Programm

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① Locations

KLANGLICHT 2023

SPUREN // TRACES

 

3 Abende Licht- und Klangkunst
von 25. bis 27. Oktober 2023
täglich von 18:00 bis 23:00 Uhr

Siehe da, höre da: Mensch, Natur und Kunst. Gleichermaßen hinterlassen sie ihre Spuren bei Klanglicht 2023, wenn es von 25. bis 27. Oktober wieder heißt: Licht aus, Klanglicht an. Immersive Licht- und Klangarchitekturen erobern die Straßen und Bauten der Grazer Innenstadt und widmen sich in der diesjährigen Festivalausgabe mit Fragen nach Realität und Wahrnehmung, Bestand und Vergänglichkeit der künstlerischen Spurensuche. Das Da- und Dabei-Sein des Publikums lässt Symphonien der Begegnung erklingen und verwandelt physische Interaktion in leuchtende Visualitäten. So lassen Installationen renommierter nationaler und internationaler Kunstschaffender Assoziationen von Sehnsüchten, Träumen und Ist-Zuständen gleichermaßen entstehen. Sie erinnern uns an Gewesenes, zeigen uns neue Sichtweisen auf die Einzigartigkeit unserer Welt, erzählen von der Kraft der Veränderung und skizzieren damit nicht nur, wie es sein wird, sondern auch, wie es sein könnte. Von subtilen Sinneswahrnehmungen bis zu raumgreifenden Erlebnissen spannen die diesjährigen Projekte einen Bogen zwischen den Ab- und Eindrücken, die wir Menschen auf unserem blauen Planeten hinterlassen. Es ist ein temporäres Gesamtkunstwerk aus Licht und Klang, das entsteht; so berührend, eindrücklich und weitreichend wie der künstlerische Diskurs selbst: Wo sind sie, die Spuren der Kunst, und sind sie es, die einzig allein überdauern?

② Karte

Karte der Reininghausgründe

③ Installationen & Points of Interest

Der blaue Planet

Der-blaue-Planet-by-Deutsches-Zentrum-fuer-Luft-und-Raumfahrt_cAlexanderKoch_DSC9778

Die Installation Der blaue Planet auf der Schloßbergbühne Kasematten zeigte unseren Planeten in seiner vollen Pracht. Wissenschaftler*innen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt kombinierten und visualisierten reale Daten und Bilder der Erde. Was dabei entstand, ist eine Symbiose aus Wissenschaft und Kunst, ein Gesamtkunstwerk, das uns die Einzigartigkeit der Erde wortwörtlich vor Augen führte. Ein Soundscape des österreichischen Komponisten Rupert Huber ergänzte die visuelle Erfahrung akustisch.

KLANGLICHT 2023
Schlossbergbühne Kasematten

Biografie
Mit über 10.000 Beschäftigten an 30 Standorten forscht und entwickelt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowohl in den namensgebenden Bereichen Luft- und Raumfahrt als auch zu Energie und Verkehr, Sicherheit und Digitalisierung. Mit dem Projekt „Der blaue Planet“ schuf das Forschungszentrum gemeinsam mit Rupert Huber eine Symbiose aus Wissenschaft und Kunst, die die Einzigartigkeit der Erde erlebbar machte. Huber ist österreichischer Komponist. Er integriert physische sowie interaktive Aspekte in seiner „Dimensionalen Musik“ und schafft damit partizipatorische Klangarchitekturen.

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung des E-Werk Franz realisiert.

Symphonie der Begegnungen | Symphony of Encounters

Symphony of Encounters by Rupert Huber_(c)AlexanderKoch_DSC9762 (1)

Symphonie der Begegnungen | Symphony of Encounters

Rupert Huber ist fasziniert vom poetisch-musikalischen Potential physischer Begegnungen und dem, was jeder Mensch einzig durch seine Anwesenheit zum Ganzen beiträgt. Diesem Gedanken folgend, erschuf der Komponist in Zusammenarbeit mit der AVL Cultural Foundation die partizipative Musikinstallation Symphonie der Begegnungen im Wundergarten des Graz Museum Schlossberg. Bewegungen der Besucher:innen wurden erfasst, ließen Musikobjekte erklingen und miteinander in Interaktion treten. Das Resultat war ein musikalisches Netzwerk der Beziehungen zwischen Mensch, Kunst und Technik.

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Graz Museum Schlossberg

Biografie:
Rupert Huber ist ein Komponist, der vor allem für seine Klaviermusik und Musikinstallationen bekannt ist. Seine Theorie des Komponierens, die er „Dimensionale Musik“ nennt, berücksichtigt den physischen Raum und eine Vielzahl an Möglichkeiten, um eine soziale und partizipatorische musikalische Architektur zu schaffen. Seit einigen Jahren arbeitet Rupert Huber mit dem Instrument Irvine und erforscht dessen klangliche und kompositorische Möglichkeiten. Basierend darauf hat Huber eine Notation für das einzigartige Instrument entwickelt, die auch in der Symphonie der Begegnungen zu hören ist.

Diese Installation wird mit freundlicher Unterstützung der AVL Cultural Foundation realisiert.

constellations

constellations der Umgebung by Hartung & Trenz © Luke_Goodlife for Klanglicht 2023_-4

constellations

Die Arbeit constellations von Detlef Hartung und Georg Trenz verortet Graz an einem weithin sichtbaren Punkt, der sowohl einzigartigen Weitblick als auch Orientierung liefert und eine Schnittstelle zwischen Himmel und Erde bildet. Ein Kosmos aus Sprache und Licht verwandelten die Festungsmauer unterhalb des Graz Museum Schlossberg in einen Nullpunkt der eigenen Standortbestimmung.

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Graz Museum Schlossberg

Biografie
Detlef Hartung und Georg Trenz entwickelten in ihrer über 20jährigen Zusammenarbeit eine eigene Form des künstlerischen Ausdrucks, mit der sie Texte in eindrückliche Bilder verwandeln. Konkrete Sprache wird inhaltlich sowie formal zu bildhaften Zeichen. Die entstehenden Wortbilder erschaffen großflächige Bild-Text-Räume, die in Korrespondenz mit den realen, dreidimensionalen Räumen treten, auf die sie projiziert werden.

Patterns of Time

Patterns of Time by Onionlab© Kanizaj Marija M. for Klanglicht 2023_-1783

Patterns of Time

Kunst, so Onionlab, sei das Positivste, das wir seit jeher auf der Erde hinterlassen. Mit Patterns of Time folgte das katalanische Künstlerkollektiv der Idee, dass das künstlerische Schaffen des Menschen ein Ausdruck unserer Beziehung zu Zeit und Raum ist. Ihre Gedanken verwandelten sie in eine Geschichte, zu deren Projektionsfläche der Grazer Uhrturm wurde. Ein bildgewaltiges Chronogramm erzählte, wie Künstler:innen über unterschiedliche Epochen hinweg die Welt um sie interpretiert, gespiegelt und durch ihr Werk wiederum selbst geprägt haben.

KLANGLICHT 2023

Uhrturm

Biografie:
Onionlab ist ein multidisziplinäres Studio, das audiovisuelle Installationen und Ausstellungen inszeniert und produziert. Mit ihrer Arbeit schaffen sie Schnittpunkte zwischen Technologie, Design und Kunst. Onionlab hat seinen Sitz in Barcelona und arbeitet mit mehr als 15 Jahren Erfahrung weltweit.

Credits:
Onionlab Crew
Director: Jordi Pont
Producer: Neith Sentis, Aina Mesquida, Nuria Gironès
Sound design: Before Tigers, Absis, Urbez Capablo, Federico Morrison
Art Director: Berta González
3D Artists: Santiago Morrison, Gerard Rubio, Berta González, Jorge Rivera, Federico Morrison
Komposition: Gerard Rubio

Diese Installation wird mit freundlicher Unterstützung von XAL realisiert.

Shadow whispers

Shadow whispers by Martina Tritthart© Kanizaj Marija M. for Klanglicht 2023_-0710 (1)

Shadow whispers

Im Torbogen am Fuße des Schlossbergs waren Tierstimmen zu hören, akustisch tummelten sich nachtaktive Amphibien, Insekten und Eulen in zunächst homogenen Farbräumen.  Für die Künstlerin Martina Tritthart konstituierte sich ein Kunstwerk aus dem Verhältnis von Farbe, Licht und Schatten, Raum und menschlicher Wahrnehmung. So wurde auch dieses Projekt durch die Interaktion der Menschen laufend verändert und damit zu einem einzigartigen Experimentierfeld mit Licht und Klang. Der entstehende, künstlerisch gestaltete Raum war ein sinnliches Erlebnis, das verschiedene Wahrnehmungsebenen ansprach und zum Nachdenken über das Verhältnis von Mensch und Natur anregte.

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Aufgang Schlossberg (Paulustorgasse 1)

Biografie:
Martina Tritthart ist Medienkünstlerin, Filmemacherin und Kuratorin an der Schnittstelle von bildender Kunst, Bewegtbild und Architektur und lebt in Wien. In ihren meist ortsspezifischen Arbeiten setzt die Künstlerin Licht als Medium und künstlerisches Material ein, um die subjektive Raumwahrnehmung zu erforschen. Neben ihrer aktiven Ausstellungspräsenz in Österreich ist die Künstlerin alleine und im Künstler:innenkollektiv mutual loop bei internationalen Licht- und Medienkunst-Festivals vertreten. Martina Tritthart promovierte mit der Schrift „Lichträume – Raummodelle der Wahrnehmung“ im Bereich Architektur an der TU Graz und sie ist Vorstandsmitglied des Vereins Künstlerhaus, Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs. www.spacelab.at

Credits:
Konzept, Regie, Licht: Martina Tritthart
Sound, Digital Media: Michael Strohmann
Assistenz und Aufbautechnik: Holger Lang
Hospitanz: Raika Dittmann

Diese Kunstintervention wird mit freundlicher Unterstützung von Polestar Austria realisiert.

The ice is melting at the Pøules

The ice is melting at the Pøules by Båll & Brand_(c)AlexanderKoch_DSC9991

The ice is melting at the Pøules

13 Millionen Liter Eis schmelzen jede Sekunde weltweit. Davon erzählet diese Installation, in der sowohl Schmelzwasser als auch Tonaufnahmen aus dem Dachsteingletschermassiv zum Einsatz kamen. Das bei KLANGLICHT gezeigte Werk The Ice is Melting at the Pøules ist eines der Teilprojekte des Gesamtkunstprojektes wearemelting.art des dänischen Künstlerkollektivs Båll & Brand. Letzteres wird rund um den Globus inszeniert und findet 2024 beim Weltklimagipfel in New York seinen Abschluss.

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Volkskundeumseum am Paulustor

Biografie:
Båll & Brand ist ein dänisches Künstlerkollektiv, das auf atmosphärische Installationen und Szenografien spezialisiert ist. Mit ihrem Team lassen die Künstler Martin Ersted und David Ruben die Grenzen zwischen Ästhetik, Technologie und Wissenschaft verschwimmen. So regen ihre zumeist ortsspezifischen Interventionen zur Reflexion über unsere Welt und unsere Gesellschaft an. Der Musikkomponist und Klangkünstler Robotic Folk, der „The Ice is Melting at the Pøules“ akustisch untermauerte, bewegt sich von orchestral bis elektronisch zwischen unterschiedlichen musikalischen Ausdrucksmitteln und erschafft damit auch für jede Visualität einen pointierten Klang.

Credits:
Installation: Båll & Brand (Martin Ersted und David Karpantschof)
Sound und Komposition: Robotic Folk

Ein großes Dankeschön an Blue Sky Wetteranalysen, die mit Umsicht und Knowhow die Exkursion auf den Dachsteingletscher unterstützt haben.

BROCKEN 5.6

BROCKEN 5.6 by Yasuhiro Chida© Kanizaj Marija M. for Klanglicht 2023_-1955

BROCKEN 5.6

Inspiriert vom mysteriösen Naturphänomen des Brocken-Spektrums schuf Yasuhiro Chida die interaktive Installation Brocken 5.6: Durch Tausende von Löchern dringen Lichtstrahlen in den dunklen Raum und erwecken die Illusion, das Licht folge den Menschen. Chidas Arbeiten setzen sich mit der sinnlichen Wahrnehmung unserer Umwelt, Veränderungen darin und unserer Reaktion darauf auseinander. Zusammen mit Ólafur Eliasson und James Turrell wurde der japanische Künstler 2019 von Artdex zu einem der neun bemerkenswertesten Digitalkünstler:innen der Welt ausgezeichnet.
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Karmeliterplatz

Biografie:
Yasuhiro Chida ist ein aus Japan stammender Lichtkünstler. Er studierte Architektur an der Musashino Art University in Tokio. Von seinen persönlichen Erfahrungen im Bergsteigen, Eisklettern und Höhlenwandern beeinflusst, lotet er dieses besondere Raumbewusstsein in der Natur, sowie die beeindruckenden, körperlichen Sinneseindrücke in seinen immersiven Installationen aus. So schafft der Künstler mit oft ausgesprochen simplen Mitteln beeindruckende Erlebnisse im öffentlichen Raum. 2019 wurde Yasuhiro Chida mit dem Publikumspreis des International Light Art Award 2019 in Unna ausgezeichnet. Nebenbei entsteht sein eigenes Kunstmuseum, das Museum of Spatial Art in Tatsuno, Nagano, Japan.

Diese Installation wird mit freundlicher Unterstützung der Kleinen Zeitung unterstützt.

Portal

Portal by Alfredo Barsuglia© Kanizaj Marija M. for Klanglicht 2023_-1999

Im Alltag können wir zumeist nicht ohne Weiteres die Seite wechseln, bei Klanglicht gelingt es mit wenigen Schritten: Mit seiner Installation Portal lässt der in Graz geborene Künstler Alfredo Barsuglia Besucher*innen sowohl einen physischen als auch einen gedanklichen Wechsel vornehmen. Mit bunten Glühbirnen weist er ihnen den Weg dorthin. Texte, eingesprochen von Ensemblemitgliedern des Schauspielhaus Graz, komplettieren das Projekt.


KLANGLICHT 2023

Schauspielhaus Graz

Biografie:
Alfredo Barsuglia, geboren 1980 in Graz, lebt und arbeitet in Wien.
Barsuglia erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, darunter den Monsignore Otto Mauer Preis (2019), das Staatsstipendium für bildende Kunst (2017), den Kunstförderungspreis der Stadt Wien (2015), den Theodor Körner Preis (2013), den Kunstförderungspreis der Stadt Graz (2007) und das MAK-Schindler-Stipendium in Los Angeles (2006).

Seine Arbeiten wurden unter anderem im Lentos, Linz (2023), in der Dominikanerkirche, Museum Krems und donaufestival (2023), in der Pinakothek der Moderne, München (2022), im Kunsthaus Graz (2021), im Museum of Estonian Architecture in Tallinn, Estland (2021), in der Kunsthalle Esch, Luxemburg (2020), im Kunstforum Wien (2019), im MMKK Museum Moderner Kunst Kärnten, Klagenfurt (2018), im MAK – Museum für angewandte Kunst, Wien (2015), im MACRO – Museo d’Arte Contemporanea di Roma / Testaccio (2014), im ARTPLAY Design and Architecture Center, Moskau (2011) und im mumok Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien (2010) gezeigt.

In zahlreichen Projekten im öffentlichen Raum wie bei Social Pool (2014) in der Mojave Wüste, bei Mariainsel (2018) in Fürstenfeld, bei Abriss (2021) in Graz oder bei Back to Now, einem Projekt für die Europäische Kulturhauptstadt 2024 im Salzkammergut beschäftigt er sich mit gesellschaftlichen Werten und den Grenzen und Übergängen zwischen Öffentlichem und Privatem.

Credits:
Installation: Alfredo Barsuglia
Sound Design and Sound Engineer: Stefan Voglsinger
Stimmen: Luisa Schwab und Željko Marović aus dem Ensemble des Schauspielhaus Graz

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung der Kronen Zeitung realisiert.

Evanescent

Evanescent by Atelier Sisu © Aman Maller for Klanglicht 2023-_-13

Evanescent

Angetrieben von den Kräften und Ereignissen einer sich verändernden Welt lässt Evanescent in eine immersive Licht- und Klangarchitektur eintauchen. Polarisierende Folien schufen die Illusion einer blasenartigen Form, die sich durch die Beteiligung der Menschen im steten Wandel befindet. Die Bewegung der Besucher:innen durch den Raum ließ immer andere Bilder auf der reflektierenden Form entstehen. Die Botschaft ist deutlich: Es ist einzig die Veränderung, die bleibt.


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Grazer Burg

Biografie:
Atelier Sisu ist ein Designstudio aus Sydney, das an der Schnittstelle von Kunst und Architektur arbeitet. Die großformatigen Werke werden eigens für ihre Ausstellungsorte entwickelt und denken die jeweiligen Räume damit völlig neu. Ihre Werke schaffen einen Zauber, der Menschen einlädt, die Welt um sie, ob bekannter oder unbekannter Ort, aus anderen Blickwinkeln zu entdecken

Diese Installation wird mit freundlicher Unterstützung der Grazer Wechselseitigen realisiert.

Arkestra of Light vague II

Arkestra of Light vague by OchoReSotto© Kanizaj Marija M. for Klanglicht 2023_-0583

Arkestra of Light vague II

In der Orangerie des Grazer Burggarten überlagerten sich Realbilder, Malerei, Texturen und Skizzen zu einem visuellen Infinity Loop immergrüner Klima-Metamorphosen.  Die transmediale Collage des Grazer Künstlerkollektivs OchoReSotto fragte damit nach der Integration der Wirklichkeit in uns Menschen und dem Einfluss der Umwelt auf unsere Wahrnehmung als Gesellschaft. Die dazu erklingende Komposition von Performer und Künstler denovaire verwebte außereuropäischen Klang mit der Sprache der europäischen Musik-Avantgarde.

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Orangerie im Burggarten  

Biografie:
Seit mehr als 20 Jahren sind die Grazer Volker Sernetz, Stefan Sobotka-Grünewald und Lia Rädler als Film- und Projektionskünstler tätig. Neben Video- und Filmproduktionen sind sie mit ihren Großformat-Projektionen sowohl national als auch international erfolgreich aktiv. OchoReSotto schaffen Licht- und Soundinstallationen auf Fassaden oder lassen Räume buchstäblich in einem anderen Licht erscheinen. Ihre Projektionskunst setzt das Trio auch für permanente Installationen wie in Museen und Showrooms ein oder in Kombination mit Architektur und im öffentlichen Raum. 
Sie sind Gründer des „strictly analog – studio for experimental progress“ ( Graz / Triest  / Tokyo) –  ein Netzwerk zu Förderung von alternativen/experimentellen Arbeits- und Kommunikationsprozessen. 
www.ochoresotto.com

Credits:
Idee, Konzeption & Umsetzung: OchoReSotto 
Musikcomposition: denovaire 
Videotechnik: Peter Venus 
Tontechnik: Noisegate

Diese Installation wird mit freundlicher Unterstützung der Raiffeisen-Landesbank Steiermark realisiert.

Solar Dust

Solar Dust by Quiet Ensemble © Kanizaj Marija M. for Klanglicht 2023_-

Solar Dust

Über den Köpfen der Besucher:innen ließ die Installation Solar Dust leuchtende Sterne in der Luft schweben, sie als dreidimensionale Wolke im Hauptschiff der Kirche tanzten. Die Sonnenpartikel sind dynamisch, pulsieren im Takt mit der Musik als wären sie eins mit ihr. Das Künstlerkollektiv Quiet Ensemble, bestehend aus Fabio Di Salvo und Bernardo Vercelli, konzentriert sich mit seinen immersiven Licht- und Klangprojekten auf das Gleichgewicht von Natur und Technologie, enthüllt unsichtbare Begebenheiten, die uns täglich umgeben oder lenkt Auge und Ohr auf Aspekte der Welt, die wir oft übersehen.

KLANGLICHT 2023

Stadtpfarrkirche

Biografie:
Das Künstlerkollektiv Quiet Ensemble versteht sich als kreatives Studio, das an unerwarteten audiovisuellen Erlebnissen arbeitet, an immersiven Installationen, Licht-Klang- und interaktiven Arbeiten, die sich auf das Gleichgewicht zwischen Natur und Technologie als wichtigstes Werkzeuge für die Schaffung ihrer Arbeiten konzentriert.
Das 2009 von den Italienern Fabio Di Salvo und Bernardo Vercelli gegründete Kollektiv entwickelt audiovisuelle Performances und Installationen, indem es das Wesen verschiedener Objekte und Kreaturen einfängt – vom Goldfisch über Ananas bis hin zu Wolken. Ihre Forschung geht von der Beobachtung des Gleichgewichts zwischen Chaos und Kontrolle, Natur und Technologie aus und eröffnet Themenfelder, die sich aus der Beziehung zwischen organischen und künstlichen Elementen ergeben.

Quiet Ensemble zelebriert die „unsichtbaren Konzerte“, die uns jeden Tag umgeben, und bemüht sich, verborgene oder oft übersehene Aspekte der Umwelt um uns herum zu enthüllen.

Diese Installation wird mit freundlicher Unterstützung der Kirchen Kultur Graz realisiert.

Strom

Strom by FH Joanneum © Luke_Goodlife for Klanglicht 2023_-8

Strom

Designstudierende der FH JOANNEUM interpretierten mit ihren Arbeiten das Thema „Strom“ und dessen Bedeutungsebenen. Sich bewegende Mengen, elektrische Ladungen, Wassermassen und Datenflüsse wurden künstlerisch aufgearbeitet und in einer ortsspezifischen und begehbaren Installation inszeniert. Licht und Klang dienten den Studierenden der Fachbereiche Media, Sound und Interaction Design als Materialien, mit denen mediale Darstellungsmöglichkeiten, gestalterische Spielarten und Narrative immersiver Erfahrungen erkundet wurden. Betreut wurde das Projekt von Astrid Drechsler, Daniel Fabry, Michael Kernbichler und Roman Pürcher.

KLANGLICHT 2023

Leerstand, Landhausgasse 7

Tactile Memories

Tactile Memories by Raphaela Riepl© Kanizaj Marija M. for Klanglicht 2023_-0906

Tactile Memories

Feinfühlig und intuitiv erschuf die Künstlerin Raphaela Riepl in den Seitenstollen des Schlossbergs Momente poetisch-atmosphärischer Berührungen: Neon-leuchtende Objekte streuten Licht in die Dunkelheit, schufen immersive Räume und eröffneten so einen Dialog zwischen Raum, Licht, Medium und dem Betrachter selbst, der Teil der Installation war. Hörbar gemacht wurde das Licht von Klängen des Komponisten Peter Kutin.  

KLANGLICHT 2023

Schlossbergstollen

Biografie:
Raphaela Riepl (AT) ist bildende Künstlerin im Bereich Lichtinstallation, Zeichnung und Experimentalfilm. Sie studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien und der École nationale supérieure des beaux-arts Paris. Nach ihrem Diplom 2010 ging Riepl nach New York und nahm an zahlreichen Gruppen- und an einigen Einzelausstellungen teil. Dort erlernte Riepl auch den Umgang mit Neonlichtröhren, als sie in der Neonwerkstatt von Keith Sonnier arbeitete.
2015 zurück in Wien, wurde Neon ihr primäres Medium. Im folgenden Jahr nahm Raphaela Riepl an einem Kurs an der Bartenbach Academy teil und vertiefte ihre Untersuchungen an der Ausbreitung von Licht im Raum. Ausgehend von der Linie und mit einem zeichnerischen Verständnis orientieren sich Riepls Installationen an der Raumwirkung. Riepls Lichtinstallationen, Zeichnungen und Filme wurden in Kunstinstitutionen im In- und Ausland gezeigt.

Diese Kunstintervention wird mit freundlicher Unterstützung der Industriellenvereinigung Steiermark realisiert.

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exposure_03 by David Reumüller © Kanizaj Marija M. for Klanglicht 2023_-1501

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Mit exposure_03 von David Reumüller wurden Besucher:innen Teil einer neuen Galaxie, konnten in diese eintauchen und sie als Teilchen durchreisen. Ein eigens für das Ambisonic-Soundsystem des Dom im Berg geschaffene Soundscape von David Reumüller und Wolfgang Lehmann verdichtete die interaktive Installation. Als Versinnbildlichung des Eintauchens in eine Idee wurde das Projekt zu einem visuell-akustischen Erlebnis, das uns die Frage stellte: Wer sind wir Menschen im Kontext dieser Welt? Was tun wir und wo stehen unsere Ideen? exposure_03 war eine Fortsetzung Reumüllers Arbeiten mit Texturen und Fragmenten, die erstmals alle drei Dimensionen des Raumes bespielte.

KLANGLICHT 2023

Dom im Berg

Biographie:
1979 im Murtal geboren, zog es David Reumüller schon früh nach Graz, um sich an der Ortweinschule der visuellen Kunst zu widmen. Seit seinem Abschluss 1998 setzt sich der österreichische Künstler mit unterschiedlichen Medien auseinander. So erschienen neben seinen visuellen Inszenierungen auch zahlreiche musikalische Sammelwerke, Publikationen und Filme. In seinen interaktiven Videoinstallationen untersucht Reumüller vor allem die Wahrnehmung und stellt deren individuellen Informationsgehalt auf den Prüfstand.

Credits:
Künstler: David Reumüller
3D Animation: Julius Steinhauser
Musik: Wolfgang Lehmann & David Reumüller
featuring: Alex Kranabetter: Trumpets/ Electronics, Soap&Skin: Voice
Tech. Umsetzung: OchoReSotto, Henrik Bergstedt, grafx live-marketing und das Team der Grazer Spielstätten

KUNSTFENSTER

Keith Sonnier

KUNSTFENSTER

Ausgewählte Schaufenster der Grazer Innenstadt wurden zur Bühne für Lichtinstallationen nationaler und internationaler Kunstschaffender. Insgesamt neun Unternehmen beteiligten sich im Rahmen dieses Pilotprojektes an KLANGLICHT 2023 und verwandelten die gläsernen Fronten ihrer Geschäftslokale in temporäre Kunstgalerien. Die dabei entstandenen „Kunstfenster“ sind Sinnbilder für die Synergie zwischen Kunst und Wirtschaft, die das kulturelle Erlebnis in der Stadt in den Fokus rückt, dieses fördert und intensiviert.

Ausgestellt wurden Arbeiten von Miriam Prantl, Raphaela Riepl, NEON GOLDEN, Manfred Erjautz, Stefan Kainbacher und Mehmet Gün sowie – last but not least – Keith Sonnier.

Als Gastgeber für diese vielfältigen künstlerischen Beiträge fungierten das Magazzin in der Bürgergasse, GEBA Teppiche in der Hans Sachs Gasse,  Klammerth in der Herrengasse, BoConcept und das Brillenquartier am Grazer Tummelplatz, der MUR Design Store Graz, das Aiola Living in der Schmiedgasse und das Hotel Kai36

Die Arbeiten der in Bregenz geborene Künstlerin MIRIAM PRANTL basieren auf einer geometrischen Formsprache, auf Geradlinigkeit und Ordnung. Sie vergleicht ihr Spiel mit Linien, Farbmischungen und Pigmenten mit einem Instrument, das man so lange stimmen muss, bis der Ton perfekt erklingt und erschafft dieserart mit Licht und Farbe außergewöhnliche Symphonien. Im Schaufenster des Magazzin in der Bürgergasse werden ihre Arbeiten „Led-relief comprise 3a” und „Lichtfeld Comprise 2” ausgestellt.

RAPHAELA RIEPL ist bildende Künstlerin im Bereich Lichtinstallation, Zeichnung und Experimentalfilm. Sie studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien und der École nationale supérieure des beaux-arts Paris. Nach ihrem Diplom 2010 ging Riepl nach New York, um dort in der Neonwerkstatt von Keith Sonnier zu arbeiten. Seitdem ist Neon ihr primäres Medium.  Ihre Arbeiten „shell life“ und „attract & repel“ werden in den Schaufenstern von GEBA Teppiche in der Hans-Sachs-Gasse ausgestellt. Bei KLANGLICHT 2023 inszeniert Raphaela Riepl die Seitenstollen des Schlossbergstollens mit ihrer Arbeit „tactile memories“.

NEON GOLDEN schafft Projekte in unterschiedlichen Bereichen der Media Art. Sie verschmelzen mit ihren Arbeiten Disziplinen wie Visual, Generative, Interactive und Computer Related Art sowie Rapid Prototyping, Performance, Architektur und Design. Ihre Arbeit „I AM WHAT“ konfrontiert die Besucher*innen mit Botschaften, die sich selbst in Frage stellen. I AM? I AM WHAT? I AM WHAT I AM. Diese Fragen und Antworten führen letztendlich zu einer kritischen Analyse ihrer Bedeutung und insbesondere ihrer Bedeutung für jeden einzelnen Empfänger. Darüber hinaus sollte es den Start einer Diskussion über die Existenz jedes Einzelnen und den Sinn des Lebens anstoßen.

Die Arbeit „#NEONEGO“ von STEFAN KAINBACHER und MEHMET GÜN thematisiert die Selbstverherrlichung im Spiegel als soziales Phänomen der heutigen Zeit. Was früher privat war, wird heute mittles Kameras und Selfie-Sticks in sozialen Netzwerken offen zur Schau gestellt. Das Spiegelobjekt „#NEONEGO“ bietet eine Bühne für ebendiese Momente und wirkt gleichzeitig als Verstärker. Der fragile Moment der Betrachtung wird nur durch die Abbildung und das Teilen im unendlichen Speicher der sozialen Netzwerke für immer unsterblich. Please take a selfie and share your #neonego – zu sehen im Schaufenster von Aiola in der Grazer Schmiedgasse.


MANFRED ERJAUTZ, geboren 1966 in Graz, ist Mitglied der Wiener Secession sowie des Forum Stadtpark und erhielt mehrfach Stipendien und Preise, darunter das Staatsstipendium für Bildende Kunst sowie der Otto Mauer-Preis. Erjautz’ Arbeiten behandeln die Erfahrungen des Individuums innerhalb verflochtener und sich gegenseitig irritierender Bereiche wie Innen und Außen, Privat und Öffentlich. Durch das Verwischen und gleichzeitige Definieren von Grenzen, Realem und Fiktivem, entlarvt Erjautz gewohnte Situationen als temporäre Übereinkünfte und zeigt dadurch die Mechanismen der Gesellschaft auf.  Seine Arbeit “Thinking about the end as a beginning” wird im Schaufenster von BoConcept am Tummelplatz zu finden sein.

Der Digital Artist und Lichtkünstler STEFAN KAINBACHER hat seine Wurzeln in der internationalen Clubszene und transferiert die sensorischen Erfahrungen in die Kunst. Dieser Transfer drückt sich in weitere Folge nicht nur in der digitalen Präsentation der jeweiligen Objekte aus, sondern spiegelt sich u.a. bereits im Schaffungsprozess diverser Arbeiten, nämlich wenn ein vom Künstler programmierter Algorithmus einen Laser, schwungvolle, der Malerei schon sehr ähnlich wirkende, Bilder lasern lässt. Seine Arbeit „TRIANGLE“ ist im Brillenquartier am Tummelplatz zu finden.

Das Licht war seit 1968 das bevorzugte künstlerische Ausdrucksmittel von KEITH SONNIER, der in den 1970er-Jahren ein wichtiger Wegbereiter der «neuen Skulptur» war. Die Neonröhre, die bis dahin vor allem der Werbe- und Alltagsästhetik angehörte, kombinierte Sonnier häufig mit Materialien wie Glas, Stoff, Latex oder Metall, um die sinnlichen und emotionalen Qualitäten dieser Werkstoffe zu erproben. „Stop and go / rot-blau“ ist im Schaufenster des Hotels Kai36 am Lendkai ausgestellt.

Designobjekte rund um das Thema Licht finden sich in der Auslage des MUR Design Store Graz. Installationen, Lichtobjekte und zahlreiche Leuchten zeigen das breite Spektrum, das das Thema Licht in der Welt des Designs abdeckt.

Wir bedanken uns herzlich bei allen teilnehmenden Wirtschaftstreibenden für ihr Interesse und ihre Unterstützung der Klanglicht-Kunstfenster!

POI beating heart

Die Installation beating heart ließ den Campus der Med Uni Graz erstrahlen: Inmitten der städtischen Architektur erschufder britische Künstler Stuart Langley ein Kunstwerk, das dem Forschungsstandort als neues Stadtteilgefüge von Graz eine künstlerisch-visuelle Energie einhauchte. Fenster begannen zu leuchten, pulsieren und formierten sich zugleich zu einem schlagenden Herz, das drei Tage lang eine eindrückliche Verbindung zwischen Kunst und Medizin, Licht und Mensch entstehen ließ.

Biografie:
Stuart Langley schafft Skulpturen und Installationen, die alltägliche Objekte und Räume mit Licht und Farbe verwandeln, um die Bedeutung von Vorstellungskraft und einem gemeinsamen Glauben an Magie zu vermitteln. Er war mit seinen Arbeiten unter anderem bei Lumiere Durham, Canary Wharf Winter Lights, ilight Marina Bay Singapur, Nuit Blanche Brüssel und Light Night Leeds zu sehen.

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung der BIG Bundesimmobiliengesellschaft und PKE Holding realisiert.