Programm

Programm

① Locations

Licht aus, Klanglicht an.
Von 27. bis 29. Oktober geht vielerorts in Graz das Licht aus, um Raum für ein Festival zu schaffen, das eben diesen auf besondere Weise erleuchten wird: Klanglicht, the festival of sound and vision, erkundet 2022 den Raum in seinen vielfachen Facetten. Das Kunstfestival schafft eine audiovisuelle Verbindung zwischen historischem und zukünftigem Graz: Licht- und Klanginterventionen ermöglichen neue Perspektiven auf den Schlossberg inmitten des Grazer Stadtkerns und erschließen zugleich das völlig neu entstehende Stadtviertel Reininghaus. Obgleich diese zwei Standorte des diesjährigen Festivals nicht unterschiedlicher sein könnten, wird der Raum zu ihrem verbindenden Glied. International renommierte Kunstschaffende widmen sich mit ihren zum großen Teil originären Arbeiten ganz dem Thema des Festivals, legen Räume frei, erfinden diese neu, trennen oder verbinden sie und verändern so ihre Bedeutung.

② Karte

③ Installationen & Points of Interest

1. Blue Sky

Der finnische Lichtkünstler Kari Kola realisiert seit knapp 20 Jahren weltweit spektakuläre Lichtprojekte, die Architektur, Landschaft und die Geschichte der Orte zu einem unvergesslichen Erlebnis verbinden.

Für Klanglicht 2022 „baut“ Kari Kola eine Lichtbrücke, die die beiden Standorte, den Grazer Schlossberg und Reininghaus verbinden.

Das Projekt wird unterstützt von
E-Werk Franz

2. Inner, Outer, Other

„Inner, Outer, Other“ ist eine ortsspezifische Installation, die auf der Schlossbergbühne Kasematten eine andere Welt entstehen lässt. Mit Hilfe von Licht, Ton, Spiegel, Wasser und Luft will der deutsch-britische Künstler Sebastian Kite die herkömmliche Interpretation des Raumes und seiner Zeit neu denken, und damit die Auffassung des Realen einer Prüfung unterziehen.

Schlossbergbühne Kasematten

Das Projekt wird unterstützt von
Raiffeisen Landesbank Steiermark

3. Constellations

Detlef Hartung, Georg Trenz, Josef Gründler
In Kooperation mit dem Graz Museum Schlossberg

Das Graz Museum Schlossberg ist ein ganz besonderer Ort. Er bietet einen einzigartigen Weitblick und dient der Orientierung. Eine Schnittstelle zwischen Himmel und Erde.

Die Arbeit „Constellations“ von Detlef Hartung und Georg Trenz interpretiert diesen Ort als Nullpunkt der eigenen Standortortbestimmung und verwandelt die Hoffläche des Museums und seine umgrenzenden Gebäude in ein experimentelles, immersives Planetarium aus Licht und Typographie. Ein Kosmos aus Sprache und Schrift. Unendliche Weiten und Welten, generiert aus den 26 Schriftzeichen unseres Alphabets. Stellvertretend für die rund 3000, von einem Standpunkt aus sichtbaren Sternen am Firmament, werden rund 3000 aus 4 Buchstaben zusammengesetzte Wörter projiziert. Eines davon: G R A Z. Den Sound zu diesem Projekt liefert der Grazer Josef Gründler.

Graz Museum Schlossberg / Wundergarten

Das Projekt wird unterstützt von
Steiermärkische Sparkasse

4. Drawing In Space

In Kooperation mit dem Graz Museum Schlossberg

In der Installation „Drawing in Space“ erleuchtet Jeongmoon Choi die Dunkelheit der Stallbastei mit einer komplexen geometrischen Anordnung aus fluoriszerenden Fäden, die bei den Betrachtenden oft eine leichte und angenehme sinnliche Verwirrung erzeugen. Da die Fäden das Licht in den von Choi entworfenen Strukturen reflektieren, scheint der Raum zu vibrieren. Die Künstlerin konzipiert ein Spannungsverhältnis zwischen der Zerbrechlichkeit der Fadenstrukturen und der massiven Struktur des umgebenden Raumes. Ihre Installation vermittelt den Eindruck einer virtuellen, pulsierenden Kontemplation über analoge und digitale Positionen, Strukturen, Bewegungen und verschiedenen Wahrnehmungsperspektiven im Raum.

Graz Museum Schlossberg / Stallbastei

Das Projekt wird unterstützt von
WEGRAZ

5. Chronos

MO:YA | Markus Graf (Seismo) | Alexander Friedl

Die Multimedia-Installation „CHRONOS“ des österreichischen Kollektivs MO:YA verwandelt das Grazer Wahrzeichen, den Uhrturm, in eine weithin sichtbare Lichtskulptur. Regelmäßig, wie sein Uhrwerk, erwacht der Turm aus der Dunkelheit und seine Fassade transformiert sich in ein Spiel aus Licht und Schatten.

MO:YA ist ein Kreativstudio mit Sitz in Graz und Salzburg, das auf immersive Multimedia-Projekte spezialisiert ist. Mit ihren Arbeiten schaffen Werner Huber und Roland Mariacher einzigartige Erlebnisse zwischen physischer und virtueller Realität. Die beiden Gestalter wurden mit dem Staatspreis Design in der Kategorie „Design Concepts“ ausgezeichnet und sind Lehrbeauftragte an der FH Joanneum. Das Projekt „CHRONOS“ setzen MO:YA in Zusammenarbeit mit dem Klangkünstler Markus Graf (Seismo), der auf instrumentale und elektronische Musik spezialisiert ist, um. Für die Komposition hat Graf unter anderem auch originale Tonaufnahmen aus dem Uhrturm in seinem Arrangement verwendet. Für die Produktion der visuellen Inhalte wurde im Rahmen des Projekts ein originalgetreues 3D Modell des Bauwerks von Alexander Friedl, einem Grazer Kreativen mit Liebe zum Detail, erstellt. Der HTBLVA Graz Ortweinschule Absolvent (Produktdesign) unterstützt den Bildhauer Markus Wilfling seit 2015 mit 3D Modelling und Renderings.

Grazer Uhrturm

Das Projekt wird unterstützt von
XAL

6. Fantastic Planet

Unter dem Kollektiv „Parer Studios“ schafft Amanda Parer Objekte für den öffentlichen Raum, Skulpturen und Gemälde, die die Natur und ihre Fragilität erforschen. Überdimensional. Menschenähnlich. Hell erleuchtet. So erkunden Amanda Parers gestaltete Kunstfiguren während KLANGLICHT 2022 die Reininghausgründe und den Grazer Schlossberg. Vom tschechisch-französischen Film Fantastic Planet inspiriert, begegnet das Publikum diesen Wesen aus einer fernen Welt. Leuchtende Giganten, die still und leise unseren fantastischen Planeten erkunden. Insgesamt drei dieser imposanten Figuren aus Licht werden im Reininghaus Park zu Gast sein, eine weitere Figur ist auf dem Schlossberg Graz platziert und wird in Richtung Reininghaus weisen.

Im Herbersteingarten und an mehreren Standorten in Reininghaus.

Das Projekt wird unterstützt von
GRAWE

7. Limbo

Studio Antoni Arola, Arthur Haas (Choreographie)

Antoni Arola ist ein vielfach ausgezeichneter Designer und Künstler aus Barcelona. Für ihn ist Licht der Anfang aller Dinge, Licht ist Ordnung, ohne Licht gäbe es keinen Ausdruck, nur Chaos. Er hat Licht daher zum primären Werkzeug seiner Arbeit gemacht und hält es für das interessanteste, subtilste, vergänglichste und ursprünglichste Material. Seine Arbeiten setzt er sowohl in einen philosophischen als auch einen poetischen Kontext, Ästhetik ist ihm wichtiger als der Einsatz von Technologie.

Der Installation „Limbo“ ist der Wunsch vorangegangen, mit Licht zu bauen, Architektur mit Licht zu schaffen. Das Resultat ist ein Bühnenbild, in dem er Räume geschaffen hat, in denen Menschen herumwandern, eintreten und aussteigen können, der Betrachter wird dabei selbst zum Akteur des Theaterstücks. Der „Limbus“ definiert sich als Zwischenstadium. In diesem Limbus betritt man eine Szenerie, eine Bühne und findet sich in einer Sequenz von Szenen wieder, die durch Licht und Ton gesteuert und gelenkt werden. Es entstehen multiple Räume, ein transparentes Labyrinth, das sich in ständiger Transformation befindet, ein traumhafter Raum, in dem die „echte“ Wahrnehmung im Hintergrund steht.

Vier Tänzer*innen ergänzen die Szenerie: In einer Choreographie von Arthur Haas tanzen Bruna Diniz Afonso, Elsa Kurz, Samuel Kirschner und Xianghui Zeng, verstärken den poetischen Eindruck und schaffen so weitere Aspekte der Wahrnehmung.


Diese Installation ist nur im Einbahnsystem (Zugang Karmeliterplatz/Am Fuße des Schlossberges) mit KLANGLICHT-Ticket besuchbar.
Barrierefreier Zugang ist über den Schlossberglift möglich.

Dom im Berg

Das Projekt wird unterstützt von
Kronen Zeitung

8. Das Einräumen von Licht

Für KLANGLICHT 2022 setzt sich Miriam Prantl in den Nebenhöhlen des Schlossbergstollens in neun Stationen mit Platons Höhlengleichnis auseinander. „Die Augen an sich sehen nicht; es verhält sich so, dass wir durch unsere Augen zu sehen.“ schreibt Platon in seiner „Politeía“. Davon ausgehend beschäftigt sie sich mit Blendung, Lichtung, Passion des Lichts, Erhellung, Zwielicht, Schlusslicht, moduliertem Licht, kalibrierten Licht und dekonstruierten Licht.

Diese Installation ist nur im Einbahnsystem (Zugang Karmeliterplatz/Am Fuße des Schlossberges) mit KLANGLICHT-Ticket besuchbar.
Schlossbergstollen

Dieses Projekt wird unterstützt von
IV Steiermark

9. Nocturne

Julia Dantonnet (Lichtgestaltung), Shantidas Riedacker (Sound)
In Kooperation mit dem Volkskundemuseum

Im Innenhof des Volkskundemuseums entfaltet sich eine Landschaft aus Licht und Schatten, animierte Silhouetten tanzen über die Fassaden: Nachtaktive Tiere, Hirsche, Eulen, Füchse tauchen aus einem geheimnisvollen Wald auf. Die für Mythen und Geschichten spezifische Symbolik des Waldes appelliert an unsere kollektive Vorstellungskraft, uns mit der ungezähmten Natur zu verbinden.

Volkskundemuseum am Paulustor

POI: Grazer Märchenbahn

Seit November 2014 fährt die Grazer Märchenbahn wieder durch die Tiefen des Grazer Schlossbergs. Ursprünglich bot das verzweigte Stollensystem der Grazer Bevölkerung Schutz während des Zweiten Weltkriegs. Seit den 1960er Jahren freuten sich Besucherinnen und Besucher über Fahrten  mit der alten Grottenbahn. Seitdem hat sich viel verändert.

Während der Fahrt mit der Märchenbahn hört man zahlreiche Zitate aus bekannten Märchen. Viele davon sind wahrscheinlich bekannt und es begegnen einem Motive und Elemente aus Märchen, wenn auch auf konkrete Märchenfiguren und -darstellungen verzichtet wird. Die Grazer Märchenbahn lädt dazu ein, ein Hexenhaus zu besuchen, durch einen Märchenwald zu fahren, eine Räuberhöhle zu entdecken und vieles mehr. Genug aufregende Möglichkeiten sich in eigene Märchenwelten hineinzudenken!

Nähere Informationen unter: www.grazermaerchenbahn.at

POI: Mindfulness Mediatations

In Kooperation mit dem Kunsthaus Graz.

Leben wir in einer Simulation? Die amerikanische Medienkünstlerin Signe Pierce sendet fürs Klanglicht ihre subversiven Sprüche über die BIX-Medienfassade des Kunsthauses in die Stadt, während sie parallel dazu am Schloßberg sowohl im Lift als auch im Aiola upstairs passende Klangteppiche einspielt. 

In einem Spiel der minimalen Veränderung von Klang, Zeichen und Sprache zeigt Pierce unheimliche Welten einer sogenannten Hypermediation, in der analoge, digitale, künstlerische und ökonomische Regularien zusammentreffen und gegeneinander ausgespielt werden. „BREAK THE SIMULATRIX“ ist dabei nur eine der Aufforderungen. 

BIX-Fassade des Kunsthauses, Schlossberglift, Aiola Upstairs

10. Blue Sky

Der finnische Lichtkünstler Kari Kola realisiert seit knapp 20 Jahren weltweit spektakuläre Lichtprojekte, die Architektur, Landschaft und die Geschichte der Orte zu einem unvergesslichen Erlebnis verbinden.

Für Klanglicht 2022 „baut“ Kari Kola eine Lichtbrücke, die die beiden Standorte, den Grazer Schlossberg und Reininghaus verbinden.

Das Projekt wird unterstützt von
E-Werk Franz

11. Fantastic Planet

Unter dem Kollektiv „Parer Studios“ schafft Amanda Parer Objekte für den öffentlichen Raum, Skulpturen und Gemälde, die die Natur und ihre Fragilität erforschen. Überdimensional. Menschenähnlich. Hell erleuchtet. So erkunden Amanda Parers gestaltete Kunstfiguren während KLANGLICHT 2022 die Reininghausgründe und den Grazer Schlossberg. Vom tschechisch-französischen Film Fantastic Planet inspiriert, begegnet das Publikum diesen Wesen aus einer fernen Welt. Leuchtende Giganten, die still und leise unseren fantastischen Planeten erkunden. Insgesamt drei dieser imposanten Figuren aus Licht werden im Reininghaus Park zu Gast sein, eine weitere Figur ist auf dem Schlossberg Graz platziert und wird in Richtung Reininghaus weisen.

An mehreren Standorten im Reininghauspark und im Herbersteingarten.

Das Projekt wird unterstützt von
GRAWE

12. Esther Stocker „n.n“

Esther Stocker verändert in ihrer künstlerischen Arbeit mit geometrischen Zeichen- und Rastersystemen Raum und Architektur und lässt dynamische Bildräume entstehen, die ihr vermeintliches Ordnungsmuster verlieren. „Das Raster oder die Ordnung brauche ich“, so die Künstlerin, „um überhaupt erst eine Abweichung davon beschreiben zu können. Systemlosigkeit lässt sich nur durch Systeme beschreiben, sie ist Teil des Systems. Hinter einem Chaos ist immer auch eine Art Ordnung.“ ​

Für KLANGLICHT 2022 wird sich die mehrfach ausgezeichnete Künstlerin erstmals mit Licht auseinandersetzen: Der dreidimensionale Raum wird in ihrer für KLANGLICHT originären Installation zu einem Bildraum, Esther Stocker überträgt das gedankliche Erlebnis in ein Bild hineinzugehen in den realen Raum. Beim Durchschreiten steht der Betrachter mitten im Bild und kann durch Bewegung den Raum immer wieder neu erfahren. 

Reininghauspark, Mirror Tower

Dieses Projekt wird unterstützt von
ÖSW

13. Growth

Studierende des Studiengangs Communication, Media, Sound and Interaction Design der FH JOANNEUM. Betreut von Astrid Drechsler, Daniel Fabry und Michael Kernbichler.
In Kooperation mit der FH Joanneum, IDK

Wachstum, ist eine räumlich und zeitlich strukturierte Vermehrung, Vergrößerung oder Teilung. Die Medieninszenierung „Growth“, produziert von Studierenden des Instituts für Design & Kommunikation der FH JOANNEUM, betrachtet diesen Begriff in all seinen Dimensionen und aus verschiedensten Perspektiven. 

Licht und Klang sind die Materialien, mit denen die medialen Darstellungsmöglichkeiten und gestalterischen Spielarten von Wachstum erkundet werden. Studierende aus den Bereichen Media, Sound und Interaction Design erschaffen Inszenierungen des Überwucherns, Ausdehnens oder Vergrößerns. So wird, im neu gewachsenen Wohngebiet Reininghaus, eine Art orstspezifisches Lichtballett aufgeführt.

Reininghauspark 11

14. those sounds are wrapped in scars

Die Klanginstallation ‚those sounds are wrapped in scars’ basiert auf der Überlegung, dass wir umgebende Architekturen und Objekte nie neutral wahrnehmen, sondern ihre Geschichten hören können. Der Klang eines Raumes oder eines Objekts und seine Eigenresonanz setzen sich zusammen aus seiner materiellen Beschaffenheit und seinen räumlichen Dimensionen. Jede Veränderung, sei es ein Kratzer, ein Loch, eine Schweißnaht etc., verändert diese. Der Gesamtklang eines Objekts erzählt also immer auch seine Geschichte… Bei KLANGLICHT 2022 setzt sich Antonia Manhartsberger mit der Geschichte der Branntweinfässer im Reininghauspark auseinander.

Branntweinfässer im Reininghauspark

Das Projekt wird unterstützt von
ÖWG

15. Arkestra of Light – Up

OchoReSotto (Lia Rädler, Volker Sernetz, Stefan Sobotka-Grünewald), Monique Fessl

Ein Komplex aus vier Häusern wird zur Projektionsfläche.

Muster entwickeln sich und unterliegen ständiger Veränderung. Untermauert von einer speziell komponierten Musik lassen die Lichtbilder die Gebäude abheben und schwerelos wirken.  Die versetzte Gliederung der einzelnen Gebäude verstärkt das Spiel der Paradigmen und lässt die visuellen Elemente mit und gegen die Soundinstallation arbeiten.

Reininghauspark 4-6

POI: ÖAMTC, Light Art by Mariachi Productions

Das Headquarter des ÖAMTC direkt vis-a-vis des Reininghaus Parks in der Alten Poststraße wird zum Point-of-Interest während KLANGLICHT 2022. Das Grazer Kollektiv Mariachi Productions rund um Lichtdesigner Gregor Thurner wird das architektonisch herausragende ÖAMTC-Gebäude mit variantenreichen, dramatisch ansteigenden Licht-Shows inszenieren und in den einzigartigen KLANGLICHT Kontext integrieren.

Alte Poststraße 161, 8020 Graz
Light Art by Mariachi Productions ist ein Projekt von ÖAMTC Graz-West

POI: Humiversum

Für acht Hauseingänge in Reininghaus kreierte die Künstlerin Nives Widauer ein farbiges, künstlerisch gestaltetes Leitsystem, das die einzelnen Wohneinheiten charakterisiert. Acht Pflanzen, die zum Bierbrauen verwendet oder beigemischt werden können, wurden auf acht verschiedenfarbigen Emailtafeln eingebrannt. Wenn es dämmert, verschwinden die Farben sukzessive und die Tafeln beginnen zu leuchten. Sie verwandeln sich langsam in Sternbilder. Es sind fiktive Sternbilder, die gemeinsam mit den Pflanzen ein ganz besonderes „Humiversum“ schaffen, ein Universum. Durch diese gezielte Intervention überlagert die Künstlerin historische Bezüge und tradierte Inhalte aus unterschiedlichen Zeitschichten und bindet sie in Gegenwärtiges an. Das von der Künstlerin geschaffene Humiversum verschränkt die neu entstandenen, modernen Wohnbauten mit dem historischen Grund.

„Humiversum“ von Nives Widauer ist ein Kunst am Bau-Projekt der Reininghaus Gründe.

POI: Zum goldenen Ast

Die Kunst des Zusammenlebens und des Miteinanders wird bei reininghaus zehn zusätzlich mit einem Kunstobjekt am Dach veranschaulicht. Das Kunstwerk „Zum goldenen Ast“, vom Grazer Künstler Alfredo Barsuglia, steht als Symbol für Natur und Klima, und lädt gleichzeitig zur Kommunikation ein. Nach dem Motto: „Treffen wir uns beim Haus mit dem goldenen Ast!“ Das Kunstwerk „Zum goldenen Ast“ befindet sich auf der Dachterrasse und besteht aus einem zehn Meter hohen Stahlmast auf dessen Spitze ein etwa sieben Meter langer, mit Blattgold vergoldeter, krummer Ast aus Aluminium montiert ist. Der goldene Ast zeigt wie ein Finger in Richtung Süden, jener Stelle des Baugrunds, wo er gewachsen ist. Deshalb ist der Ast vom Schlossberg im „Profil“ zu sehen und seine Form deutlich zu erkennen.

„Zum goldenen Ast“ von Alfredo Barsuglia ist ein Kunst am Bau-Projekt des Reininghaus Zehn.

POI: Gesture