzung: Franziska Menzel, Jan Raphael Knieza, Sebastian Stedler

Truck
(2019)


“Truck”, Erwin Wurm (AT)


Da schmilzt die Realität, da biegt sich die Wahrheit: Ein knallroter Lastwagen fährt an der Wand des Orpheums rückwärts hoch. In der Mitte elegant nach oben gebogen, scheint der Truck sein Gewicht mühelos zu überwinden und sich an die Form des Gebäudes anzupassen. Infolge seiner körperlichen Verzerrung erhält das Nutzfahrzeug skulpturalen Charakter, seine Funktion tritt hinter der artistischen Gestalt zurück. Doch nicht nur der Anblick des Fahrzeugs erscheint paradox: Von ihrer originären Bedeutung losgelöst ist auch die Hausfassade der Grazer Spielstätte. Von dem LKW als nächtlicher Parkplatz in Anspruch genommen, erscheint die Wand weniger als Schutzhülle für einen Innenraum denn als Bühne für die Kunst.

Erwin Wurm, geboren 1954, lebt und arbeitet in Wien und in Limberg/Niederösterreich. In den 1990er Jahren erreichte Erwin Wurm mit seinen „One Minute Sculptures“ die Aufmerksamkeit des Kulturpublikums. Erwin Wurms vielschichtiges Werk umfasst Performance, Video, Fotografie, Zeichnung und die klassische Skulptur in miteinander verbundener und sich gegenseitig bedingender Weise. Den Begriff der Skulptur versteht Wurm im prä-modernen Sinne als Spiel mit Masse und Volumen. In diesem Sinne verformt er mit Vorliebe Alltagsgegenstände. Mit seinen aufgeblasenen Häusern, verbogenen Autos und seinen partizipatorischen »One Minute Sculptures« hinterfragt er ironisch das Erscheinungsbild von Statussymbolen und die Bedeutung von gesellschaftlichen Konventionen.

Technische Umsetzung: Das Team der Grazer Spielstätten


„Mein Werk handelt vom Drama der Belanglosigkeit der Existenz. Ob man sich ihr durch Philosophie oder durch eine Diät nähert, am Ende zieht man immer den Kürzeren“
– Erwin Wurm

OHNE TITEL
(2019)


“OHNE TITEL”, Anna-Maria Bogner (AT)


 

Das Projekt „OHNE TITEL, 2019“ wurde von der österreichischen Künstlerin Anna-Maria Bogner originär für KLANGLICHT 2019 entwickelt und setzt sich mit der Frage nach dem Raum auseinander. Was ist Raum? Wo liegt er? Vom Blickwinkel der Erzherzog-Johann-Brücke sehen Betrachter*innen Lichtkegel über das Wasser schweben. Woher sie kommen ist nicht eindeutig, jedoch worauf sie verweisen: Weniger noch als ein Nicht-Ort entzieht sich das zwischen Tegetthoffbrücke und Mur eingerahmte Volumen in seiner Unzugänglichkeit der alltäglichen Aufmerksamkeit. Ein unentdeckter Raum, der vielleicht zum ersten Mal bewusst gesehen und − durch die Übertragung der dortigen Geräuschkulisse − gehört wird.

 

Geboren 1984 in Tirol, AT, lebt und arbeitet Anna-Maria Bogner in Düsseldorf, DE.  In ihren Arbeiten ist Raum kein Gegenstand, sondern vielmehr die Bedingung, unter der Gegenstände in Erscheinung treten können. Die österreichische Künstlerin erhielt u.a. Stipendien als Artist in Residence in den Niederlanden, den USA und Bulgarien sowie zahlreiche Förder- und Kunstpreise. Ihre Kunst ist in österreichischen Museen sowie in Sammlungen von Berlin bis Los Angeles zu sehen.

Nikos Zachariadis ist multidisziplinär arbeitender Künstler, Gestalter und Organisator in Graz. Er beschäftigt sich vor allem mit Wirkungsweisen und Manipulationen der sinnlichen Wahrnehmung innerhalb des Spannungsfeldes Bild—Ton—Raum—Zeit in unterschiedlichsten Konstellationen und Aspekten. Das Spektrum der Arbeiten umfasst – neben Werken in klassischen Medien und elektroakustischen Konzerten – u.a. immersive AV-Umgebungen und performative Klangskulpturen. (n.zachariadis.at, www.opcion.mur.at)

Sounddesign: Nikos Zachariadis
Technische Umsetzung: grafx live Marketing, SLV-Austria

Intruders XL
(2019)


“Intruders XL”, Amanda Parer (AUS)


 

„Eindringlinge“ nennt Sie ihre Erschafferin, die australische Künstlerin Amanda Parer, dabei haben die beiden leuchtenden Giganten mit langen Löffeln rein friedliche Absichten.  Unter dem Titel „Intruders XL“ positionieren sich bei Klanglicht 2019 zwei überdimensionale Hasen in direkter Sichtachse zueinander und möchten mit ihrer Anwesenheit vor allem eines bewirken: Ein Lächeln auf den Gesichtern der Menschen. Vom Hauptplatz aus blickt man voll Staunen auf die Größe der Figur in direkter Nähe bis man auch den leuchtenden Hasen in der Ferne am Schlossberg entdeckt.

Unter dem Kollektiv ‚Parer Studios‘ schafft Amanda Parer Objekte für den öffentlichen Raum, Skulpturen und Gemälde, die die Natur und ihre Fragilität erforschen. Dabei wird auch die Rolle des Menschen in diesem Gefüge stets kritisch hinterfragt. Vor allem für ihre imposanten Installationen, die ganze (Stadt-)Landschaften einnehmen können, erhält die australische Künstlerin große internationale Resonanz. Die „Intruders XL“ leuchteten bereits in über 26 Großstädten weltweit, darunter auch London, Perth, Paris und Boston. 

Technische Umsetzung: grafx live Marketing

H-U-M-A-N-?
(2019)


“H-U-M-A-N-?”, Sophie Guyot (CH) &
„BACH!“, Friedrich Kleinhapl (AT)


 

Die Schweizer Lichtkünstlerin Sophie Guyot stellt mit „H-U-M-A-N-?“ im Landhaushof nicht nur die Frage der Menschlichkeit, sondern auch jene des Blickwinkels. Niemals als Aussage zu verstehen und auch frei von Kritik fragt sie: Are we human? Und: Was bedeutet es überhaupt, „menschlich“ zu sein? Im Leben gibt es stets mehr als nur eine Sichtweise, mehr als nur Schwarz und Weiß. Um sich das vor Augen zu führen, bedient sich Sophie Guyot einerseits der Sprache, andererseits des roten Lichts, das – wie sie selbst sagt – im Menschen große Achtsamkeit hervorruft. An allen drei Klanglicht-Abenden bespielt zudem der Musiker Friedrich Kleinhapl mit seinen Cello den Raum um Guyots „H-U-M-A-N-?“. Neben Suiten für Cello Solo von Johann Sebastian Bach werden Øistein Sommerfeldts „Monologi“ und Friedrich Guldas „Cadenza“ zu hören sein. Das audio-visuelle Gesamtprojekt verwandelt den Landhaushof in einen Ort des Innehaltens, des genauen Hinsehens und Hinhörens und lädt ein, auch mit sich selbst in einen inneren Monolog zu treten

Sophie Guyot studierte Literatur an der Universität von Lausanne, widmete sich jedoch in den Jahren und Jahrzehnten danach immer stärker der künstlerischen Arbeit mit Licht. Dabei spielt für sie Sprache eine tragende Rolle: Mithilfe von Licht schafft sie Botschaften, die es – je nach Projekt – auf unterschiedlichste Weise zu entdecken und erfahren gilt.
Friedrich Kleinhapl ist österreichischer Cellist mit belgischen Wurzeln und konzertiert als Solist und Kammermusiker in zahlreichen europäischen, amerikanischen und asiatischen Metropolen. Seine Musik zeichnet sich durch expressives Spiel, farbenreiche Tongebung sowie kompromisslose Interpretationen aus.

Technik: grafx live Marketing


„Kreativität und Energie sind untrennbar miteinander verbunden. Das Kunstfestival Klanglicht vereint in der steirischen Landeshauptstadt nachhaltige Licht- und Klangerlebnisse mit faszinierender Magie. Wir sind stolz darauf, zu den Geburtshelfern dieses international vielbeachteten Projekts zu gehören. Kulturelles Engagement ist Teil unserer Unternehmens-Identität. Die Entwicklung außergewöhnlicher Ideen ebenso. Deswegen sind wir gerne auch heuer als Partner mit dabei
– Christian Purrer, Vorstandssprecher Energie Steiermark

 

Wunderland
(2019)


“Wunderland”, Jordan Soderberg Mills (CN)


 

 

Ein Spiel mit dem Regenbogen: Graz in neuen Farben und aus anderen Blickwinkeln sehen und diese bunten Momente einfangen. Das interaktive Projekt „Wunderland“ zeigt Lieblingsorte von Grazerinnen und Grazern – aufgenommen durch die eigene Linse und effektvoll inszeniert mit dem gläsernen Fotofilter von Jordan Söderberg Mills. Auf der Kameralinse positioniert wirkt Jordan Söderberg Mills „Colour Cube“ wie ein analoger Farbfilter, der die Welt von all seinen Seiten einfängt. Ja nachdem wie man ihn dreht und wendet, wird Licht anders gebrochen. Das Ergebnis: Ein Spektrum an Farben und Bildern, übereinandergelegt und genau deshalb einzigartig.

 

Jordan Söderberg Mills ist ein interdisziplinärer Licht- und Glaskünstler. Er beschäftigt sich intensiv mit der Brechung des Lichts durch und in verschiedenen Materialien – wobei Glas zu einem wichtigen Bestandteil seiner Arbeiten wurde. Ob Installation, Skulptur oder Design, jedes seiner Werke spielt mit der Grenze zwischen digitaler und analoger Realität. Seine Arbeiten sind/waren u.a. im Victoria Albert Museum, Blythe House, am London Design Festival und im Museo Nacional de Bellas Artes in Santiago, Chile zu sehen.

Jordan Söderberg Mills (CA)
Gestaltungsmittel: Mobile graphic tube „Pivot“ von XAL
Kastner & Öhler


„Das Projekt „Wunderland“ lädt die GrazerInnen erstmals ein, interaktiv Teil von Klanglicht zu werden. Interaktion mit der Stadtbevölkerung ist auch zentraler Bestandteil der Kommunikation rund um das in der Stadtgeschichte einzigartige Stadtentwicklungsprojekt  „Reininghaus Gründe“. A perfect match!“

– Daniel Kampus (Kampus Raumplanungs- und Stadtetwicklungs GmbH) in Vertretung des Eigentümerboards Reininghaus

In Kooperation mit

 

 

 

 

 

Stages
(2019)


“Stages”, Gor Chahal (RUS)


Traditionelle Spiritualität ins Heute übersetzt: Der russische Künstler Gor Chahal transformiert in der Stadtpfarrkirche die Tradition des Hesychasmus der orthodoxen Kirche in eine zeitgenössische Formensprache. In seinem 2005 entstandenen Video „Stages“ entfalten die geschriebenen Anrufungen Gottes eine raumgreifende Sogwirkung, der man sich kaum entziehen kann. Für die Präsentation in der Grazer Stadtpfarrkirche kombiniert er den sich öffnenden, visuellen Tiefenraum mit dem betörenden Gesang des russischen Avantgarde-Poeten und Underground-Sängers Alexei Khvostenko.

Gor Chahal gilt mit seinen bereits in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts entstandenen virtuellen Skulpturen als einer der Pioniere multimedialer Kunst in Russland. Neben Gruppen- und Einzelausstellungen in vielen Ländern Europas wurde sein Werk 2010 in einer Solo-Schau in der renommierten Moskauer Tretjakow-Galerie gezeigt.

Kuratiert von: Alois Kölbl (QL-Galerie), Gertraud Schaller-Pressler (Kirchen Kultur Graz)
Technische Umsetzung: Markus Königshofer (eventmanagement/eventtechnics)


„Klanglicht beginnt am Abend des Ostersonntags. Mit Klang und Licht drückt auch die Kirche den Jubel der Auferstehung aus. Ich freue mich, dass Gor Chahal mit seinem Video in den Tris(h)agion, einen der ältesten christlichen Hymnen hineinzieht, der den dreimal heiligen, starken, unsterblichen Gott anruft.“
− Stadtpfarrpropst Christian Leibnitz

In Kooperation von

 

KLANGLICHT CONNECTED
(2019)


“KLANGLICHT CONNECTED.”, Peter Kogler (AT)


Im Vorfeld der Ausstellung von Connected. Peter Kogler with… im Kunsthaus Graz macht der international agierende österreichische Medienkünstler Peter Kogler eine Doppel-Intervention bei Klanglicht 2019. Sowohl an der BIX-Medienfassade wie auch im städtischen Außenraum begegnen Besucherinnen und Besucher seinen hypnotischen Mustern. Schals mit netzartiger Musterung werden zum weithin sichtbaren Teil des Festivals – und so auch das Publikum, das dieses um den Hals trägt. Somit verbindet „Klanglicht Connected“ die Kunst Peter Koglers in direkter Weise mit den Besucherinnen und Besuchern von Klanglicht.  

Werdet Teil eines Kunstwerkes!
Kommt am 22. & 23.04 jeweils 20:30 Uhr zum Lendkai 1 – ausgestattet mit dem Peter Kogler-Schal könnt ihr gemeinsam mit dem Kunsthaus Graz den öffentlichen Platz vor dem Museum in ein leuchtendes Menschenmeer verwandeln!
Infos auf www.kunsthausgraz.at

Peter Kogler arbeitet als Medienkünstler seit den 1980er-Jahren zwischen Computergrafik, Film, Collage und Architektur. Seine konsequente Beschäftigung mit dem technischen und reproduzierbaren Bild und der Wirkmacht der Medien macht ihn heute – unter den Bedingungen eines digital beeinflussten Alltags – zum Visionär eines Umgangs mit der Macht der Masse.

Ein Projekt des Kunsthaus Graz + Logo Kunsthaus
Supported by legero united | con-tempus.eu (www.con-tempus.eu)


„Ich freue mich auf eine ‚leuchtende‘ Menschenmenge vor dem Kunsthaus, die Teil eines Werkes von Peter Kogler werden und sich danach auch ihren persönlichen Kogler mit nach Hause nehmen. … ein wunderbares Bild eines realen Nachhalls des Ereignisses!“
Katrin Bucher Trantow, Chefkuratorin Kunsthaus Graz

 

2018

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Motion Scape
(2018)


„MOTION SCAPE“ ROMBOUT FRIELING (NL) &
„PIANOMETALSPACE // SOUNDLINKS“ WINFRIED RITSCH (AUT)


 

 

„We see in order to move. We move in order to see.“ William Gibson

Einst als Kinder in schier endloser Bewegung, bewegen wir heute nur noch den Kopf. Gedanken fließen … doch können allein sie die Bedeutung des Lebens wirklich fassen? Wie Tänzer, wie Athleten oder einfach wie Kinder lassen wir uns hier zu diesen Klanglichtern treiben, tief im Inneren des Berges und wir merken: Der Körper in Aktion bringt neue Sicht, neue Ideen, neue Freiheit für den Menschen.

Als Designer, Techniker und Innovation Fellow am Royal College of Art ist der niederländische Künstler Rombout Frieling überzeugt, dass der menschliche Körper im Zeitalter der Technologie unberechtigterweise an Bedeutung verloren hat. Frielings Arbeiten veranlassen BetrachterInnen mit ihrer Umgebung in eine neue Interaktion zu treten, sein holistisch-menschlicher Zugang rückt dabei stets die Bewegung in den Mittelpunkt.

Neben eigenen Kompositionen setzt der Grazer Medienkünstler Winfried Ritsch in seinem Atelier Algorythmics auch innovative Konzepte des Medienkunstlabors und den Künstlerinitiativen FOND, TONTO und mur.at um. Sein künstlerisches Portfolio umfasst u.a. Klangskulpturen, Performances und die Entwicklung von Computermusiksystemen. Winfried Ritsch ist außerordentlicher Professor am Institut für Elektronische Musik und Akustik der Kunstuniversität Graz. Seine Klanginstallation ‚PianoMetalSpace // SoundLinks‘ wird auch nach Klanglicht 2018 für eine eindrucksvolle Klangkulisse im Dom im Berg sorgen.

Mit ‚Motion Scape‘ und ‚PianoMetalSpace // SoundLinks‘ vereinen die beiden Medienkünstler ihre Kräfte und schaffen im Dom im Berg eine außergewöhnliche Klang- und Lichtinstallation. Die lichttechnische Inszenierung im Inneren des Grazer Schlossberges schafft Kontraste, die zu menschlicher Bewegung auffordern. Zusätzlich steuert die Lichtkunst von Rombout Frieling die Konzertinstallation von Winfried Ritsch mit robotischem Klavierspieler und Metallplatten. Die ‚Soundlinks‘ des algorithmisch gesteuerten Klaviers treffen in Echtzeit auf die metallenen Klangplatten und erzeugen durch Resonanzen eine außergewöhnliche Raumklang-Beschallung im Hauptraum, die auf Bewegung reagiert.

Diaspora Scroll / Quartett für das Ende der Zeit
(2018)


„DIASPORA SCROLL“, Azra Akšamija (BIH)


 

 

Wenn Stoffe Bände sprechen.

Das Licht hüllt die Mauern in ein Farbenspiel der Ornamente, einem Teppich unterschiedlicher Identitäten gleich. 1 Muster = 1 Bedeutung? Die Grenzen der Kulturen sind längst verschwommen – sind miteinander verwoben wie einzelne Fäden in einer zarten Stickerei, die zum Träger von Kultur und Geschichte wird.

Nicht nur im Auge der Betrachter, auch in ihren Köpfen und ihren Herzen, ist dieses Abbild der Kulturen somit viel mehr als die Summe seiner Teile.

 

Die nach dem Jugoslawienkrieg in Graz aufgewachsene Künstlerin Azra Akšamija beschäftigt sich mit kulturellen und religiösen Konstruktionen von Identität. Mit dem Ziel, Gemeinschaft zu fördern, Traumata zu überwinden und sozial sowie politisch wertvolle Innovationen zu ermöglichen, spürt die Architekturhistorikerin technologisches und materielles Wissen auf. „Diaspora Scroll“ ist als Kunstinstallation eine erste Fassung einer wachsenden Stoff- und Gedächtnisrolle, die Stickmuster sammelt und lokales mit migriertem Wissen miteinander verwebt. So erscheint die Lichtinstallation als digitale Überlappung unterschiedlicher ethnischer Ornamente wie ein vielfältig beschriebenes Manuskript.

 

Konzert-Tipp: QUARTETT FÜR DAS ENDE DER ZEIT
1941. Nancy, Frankreich.

In der bitterlichen Januarkälte finden sich im Gefangenenlager der deutschen Wehrmacht 400 Franzosen sowie die deutsche Lagerleitung zusammen, um für kurze Zeit den Krieg zu vergessen: Mit größter Aufmerksamkeit und Verständnis – so die Worte des Komponisten Olivier Messiaen – lauschten die Männer der Uraufführung des ‚Quatuor pour la fin du temps‘. Das „Quartett für das Ende der Zeit“ spiegelte nicht nur Messiaens tiefe Ehrfurcht vor dem göttlichen Geheimnis der Apokalypse wider, seine Musik vermochte auch die verfeindeten Soldaten für einen Augenblick in Einklang zu bringen.

 

Klingendes Klanglicht in Graz Mariahilf

Zum stimmungsvollen Kerzenschein erklingt an den Festivaltagen zwei Mal pro Abend auch das Quatuor pour la fin du temps in der Mariahilferkirche. Das Quartett für das Ende der Zeit von Olivier Messiaen ist nicht nur ein bewegender Eindruck der Vergangenheit, sondern auch tiefer Bedeutungsträger für unsere Gegenwart. Mitglieder des Grazer Philharmonischen Orchesters präsentieren das kammermusikalische Werk, das im Jänner 1941 uraufgeführt wurde.

In der Besetzung finden sich Kurt Mörth an der Klarinette, Pauli Jämsä am Klavier, Fuyu Iwaki an der Violine und Gergely Mohl am Violoncello.

Scala Lucida
(2018)


„Scala Lucida“, Teresa Mar (AUT)


 

Stiege des Lichts.

Dort, wo sich die Stufen eng an den Felsen schmiegen.

Dort, wo die Treppe Höhe und Tiefe wie eine Brücke verbindet.

Dort erleuchtet ein Mosaik aus Eindrücken des Lebens — ein Bild von dem, was hier war und dem, was heute ist.

Scala Lucida. Nehmen wir uns Zeit, sie zu betrachten und mit unserem Blick empor zu steigen. Denn kommt Zeit, kommt nicht nur Rat, sondern auch Sinn und Sinnlichkeit.

Die österreichische Künstlerin Teresa Mar ist derzeit in Klagenfurt, Wien und Barcelona tätig. Nach dem Abschluss des Studiums der Politikwissenschaft 1997 begann sie als Künstlerin zu arbeiten. Neben Werken der Malerei entstanden seitdem auch geklebte Collagen, die der Künstlerin seit 2003 als Grundlage ihrer digitalen Bildbearbeitungen dienen. Sie legt Bildausschnitte, also layers bzw. codes aus Farbe und Licht, übereinander bis sich diese zu einem eigenen neuen Bild verdichten. Die Spannung liegt dabei in der Entstehung neue Strukturen und Kontraste, die den BetrachterInnen einen großen Assoziationsspielraum in der Deutung des Bildes ermöglichen. Denn Menschen, so Teresa Mar, sehen stets das, was sie sehen wollen.

The Pool
(2018)


„The Pool“, JEN LEWIN (USA)


 

 

Eure Spuren im Licht.

Einen Fuß vor den anderen. Mal langsam, mal schnell. Geht oder lauft, springt ins leuchtende Nass und taucht ein. Ach, so viel schöner und heller ist es hier in unserem leuchtenden Kunstwerk, unserer Landschaft des Lichts. Jeder sei willkommen — denn auch der bunteste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.

 

Die amerikanische Interaktionskünstlerin Jen Lewin entwirft in ihrem New Yorker Studio großflächige Installationen für den öffentlichen Raum, die stets unterschiedliche Elemente kombinieren. Ihr bekanntestes Werk The Pool vereint Licht, Klang und komplexe Technologie zu einer überdimensionalen digitalen Leinwand. Interaktive „pads“ bilden einen begehbaren Pool, dessen 200 LED-Lampen auf den Druck und die Geschwindigkeit der menschlichen Schritte reagieren. So schaffen die BesucherInnen durch ihre kollektive Bewegung ein einzigartiges Kunstwerk aus Licht und Farbe. Seit 2012 war The Pool Teil von über 40 Kunstfestivals weltweit und verzeichnet damit einige Millionen „Fußabdrücke“.


 

„Kreativität und die neue Welt der Energie sind untrennbar miteinander verbunden, kommen ohne einander nicht aus. Klanglicht ist ein wunderbares Beispiel dafür. Weil wir an das Kraftwerk Kunst glauben, sind wir gerne als Festivalsponsor mit dabei.“

– DI Christian Purrer, Vorstandssprecher Energie Steiermark

The Lacuna Shifts
(2018)


„The Lacuna Shifts“, Depart (AUT)


 

 

Spieglein, Spieglein an der Wand …

… wo bin ich hier in diesem Land? Diese Wunderwelt der bewegten Wände erscheint mir wie ein Traum. Ich stehe (oder schwebe?) auf einer poetischen, ja fantastischen Spielwiese meiner Imagination. Alles um mich liegt im Auge des Betrachters, doch der Betrachter – bin das wirklich ich?

I move when I stay. I stay when I move.

I think that I fall, but I do not at all. … do I?

 

Depart – das sind Leonhard Lass und Gregor Ladenhauf. Das Künstlerduo aus Wien ist auf Virtual Reality-Installationen spezialisiert und arbeitet mit Echtzeit-3D-Environments, um einzigartige VR-Erlebnisse zu generieren. Als Träger des VR-Headsets wird man nicht nur in eine surreale Welt der körperlichen und räumlichen Instabilität entführt, man tritt auch selbst in Interaktion mit dem, was um einen herum geschieht. Basierend auf Lewis Carrolls Alice’s Adventures in Wonderland inszeniert „The Lacuna Shifts“ eine modulare Dramaturgie, in dem der Blick des Beobachters eine wesentliche Rolle spielt. So wird die virtuelle Erfahrung zu einer wandelbaren Bühne, die im Spannungsfeld zwischen individueller Wahrnehmung und akustischer Halluzination niemals dasselbe Stück zwei Mal zeigt.

Axioma
(2018)


„AXIOMA“, ONIONLAB (ES)


 

 

 

Formen formieren sich. Sie wissen was zu tun ist, denn ihre Geometrie gibt den Ton an. Fantastisch, nicht wahr? Dabei ist diese Brille gar nicht rosarot … Wie durch ein dunkles Glas fällt man weiter, immer weiter, in die Dimensionen einer surrealen Welt. Und wenn der Weg dann zum Ziel wird, können Sie, lieber Wanderer und liebe Wanderin, nur Gewinner sein.

 

Onionlab sind auf überdimensionale Projektionen bzw. virtual reality spezialisiert und schaffen mit ihrer Arbeit Schnittpunkte zwischen Technologie, Design und Kunst. Das spanische Künstlerkollektiv lebt derzeit in Barcelona, arbeitet mit seinen audiovisuellen Inhalten jedoch weltweit. Bei Axioma handelt es sich um eine stereoskopische 3D-Show, die sich mit den Eigenschaften geometrischer Formen auseinandersetzt. Erst mittels Betrachtung durch eine 3D-Brille, eröffnet sich den ZuseherInnen die eindrucksvolle dreidimensionale Inszenierung.


 

„Viele Menschen erachten ihr Seh- und Hörvermögen als eine Selbstverständlichkeit, die sie jedoch nicht ist. Klanglicht ermöglicht mit audiovisuellen Installationen wie „Axioma“ das bewusste Wahrnehmen der Einzigartigkeit dieser menschlichen Sinne.“

– Fritz Wutscher, Geschäftsführer sehen! wutscher

My light is your light
(2018)


“my light is your light”, alaa minawi (LBN)


 

 

Nun sind wir hier.

Zart leuchtend im Dunkel der Nacht sind sie gekommen. Alles, was sie in diesem Moment besitzen, ist sich selbst und ihre Erinnerung. Ein Beobachter, jedoch nur ein stiller, vermag hier ihre Geschichte zu hören. Es sind traurige Worte, die von der unendlichen Unsicherheit des Seins erzählen. Doch da schimmert auch Hoffnung durch die Finsternis: ein Vertrauen über alle Grenzen hinweg, eines Tages zuhause zu sein.

 

alaa minawi ist bildender Künstler. Seit 2006 setzt er sich intensiv mit Film, Fotografie und Theater auseinander und ist dabei sowohl in der arabischen Welt als auch in den USA tätig. Derzeit gilt sein Interesse vor allem der Lichtkunst und dem Schreiben. Wie sein Großvater und sein Vater ist auch alaa minawi ein palästinensischer Flüchtling, der heute im Libanon lebt. Diese Geschichte beeinflusst unter anderem sein künstlerisches Schaffen. So erinnert my light is your light an Menschen, die auf ihrer Flucht alles zurücklassen mussten. Sanftes Neonlicht zeichnet menschliche Konturen, ihr Inneres gilt es jedoch wieder zu füllen – mit einer sicheren Zukunft in einem neuen Land.

Connections
(2018)


„Connections“ – Das Klanglicht-Clubbing im Grazer Orpheum
Idee: Rolf Schreiber / Umsetzung: Team der Grazer Spielstätten


 

 

We’re connected.

Im Rausch der Illusion vereinen sich Licht und Musik, mittendrin stehst du. Die Wände sind im Reigen, auch die Bäume gesellen sich dazu. Siehst du sie tanzen in ihrem Farbenspiel? Ach, den Sinnen gib‘ doch endlich frei! Was drinnen ist, ist nun auch hier draußen. Alles ist verbunden. Wir feiern ein Fest – wir alle gemeinsam!

 

Das Orpheum verbindet. Ob es Musik, Tanz oder Worte sind, die gefallen — hier werden unter glitzernden Lichtern Bögen gespannt. Doch es war an der Zeit, was zu (ver)ändern. Die Discokugeln haben ihr gewöhntes Terrain verlassen und beschlossen, auch den öffentlichen Raum in einen magischen Dancefloor zu verwandeln. Drinnen tanzen BesucherInnen zu den Konzerten des Tages, doch auch „outdoor“ erklingt die Live-Musik. So verbünden sich Innen- und Außenraum und rufen im Chor: „Tanz mit uns durch diese Nacht!“

Guilt
(2018)


„GUILT”, MONICA BONVICINI (IT)


 

 

Schuldkultur.

Guilt. Die Buchstabenfolge wird zur bildlichen Behauptung, wird zum Signet, in dem Mahnung und Anprangerung stecken. Doch wer ist der Adressat?

Schuld. Ein Begriff, so vielfältig besetzt:

[subjektiv] eine unerlaubte/verwerfliche Handlung.

[objektiv] die Übertretung moralischer oder gesetzlich verbotener Grenzen.

Das eine oder das andere – verbunden mit Macht über Menschen und Verhalten.

 

Monica Bonvicini, geboren 1965 in Venedig, ist eine italienische Künstlerin und Hochschullehrerin an der Universität der Künste Berlin. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Ihre Arbeiten sind medienübergreifend mit Installation, Skulpturen, Video, Fotografie und Zeichnung und setzen sich mit Machtstrukturen auseinander, wie sie sich u.a. in Architektur oder Alltagsgegenständen manifestieren. Auf der BIX-Medienfassade des Grazer Kunsthauses wird die von Bonvicini diskutierte Schuldkultur unserer Gesellschaft in den Fokus des Stadtzentrums gerückt. In ihrer Formensprache nehmen die Werke häufig Bezug auf die Minimal Art und Conceptual Art.


 

„Mit den Projekten von Monica Bonvicini an der Fassade des Kunsthauses und Azra Aksamija an der Kirchenfassade am Mariahilferplatz beim Klanglicht dabei zu sein, ist uns ein großes Anliegen. Wir verbinden damit die Ausstellung Glaube Liebe Hoffnung, die sich vom Kunsthaus und dem Kulturzentrum bei den Minoriten weit in die Stadt hinein vernetzt, mit dem urbanen Geschehen heute. Ganz bewusst richten die beiden Arbeiten das Augenmerk auf Ebenen des christlichen Erbes, das sich gerade im Stadtraum allerorts manifestiert.“

— Barbara Steiner, Leitung Kunsthaus Graz

 

IN KOOPERATION MIT

Fantastic Planet
(2018)


„FANTASTIC PLANET“, AMANDA PARER


 

 

Oh, welch‘ fantastischer Planet!

Überdimensional. Menschenähnlich. Hell erleuchtet. So sitzt Amanda Parers

Kunstfigur auf dem Dach des Lendhotels, auf dem sie gerade gelandet ist. Vom tschechisch-französischen Film Fantastic Planet inspiriert, begegnen Sie mitten in unserer Stadt diesem Wesen aus einer fernen Welt. Ein leuchtender Gigant, der still und leise unseren fantastischen Planeten erkundet. Was er dabei wohl entdeckt?

 

Unter dem Kollektiv ‚Parer Studios‘ schafft Amanda Parer Objekte für den öffentlichen Raum, Skulpturen und Gemälde, die die Natur und ihre Fragilität erforschen. Dabei wird auch die Rolle des Menschen in diesem Gefüge stets kritisch hinterfragt. Vor allem für ihre imposanten Installationen, die ganze (Stadt-)Landschaften einnehmen können, erhält die australische Künstlerin große internationale Resonanz.


 

„Als jüngstes Mitglied der Helmut Marko Hotels unterstützt das Lendhotel mit Freude diesen neuen Blick auf unsere Stadt – und wird dabei auch gerne selbst unter die Lupe genommen!“

Helmut Marko

 

IN KOOPERATION MIT

[OHNE TITEL]
(2018)


„[OHNE TITEL]“ RUTH SCHNELL


Vergangenes. SINNvoll. Erlebt.

Die Pforten der Kirche stehen weit offen. Kommen Sie herein, jeder ist willkommen. Inmitten des Raumes oder seitlich, Sie spüren: Hier schwingt Geschichte. Nun öffnen sich auch Aug‘ und Ohr‘. Leuchtende Klänge und immaterielle Worte aus Licht sind allgegenwärtig. Und so wird eine allzu leicht vergessene Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft.

 

1956 in Feldkirch geboren, lebt und arbeitet Ruth Schnell heute in Wien. Derzeit lehrt sie an der Universität für angewandte Kunst Wien, leitet die Abteilung Digitale Kunst und ist selbst als Kunstschaffende tätig. Mit ihrem Projekt reagiert die Künstlerin auf die Geschichte der Grazer Stadtpfarrkirche in der Herrengasse, die auf ein kleines Gotteshaus auf dem Gelände des ehemaligen jüdischen Ghettos zurückgeht. Die subtile Installation erschließt sich erst einem Blick jenseits eingelernten Rezeptionsverhaltens. Ein eigenständiges Klanglicht in diesem Zusammenhang ist der Lichtkubus, der von der norwegischen Künstlerin Vibeke Andersen gestaltet wurde und der zur Zeit als Bühnenbild im Theaterstück „Judas“ von Lot Vekemans in steirischen Kirchen zu erleben ist. In ebendiesem Klangkubus lassen nun Vita Peterlin am Violoncello und Žan Trobas, beide sind Studierende der Kunstuniversität Graz, am Akkordeon stimmungsvolle Musik erklingen.


„Diese besondere Kooperation zwischen Kirche und Bühne entspricht meinem steten Bemühen, Kirche hinein in die Welt zu öffnen. Die Kunstinstallation von Ruth Schnell schafft gemeinsam mit der Live-Musik aus dem Lichtkubus außergewöhnliche Seh- und Hörerlebnisse.“

— Stadtpfarrpropst Christian Leibnitz

KuratorInnen: Gertraud Schaller-Pressler / Alois Kölbl

IN KOOPERATION MIT

Transience
(2018)


„TRANSIENCE”, PHILIP ROSS & JOEP LE BLANC


 

MUR – experience underwater.

Das Wasser rauscht, kraftvoll und unaufhaltsam. Alles ist in Bewegung und nichts ist jemals ident mit dem, was war. Diese Stadt ist dieselbe wie jeher? Ihr Gewässer immer dasselbe? Verweilen Sie einen Augenblick länger auf dieser Insel und Sie verstehen: Kein Mensch sieht – oder hört – zwei Mal den selben Fluss.

Philip Ross ist Designer für interaktive Beleuchtungskonzepte und Lichtkünstler. In seinen Arbeiten geht er u.a. der Frage nach, inwiefern die Begegnung zwischen Umgebung und Mensch Bedeutung generieren kann. Joep le Blanc ist Klangdesigner mit einem Abschluss in Industrial Design. Bei ihm trifft langjährige Erfahrung als professioneller Musiker auf Wissen um abstrakter Psychoakustik, was seiner Arbeit einen großen Wieder-erkennungswert verleiht. Mit ihrem gemeinsamen Projekt ‚Transience‘ greifen die niederländischen Künstler Vito Acconcis Idee der schwimmenden Murinsel auf und erweisen deren Erbauer, dessen Todestag sich zu Klanglicht 2018 zum ersten Mal jährt, eine große Ehre. Echtzeit Unterwasser-Aufnahmen der Mur verwandeln sich in eine einzigartige Komposition aus Klang und Licht, die sich ihren Weg über die Insel bahnt. Dem antiken Gedanken „Alles fließt“ folgend, ist auch diese Kunstinstallation in ständigem Fluss.

 

IN KOOPERATION MIT

Exposure o.T.
(2018)


„EXPOSURE o.T.“, DAVID REUMÜLLER


 

 

Dem Klang/Licht ausgesetzt.

Eine Textur, zuerst nur in grauem Schleier. Dann schwarz, dann weiß. Ihre Bewegungen verändern das, was Sie sehen. Doch ist das Bild tatsächlich echt? Ein Spiel mit dem Licht beginnt, auf der Suche nach dem „realen“, dem „echten“ Kunstwerk. Der Ton verdichtet das Visuelle und bald steht fest:

Jede dieser Bild- und Klangwelten ist nur von kurzer Dauer und geschaffen durch Ihre aktive Interaktion. Es ist wohl, wie so oft im Leben, alles eine Frage der Betrachtung.

1979 im Murtal geboren, zog es David Reumüller schon früh nach Graz, um sich an der Ortweinschule der visuellen Kunst zu widmen. Seit seinem Abschluss 1998 setzt sich der österreichische Künstler mit unterschiedlichen Medien auseinander. So erschienen neben seinen visuellen Inszenierungen auch zahlreiche musikalische Sammelwerke, Publikationen und Filme. In seinen interaktiven Videoinstallationen untersucht Reumüller vor allem die Wahrnehmung und stellt deren individuellen Informationsgehalt auf den Prüfstand. Zusammen mit Manfred Engelmayr und Bernd Heinrauch bildet er auch das Trio ‚Muscle Tomcat Machine‘, das sich für die Klang-installation zum Projekt verantwortlich zeichnet.


 

Zeitgenössische Kunst wie jene von David Reumüller setzt sich kritisch mit der Komplexität unseres Daseins auseinander, ohne sie jedoch zu bewerten. Gerade so bleibt dem, was auf der Bühne geschieht, auch noch ein gewisser Zauber.

— Iris Laufenberg, geschäftsführende Intendantin Schauspielhaus Graz

 

IN KOOPERATION MIT

Arkestra of Light: Parallel
(2018)


„ARKESTRA OF LIGHT: PARALLEL”, OCHORESOTTO (AUT)


 

Diese fremde Welt meiner Stadt.

 

Ein historischer Ort als Mittelpunkt der Stadt, in der eine Treppe wie ein Spiegel auf sich selbst trifft: die Grazer Burg. Doch mit der Dunkelheit erleuchtet ringsum plötzlich ein Farbenspiel der Formen und Figuren. Die Orchestrierung des Lichts wendet den Außenraum nach innen, es wird eine Parallelwelt unendlicher Dimensionen und zentrischer Tiefen geschaffen. Halten Sie sich fest! Ein Betrachter ist hier nicht nur dabei, nein, er oder sie ist wahrhaftig mittendrin in diesem surrealen Geschehen.

 

Lia Räder, Volker Sernetz und Stefan Sobotka-Grünewald sind das Grazer Künstlerkollektiv OchoReSotto, das sich auf die Kombination digitaler und analoger Medien und ihrer Darstellung als Gesamtkunstwerk spezialisiert hat. Mit der diesjährigen Bespielung des Innenhofs der Grazer Burg feiert die audiovisuelle Installation ‚Arkestra of Light: parallel‘ Prämiere. Auf einer Fläche von 2880 m² treffen durch Großbildprojektoren rund 400.000 Lumen auf alle drei Fassaden des Gebäudes und erschaffen eine Projektionsfläche der Superlative. Das visionäre Licht wird dabei von einer punktgenauen, sphärischen Soundkulisse aus der Feder Wolfgang Möstls und Mario Zangls begleitet.


 

„Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark engagiert sich seit vielen Jahren für heimische Künstlerinnen und Künstler. Die spektakuläre Projektion von OchoReSotto ist ein beeindruckendes Erlebnis für die ganze Familie – und ein perfekter Anlass, unsere Partnerschaft fortzusetzen.“

— Martin Schaller, Generaldirektor der Raiffeisen-Landesbank Stmk.

 

UNTER DER PATRONANZ VON

Silver Ratio
(2018)


„SILVER RATIO“, LIA


 

 

 

Gedanken eines Gebäudes. Oder: ein silberner Schnitt.

So bewegt sind die Bilder an meinen gläsernen Wänden.

Neu, vom Rhythmus gemacht, den die Klänge spenden.

Die Verbindung von Klang und Licht zu spüren,

lasse ich mich auch von der Form des Hauses führen

_anonym.

 

LIA, geboren in Graz, lebt und arbeitet in Wien. Seit 1995 beschäftigt sich die Pionierin der Software- und Netz-Kunst mit digital art und produziert Videos, Performances, Installationen, Skulpturen, Projektionen und digitale Anwendungen. Das grundlegende Material ihrer Arbeit ist der Code. Dabei übersetzt die österreichische Künstlerin Konzepte in formal ausgeschriebene Strukturen, die durch eine „Maschine“ wiederum Output generieren. Das künstlerische Ergebnis steht danach in Kontrast zur Formalität des geschriebenen Codes. LIAs Arbeiten greifen auf zeichnerische sowie malerische Traditionen zurück und verbinden diese mit der Ästhetik digitaler Bildwelten sowie der Sprache von Algorithmen. Mit ‚Silver Ratio‘ nimmt die Künstlerin Bezug auf die Relation der visuellen Elemente zur Architektur des Künstlerhauses und spannt einen Bogen zwischen starrer Struktur und der Lebendigkeit des Gebäudes, geschaffen durch die Menschen, die es benutzen. Für die musikalische Inszenierung der Installation sorgt Damian Stewart, der mit seinen künstlerischen Arbeiten Ton, Code, Licht und Elektronik verknüpft.

Weitere Infos: www.liaworks.com


„Das Spiel mit Klang und Licht hat im Künstlerhaus als Halle für Kunst & Medien einen fortlaufenden Schwerpunkt, der sich neben der Beschäftigung mit Film gerade dem Video und der Sound-Art widmet. Mit der neuen raumgreifenden audio-visuellen Installation der Video- und Netzkunst-Künstlerin LIA erstrahlt das Foyer des Künstlerhauses in den Aussenraum, um im Innenraum ein eindrucksvolles Raumerlebnis zu ermöglichen. Mit dieser spektakulären Realisierung kommt es zu einer ersten spannenden Zusammenarbeit zwischen Klanglicht und Künstlerhaus, der gerne weitere folgen mögen.“

— Sandro Droschl, Künstlerhaus – Halle für Kunst & Medien

 

IN KOOPERATION MIT

Ich bin viele…
(2018)


„ICH BIN VIELE GESICHTER“ von Michael Bachhofer und Karl Wratschko


Habe ich das wirklich gesagt?

 

Peter Rosegger hatte viele Gesichter. Er kommentierte, beanstandete, lobte und verurteilte, um dann alles Gesagte wieder zu verwerfen. Alles wurde von ihm besprochen, oft mehrmals und auch widersprüchlich. Doch wer hat heute eine homogene Weltanschauung? Kein Mensch denkt immer gleich. Kein Mensch bleibt stets der selbe. Denn wir sind alle vieles. Sie und ich, und die da drüben auch.

 

Michael Bachhofer, geboren in Friesach und aufgewachsen im Bezirk Murau, lebt heute in seiner Wahlheimat Wien. Er ist Künstler, dessen Arbeit auf Wahrnehmung, Realität und so etwas wie Wahrheit fokussiert. Karl Wratschko ist Kurator, Film- und Radiomacher und ist ebenfalls in der Steiermark aufgewachsen. Neben weiteren Werken hat er 2017 die Filme ‚Index‘ und ‚I have seen the future‘ realisiert. Anlässlich seines 175. Geburtstages und 100. Todestages beleuchten die beiden Kunstschaffenden das journalistische Schaffen von Peter Rosegger. Schauspielerinnen und Schauspieler des Next Liberty leihen hierbei dem steirischen Schriftsteller ihr Gesicht und erwecken ihn so zum Leben. Dabei verdeutlicht die audiovisuelle Installation die Unausgewogenheit menschlicher Meinung am Beispiel Peter Roseggers Worten.


 

Ob jung oder alt, männlich oder weiblich, wir Menschen sind in unseren Ansichten stets vielschichtig, manchmal sogar konträr. Im Theater wie auch in der Literatur dient diese Eigenschaft als Quelle der Inspiration.“

— Michael Schilhan, geschäftsführender Intendant Next Liberty

 

IN KOOPERATION MIT

Lumière Tango
(2018)


„LUMIÈRE TANGO“ von Wouter Brave


 

It takes 2 to tango!

Dem Licht eine Bühne. Und Sie mittendrin. Mit der Eleganz eines Tänzers gleiten die Lichtstrahlen über ihr Parkett, auf dem Weg hindurch werden BesucherInnen Teil der Choreografie. So verwandelt sich die Lichtinstallation in ein interaktives Kunstwerk zu den Klängen von Astor Piazzolla. Ob Sie schlussendlich zögernd einem Tänzer ausweichen oder selbst mit dem Licht tanzen, entscheiden Sie spontan.

 

Wouter Brave ist ein multidisziplinärer Künstler, der sich seit 10 Jahren mit dem Medium ‚Licht‘ beschäftigt. Zwischen 1980 und 2000 als Tänzer und Choreograph aktiv, widmet er sich heute vor allem der Lichtkunst. Seine Faszination mit diesem Element sowie seine berufliche Laufbahn im Tanz bilden die Basis des Kunstprojektes ‚Lumière Tango‘: zwei Reihen zu je 12 schwarzen Türmen, deren 48 Scheinwerfer ein Tanzparkett der besonderen Art schaffen.


„Die Oper Graz freut sich außerordentlich, Lumière Tango eine Bühne bieten zu können. Astor Piazzolla war als Begründer des Tango Nuevo revolutionär, seine Musik zu dieser Lichtinstallation stimmt uns besonders auf die Tango-Oper ‚María de Buenos Aires‘ ein, die wir im Juni auf der Schloßbergbühne Kasematten zeigen werden.“

— Nora Schmid, geschäftsführende Intendantin der Oper Graz

 

 

IN KOOPERATION MIT DER

Floating Light / Timber
(2018)


„FLOATING LIGHT “, WOUTER BRAVE (NL) & “TIMBER”, STUDIO PERCUSSION Graz (AT)
sind Floating light on a timber’s sound.


 

 

Horcht! Ein Universum dem Tanz!

 

Nicht in höchste Höhen abgehoben, mehr schwebend wie roter Zauber auf ihrem Klangteppich. Durch die sanfte Berührung werden sie Tänzer aus Licht, schlank in ihrer Silhouette, doch groß in ihrer Wirkung. Wie der Ton üben auch sie sich in vornehmer Zurückhaltung und entführen als tanzendes Universum in die Flut der Unendlichkeit.

Wouter Brave ist ein multidisziplinärer Künstler, der sich seit 10 Jahren mit dem Medium Licht beschäftigt. Zwischen 1980 und 2000 als Tänzer und Choreograph aktiv, widmet er sich heute vor allem der Lichtkunst. Seine Liebe zum Tanz sowie seine Faszination für das Medium „Licht“ gehen in „Floating Light“ eine spielerische Symbiose ein: Die leuchtend-strahlenden Stäbe werden im Auge des Betrachters zu schwebenden Tänzern, die in der Dunkelheit der Nacht eine unendliche Choreographie aufführen.

Das Grazer Ensemble STUDIO PERCUSSION Graz wurde 1979 von Günter Meinhart gegründet und widmete sich im Laufe der Jahre einerseits eigenen Projekten im zeitgenössischen Bereich, andererseits der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Musikern, Komponisten und Veranstaltern aus Jazz und klassischer Musik. Im Landhaushof machen STUDIO PERCUSSION Graz mit sechs einfachen Holzstücken die klangliche Verdichtung und Reduktion von Instrumenten hör- und erlebbar. Dabei galt ihnen Michael Gordons prämiertes Stück „Timber“ als Vorlage und Inspiration.


„Klanglicht ist als Kunstfestival eine Bereicherung für alle Beteiligten. Einerseits beweist sich Kunst durch die Bespielung des öffentlichen Raumes als durchaus massentauglich, andererseits ermöglicht die Veranstaltung eine weitere Vernetzung unterschiedlicher Betriebe.“

– Gernot Pagger, Geschäftsführer Industriellenvereinigung Steiermark

Silver Ratio
(2018)


„SILVER RATIO“, LIA


 

 

 

Gedanken eines Gebäudes. Oder: ein silberner Schnitt.

So bewegt sind die Bilder an meinen gläsernen Wänden.

Neu, vom Rhythmus gemacht, den die Klänge spenden.

Die Verbindung von Klang und Licht zu spüren,

lasse ich mich auch von der Form des Hauses führen

_anonym.

 

LIA, geboren in Graz, lebt und arbeitet in Wien. Seit 1995 beschäftigt sich die Pionierin der Software- und Netz-Kunst mit digital art und produziert Videos, Performances, Installationen, Skulpturen, Projektionen und digitale Anwendungen. Das grundlegende Material ihrer Arbeit ist der Code. Dabei übersetzt die österreichische Künstlerin Konzepte in formal ausgeschriebene Strukturen, die durch eine „Maschine“ wiederum Output generieren. Das künstlerische Ergebnis steht danach in Kontrast zur Formalität des geschriebenen Codes. LIAs Arbeiten greifen auf zeichnerische sowie malerische Traditionen zurück und verbinden diese mit der Ästhetik digitaler Bildwelten sowie der Sprache von Algorithmen. Mit ‚Silver Ratio‘ nimmt die Künstlerin Bezug auf die Relation der visuellen Elemente zur Architektur des Künstlerhauses und spannt einen Bogen zwischen starrer Struktur und der Lebendigkeit des Gebäudes, geschaffen durch die Menschen, die es benutzen. Für die musikalische Inszenierung der Installation sorgt Damian Stewart, der mit seinen künstlerischen Arbeiten Ton, Code, Licht und Elektronik verknüpft.

Weitere Infos: www.liaworks.com


„Das Spiel mit Klang und Licht hat im Künstlerhaus als Halle für Kunst & Medien einen fortlaufenden Schwerpunkt, der sich neben der Beschäftigung mit Film gerade dem Video und der Sound-Art widmet. Mit der neuen raumgreifenden audio-visuellen Installation der Video- und Netzkunst-Künstlerin LIA erstrahlt das Foyer des Künstlerhauses in den Aussenraum, um im Innenraum ein eindrucksvolles Raumerlebnis zu ermöglichen. Mit dieser spektakulären Realisierung kommt es zu einer ersten spannenden Zusammenarbeit zwischen Klanglicht und Künstlerhaus, der gerne weitere folgen mögen.“

— Sandro Droschl, Künstlerhaus – Halle für Kunst & Medien

 

IN KOOPERATION MIT

Scala Lucida
(2018)


„Scala Lucida“, Teresa Mar (AUT)


 

Stiege des Lichts.

Dort, wo sich die Stufen eng an den Felsen schmiegen.

Dort, wo die Treppe Höhe und Tiefe wie eine Brücke verbindet.

Dort erleuchtet ein Mosaik aus Eindrücken des Lebens — ein Bild von dem, was hier war und dem, was heute ist.

Scala Lucida. Nehmen wir uns Zeit, sie zu betrachten und mit unserem Blick empor zu steigen. Denn kommt Zeit, kommt nicht nur Rat, sondern auch Sinn und Sinnlichkeit.

Die österreichische Künstlerin Teresa Mar ist derzeit in Klagenfurt, Wien und Barcelona tätig. Nach dem Abschluss des Studiums der Politikwissenschaft 1997 begann sie als Künstlerin zu arbeiten. Neben Werken der Malerei entstanden seitdem auch geklebte Collagen, die der Künstlerin seit 2003 als Grundlage ihrer digitalen Bildbearbeitungen dienen. Sie legt Bildausschnitte, also layers bzw. codes aus Farbe und Licht, übereinander bis sich diese zu einem eigenen neuen Bild verdichten. Die Spannung liegt dabei in der Entstehung neue Strukturen und Kontraste, die den BetrachterInnen einen großen Assoziationsspielraum in der Deutung des Bildes ermöglichen. Denn Menschen, so Teresa Mar, sehen stets das, was sie sehen wollen.

The Lacuna Shifts
(2018)


„The Lacuna Shifts“, Depart (AUT)


 

 

Spieglein, Spieglein an der Wand …

… wo bin ich hier in diesem Land? Diese Wunderwelt der bewegten Wände erscheint mir wie ein Traum. Ich stehe (oder schwebe?) auf einer poetischen, ja fantastischen Spielwiese meiner Imagination. Alles um mich liegt im Auge des Betrachters, doch der Betrachter – bin das wirklich ich?

I move when I stay. I stay when I move.

I think that I fall, but I do not at all. … do I?

 

Depart – das sind Leonhard Lass und Gregor Ladenhauf. Das Künstlerduo aus Wien ist auf Virtual Reality-Installationen spezialisiert und arbeitet mit Echtzeit-3D-Environments, um einzigartige VR-Erlebnisse zu generieren. Als Träger des VR-Headsets wird man nicht nur in eine surreale Welt der körperlichen und räumlichen Instabilität entführt, man tritt auch selbst in Interaktion mit dem, was um einen herum geschieht. Basierend auf Lewis Carrolls Alice’s Adventures in Wonderland inszeniert „The Lacuna Shifts“ eine modulare Dramaturgie, in dem der Blick des Beobachters eine wesentliche Rolle spielt. So wird die virtuelle Erfahrung zu einer wandelbaren Bühne, die im Spannungsfeld zwischen individueller Wahrnehmung und akustischer Halluzination niemals dasselbe Stück zwei Mal zeigt.

Lumière Tango
(2018)


„LUMIÈRE TANGO“ von Wouter Brave


 

It takes 2 to tango!

Dem Licht eine Bühne. Und Sie mittendrin. Mit der Eleganz eines Tänzers gleiten die Lichtstrahlen über ihr Parkett, auf dem Weg hindurch werden BesucherInnen Teil der Choreografie. So verwandelt sich die Lichtinstallation in ein interaktives Kunstwerk zu den Klängen von Astor Piazzolla. Ob Sie schlussendlich zögernd einem Tänzer ausweichen oder selbst mit dem Licht tanzen, entscheiden Sie spontan.

 

Wouter Brave ist ein multidisziplinärer Künstler, der sich seit 10 Jahren mit dem Medium ‚Licht‘ beschäftigt. Zwischen 1980 und 2000 als Tänzer und Choreograph aktiv, widmet er sich heute vor allem der Lichtkunst. Seine Faszination mit diesem Element sowie seine berufliche Laufbahn im Tanz bilden die Basis des Kunstprojektes ‚Lumière Tango‘: zwei Reihen zu je 12 schwarzen Türmen, deren 48 Scheinwerfer ein Tanzparkett der besonderen Art schaffen.


„Die Oper Graz freut sich außerordentlich, Lumière Tango eine Bühne bieten zu können. Astor Piazzolla war als Begründer des Tango Nuevo revolutionär, seine Musik zu dieser Lichtinstallation stimmt uns besonders auf die Tango-Oper ‚María de Buenos Aires‘ ein, die wir im Juni auf der Schloßbergbühne Kasematten zeigen werden.“

— Nora Schmid, geschäftsführende Intendantin der Oper Graz

 

 

IN KOOPERATION MIT DER

Fantastic Planet
(2018)


„FANTASTIC PLANET“, AMANDA PARER


 

 

Oh, welch‘ fantastischer Planet!

Überdimensional. Menschenähnlich. Hell erleuchtet. So sitzt Amanda Parers

Kunstfigur auf dem Dach des Lendhotels, auf dem sie gerade gelandet ist. Vom tschechisch-französischen Film Fantastic Planet inspiriert, begegnen Sie mitten in unserer Stadt diesem Wesen aus einer fernen Welt. Ein leuchtender Gigant, der still und leise unseren fantastischen Planeten erkundet. Was er dabei wohl entdeckt?

 

Unter dem Kollektiv ‚Parer Studios‘ schafft Amanda Parer Objekte für den öffentlichen Raum, Skulpturen und Gemälde, die die Natur und ihre Fragilität erforschen. Dabei wird auch die Rolle des Menschen in diesem Gefüge stets kritisch hinterfragt. Vor allem für ihre imposanten Installationen, die ganze (Stadt-)Landschaften einnehmen können, erhält die australische Künstlerin große internationale Resonanz.


 

„Als jüngstes Mitglied der Helmut Marko Hotels unterstützt das Lendhotel mit Freude diesen neuen Blick auf unsere Stadt – und wird dabei auch gerne selbst unter die Lupe genommen!“

Helmut Marko

 

IN KOOPERATION MIT

Arkestra of Light: Parallel
(2018)


„ARKESTRA OF LIGHT: PARALLEL”, OCHORESOTTO (AUT)


 

Diese fremde Welt meiner Stadt.

 

Ein historischer Ort als Mittelpunkt der Stadt, in der eine Treppe wie ein Spiegel auf sich selbst trifft: die Grazer Burg. Doch mit der Dunkelheit erleuchtet ringsum plötzlich ein Farbenspiel der Formen und Figuren. Die Orchestrierung des Lichts wendet den Außenraum nach innen, es wird eine Parallelwelt unendlicher Dimensionen und zentrischer Tiefen geschaffen. Halten Sie sich fest! Ein Betrachter ist hier nicht nur dabei, nein, er oder sie ist wahrhaftig mittendrin in diesem surrealen Geschehen.

 

Lia Räder, Volker Sernetz und Stefan Sobotka-Grünewald sind das Grazer Künstlerkollektiv OchoReSotto, das sich auf die Kombination digitaler und analoger Medien und ihrer Darstellung als Gesamtkunstwerk spezialisiert hat. Mit der diesjährigen Bespielung des Innenhofs der Grazer Burg feiert die audiovisuelle Installation ‚Arkestra of Light: parallel‘ Prämiere. Auf einer Fläche von 2880 m² treffen durch Großbildprojektoren rund 400.000 Lumen auf alle drei Fassaden des Gebäudes und erschaffen eine Projektionsfläche der Superlative. Das visionäre Licht wird dabei von einer punktgenauen, sphärischen Soundkulisse aus der Feder Wolfgang Möstls und Mario Zangls begleitet.


 

„Die Raiffeisen-Landesbank Steiermark engagiert sich seit vielen Jahren für heimische Künstlerinnen und Künstler. Die spektakuläre Projektion von OchoReSotto ist ein beeindruckendes Erlebnis für die ganze Familie – und ein perfekter Anlass, unsere Partnerschaft fortzusetzen.“

— Martin Schaller, Generaldirektor der Raiffeisen-Landesbank Stmk.

 

UNTER DER PATRONANZ VON

Ich bin viele…
(2018)


„ICH BIN VIELE GESICHTER“ von Michael Bachhofer und Karl Wratschko


Habe ich das wirklich gesagt?

 

Peter Rosegger hatte viele Gesichter. Er kommentierte, beanstandete, lobte und verurteilte, um dann alles Gesagte wieder zu verwerfen. Alles wurde von ihm besprochen, oft mehrmals und auch widersprüchlich. Doch wer hat heute eine homogene Weltanschauung? Kein Mensch denkt immer gleich. Kein Mensch bleibt stets der selbe. Denn wir sind alle vieles. Sie und ich, und die da drüben auch.

 

Michael Bachhofer, geboren in Friesach und aufgewachsen im Bezirk Murau, lebt heute in seiner Wahlheimat Wien. Er ist Künstler, dessen Arbeit auf Wahrnehmung, Realität und so etwas wie Wahrheit fokussiert. Karl Wratschko ist Kurator, Film- und Radiomacher und ist ebenfalls in der Steiermark aufgewachsen. Neben weiteren Werken hat er 2017 die Filme ‚Index‘ und ‚I have seen the future‘ realisiert. Anlässlich seines 175. Geburtstages und 100. Todestages beleuchten die beiden Kunstschaffenden das journalistische Schaffen von Peter Rosegger. Schauspielerinnen und Schauspieler des Next Liberty leihen hierbei dem steirischen Schriftsteller ihr Gesicht und erwecken ihn so zum Leben. Dabei verdeutlicht die audiovisuelle Installation die Unausgewogenheit menschlicher Meinung am Beispiel Peter Roseggers Worten.


 

Ob jung oder alt, männlich oder weiblich, wir Menschen sind in unseren Ansichten stets vielschichtig, manchmal sogar konträr. Im Theater wie auch in der Literatur dient diese Eigenschaft als Quelle der Inspiration.“

— Michael Schilhan, geschäftsführender Intendant Next Liberty

 

IN KOOPERATION MIT

Axioma
(2018)


„AXIOMA“, ONIONLAB (ES)


 

 

 

Formen formieren sich. Sie wissen was zu tun ist, denn ihre Geometrie gibt den Ton an. Fantastisch, nicht wahr? Dabei ist diese Brille gar nicht rosarot … Wie durch ein dunkles Glas fällt man weiter, immer weiter, in die Dimensionen einer surrealen Welt. Und wenn der Weg dann zum Ziel wird, können Sie, lieber Wanderer und liebe Wanderin, nur Gewinner sein.

 

Onionlab sind auf überdimensionale Projektionen bzw. virtual reality spezialisiert und schaffen mit ihrer Arbeit Schnittpunkte zwischen Technologie, Design und Kunst. Das spanische Künstlerkollektiv lebt derzeit in Barcelona, arbeitet mit seinen audiovisuellen Inhalten jedoch weltweit. Bei Axioma handelt es sich um eine stereoskopische 3D-Show, die sich mit den Eigenschaften geometrischer Formen auseinandersetzt. Erst mittels Betrachtung durch eine 3D-Brille, eröffnet sich den ZuseherInnen die eindrucksvolle dreidimensionale Inszenierung.


 

„Viele Menschen erachten ihr Seh- und Hörvermögen als eine Selbstverständlichkeit, die sie jedoch nicht ist. Klanglicht ermöglicht mit audiovisuellen Installationen wie „Axioma“ das bewusste Wahrnehmen der Einzigartigkeit dieser menschlichen Sinne.“

– Fritz Wutscher, Geschäftsführer sehen! wutscher

2017

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Kunsthaus
(2017)

Das Kunsthaus Graz kann als utopischer Bau gelesen werden, dessen Wurzeln auf die späten Sechzigerjahre zurückgehen und sich auf Begriffe wie lebendige Architektur und intelligente Ausstellungsmaschine stützen. In seiner organisch-technischen Form wurden aus Arterien fahrbare Rollbänder; die einst transparent gedachte Fassade, die das Leben im Innern der Ausstellungsmaschine sichtbar machen sollte, ist zu einer pulsierenden Lichtfassade für die Öffentlichkeit geworden. In eben diese Fassade schrieb sich am Klanglicht-Wochenende die jüngste Arbeit einer aktuellen Serie von Mischa Kuball ein. Kuball, heute einer der bedeutendste Lichtkünstler weltweit, zeigte im Monat des Lichts 2017 mit public preposition / Utopia einen Schriftzug, der vom Begriff Utopie zu Dystopie und wieder zurück mutiert. Als endlose Wiederholung wird sie zum aktuellen Abbild sich wandelnder Perspektiven auf architektonische, aber auch auf gesellschaftliche Entwicklungen hier und allerorts.

Katrin Bucher Trantow

20. Mai, 19 Uhr, Kunsthaus Graz (Space05): Im Licht der Öffentlichkeit – public prepositions Fragen um die Bedeutung des öffentlichen Raumes als gesellschafspolitisches Material, diskutiert im Rahmen von Licht 2017 mit Mischa Kuball, Barbara Steiner, Elisabeth Fiedler und Bernhard Rinner. Moderiert von Katrin Bucher Trantow.

Standort: Kunsthaus

Murinsel
(2017)

Im Zuge ihrer Generalsanierung bekam die Murinsel auch eine Eventbeleuchtung (LED-Balken, die die metallene Außenhaut der Insel in allen möglichen wechselnden Farbeffekten erstrahlen lassen). Das heißt, die Insel wird nunmehr nicht mehr mit Scheinwerfern vom Ufer aus beleuchtet, sondern strahlt selbst. Während des Klanglicht-Wochenendes sorgte von der Murinsel flussabwärts bis zur Hauptbrücke eine, von den Visual Artists von OchoReSotto konzipierte Laser-Licht-Welle für ein weiteres ungewöhnliches visuelles Mur-Erlebnis. OchoReSotto: „Zwischen Reflexion und Imitation treffen Wasser und Licht aufeinander. Elektromagnetische Wellen reproduzieren die natürlichen Bewegungen des Flusses und spiegeln sich in den Strömungen der Mur wieder. Es entsteht eine neue Ebene aus Lichtstrahlen und Transparenz, in der die Wirklichkeit mit ihrem Abbild verschwimmt.“ Wolfgang Skerget City of Design-Koordinator

Standort: Murinsel

KiöR: Licht 2017
(2017)

Auch das Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark widmete sich im April 2017 dem Thema Licht und stellt acht künstlerische Projekte in der Grazer Innenstadt zum Thema „Licht“ vor.

Das Künstlerkollektiv Plex Noir (D) erarbeitete für das Joanneumsviertel eine interaktive Licht- und Klanginstallation, deren Intention die Auseinandersetzung mit dem Hof des Joanneums als Ort städtischen Lebens ist.

In der Inneren Stadt von Graz waren mehrere Arbeiten von Kunstschaffenden wie Atelier van Lieshout (NL), Atisuffix (IT), Manfred Erjautz (A), Werner Reiterer (A), Liddy Scheffknecht (A) und Johannes Vogl (D) zum Thema „Ressource Licht“ zu sehen. Für den Eingangsbereich des Museums im Palais Herberstein entwickelte Brigitte Kowanz (A) eine spezifische permanente Arbeit, die das Entree optisch öffnet und entsprechend erfahrbar macht.

Nähere Informationen zu den einzelnen Projekten finden Sie hier.

Wallpainting o.T.
(2017)

David Reumüller untersucht in seinen Arbeiten die Beschaffenheit von individueller und kultureller Identität. Seine Methode ist die Rekonstruktion von Abbild und generierten Images. Mit Videoinstallationen und Fotografien werden die Bausteine zeitgenössischer Bildproduktion auf mehreren Ebenen parallel erfahrbar gemacht. Es entstehen Bilder, die sich auf Bilder beziehen – eine Wahrnehmungserfahrung, die die Fragilität unserer vermeintlich linearen Realität erweitert. Bei seinen Inszenierungen durch Verhüllungen und Bedeckungen entstehen neue Landschaften aus Texturen. Eine dieser Landschaften zeigte Reumüller im Rahmen von Klanglicht im Dom im Berg.

David Reumüller wurde 1979 geboren, lebt und arbeitet in Graz sowie im Sausal. Seit 1997 arbeitet Reumüller als Künstler, Musiker und Filmemacher an verschiedenen interdisziplinären Projekten. In seinen Malereien inszeniert er Gebrauchsoberflächen, wie Textilien oder Fragmente von Fassaden, zur Image- bzw. Identitätsbildung. Indem Reumüller seinen Arbeiten eine spezielle Perspektive gibt, können die Raumbilder in ihrer ganzen Bandbreite und ohne Verzerrung lediglich von einem Standort aus betrachtet werden. Der Standort des Künstlers wird somit ident mit jenem des Betrachters.

„Seitens des Tourismusverbandes der Stadt Graz halten wir es für wichtig, im öffentlichen Raum Zeichen zu setzen! Klanglicht könnte für Graz so etwas wie den bildhaften Start in den Kultursommer markieren!“ (Hubert Pferzinger, Vorsitzender Tourismusverband Graz)

Standort: Dom im Berg

Studio Dan
(2017)

Die Musik aus der Feder von Daniel Riegler, die vor dem Opernhaus bei Klanglicht 2017 zu hören war, entstand vor dem Hintergrund gravierender gesellschaftspolitischer Umwälzungen. Der Plan für die gemeinsame Arbeit mit OchoReSotto war es, diese in unprätentiöser Art zu thematisieren. Sich also zu Wort zu melden, ohne Lösungen für anstehende Probleme zu behaupten. Vor allem ging es den KünstlerInnen darum, der momentanen Stimmung mit einer Mischung aus hoffnungslosem Optimismus und gnadenlosem Pragmatismus zu begegnen. Daniel Riegler, Gründer des Studio Dan, arbeitet als freischaffender Posaunist sowie als Komponist.

Studio Dan wurde 2005 in Wien gegründet. Das Ensemble hat als Big Band begonnen und tritt mittlerweile in verschieden großen Formationen auf. Bereits ihr Debut „Creatures & other stuff“ wurde 2009 mit dem „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ ausgezeichnet. Die Gruppe bewegt sich an den Grenzlinien vieler Spielformen der zeitgenössischen Musik: zwischen Improvisation und neuer Musik, Jazz, Rock und elektronischer Musik, um nur einige Genres zu nennen. In der Vergangenheit wurden vom Studio Dan u. a. Programme für Kinder entwickelt, Gemeindebauten, Unterführungen, öffentliche Plätze und Skulpturen bespielt.

Glöcklerlauf
(2017)

Die Glöckler sind Lichtgeister, die ihre Kontrahenten in der Rauhnacht vertreiben sollen. Besonders verbreitet ist dieser Brauch im Salzkammergut. Der Stainacher Glöcklerlauf ist sogar seit 2010 Teil des Immateriellen Kulturerbes in Österreich. Die weiß gewandeten Glöckler tragen Papierkappen, die von innen traditionellerweise mit Kerzen beleuchtet werden. Auf der Seite der Kappen finden sich Bilder. Dazu tragen die Glöckler, wie der Name schon verrät, Kuhglocken, die für eine entsprechende Geräuschkulisse sorgen. Ein Glöcklerlauf ist für Jung und Alt auch dann ein phantastisches Erlebnis, wenn er wie bei Klanglicht zu einer ungewohnten und ungewöhnlichen Jahreszeit stattfindet.

Standort: Öffentlicher Raum

A.R.T
(2017)

Nederland, Eindhoven, 12-11-2016. Glow festival Eindhoven (Light in Art & Architecture) met Attention Restoration Theory (A.R.T.) op de TU Eindhoven.

 

In unserem Alltag sind wir einem wachsenden Strom an Sinneseindrücken ausgesetzt, die unsere Aufmerksamkeit fordern. Zwei niederländische Wissenschafter, Rachel und Stephen Kaplan, haben sich mit diesem Thema auseinandergesetzt. In ihrer Theorie („Attention Restauration Theory“, A.R.T) behaupten sie, dass gewisse Muster in der Natur es erlauben, uns zu entspannen, unsere Energie neu aufzuladen. Angelehnt an diese These wurde im Grazer Stadtpark auf einer Länge von 200m eine Installation geschaffen, die Raum für Erholung bietet und einen Gegenpol zu den vielen Sinneseindrücken einer Stadt bildet. „A.R.T.“ war auch Teil des Festivals „Glow Eindhoven 2016“.

Die Installation „A.R.T.“ ist eine Initiative des Intelligent Lighting Institute (ILI) der Technischen Universität Eindhoven (NL) unter Mitwirkung von Indre Kalinauskaite, Joep LeBlanc, Randi Nuij und Studio Philip Ross. Indre Kalinauskaite ist Designerin und Forscherin. Joep le Blanc ist Sound Designer. Randi Nuij studiert Industrial Design in Eindhoven. Philip Ross entwirft interaktive Lichtlandschaften, hat mehrere Design-Preise gewonnen und war mit seinen Arbeiten auf verschiedenen Festivals zu Gast.

„Kreativität und die neue Welt der Energie sind untrennbar miteinander verbunden, kommen ohne einander nicht aus. Klanglicht ist ein wunderbares Beispiel dafür. Weil wir an das Kraftwerk Kunst glauben, sind wir gerne als Partner mit dabei.“ (Christian Purrer, Vorstandssprecher Energie Steiermark)

Standort: Stadtpark/Burgring

Pulsation
(2017)

Das Konzept zu Pulsation stammt von Gerhard Kosel. Für die Musik und Performance war Raphael Meinhart verantwortlich. Ausgangspunkt des Projekts war „Tribute to Steve Reich“, von Meinhart beim Austrian Soundcheck 2016 erstmals aufgeführt. Die rund zweistündige Performance bediente sich der Stilistik, wie sie Reich, der Erfinder der Minimal Music, vorgegeben hatte. Die atemberaubende Performance wurde zu einer Gratwanderung. Der Zugang vom Karmeliterplatz war Ausgangspunkt der Pulsschläge, die sich am Weg durch den Berg fortsetzen. Vor dem Eingang zum Dom befand sich ein weiterer Lichtpuls, am Ausgangsbereich zum Schloßbergplatz ebenso.

Der Percussionist Raphael Meinhart kam durch die Mitwirkung im Ensemble seines Vaters, Studio Percussion Graz, früh in Berührung mit der Musik von Steve Reich. Seither zieht sich Minimal Music wie ein roter Faden durch das musikalische Schaffen Meinharts, sei es in eigenen Projekten wie Who Man Dog, Unchain Meinhart und Trio de Janeiro oder als Sideman bei Shackleton, Studio Dan oder Studio Percussion. Anlässlich des 80. Geburtstags von Reich widmete Meinhart ihm ein Soloprojekt, das starke Züge von Reichs frühem Schaffen zeigt und durch eigene musikalische Elemente angereichert wird. www.raphaelmeinhart.com

„Minimalistische Musik ist für mich in Zeiten des Informationsüberflusses ein Weg, um die Gedanken wieder frei fließen lassen zu können und der Seele Raum zu geben.“ (Raphael Meinhart)

Standort: Dom im Berg

Textsplitter
(2017)

 

Es wird geflüstert, gelacht, gejammert. Und endlich sagt einer: „Öffne die Augen und du siehst!“ Mit einem Hörspiel erweiterte das Schauspielhaus Graz das Objekt von Janet Echelman vor seinem Gebäude um eine starke akustische Note. Die Texte stammten aus Stücken der Saison sowie aus dem „Cyrano de Bergerac“ von Edmond Rostand, der ab 10. Juni auf den Kasematten aufgeführt wird. Eine mögliche Herausforderung für das Publikum: Zu erkennen, aus welchen Stücken die Zitate stammen. Eingesprochen wurden die Textsplitter von den Schauspielerinnen und Schauspielern des Ensembles, gestaltet wurde das Hörspiel vom Musiker Matthias Grübel.

Matthias Grübel (D, geb. 1982) veröffentlichte seine Musik auf mehreren Labels und produzierte Theatermusiken u. a. an der Schaubühne und am Maxim Gorki Theater in Berlin, am Thalia Theater Hamburg und am Théâtre National de Strasbourg. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit Regisseur Jan-Christoph Gockel. Des Weiteren arbeitete er zuletzt mit Falk Richter, Marius von Mayenburg, Jette Steckel, dem Kollektiv Copy & Waste und der Choreografin Kat Valastur. Daneben entstanden Hörspielarbeiten für den Bayerischen Rundfunk, SWR und Deutschlandradio. In dieser Spielzeit gestaltet Grübel am Schauspielhaus die Musik zu „Der gute Gott von Manhattan“.

„Mit der poetischen Lichtinstallation auf dem Freiheitsplatz wird man das Schauspielhaus auf ganz neue Weise wahrnehmen und mit dem dazu passenden Hörspiel einen Ausblick auf die Stücke der kommenden Saison erhalten.“ (Iris Laufenberg, Intendantin Schauspielhaus Graz)

Standort: Schauspielhaus

A Perspective on Colour
(2017)

 

Der Niederländer Rombout Frieling sagt über sein Konzept: „Farben existieren gar nicht wirklich. Es gibt sie nur in unseren Köpfen. Sie sind das Ergebnis komplexer Prozesse der Beobachtung, des Vergleichs und der Anpassung.“ Ein Teppich aus Licht und Farbe, der am Opernring vor dem Next Liberty Kinder- und Jugendtheater ausgerollt wurde, stellte unter Beweis, dass die Augen uns so manche Streiche spielen. Durch leichte Veränderungen der Farbgebung kommen Muster, Strukturen und Wellen zum Vorschein. Gänzlich unterschiedliche Farben können auf einmal gleichförmig wirken. Was rot scheint, kann vielleicht auch gelb sein. In anderem Licht betrachtet.

Rombout Frieling, geboren 1983, studierte an der Stanford University, am Imperial College in London und dem Royal College of Art. Heute ist er primär als Designer und Forscher tätig, der sich damit beschäftigt, wie Materie den Menschen bewegt. Mit seinem Team entwickelt er Projekte, die Technologie mit menschlichem Potenzial verbinden. Rombout ist der Erfinder des „vertikalen Gehens“ („vertical walking“), das vergangenes Jahr auf der Biennale in Venedig erstmals zu erleben war. Außerdem ist er Gründer von IKAWA, einem sozialen Unternehmen zur Demokratisierung des Kaffeevertriebs. Er leitete jahrelang das „Experimental Lab“ des Philips Lighting Institute in Eindhoven.

„Für viele Menschen ist Licht nicht nur schön anzusehen, sondern auch überlebensnotwendig, besonders im Straßenverkehr. Ein Fußgänger mit dunkler Kleidung ist meist erst aus 20 bis 30 Metern zu erkennen. Im abendlichen und nächtlichen Alltag ist helle und lichtreflektierende Kleidung daher ein wichtiger Schutz. Sichtbarkeit ist Sicherheit. Denken Sie daran, wenn es dunkel wird.“ (DI Peter Felber, Kuratorium für Verkehrssicherheit)

Standort: Next Liberty

Domestic and Wild
(2017)

 

Die Skulpturen der slowenischen Architektin Katja Paternoster beschreiben das Phänomen der Koexistenz unterschiedlichster Lebewesen in einem gemeinsamen Lebensraum. Die Intention der Künstlerin ist es, die Vielfalt der Tiere aufzuzeigen, die mitten unter uns – und dennoch großteils unbemerkt – leben. Paternosters Skulpturen sind aus Draht geformt und wurden mit Licht im Burghof inszeniert. Für Katja Paternoster ist Licht jenes Element, das den größten Einfluss auf ihre Arbeit als Architektin wie auch auf ihr Leben hat. Denn erst durch den Einsatz von Licht wird Form sichtbar, können Farben und Oberflächen wahrgenommen werden.

Katja Paternoster, geboren 1981, ist Absolventin der Fakultät für Architektur in Ljubljana. Sie arbeitet als selbstständige Architektin an verschiedenen eigenen Projekten und kooperiert mit Büros. Ihr Spektrum reicht dabei von Baukunst bis zur Möbelgestaltung. Auch im Bereich Licht-Design ist sie tätig. Ihr Interesse gilt dem Aufzeigen aktueller Themen mit Hilfe von Lichtinstallationen. Ihre Arbeiten waren bereits auf verschiedenen Festivals zu sehen, unter anderem bei der Lighting guerrilla in Ljubljana, der Visualia in Pula, dem Bellaskyway Festival in Torun und der Lumina in Cascais. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet.

Standort: Burghof

Follow the Light
(2017)

Die Oper Graz widmet sich im Rahmen von „Klanglicht“ in verschiedensten Zusammenhängen den Themen Klang und Licht. Bei der Performance „Follow the Light“, die sich im 30 Minuten Takt wiederholte, wurden jeweils 300 Besucherinnen und Besucher eingeladen, das Haus aus einer gänzlich anderen Perspektive, nämlich von der Bühne aus, zu erkunden. Zunächst entführten die Perkussionisten des Grazer Philharmonischen Orchesters auf eine klangliche Reise durch den Bühnenraum des Opernhauses, danach wurde die oft von außen bestaunte Glasbrücke zum zweiten Schauplatz: Wo sonst riesige Kulissenteile transportiert werden, war an diesen beiden Abenden nichts als strahlendes Licht zu sehen, dem die Besucher zum dritten Teil des Programms folgen. In der Montagehalle wartete eine kleine Werkschau auf die Besucher, wo „Kenner“ vielleicht Szenen aus „Norma“ oder dem Musical „West Side Story“ entdeckten, aber auch gänzlich Unbekanntes wartete. Musik, Licht, Kulissen und Darsteller beschwörten eindrückliche Bilder hervor und ließen die Zuseher für einen kurzen Ausschnitt in die aktuellen Produktionen eintauchen. Die Betrachter folgten damit nicht nur dem Licht, sondern auch der künstlerischen Bandbreite des Hauses.

Beginnzeiten: an beiden Veranstaltungsabenden – am Samstag, den 29. April sowie am Sonntag, den 30. April 2017 – um 20.55 Uhr, 21.25 Uhr, 21.55 Uhr, 22.25 Uhr und 22.55 Uhr. Spielzeit ca. 8-10 Minuten.

Treffpunkt: Beim rückseitigen Eingang der Oper in Richtung Kaiser-Josef-Platz

Der Eintritt ist frei! Zählkarten sind vorab im Ticketzentrum oder bei den BilleteurInnen vor Ort erhältlich.

Ticketzentrum, Kaiser-Josef-Platz 10, 8010 Graz, 0316 8000, www.ticketzentrum.at

„In diesem Jahr laden wir die Besucher ein, dem Licht ins Innere unseres Opernhauses zu folgen. Wir freuen uns sehr, auch wieder die Innenstadt zum Leuchten und Klingen zu bringen und dem Publikum den Erlebnisraum Bühne noch näher zu bringen.“ (Nora Schmid, Intendantin Oper Graz)

 

Besetzung

Künstlerische Konzeption und Projektleitung: Juana Ines Cano Restrepo

Ensemble:

Karin Meissl (Gesang)

Leonhard Königseder (Becken, Buckelgongs)

Leonhard Waltersdorfer (Vibraphone)

Sebastian Riener (Rainstick, Windchimes, Oceandrum)

Dominic Feichtinger (Keyboard/Sounds)

Simon Steidl (Marimba)

Lamento/Danza Barbara:

Karin Meissl (Perc. 2)

Leonhard Königseder (Perc. 3)

Leonhard Waltersdorfer (Perc. 3)

Sebastian Riener (Perc. 1)

Dominic Feichtinger (Perc. 1)

Simon Steidl (Marimba/Darabuka)

Arkestra of Light
(2017)

Wie schon bei den vorangegangenen Veranstaltungen von Klanglicht waren die Film- und Projektionskünstler OchoReSotto – Volker Sernetz, Stefan Sobotka-Grünewald und Lia Rädler – für die „Bespielung“ des Opernhauses auf Seiten des Kaiser-Josef-Platzes zuständig. Ihre Orchestrierung des Lichts verwandelte die Fassade in ein Seh-Erlebnis. Im Zentrum stand das BLEIBEN. Bewegungen und Elemente wurden kaskadenartig dargestellt und hinterließen ein visuelles Echo. Die Projektion wurde komplettiert mit einer Komposition von Daniel Riegler, mit Musik des Studio Dan und mit tänzerischen Beiträgen des Ballettensembles der Oper Graz.

OchoReSotto sind Projektionskünstler, Raumgestalter und Experimentalfilmer aus Graz. Ihre Arbeiten wurden bislang u. a. in Deutschland, Italien und Japan aufgeführt. OchoReSotto sind darauf spezialisiert, analoge und digitale Medien zu kombinieren und als Gesamtkunstwerk darzustellen. Sie sind Begründer des „strictly analog studios“ in Graz, Triest, Ljubljana und Tokio. Neben Ausstellungen, Werkschauen und einem Experimental Labor widmet sich ihr „strictly analog“ Team der weltweiten Vernetzung von analoger Kunst, Design und Handwerk.

„Klanglicht verzaubert Besucher mit beeindruckenden Licht- und Klanginstallationen. Licht ist Inspiration. Licht schafft einzigartige Atmosphären. XAL und Klanglicht – die Faszination Licht verbindet uns im Spannungsbogen von Design, Architektur, Kunst und Technologie. SEE THE LIGHT.“ (Sigrid Mayer, Head of Marketing & Communications, XAL)

Standort: Kaiser-Josef-Platz

Target Swooping Austria
(2017)

Wie das Leben so spielt: Janet Echelman begann als Malerin, doch auf einer ihrer Reisen ging ihr Material verloren. Als Ersatz begann sie, mit immer großflächigeren Netzen zu arbeiten. Die Skulpturen von Janet Echelman erreichen Höhen von gut 70 Metern und wirken dabei doch federleicht. Ihr Werk „Target Swooping Austria“ ist ausschließlich von Hand gearbeitet und besteht aus mehr als 1,6 Millionen Knoten. Der Wind und das Licht spielen mit dem Objekt, das in einem mittlerweile legendären TED-Vortrag von Echelman einem Millionenpublikum gezeigt wurde. Das faszinierende Werk war bei Klanglicht 2017 erstmals in Österreich zu sehen.

US-Künstlerin Janet Echelman studierte Visual Arts am New Yorker Bard College. 1987 übersiedelte sie nach Hong Kong, um Kalligraphie zu erlernen. Später lebte sie in Bali, wo das Handwerk und die Kunst der lokalen Bevölkerung sie stark beeindruckten. Nachdem ihr Haus in Bali abbrannte, kehrte sie in die USA zurück und lehrte an der Harvard University. Nach sieben Jahren zog es sie erneut nach Asien, diesmal nach Indien. Echelman beobachtete die Fischer in ihrer neuen Wahlheimat und fand ihre Netze immer faszinierender. So begann sie mit Experimenten, um aus dem fragilen Stoff große Kunstwerke zu schaffen, die schon in zahlreichen Städten weltweit zu sehen waren.

“I’m excited to bring this special piece to Graz – to float in the everchanging vibrancy of this exquisite historical city.” (Janet Echelman)

Standort: Freiheitsplatz

Les Luminéoles
(2017)

„Les Luminéoles“ ist der Name einer Installation des französischen Kollektivs „Porté par le Vent“. „Vom Wind getragen“, das ist auch Programm, wenn sich die mit Helium und Licht gefüllten poetischen Wesen in die Luft begeben und mit dem Wind tanzen. Der öffentliche Raum wird durch die Einbindung dieser Kreationen neu definiert. Die Luminéoles schwebten schon durch verschiedene Städte und haben so in den vergangenen Jahren unter anderem London, Moskau, Singapur, Istanbul, Lyon und Mexiko City auf zarte und fragile Weise erobert.

Christophe Martine, der Gründer des Kollektivs „Porté par le Vent“, hat schon 1987 im Alter von 14 Jahren seine Leidenschaft für das Gleitschirmfliegen entdeckt und diese Passion in den vergangenen Jahren perfektioniert. Sein Hobby machte er letztlich auch zu seinem Beruf: Als Sportpädagoge setzt er sich seit fast zwanzig Jahren gemeinsam mit seinen Schülern mit dem Thema des Drachenfliegens auseinander. Ausgehend von den Luminéoles hat Christophe Martine seither mehrere Programme mit Lichtkunstwerken entwickelt, die klingende Namen tragen wie „Le Bal des Luminéoles“ oder „Jardin d’hiver“. Die Luminéoles sind in Zusammenarbeit mit Fête des Lumières Lyon entstanden.

„Den Raum neu zu denken, seine Perspektiven zu verändern und die Welt in ein neues Licht zu tauchen – das verbindet die Luminéoles mit genau dem, was auch Theater ausmacht. Wir freuen uns und sind gespannt!“ (Michael Schilhan, Intendant Next Liberty)

Standort: Next Liberty

Kunsthaus
(2017)

Das Kunsthaus Graz kann als utopischer Bau gelesen werden, dessen Wurzeln auf die späten Sechzigerjahre zurückgehen und sich auf Begriffe wie lebendige Architektur und intelligente Ausstellungsmaschine stützen. In seiner organisch-technischen Form wurden aus Arterien fahrbare Rollbänder; die einst transparent gedachte Fassade, die das Leben im Innern der Ausstellungsmaschine sichtbar machen sollte, ist zu einer pulsierenden Lichtfassade für die Öffentlichkeit geworden. In eben diese Fassade schrieb sich am Klanglicht-Wochenende die jüngste Arbeit einer aktuellen Serie von Mischa Kuball ein. Kuball, heute einer der bedeutendste Lichtkünstler weltweit, zeigte im Monat des Lichts 2017 mit public preposition / Utopia einen Schriftzug, der vom Begriff Utopie zu Dystopie und wieder zurück mutiert. Als endlose Wiederholung wird sie zum aktuellen Abbild sich wandelnder Perspektiven auf architektonische, aber auch auf gesellschaftliche Entwicklungen hier und allerorts.

Katrin Bucher Trantow

20. Mai, 19 Uhr, Kunsthaus Graz (Space05): Im Licht der Öffentlichkeit – public prepositions Fragen um die Bedeutung des öffentlichen Raumes als gesellschafspolitisches Material, diskutiert im Rahmen von Licht 2017 mit Mischa Kuball, Barbara Steiner, Elisabeth Fiedler und Bernhard Rinner. Moderiert von Katrin Bucher Trantow.

Standort: Kunsthaus

Murinsel
(2017)

Im Zuge ihrer Generalsanierung bekam die Murinsel auch eine Eventbeleuchtung (LED-Balken, die die metallene Außenhaut der Insel in allen möglichen wechselnden Farbeffekten erstrahlen lassen). Das heißt, die Insel wird nunmehr nicht mehr mit Scheinwerfern vom Ufer aus beleuchtet, sondern strahlt selbst. Während des Klanglicht-Wochenendes sorgte von der Murinsel flussabwärts bis zur Hauptbrücke eine, von den Visual Artists von OchoReSotto konzipierte Laser-Licht-Welle für ein weiteres ungewöhnliches visuelles Mur-Erlebnis. OchoReSotto: „Zwischen Reflexion und Imitation treffen Wasser und Licht aufeinander. Elektromagnetische Wellen reproduzieren die natürlichen Bewegungen des Flusses und spiegeln sich in den Strömungen der Mur wieder. Es entsteht eine neue Ebene aus Lichtstrahlen und Transparenz, in der die Wirklichkeit mit ihrem Abbild verschwimmt.“ Wolfgang Skerget City of Design-Koordinator

Standort: Murinsel

KiöR: Licht 2017
(2017)

Auch das Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark widmete sich im April 2017 dem Thema Licht und stellt acht künstlerische Projekte in der Grazer Innenstadt zum Thema „Licht“ vor.

Das Künstlerkollektiv Plex Noir (D) erarbeitete für das Joanneumsviertel eine interaktive Licht- und Klanginstallation, deren Intention die Auseinandersetzung mit dem Hof des Joanneums als Ort städtischen Lebens ist.

In der Inneren Stadt von Graz waren mehrere Arbeiten von Kunstschaffenden wie Atelier van Lieshout (NL), Atisuffix (IT), Manfred Erjautz (A), Werner Reiterer (A), Liddy Scheffknecht (A) und Johannes Vogl (D) zum Thema „Ressource Licht“ zu sehen. Für den Eingangsbereich des Museums im Palais Herberstein entwickelte Brigitte Kowanz (A) eine spezifische permanente Arbeit, die das Entree optisch öffnet und entsprechend erfahrbar macht.

Nähere Informationen zu den einzelnen Projekten finden Sie hier.

Wallpainting o.T.
(2017)

David Reumüller untersucht in seinen Arbeiten die Beschaffenheit von individueller und kultureller Identität. Seine Methode ist die Rekonstruktion von Abbild und generierten Images. Mit Videoinstallationen und Fotografien werden die Bausteine zeitgenössischer Bildproduktion auf mehreren Ebenen parallel erfahrbar gemacht. Es entstehen Bilder, die sich auf Bilder beziehen – eine Wahrnehmungserfahrung, die die Fragilität unserer vermeintlich linearen Realität erweitert. Bei seinen Inszenierungen durch Verhüllungen und Bedeckungen entstehen neue Landschaften aus Texturen. Eine dieser Landschaften zeigte Reumüller im Rahmen von Klanglicht im Dom im Berg.

David Reumüller wurde 1979 geboren, lebt und arbeitet in Graz sowie im Sausal. Seit 1997 arbeitet Reumüller als Künstler, Musiker und Filmemacher an verschiedenen interdisziplinären Projekten. In seinen Malereien inszeniert er Gebrauchsoberflächen, wie Textilien oder Fragmente von Fassaden, zur Image- bzw. Identitätsbildung. Indem Reumüller seinen Arbeiten eine spezielle Perspektive gibt, können die Raumbilder in ihrer ganzen Bandbreite und ohne Verzerrung lediglich von einem Standort aus betrachtet werden. Der Standort des Künstlers wird somit ident mit jenem des Betrachters.

„Seitens des Tourismusverbandes der Stadt Graz halten wir es für wichtig, im öffentlichen Raum Zeichen zu setzen! Klanglicht könnte für Graz so etwas wie den bildhaften Start in den Kultursommer markieren!“ (Hubert Pferzinger, Vorsitzender Tourismusverband Graz)

Standort: Dom im Berg

Studio Dan
(2017)

Die Musik aus der Feder von Daniel Riegler, die vor dem Opernhaus bei Klanglicht 2017 zu hören war, entstand vor dem Hintergrund gravierender gesellschaftspolitischer Umwälzungen. Der Plan für die gemeinsame Arbeit mit OchoReSotto war es, diese in unprätentiöser Art zu thematisieren. Sich also zu Wort zu melden, ohne Lösungen für anstehende Probleme zu behaupten. Vor allem ging es den KünstlerInnen darum, der momentanen Stimmung mit einer Mischung aus hoffnungslosem Optimismus und gnadenlosem Pragmatismus zu begegnen. Daniel Riegler, Gründer des Studio Dan, arbeitet als freischaffender Posaunist sowie als Komponist.

Studio Dan wurde 2005 in Wien gegründet. Das Ensemble hat als Big Band begonnen und tritt mittlerweile in verschieden großen Formationen auf. Bereits ihr Debut „Creatures & other stuff“ wurde 2009 mit dem „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ ausgezeichnet. Die Gruppe bewegt sich an den Grenzlinien vieler Spielformen der zeitgenössischen Musik: zwischen Improvisation und neuer Musik, Jazz, Rock und elektronischer Musik, um nur einige Genres zu nennen. In der Vergangenheit wurden vom Studio Dan u. a. Programme für Kinder entwickelt, Gemeindebauten, Unterführungen, öffentliche Plätze und Skulpturen bespielt.

Glöcklerlauf
(2017)

Die Glöckler sind Lichtgeister, die ihre Kontrahenten in der Rauhnacht vertreiben sollen. Besonders verbreitet ist dieser Brauch im Salzkammergut. Der Stainacher Glöcklerlauf ist sogar seit 2010 Teil des Immateriellen Kulturerbes in Österreich. Die weiß gewandeten Glöckler tragen Papierkappen, die von innen traditionellerweise mit Kerzen beleuchtet werden. Auf der Seite der Kappen finden sich Bilder. Dazu tragen die Glöckler, wie der Name schon verrät, Kuhglocken, die für eine entsprechende Geräuschkulisse sorgen. Ein Glöcklerlauf ist für Jung und Alt auch dann ein phantastisches Erlebnis, wenn er wie bei Klanglicht zu einer ungewohnten und ungewöhnlichen Jahreszeit stattfindet.

Standort: Öffentlicher Raum

A.R.T
(2017)

Nederland, Eindhoven, 12-11-2016. Glow festival Eindhoven (Light in Art & Architecture) met Attention Restoration Theory (A.R.T.) op de TU Eindhoven.

 

In unserem Alltag sind wir einem wachsenden Strom an Sinneseindrücken ausgesetzt, die unsere Aufmerksamkeit fordern. Zwei niederländische Wissenschafter, Rachel und Stephen Kaplan, haben sich mit diesem Thema auseinandergesetzt. In ihrer Theorie („Attention Restauration Theory“, A.R.T) behaupten sie, dass gewisse Muster in der Natur es erlauben, uns zu entspannen, unsere Energie neu aufzuladen. Angelehnt an diese These wurde im Grazer Stadtpark auf einer Länge von 200m eine Installation geschaffen, die Raum für Erholung bietet und einen Gegenpol zu den vielen Sinneseindrücken einer Stadt bildet. „A.R.T.“ war auch Teil des Festivals „Glow Eindhoven 2016“.

Die Installation „A.R.T.“ ist eine Initiative des Intelligent Lighting Institute (ILI) der Technischen Universität Eindhoven (NL) unter Mitwirkung von Indre Kalinauskaite, Joep LeBlanc, Randi Nuij und Studio Philip Ross. Indre Kalinauskaite ist Designerin und Forscherin. Joep le Blanc ist Sound Designer. Randi Nuij studiert Industrial Design in Eindhoven. Philip Ross entwirft interaktive Lichtlandschaften, hat mehrere Design-Preise gewonnen und war mit seinen Arbeiten auf verschiedenen Festivals zu Gast.

„Kreativität und die neue Welt der Energie sind untrennbar miteinander verbunden, kommen ohne einander nicht aus. Klanglicht ist ein wunderbares Beispiel dafür. Weil wir an das Kraftwerk Kunst glauben, sind wir gerne als Partner mit dabei.“ (Christian Purrer, Vorstandssprecher Energie Steiermark)

Standort: Stadtpark/Burgring

Pulsation
(2017)

Das Konzept zu Pulsation stammt von Gerhard Kosel. Für die Musik und Performance war Raphael Meinhart verantwortlich. Ausgangspunkt des Projekts war „Tribute to Steve Reich“, von Meinhart beim Austrian Soundcheck 2016 erstmals aufgeführt. Die rund zweistündige Performance bediente sich der Stilistik, wie sie Reich, der Erfinder der Minimal Music, vorgegeben hatte. Die atemberaubende Performance wurde zu einer Gratwanderung. Der Zugang vom Karmeliterplatz war Ausgangspunkt der Pulsschläge, die sich am Weg durch den Berg fortsetzen. Vor dem Eingang zum Dom befand sich ein weiterer Lichtpuls, am Ausgangsbereich zum Schloßbergplatz ebenso.

Der Percussionist Raphael Meinhart kam durch die Mitwirkung im Ensemble seines Vaters, Studio Percussion Graz, früh in Berührung mit der Musik von Steve Reich. Seither zieht sich Minimal Music wie ein roter Faden durch das musikalische Schaffen Meinharts, sei es in eigenen Projekten wie Who Man Dog, Unchain Meinhart und Trio de Janeiro oder als Sideman bei Shackleton, Studio Dan oder Studio Percussion. Anlässlich des 80. Geburtstags von Reich widmete Meinhart ihm ein Soloprojekt, das starke Züge von Reichs frühem Schaffen zeigt und durch eigene musikalische Elemente angereichert wird. www.raphaelmeinhart.com

„Minimalistische Musik ist für mich in Zeiten des Informationsüberflusses ein Weg, um die Gedanken wieder frei fließen lassen zu können und der Seele Raum zu geben.“ (Raphael Meinhart)

Standort: Dom im Berg

Textsplitter
(2017)

 

Es wird geflüstert, gelacht, gejammert. Und endlich sagt einer: „Öffne die Augen und du siehst!“ Mit einem Hörspiel erweiterte das Schauspielhaus Graz das Objekt von Janet Echelman vor seinem Gebäude um eine starke akustische Note. Die Texte stammten aus Stücken der Saison sowie aus dem „Cyrano de Bergerac“ von Edmond Rostand, der ab 10. Juni auf den Kasematten aufgeführt wird. Eine mögliche Herausforderung für das Publikum: Zu erkennen, aus welchen Stücken die Zitate stammen. Eingesprochen wurden die Textsplitter von den Schauspielerinnen und Schauspielern des Ensembles, gestaltet wurde das Hörspiel vom Musiker Matthias Grübel.

Matthias Grübel (D, geb. 1982) veröffentlichte seine Musik auf mehreren Labels und produzierte Theatermusiken u. a. an der Schaubühne und am Maxim Gorki Theater in Berlin, am Thalia Theater Hamburg und am Théâtre National de Strasbourg. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit Regisseur Jan-Christoph Gockel. Des Weiteren arbeitete er zuletzt mit Falk Richter, Marius von Mayenburg, Jette Steckel, dem Kollektiv Copy & Waste und der Choreografin Kat Valastur. Daneben entstanden Hörspielarbeiten für den Bayerischen Rundfunk, SWR und Deutschlandradio. In dieser Spielzeit gestaltet Grübel am Schauspielhaus die Musik zu „Der gute Gott von Manhattan“.

„Mit der poetischen Lichtinstallation auf dem Freiheitsplatz wird man das Schauspielhaus auf ganz neue Weise wahrnehmen und mit dem dazu passenden Hörspiel einen Ausblick auf die Stücke der kommenden Saison erhalten.“ (Iris Laufenberg, Intendantin Schauspielhaus Graz)

Standort: Schauspielhaus

A Perspective on Colour
(2017)

 

Der Niederländer Rombout Frieling sagt über sein Konzept: „Farben existieren gar nicht wirklich. Es gibt sie nur in unseren Köpfen. Sie sind das Ergebnis komplexer Prozesse der Beobachtung, des Vergleichs und der Anpassung.“ Ein Teppich aus Licht und Farbe, der am Opernring vor dem Next Liberty Kinder- und Jugendtheater ausgerollt wurde, stellte unter Beweis, dass die Augen uns so manche Streiche spielen. Durch leichte Veränderungen der Farbgebung kommen Muster, Strukturen und Wellen zum Vorschein. Gänzlich unterschiedliche Farben können auf einmal gleichförmig wirken. Was rot scheint, kann vielleicht auch gelb sein. In anderem Licht betrachtet.

Rombout Frieling, geboren 1983, studierte an der Stanford University, am Imperial College in London und dem Royal College of Art. Heute ist er primär als Designer und Forscher tätig, der sich damit beschäftigt, wie Materie den Menschen bewegt. Mit seinem Team entwickelt er Projekte, die Technologie mit menschlichem Potenzial verbinden. Rombout ist der Erfinder des „vertikalen Gehens“ („vertical walking“), das vergangenes Jahr auf der Biennale in Venedig erstmals zu erleben war. Außerdem ist er Gründer von IKAWA, einem sozialen Unternehmen zur Demokratisierung des Kaffeevertriebs. Er leitete jahrelang das „Experimental Lab“ des Philips Lighting Institute in Eindhoven.

„Für viele Menschen ist Licht nicht nur schön anzusehen, sondern auch überlebensnotwendig, besonders im Straßenverkehr. Ein Fußgänger mit dunkler Kleidung ist meist erst aus 20 bis 30 Metern zu erkennen. Im abendlichen und nächtlichen Alltag ist helle und lichtreflektierende Kleidung daher ein wichtiger Schutz. Sichtbarkeit ist Sicherheit. Denken Sie daran, wenn es dunkel wird.“ (DI Peter Felber, Kuratorium für Verkehrssicherheit)

Standort: Next Liberty

Domestic and Wild
(2017)

 

Die Skulpturen der slowenischen Architektin Katja Paternoster beschreiben das Phänomen der Koexistenz unterschiedlichster Lebewesen in einem gemeinsamen Lebensraum. Die Intention der Künstlerin ist es, die Vielfalt der Tiere aufzuzeigen, die mitten unter uns – und dennoch großteils unbemerkt – leben. Paternosters Skulpturen sind aus Draht geformt und wurden mit Licht im Burghof inszeniert. Für Katja Paternoster ist Licht jenes Element, das den größten Einfluss auf ihre Arbeit als Architektin wie auch auf ihr Leben hat. Denn erst durch den Einsatz von Licht wird Form sichtbar, können Farben und Oberflächen wahrgenommen werden.

Katja Paternoster, geboren 1981, ist Absolventin der Fakultät für Architektur in Ljubljana. Sie arbeitet als selbstständige Architektin an verschiedenen eigenen Projekten und kooperiert mit Büros. Ihr Spektrum reicht dabei von Baukunst bis zur Möbelgestaltung. Auch im Bereich Licht-Design ist sie tätig. Ihr Interesse gilt dem Aufzeigen aktueller Themen mit Hilfe von Lichtinstallationen. Ihre Arbeiten waren bereits auf verschiedenen Festivals zu sehen, unter anderem bei der Lighting guerrilla in Ljubljana, der Visualia in Pula, dem Bellaskyway Festival in Torun und der Lumina in Cascais. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet.

Standort: Burghof

Follow the Light
(2017)

Die Oper Graz widmet sich im Rahmen von „Klanglicht“ in verschiedensten Zusammenhängen den Themen Klang und Licht. Bei der Performance „Follow the Light“, die sich im 30 Minuten Takt wiederholte, wurden jeweils 300 Besucherinnen und Besucher eingeladen, das Haus aus einer gänzlich anderen Perspektive, nämlich von der Bühne aus, zu erkunden. Zunächst entführten die Perkussionisten des Grazer Philharmonischen Orchesters auf eine klangliche Reise durch den Bühnenraum des Opernhauses, danach wurde die oft von außen bestaunte Glasbrücke zum zweiten Schauplatz: Wo sonst riesige Kulissenteile transportiert werden, war an diesen beiden Abenden nichts als strahlendes Licht zu sehen, dem die Besucher zum dritten Teil des Programms folgen. In der Montagehalle wartete eine kleine Werkschau auf die Besucher, wo „Kenner“ vielleicht Szenen aus „Norma“ oder dem Musical „West Side Story“ entdeckten, aber auch gänzlich Unbekanntes wartete. Musik, Licht, Kulissen und Darsteller beschwörten eindrückliche Bilder hervor und ließen die Zuseher für einen kurzen Ausschnitt in die aktuellen Produktionen eintauchen. Die Betrachter folgten damit nicht nur dem Licht, sondern auch der künstlerischen Bandbreite des Hauses.

Beginnzeiten: an beiden Veranstaltungsabenden – am Samstag, den 29. April sowie am Sonntag, den 30. April 2017 – um 20.55 Uhr, 21.25 Uhr, 21.55 Uhr, 22.25 Uhr und 22.55 Uhr. Spielzeit ca. 8-10 Minuten.

Treffpunkt: Beim rückseitigen Eingang der Oper in Richtung Kaiser-Josef-Platz

Der Eintritt ist frei! Zählkarten sind vorab im Ticketzentrum oder bei den BilleteurInnen vor Ort erhältlich.

Ticketzentrum, Kaiser-Josef-Platz 10, 8010 Graz, 0316 8000, www.ticketzentrum.at

„In diesem Jahr laden wir die Besucher ein, dem Licht ins Innere unseres Opernhauses zu folgen. Wir freuen uns sehr, auch wieder die Innenstadt zum Leuchten und Klingen zu bringen und dem Publikum den Erlebnisraum Bühne noch näher zu bringen.“ (Nora Schmid, Intendantin Oper Graz)

 

Besetzung

Künstlerische Konzeption und Projektleitung: Juana Ines Cano Restrepo

Ensemble:

Karin Meissl (Gesang)

Leonhard Königseder (Becken, Buckelgongs)

Leonhard Waltersdorfer (Vibraphone)

Sebastian Riener (Rainstick, Windchimes, Oceandrum)

Dominic Feichtinger (Keyboard/Sounds)

Simon Steidl (Marimba)

Lamento/Danza Barbara:

Karin Meissl (Perc. 2)

Leonhard Königseder (Perc. 3)

Leonhard Waltersdorfer (Perc. 3)

Sebastian Riener (Perc. 1)

Dominic Feichtinger (Perc. 1)

Simon Steidl (Marimba/Darabuka)

Arkestra of Light
(2017)

Wie schon bei den vorangegangenen Veranstaltungen von Klanglicht waren die Film- und Projektionskünstler OchoReSotto – Volker Sernetz, Stefan Sobotka-Grünewald und Lia Rädler – für die „Bespielung“ des Opernhauses auf Seiten des Kaiser-Josef-Platzes zuständig. Ihre Orchestrierung des Lichts verwandelte die Fassade in ein Seh-Erlebnis. Im Zentrum stand das BLEIBEN. Bewegungen und Elemente wurden kaskadenartig dargestellt und hinterließen ein visuelles Echo. Die Projektion wurde komplettiert mit einer Komposition von Daniel Riegler, mit Musik des Studio Dan und mit tänzerischen Beiträgen des Ballettensembles der Oper Graz.

OchoReSotto sind Projektionskünstler, Raumgestalter und Experimentalfilmer aus Graz. Ihre Arbeiten wurden bislang u. a. in Deutschland, Italien und Japan aufgeführt. OchoReSotto sind darauf spezialisiert, analoge und digitale Medien zu kombinieren und als Gesamtkunstwerk darzustellen. Sie sind Begründer des „strictly analog studios“ in Graz, Triest, Ljubljana und Tokio. Neben Ausstellungen, Werkschauen und einem Experimental Labor widmet sich ihr „strictly analog“ Team der weltweiten Vernetzung von analoger Kunst, Design und Handwerk.

„Klanglicht verzaubert Besucher mit beeindruckenden Licht- und Klanginstallationen. Licht ist Inspiration. Licht schafft einzigartige Atmosphären. XAL und Klanglicht – die Faszination Licht verbindet uns im Spannungsbogen von Design, Architektur, Kunst und Technologie. SEE THE LIGHT.“ (Sigrid Mayer, Head of Marketing & Communications, XAL)

Standort: Kaiser-Josef-Platz

Target Swooping Austria
(2017)

Wie das Leben so spielt: Janet Echelman begann als Malerin, doch auf einer ihrer Reisen ging ihr Material verloren. Als Ersatz begann sie, mit immer großflächigeren Netzen zu arbeiten. Die Skulpturen von Janet Echelman erreichen Höhen von gut 70 Metern und wirken dabei doch federleicht. Ihr Werk „Target Swooping Austria“ ist ausschließlich von Hand gearbeitet und besteht aus mehr als 1,6 Millionen Knoten. Der Wind und das Licht spielen mit dem Objekt, das in einem mittlerweile legendären TED-Vortrag von Echelman einem Millionenpublikum gezeigt wurde. Das faszinierende Werk war bei Klanglicht 2017 erstmals in Österreich zu sehen.

US-Künstlerin Janet Echelman studierte Visual Arts am New Yorker Bard College. 1987 übersiedelte sie nach Hong Kong, um Kalligraphie zu erlernen. Später lebte sie in Bali, wo das Handwerk und die Kunst der lokalen Bevölkerung sie stark beeindruckten. Nachdem ihr Haus in Bali abbrannte, kehrte sie in die USA zurück und lehrte an der Harvard University. Nach sieben Jahren zog es sie erneut nach Asien, diesmal nach Indien. Echelman beobachtete die Fischer in ihrer neuen Wahlheimat und fand ihre Netze immer faszinierender. So begann sie mit Experimenten, um aus dem fragilen Stoff große Kunstwerke zu schaffen, die schon in zahlreichen Städten weltweit zu sehen waren.

“I’m excited to bring this special piece to Graz – to float in the everchanging vibrancy of this exquisite historical city.” (Janet Echelman)

Standort: Freiheitsplatz

Les Luminéoles
(2017)

„Les Luminéoles“ ist der Name einer Installation des französischen Kollektivs „Porté par le Vent“. „Vom Wind getragen“, das ist auch Programm, wenn sich die mit Helium und Licht gefüllten poetischen Wesen in die Luft begeben und mit dem Wind tanzen. Der öffentliche Raum wird durch die Einbindung dieser Kreationen neu definiert. Die Luminéoles schwebten schon durch verschiedene Städte und haben so in den vergangenen Jahren unter anderem London, Moskau, Singapur, Istanbul, Lyon und Mexiko City auf zarte und fragile Weise erobert.

Christophe Martine, der Gründer des Kollektivs „Porté par le Vent“, hat schon 1987 im Alter von 14 Jahren seine Leidenschaft für das Gleitschirmfliegen entdeckt und diese Passion in den vergangenen Jahren perfektioniert. Sein Hobby machte er letztlich auch zu seinem Beruf: Als Sportpädagoge setzt er sich seit fast zwanzig Jahren gemeinsam mit seinen Schülern mit dem Thema des Drachenfliegens auseinander. Ausgehend von den Luminéoles hat Christophe Martine seither mehrere Programme mit Lichtkunstwerken entwickelt, die klingende Namen tragen wie „Le Bal des Luminéoles“ oder „Jardin d’hiver“. Die Luminéoles sind in Zusammenarbeit mit Fête des Lumières Lyon entstanden.

„Den Raum neu zu denken, seine Perspektiven zu verändern und die Welt in ein neues Licht zu tauchen – das verbindet die Luminéoles mit genau dem, was auch Theater ausmacht. Wir freuen uns und sind gespannt!“ (Michael Schilhan, Intendant Next Liberty)

Standort: Next Liberty

2016

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Dundu
(2016)

 

Du und Du ergibt Dundu – atemberaubend,magisch und einzigartig. Mit Dundu ist es dem Puppenspieler Tobias Husemann, seinem Partner Stefan Charisius und ihrem Team gelungen eine mechanische Gliederpuppe zu gestalten, die Größe und imposante Erscheinung mit natürlicher Anmut und Grazie vereint. Die vollkommene Beweglichkeit und verblüffende Menschlichkeit seiner Aktionen rufen immer wieder großes Erstaunen und Entzücken hervor. Durch den Zauber den Dundu auf die Zuschauer ausübt und die einzigartige Atmosphäre die er erzeugt, dringt er in eine neue Dimension des Figurenspiels vor.

Standort: OPER GRAZ // Kaiser-Josef-Platz und unterwegs

Textsplitter
(2016)

 

Eine Toncollage des Schauspielhauses, eingesprochen von den KünstlerInnen des Hauses und produziert von Matthias Grübel, Theatermusiker und Sounddesigner, der auch die Musik zu „Merlin der Das wüste Land“ im Herbst 2015 gestaltete, bilden den Rahmen für Njörd. Bei diesem Klanglichtbeitrag handelt es sich um eine künstlerisch umgesetzte Audio-Spielplan-Preview, die Textfragmente aller in der kommenden Saison neu zur Premiere kommenden Stücke miteinander verwebt und durch die Lüfte trägt…

Standort: SCHAUSPIELHAUS // Freiheitsplatz

Durchlaufend von 21.00 bis 23.00 Uhr.


 

KÜNSLTERBIOGRAFIE:

Der in Berlin lebende Musiker und Sounddesigner Matthias Grübel erarbeitete in der aktuellen Spielzeit die Musik für die Produktion „Merlin oder Das wüste Land“ im Schauspielhaus Graz. Seit einigen Jahren veröffentlicht er auf verschiedenen Labels, zuletzt im Jahr 2014 die EP „The Longest Year In History“ (Audiobulb Records). Theatermusiken produzierte er u.a. für die Schaubühne und das Maxim Gorki Theater in Berlin, das Théâtre National in Strasbourg, das Thalia Theater Hamburg oder die Staatstheater Karlsruhe, Oldenburg und Mainz. 2013 gestaltete er erstmals das Sounddesign für eine Opernproduktion: Fidelio am Theater Aachen. Mehr Infos auf www.matthiasgruebel.de.

I, Libertas, hold you, little earth…
(2016)

Die Komponistin, Klangkünstlerin und Performerin Tamara Friebel widmet sich im Rahmen von „Klanglicht“ dem Lichtschwert von Hartmut Skerbisch, das 1992 im Auftrag des ‚steirischen herbst‘ errichtet wurde und dem Kinder- und Jugendtheater Next Liberty zu seinem Namen verholfen hat. In ihrer Arbeit für „Klanglicht“ macht sich Tamara Friebel auf die Suche nach neuen Blickrichtungen auf das Lichtschwert und lässt die Skulptur mit Mitteln des Klangs und des Lichts in drei Akten unterschiedliche Perspektiven auf einer Reise einnehmen, an deren Ende der Sieg der Freiheit steht.

Standort: NEXT LIBERTY // Lichtschwert

Durchlaufend von 21.00 bis 23.00 Uhr.

 


 

KÜNSTLERBIOGRAFIE:

Tamara Friebel ist gebürtige Australierin, die in Wien Architektur bei Zaha Hadid an der Universität für angewandte Kunst und Komposition u.a. bei Chaya Czernowin, Karlheinz Essl (elektroakustische Komposition) und Detlev Müller-Siemens an der Universität für Musik studierte. Mehr Infos auf www.tamarafriebel.com.

Njörd – Spirit of the wind
(2016)

Mit ihrer Klang- und Lichtinstallation „Njörd – Spirit of the Wind“ wurde das französische Künstlerkollektiv „WeComeInPeace“ beim Lichtfestival Lyon im Jahr 2014 ausgezeichnet und ist seitdem international mit ihrem Kunstprojekt vertreten. Die Lichtinstallation besteht aus 21 leuchtenden Monolithen, in denen Federn belgeitet von eigens komponierten Klängen ein Luftballett tanzen.

Njörd ist ein Tribut an den skandinavischen Gott des Windes, die Installation selbst in kühlem, nordischen Design zeichnet einen Raum zwischen Mythologie und Moderne. Unter dem Strich ist Njörd vor allem eine technische Herausforderung, die darin besteht, Klang, Licht, die Bewegung des Windes und der Elemente zu einer Einheit zu bringen.

Standort: SCHAUSPIELHAUS // Freiheitsplatz

Ab 21 Uhr durchlaufend bis 23.00 Uhr.

Produktion: WECOMEINPEACE in Koproduktion mit Fête des Lumières de Lyon
Konzeption: Wilfried Della Rossa, Kimi Do, Thomas Mathieu
Künstler. Leitung: Wilfried Della Rossa
Techn. Leitung: Thomas Mathieu
Sound design : Squeaky Lobster

Arkestra of Light
(2016)

Wie auch schon bei der Vorjahresveranstaltung sind die bekannten Grazer Film- und Projektionskünstler OchoReSotto – Volker Sernetz, Stefan Sobotka-Grünewald und Lia Rädler – für die „Neugestaltung“ des Opernhauses auf Seiten des Kaiser-Josef-Platzes zuständig. Ihr „Arkestra of Light“ wird die Fassade mit der Installation „Enternal Sea of Darkness“, begleitet durch einen Live-Auftritt der Jazzgröße David Jarh, in ein Seh- und Hörerlebnis verwandeln.

Für das gastronomische Wohl während der Veranstaltung, die bereits um 19.00 Uhr auf dem Kaiser-Josef-Platz beginnt, sorgen wieder die umliegenden Gastronomen mit Delikatessen von ihren „Standln“, für die Stimmung am Platz sorgt der Radio Soundportal DJ Skywlkr.

Standort: OPER GRAZ // Kaiser-Josef-Platz

Beginn der Veranstaltung am Kaiser-Josef-Platz ab 19.00 Uhr / „Arkestra of Light“ um 21.10 Uhr und um 22.30 Uhr.

 


 

KÜNSTLERBIOGRAFIEN:

OchoReSotto sind Projektionskünstler, Raumgestalter, Experimentalfilmer. Ihre Projektionen, Musikvideos und Installationen reichen von Berlin, Triest bis nach Japan . OchoReSotto sind darauf spezialisiert, analoge und digitale Medien für ihre Großprojektionen, Filme und Installationen zu kombinieren und als Gesamtkunstwerk darzustellen. Sie sind Begründer des „Strictly Analog Studios“ in Graz, Triest, Ljubljana und Tokio. Neben Ausstellungen, Werkschauen und Experimental Labor widmet sich das “strictly analog” Team der weltweiten Vernetzung von analoger Kunst und Design. Mehr Infos auf www.ochoresotto.com

David Jarh (Trompete, Flügelhorn) studierte an der Jazzabteilung der Kunstuniversität Graz bei Prof. Eduard Holnthaner und bei Bobby Shew. Er sitzt in der RTV Big Band Lubljana, unterrichtet am Ljubljana Music College und spielte mit internationalen Größen des Jazz, wie Art Farmer, Chuck Israels, Bobby Shew, Andy Bey, Mark Murphy, Dick Oatts, Bob Mintzer, Dusko Goykovich, Bosko Petrovic, Don Menza, Michael Abene, Daniele D’Agaro, Quatebriga, Adriatics, Europlaneo, Cubismo, Rob McConnell, EBU Big Band Istambul 03, Caminoigra, Terafolk, Fake Orchestra, Bill Berry u.v.a.

Dundu
(2016)

 

Du und Du ergibt Dundu – atemberaubend,magisch und einzigartig. Mit Dundu ist es dem Puppenspieler Tobias Husemann, seinem Partner Stefan Charisius und ihrem Team gelungen eine mechanische Gliederpuppe zu gestalten, die Größe und imposante Erscheinung mit natürlicher Anmut und Grazie vereint. Die vollkommene Beweglichkeit und verblüffende Menschlichkeit seiner Aktionen rufen immer wieder großes Erstaunen und Entzücken hervor. Durch den Zauber den Dundu auf die Zuschauer ausübt und die einzigartige Atmosphäre die er erzeugt, dringt er in eine neue Dimension des Figurenspiels vor.

Standort: OPER GRAZ // Kaiser-Josef-Platz und unterwegs

Textsplitter
(2016)

 

Eine Toncollage des Schauspielhauses, eingesprochen von den KünstlerInnen des Hauses und produziert von Matthias Grübel, Theatermusiker und Sounddesigner, der auch die Musik zu „Merlin der Das wüste Land“ im Herbst 2015 gestaltete, bilden den Rahmen für Njörd. Bei diesem Klanglichtbeitrag handelt es sich um eine künstlerisch umgesetzte Audio-Spielplan-Preview, die Textfragmente aller in der kommenden Saison neu zur Premiere kommenden Stücke miteinander verwebt und durch die Lüfte trägt…

Standort: SCHAUSPIELHAUS // Freiheitsplatz

Durchlaufend von 21.00 bis 23.00 Uhr.


 

KÜNSLTERBIOGRAFIE:

Der in Berlin lebende Musiker und Sounddesigner Matthias Grübel erarbeitete in der aktuellen Spielzeit die Musik für die Produktion „Merlin oder Das wüste Land“ im Schauspielhaus Graz. Seit einigen Jahren veröffentlicht er auf verschiedenen Labels, zuletzt im Jahr 2014 die EP „The Longest Year In History“ (Audiobulb Records). Theatermusiken produzierte er u.a. für die Schaubühne und das Maxim Gorki Theater in Berlin, das Théâtre National in Strasbourg, das Thalia Theater Hamburg oder die Staatstheater Karlsruhe, Oldenburg und Mainz. 2013 gestaltete er erstmals das Sounddesign für eine Opernproduktion: Fidelio am Theater Aachen. Mehr Infos auf www.matthiasgruebel.de.

I, Libertas, hold you, little earth…
(2016)

Die Komponistin, Klangkünstlerin und Performerin Tamara Friebel widmet sich im Rahmen von „Klanglicht“ dem Lichtschwert von Hartmut Skerbisch, das 1992 im Auftrag des ‚steirischen herbst‘ errichtet wurde und dem Kinder- und Jugendtheater Next Liberty zu seinem Namen verholfen hat. In ihrer Arbeit für „Klanglicht“ macht sich Tamara Friebel auf die Suche nach neuen Blickrichtungen auf das Lichtschwert und lässt die Skulptur mit Mitteln des Klangs und des Lichts in drei Akten unterschiedliche Perspektiven auf einer Reise einnehmen, an deren Ende der Sieg der Freiheit steht.

Standort: NEXT LIBERTY // Lichtschwert

Durchlaufend von 21.00 bis 23.00 Uhr.

 


 

KÜNSTLERBIOGRAFIE:

Tamara Friebel ist gebürtige Australierin, die in Wien Architektur bei Zaha Hadid an der Universität für angewandte Kunst und Komposition u.a. bei Chaya Czernowin, Karlheinz Essl (elektroakustische Komposition) und Detlev Müller-Siemens an der Universität für Musik studierte. Mehr Infos auf www.tamarafriebel.com.

Njörd – Spirit of the wind
(2016)

Mit ihrer Klang- und Lichtinstallation „Njörd – Spirit of the Wind“ wurde das französische Künstlerkollektiv „WeComeInPeace“ beim Lichtfestival Lyon im Jahr 2014 ausgezeichnet und ist seitdem international mit ihrem Kunstprojekt vertreten. Die Lichtinstallation besteht aus 21 leuchtenden Monolithen, in denen Federn belgeitet von eigens komponierten Klängen ein Luftballett tanzen.

Njörd ist ein Tribut an den skandinavischen Gott des Windes, die Installation selbst in kühlem, nordischen Design zeichnet einen Raum zwischen Mythologie und Moderne. Unter dem Strich ist Njörd vor allem eine technische Herausforderung, die darin besteht, Klang, Licht, die Bewegung des Windes und der Elemente zu einer Einheit zu bringen.

Standort: SCHAUSPIELHAUS // Freiheitsplatz

Ab 21 Uhr durchlaufend bis 23.00 Uhr.

Produktion: WECOMEINPEACE in Koproduktion mit Fête des Lumières de Lyon
Konzeption: Wilfried Della Rossa, Kimi Do, Thomas Mathieu
Künstler. Leitung: Wilfried Della Rossa
Techn. Leitung: Thomas Mathieu
Sound design : Squeaky Lobster

Arkestra of Light
(2016)

Wie auch schon bei der Vorjahresveranstaltung sind die bekannten Grazer Film- und Projektionskünstler OchoReSotto – Volker Sernetz, Stefan Sobotka-Grünewald und Lia Rädler – für die „Neugestaltung“ des Opernhauses auf Seiten des Kaiser-Josef-Platzes zuständig. Ihr „Arkestra of Light“ wird die Fassade mit der Installation „Enternal Sea of Darkness“, begleitet durch einen Live-Auftritt der Jazzgröße David Jarh, in ein Seh- und Hörerlebnis verwandeln.

Für das gastronomische Wohl während der Veranstaltung, die bereits um 19.00 Uhr auf dem Kaiser-Josef-Platz beginnt, sorgen wieder die umliegenden Gastronomen mit Delikatessen von ihren „Standln“, für die Stimmung am Platz sorgt der Radio Soundportal DJ Skywlkr.

Standort: OPER GRAZ // Kaiser-Josef-Platz

Beginn der Veranstaltung am Kaiser-Josef-Platz ab 19.00 Uhr / „Arkestra of Light“ um 21.10 Uhr und um 22.30 Uhr.

 


 

KÜNSTLERBIOGRAFIEN:

OchoReSotto sind Projektionskünstler, Raumgestalter, Experimentalfilmer. Ihre Projektionen, Musikvideos und Installationen reichen von Berlin, Triest bis nach Japan . OchoReSotto sind darauf spezialisiert, analoge und digitale Medien für ihre Großprojektionen, Filme und Installationen zu kombinieren und als Gesamtkunstwerk darzustellen. Sie sind Begründer des „Strictly Analog Studios“ in Graz, Triest, Ljubljana und Tokio. Neben Ausstellungen, Werkschauen und Experimental Labor widmet sich das “strictly analog” Team der weltweiten Vernetzung von analoger Kunst und Design. Mehr Infos auf www.ochoresotto.com

David Jarh (Trompete, Flügelhorn) studierte an der Jazzabteilung der Kunstuniversität Graz bei Prof. Eduard Holnthaner und bei Bobby Shew. Er sitzt in der RTV Big Band Lubljana, unterrichtet am Ljubljana Music College und spielte mit internationalen Größen des Jazz, wie Art Farmer, Chuck Israels, Bobby Shew, Andy Bey, Mark Murphy, Dick Oatts, Bob Mintzer, Dusko Goykovich, Bosko Petrovic, Don Menza, Michael Abene, Daniele D’Agaro, Quatebriga, Adriatics, Europlaneo, Cubismo, Rob McConnell, EBU Big Band Istambul 03, Caminoigra, Terafolk, Fake Orchestra, Bill Berry u.v.a.