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Rückblick Klanglicht

Jedes Jahr verwandelt KLANGLICHT, the Festival of Sound and Vision, die steirische Landeshauptstadt in eine Welt aus Kunst und Musik, Farbe und Licht. Was als Projekt begann, entwickelte sich zu Österreichs größtem Licht- und Klangfestival, das an drei Tagen tausende Menschen begeistert und bewegt. KLANGLICHT wird im Auftrag der Bühnen Graz organisiert und trägt seit 2015 die Magie zweier zentraler Elemente des Theaters in den öffentlichen Raum. Mit Licht und Klang werden Emotionen geweckt und Momente des Staunens geschaffen. Gemeinsam mit Künstler*innen aus aller Welt bringt KLANGLICHT öffentliche Räume, Plätze und Gebäude zum Leuchten und Klingen.

2022 Sonderfall des Rechtecks by Esther Stocker (c) Marija Kanizaj 22024 REM by Gudrun Barenbrock (c) Julian Tatzl 52024 Spektrum by FH Joanneum IDK (c) Luke Goodlife 12025 Topia by Zalan Szakacs (c) Marija Kanizaj 32025 Flux by Collectif Scale (c) Alex Koch 12025 Echoes of light by Onionlab (c) Alex Koch 1SLIDER 2019 HUMAN by Sophie Guyot (c) Alex KochSLIDER 2019 Les Lumineoles by Porte par le Vent (c) Alex Koch2024 Unveiled by OchoReSotto (c) Alex Koch 2
2024 Ungeheuer by Hartung & Trenz (c) Julian Tatzl 42024 Museum of the Moon by Luke Jerram (c) Luke Goodlife 22024 Museum of the Moon by Luke Jerram (c) Luke Goodlife 32024 Ohne Titel (Fragen Projektion) by Fischli & Weiss (c) Luke Goodlife 32024 Unveiled by OchoReSotto (c) Luke Goodlife 12024 Visual Piano by Laurenz Theinert (c) Alex Koch 12024 Ohne Titel (Fragen Projektion) by Fischli & Weiss (c) Marija Kanizaj 52024 Ungeheuer by Hartung & Trenz (c) Luke Goodlife 12024 Ohne Titel (Fragen Projektion) by Fischli & Weiss (c) Alex Koch 12024 REM by Gudrun Barenbrock (c) Alex Koch 12024 Spektrum by FH Joanneum IDK (c) Luke Goodlife 12024 Reverse by Yann Nguema (c) Luke Goodlife 42025 Let go by Konstantin Postl, Mattia Fiacco Mazzini, Xaver Rath (c) Marija Kanizaj 12025 The Crossing by Alice Zanutti, Bensu Kaya (c) Marija Kanizaj 22025 Fragements of Identity by Indy YuQian (c) Marija Kanizaj 12025 Aftereal by Yasuhiro Chida (c) Marija Kanizaj 62025 Aftereal by Yasuhiro Chida (c) Luke Goodlife 22025 Eye see you by Olafur Eliasson (c) Marija Kanizaj 5SLIDER 2024 EINDER / surface by Boris Acket (c) Alex Koch
2025
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Our Colour Reflection Liz West
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2025 Our colour reflection by Liz West (c) Alex Koch 1 2025 Our Colour Reflection by Liz West (c) Luke Goodlife 2 2025 Our colour reflection by Liz West (c) Marija Kanizaj 3 2025 Our Colour Reflection by Liz West (c) Luke_Goodlife for Klanglicht 2025 4 2025 Our Colour Reflection by Liz West (c) Luke Goodlife 5 2025 Our Colour Reflection by Liz West (c) Luke Goodlife 6

„Our Colour Reflection“ gleicht einem Farbrausch: Mehr als 700 farbige Spiegel erstrecken sich über den Boden der Grazer Schloßbergkasematten. In unterschiedlichen Durchmessern und verschiedenen Höhen reflektieren die Spiegel sowohl die Architektur als auch die Menschen. Farben und Formen werden in den Raum projiziert. Es tut sich eine spielerische und bunte, zugleich elegant anmutende Welt auf, die der steten Veränderung unterliegt: Beeinflusst durch die Bewegungen des Publikums entstehen immer wieder neue Momente und Perspektiven. So wird das Kunstwerk von Liz West zu einem fließenden Austausch zwischen Betrachtenden und Umgebung, zwischen eigenen Perspektiven und raumgreifender Installation.

Standort: Schlossbergbühne Kasematten

Biografie
Liz West (*1985) ist eine britische Künstlerin, die für ihre breit gefächerten Werke bekannt ist, die vom Intimen bis zum Monumentalen reichen. Mit einer Vielzahl von Materialien erforscht sie den Einsatz von Licht und Farbe, um Umgebungen zu schaffen, die bei Betrachter:innen ein gesteigertes sensorisches Bewusstsein hervorrufen, oft in enger Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Ort. Ihre Arbeiten wurden weltweit ausgestellt, unter anderem im St Albans Museum + Gallery, in der Kathedrale von Chester, in Compton Verney, im Musée Nissim de Camondo in Paris, im Kraftwerk Berlin, im Tripostal Lille und im Bangalore International Centre.

Credits
Lichtdesign: Paul Matyschok
Soundinstallation: Cherry Seraph (alias: Sophie Russell)

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung von E-Werk Franz realisiert.

Sphären Eva Schlegel, Valerie Messini, Damjan Minovski
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2025 Sphaeren by Eva Schlegel, Valerie Messini, Damjan Minovski (c) Marija Kanizaj 1 2025 Sphaeren by Eva Schlegel, Valerie Messini, Damjan Minovski (c) Luke Goodlife 2 2025 Sphaeren by Eva Schlegel, Valerie Messini, Damjan Minovski (c) Luke Coodlife 3 2025 Sphaeren by Eva Schlegel, Valerie Messini, Damjan Minovski (c) Marija Kanizaj 4 2025 Sphaeren by Eva Schlegel, Valerie Messini, Damjan Minovski (c) Marija Kanizaj 5

Drei von den Besucher:innen begehbare Sphären tun sich im Innenhof des Graz Museum Schlossberg auf. Es sind riesige dreidimensionale Kugeln, die von unscharfen, aber doch lesbaren Texten definiert werden. Die leuchtenden Zeilen kreisen um unsichtbare Mittelpunkte, die Kugeln schweben auf und nieder. Jede der Sphären hat einen eigenen Themenschwerpunkt, die erste zeigt Texte der steirischen Schriftstellerin Rosa Pock, die vom Schreiben, von der Vielseitigkeit der Hand erzählt, die Hand die aber auch „schon das Jenseits berührt“, und so den Raum erzählerisch erweitert. Die zweite Sphäre zitiert Ludwig Wittgenstein, der sich mit Bild, Beschreibung, und Sprache mit Wahrnehmung beschäftigte. Die dritte Sphäre erzählt von Raum und Räumlichkeit, Aktionsraum und von Unendlichkeit. Um das digitale Kunstwerk sichtbar zu machen, ist die App „Iony“ erforderlich.

Eine Projektion an der Festungsmauer knüpft an diese Augmented Reality-Skulpturen im Innenhof an und eröffnet ebenso einen scheinbar dreidimensionalen Raum. Wie bereits in anderen Werken setzen sich Eva Schlegel, Valerie Messini und Damjan Minovski auch in „Sphären“ mit dem Raumbegriff, mit Immaterialität und dem Verhältnis von Bild und Sprache auseinander. Die in Zusammenarbeit erarbeiteten AR-Skulpturen von „Spären erweitern diese Auseinandersetzung mit dem Räumlichen, der Wahrnehmung und der Verbindung von Mensch und Objekt.

Ein Projekt zu Gast im Graz Museum Schlossberg.

Biografie Eva Schlegel
Eva Schlegel, lebt und arbeitet in Wien. 1997-2006 Professorin für Kunst und Fotografie an der Akademie der bildenden Künste, Wien. 2011 zeichnete sie als Kommissärin für den Österreichischen Pavillon auf der 54. Biennale di Venezia verantwortlich.
1988 und 1992 nahm sie an der Biennale Sydney teil, 1990 Aperto Venedig, 1995 gestaltete sie im Rahmen der Biennale di Venezia den österreichischen Pavillon zusammen mit Coop Himmelblau, 2017 Biennale Kochin, Indien. Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in langjähriger Zusammenarbeit mit den Galerien Krinzinger (Wien), Wendi Norris (San Francisco) und Bo Bjerggard (Kopenhagen) sowie in zahlreichen österreichischen und internationalen Galerien, Museen und Institutionen, u.a. MAK (Wien), Brooklyn Museum (New York), LACMA (Los Angeles), Oklahoma Contemporary (Oklahoma City).
Zahlreiche permanente ortsspezifische Projekte realisierte sie, u.a. in Basel, Kopenhagen, Stockholm, Mumbai und San Francisco, ihre Werke sind u.a. in den Sammlungen der Albertina und des Belvedere, Wien, LACMA, Los Angeles, Museum of Contemporary Art, Chicago, Carlsberg Foundation, Denmark vertreten. Mehrere Publikationen zu ihren Arbeiten liegen vor, 2025 erschien das Buch Eva Schlegel bei Schlebrügge.Editor.
www.evaschlegel.com

Biografie Valerie Messini
Valerie Messini ist Architektin, digitale Künstlerin und Postdoc Senior Scientist am Peter Weibel Forschungsinstitut für digitale Kulturen. In ihrer Forschung untersucht sie mit digitalen Technologien Raum, Identität, Wahrnehmung und Interaktion. Ihre Dissertation „void set – über die Leere im virtuellen Raum“ wurde von Peter Weibel begonnen und nach dessen Tod von Clemens Apprich betreut. Sie publiziert in internationalen Fachzeitschriften und präsentiert ihre Arbeit auf zahlreichen Konferenzen.
Seit 2022 lehrt sie an der Universität für angewandte Kunst Wien das interdisziplinäre Seminar „OTHER MATTER – Exploring Spatial and Curatorial Strategies with Augmented Reality“, seit 2024 auch „Enzyklopädie der Medien“. Zuvor betreute sie (2022–23) Designstudios am Institut für Kunst und Architektur der Akademie der bildenden Künste Wien. Von 2013 bis 2019 war sie Senior Lecturer am ./studio3 – Institut für experimentelle Architektur, Universität Innsbruck, wo sie VR-Seminare, digitale Strategien, Designkurse sowie Masterarbeiten betreute.
Ihr Architekturstudium an der Angewandten (Studio Prix) schloss sie 2011 mit Auszeichnung ab. Sie arbeitete für internationale Architekturbüros (u. a. Coop Himmelb(l)au [AUT], Snøhetta [NO], Flying Elephant Studio [IN]) und realisierte mit Eva Schlegel mehrere großmaßstäbliche Installationen. Seit 2017 ist sie Ziviltechnikerin. 2018 gründete sie mit Damjan Minovski das Studio 2MVD, das sich der Verbindung von Architektur mit digitalen Kunst- und Technologiepraktiken widmet.

Biografie Damjan Minovski
Damjan Minovski studierte Architektur an der Universität für angewandte Kunst in Wien und graduierte 2011. Seitdem arbeitet er als freischaffender Künstler und Forscher in den Bereichen Architektur, visueller und digitaler Kunst. Er war Universitätsassistent an der Universität Innsbruck sowie an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Seit 2017 arbeitet er gemeinsam mit Valerie Messini unter dem Namen 2MVD und konzentriert sich dabei auf die Verbindung von Architektur mit Innovationen und Fortschritten im Bereich der digitalen Kunst und Technologie. Derzeit lehrt er an der Akademie der bildenden Künste in Wien.

Biografie Stefan Rigger
Sphärischer Sound kommt von Stefan Rigger, der in vier Einzelspuren den Schlossbergraum in einen Klangraum verwandelt. In unregelmässigen Abständen werden die Spären durch schnelle Beats dynamisiert.
Die Wahrnehmung der begehbaren Sphären wird durch die Klanginstallation verändert und mitbestimmt.
Stefan Rigger Gelato, Soundkünstler, geboren in Italien, lebt und arbeitet in Wien.

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung der Kronen Zeitung realisiert.

Pochen Julian Hölscher
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2025 Pochen by Julian Hoelscher (c) Luke Goodlife 1 2025 Pochen by Julian Hoelscher (c) Alex Koch 5 2025 Pochen by Julian Hoelscher (c) Alex Koch 4 2025 Pochen by Julian Hoelscher (c) Luke Goodlife 2 2025 Pochen by Julian Hoelscher (c) Luke Goodlife 3

In den Architekturprojektionen von Julian Hölscher geht die analoge Wirklichkeit stets im digitalen Bildgeschehen auf: Es ist ein Zusammenspiel zwischen dem Realen und Projizierten – eingebettet in einen narrativen Kontext. Im Fall von „Pochen“ am Grazer Uhrturm handelt es sich um eine vielschichtige, mehrdeutige Erzählung. Die abstrakte Arbeit changiert zwischen Schnelle und Langsamkeit, zwischen klarem Klang und scheinbarem Geräusch, zwischen An- und Entspannung. Die Projektion lässt die Konturen des Wahrzeichens verschwimmen, sie vage erscheinen und somit zur visuellen Herausforderung für das Publikum werden.

Das Sounddesign von „Pochen“ stammt von Thomas Werner. Warme Klangflächen spüren unterschiedlichen Emotionen nach und erweitern die Arbeit um eine zusätzliche Dimension.

Standort: Uhrturm

Biografie
Vom grafischen Design zum 3d Projection Mapping: Julian Hölscher entwickelt orts- und themenspezifische Konzepte für Orte und Unternehmen. Seine Architekturprojektionen basieren immer auf dem Zusammenspiel der vorgefundenen Architektur, dem digitalen Equivalent und kontextuellen Narrativen. Er entwickelt Bildwerke, in denen die analoge Wirklichkeit in einem digitalen Bildgeschehen aufgeht.

Credits
Konzeption & Bild: Julian Hölscher
Sounddesign: Thomas Werner

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung von XAL realisiert.

Vertigo FH Joanneum IDK
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2025 Vertigo by FH Joanneum IDK (c) Luke Goodlife 1 2025 Vertigo by FH Joanneum IDK (c) Alex Koch 2 2025 Vertigo by FH Joanneum IDK (c) Marija Kanizaj 3 2025 Vertigo by FH Joanneum IDK (c) Marija Kanizaj 4 2025 Vertigo by FH Joanneum IDK (c) Marija Kanizaj 5

Für ihr Projekt „Vertigo“ setzten sich Designstudierende der FH JOANNEUM intensiv mit dem diesjährigen Festivalthema „Rausch“ auseinander. Die entstandenen Arbeiten verwandeln das Kirchenschiff der Grazer Antoniuskirche in ein immersives Medienerlebnis, das von Liebesrausch bis Kontrollverlust, vom Kampf zwischen Natur und Maschine bis zur bedrohlichen Strömung unterschiedliche künstlerische Interpretationen zeigt. Licht und Klang dienen in den Werken nicht nur als gestalterisches Mittel, sondern werden von den Studierenden der Fachbereiche Media, Sound und Interaction Design gezielt eingesetzt, um vielschichtige Erzählungen zu erschaffen. Betreut wurde das Projekt von Astrid Drechsler, Daniel Fabry, Michael Kernbichler, Didi Mosbacher und Roman Pürcher.

Standort: Antoniuskirche

Ein Projekt zu Gast im Volkskundemuseum.

Masterstudierende des Instituts für Design & Kommunikation der FH JOANNEUM können sich in den unterschiedlichen Schwerpunkten Communication, Media, Sound und Interaction Design spezialisieren. In diesem Studiengängen spielen auch Licht und Klang als Arbeits- und Ausdrucksmittel eine maßgebliche Rolle, was zu einer bereits mehrjährigen Kooperation mit KLANGLICHT geführt hat. 2025 beteiligen sich die Design- Studierenden nicht nur mit ihrem Projekt „Vertigo“ am Festival – Sound Designer:innen produzieren ebenso den KLANGLICHT-Audio-Guide, über den man vor Ort Informationen zu den einzelnen Installationen erhält.

Betreut wurde das Projekt von Astrid Drechsler, Daniel Fabry, Michael Kernbichler, Didi Mosbacher und Roman Pürcher.

Credits:
Media, Sound und Interaction Design Studierende der FH JOANNEUM & Kunst-Universität Graz:
Ackerl Magdalena, Adlberger David, Allerstorfer Selina, Archilia Sopio, Blümel Dominik, Bonevie Noah, Bremer Victoria, Dorzhieva Elina, Hohenbrink Joschua, Huft Alina, Ioseb Ioseliani, Jakubiak Franciszek, Karkheck Jessica, Kobler Tanja, Mammadov Seymur, Marzouki Tarek, Onyebuchi Arinze, Orynbayeva Leila, Poštrak Veronika, Prassé Florian, Prinz Felix, Rieder Lukas, Schittenkopf Tobias, Schneider Verena, Schnurrer Jakob, Schmitz Gregor, Schwarz Valerie, Steigerwald Désirée, Thausing Florian, Verhounik Peter, Volkova Alina, Waldenberger Sara, Zourkou Genovefa

Lotus Pods David Ram
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2025 Lotus Pods by David Ram (c) Marija Kanizaj 1 2025 Lotus Pods by David Ram (c) Luke Goodlife 5 2025 Lotus Pods by David Ram (c) Luke Goodlife 4 2025 Lotus Pods by David Ram (c) Marija Kanizaj 2 2025 Lotus Pods by David Ram (c) Marija Kanizaj 3

Es sind hohe Kapseln, die wie zufällig am Grazer Freiheitsplatz verstreut wirken. Was mag ihr Zweck sein? Das genaue Hinsehen offenbart: Es sind ineinander verschlungene Lichtlinien, die sich zu einer Hülle formen. Und noch mehr: Diese „Lotus Pods“ von Künstler David Ram sind keineswegs statisch. Vielmehr beginnen sie sich durch Berührung, also durch die Interaktion zwischen Betrachtenden und Skulptur, zu drehen. Je schneller die Drehung, desto heller das Licht. Das Ergebnis ist eine visuelle Kraft, die auf spielerische Weise in ihren Bann zieht – hinaus aus der Welt und hinein in diesen intensiven Moment. Verliert die Kapsel wieder ihren Schwung, füllt Dunkelheit die Leere, die das Licht hinterlassen hat. Jedoch ist es nur eine kurze Stille und ein flüchtiger Stillstand bis der Reigen von Neuem beginnt.

Standort: Freiheitsplatz

Credits
Text: Seppo Gründler
Sounddesign: Seppo Gründler
Interactive Media Design: Georg Kettele

Mantra Modulation Studio MO:YA
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2025 Mantra Modulation by Studio MO-YA (c) Luke Goodlife 1 2025 Mantra Modulation by Studio MO-YA (c) Luke Goodlife 2 2025 Mantra Modulation by Studio MO-YA (c) Luke Goodlife 3 2025 Mantra Modulation by Studio MO-YA (c) Luke Goodlife 4 2025 Mantra Modulation by Studio MO-YA (c) Luke Goodlife 5

„Mantra Modulation“ verbindet Vergangenheit und Gegenwart: Auf der Bühne des Schauspielhauses erwacht eine virtuelle kinetische Skulptur mittels 3D-Brillen zum Leben. Im Einklang mit den visuellen Bewegungen entfaltet sich ein generativer Klangteppich. Das Publikum ist dabei nicht nur eingeladen, in diesen Raum der Illusion einzutauchen, sondern auch mitzuwirken: An einem interaktiven Pult können die visuellen und auditiven Elemente des Werkes moduliert werden: Jede Berührung formt die Welt, die sich vor den Augen der Besucher:innen auftut und erzählt ihnen eine eigene, ganz individuelle Geschichte. Diese Art der Co-Creation verwischt die Grenzen zwischen Kunst und Publikum und schafft eine persönliche Verbindung zur Installation.

Achtung:
3D Brillen notwendig!!! (im Festivalpass inkludiert)

Standort: Schauspielhaus Graz

Inspiriert von Karlheinz Stockhausens „MANTRA“ (1970), das aus einem einzigen motivischen Kern und mittels der Vervielfachung von Klang- und Wahrnehmungsebenen einen musikalischen Kosmos entfaltet, übersetzt „MANTRA MODULATION“ dieses Konzept in eine audiovisuelle Dimension. Die historische Technik der stereoskopischen Projektion bzw. Anaglyphenbilder, gepaart mit moderner Technologie, schaffen zusätzlich eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Biografie
Studio MO:YA ist das Kreativstudio von Roland Mariacher und Werner Huber. Die beiden österreichischen Designer und Medienkünstler schaffen seit 2011 mit ihren immersiven Rauminszenierungen Erlebnisse, die physische und digitale Welten verschmelzen lassen. Ihre Arbeiten wurden unter anderem mit dem Staatspreis Design in der Kategorie „Design Concepts“ und dem Shenzhen Global Design Award ausgezeichnet. Als Lektoren am Institut für Design und Kommunikation der FH Joanneum geben sie ihr Wissen an junge Gestalter*innen weiter.

Credits
Konzeption, Bild & Sounddesign: Studio MO:YA

Aftereal Yasuhiro Chida
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2025 Aftereal by Yasuhiro Chida (c) Marija Kanizaj 6 2025 Aftereal by Yasuhiro Chida (c) Alex Koch 1 2025 Aftereal by Yasuhiro Chida (c) Luke Goodlife 2 2025 Aftereal by Yasuhiro Chida (c) Marija Kanizaj 3 2025 Aftereal by Yasuhiro Chida (c) Marija Kanizaj 4 2025 Aftereal by Yasuhiro Chida (c) Marija Kanizaj 5

Es ist der magisch anmutenden Effekt von Wunderkerzen, dem Zeichnen mit Licht in der Luft, an die „Aftereal“ erinnert. Das Bild eines leuchtenden Funkens wird für den Bruchteil einer Sekunde im Gehirn festgehalten und sogleich von einem neuen Bild ersetzt. Bild an Bild entsteht so eine leuchtende Zeichnung, die eigentlich gar nicht da ist.

Für sein Projekt im Grazer Burggarten verwendete Yasuhiro Chida Hunderte von elastischen, sich bewegenden und durch UV-Licht leuchtende Drähte. Ihre wellenförmigen Bewegungen ergeben ein Leuchtbild, das Betrachtenden ebenso im Gedächtnis bleibt wie das Bild einer Wunderkerze. Ganz dem Stil des japanischen Künstlers entsprechend ist auch „Aftereal“ ein Werk, das trotz der Einfachheit seiner Mittel ein tief berührendes Erlebnis schafft. Seine Botschaft: Das, was wir als Realität wahrnehmen ist ein Konstrukt unserer Augen und unseres Gehirns. Trotz dieser Illusion sind unsere Augen das wichtigste Medium zur visuellen Erkundung der Welt; kein Smartphone, keine Kamera, keine VR-Brille könnte sie ersetzen.

Standort: Burggarten

Biografie
Yasuhiro Chida ist ein aus Japan stammender Lichtkünstler. Er studierte Architektur an der Musashino Art University in Tokio. Von seinen persönlichen Erfahrungen im Bergsteigen, Eisklettern und Höhlenwandern beeinflusst, lotet er dieses besondere Raumbewusstsein in der Natur, sowie die beeindruckenden, körperlichen Sinneseindrücke in seinen immersiven Installationen aus. So schafft der Künstler mit oft ausgesprochen simplen Mitteln beeindruckende Erlebnisse im öffentlichen Raum. 2019 wurde Yasuhiro Chida mit dem Publikumspreis des International Light Art Award 2019 in Unna ausgezeichnet. Nebenbei entsteht sein eigenes Kunstmuseum, das Museum of Spatial Art in Tatsuno, Nagano, Japan.

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung von der Industriellenvereinigung Steiermark realisiert.

Eye see you Olafur Eliasson
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2025 Eye see you by Olafur Eliasson (c) Marija Kanizaj 2 2025 Eye see you by Olafur Eliasson (c) Luke Goodlife 1 2025 Eye see you by Olafur Eliasson (c) Marija Kanizaj 3 2025 Eye see you by Olafur Eliasson (c) Marija Kanizaj 4 2025 Eye see you by Olafur Eliasson (c) Marija Kanizaj 5

Die Lichtskulptur „Eye see you“ von Olafur Eliasson hält in der Orangerie Einzug. Dort lädt sie dazu ein, sich selbst in Beziehung zur ältesten Kraft zu sehen, die uns am Leben hält: der Sonne. Sie spendet uns Energie, stellt in Zeiten des Klimawandels aber auch eine Gefahr dar. Diese inhaltliche Dualität entspricht Eliassons Ansatz, Werke zu schaffen, die einerseits „nur“ gesehen werden, andererseits infrage stellen, wie sie gesehen werden können.

„Eye see you“ ist dabei einfach und komplex zugleich. Es besteht aus einer Schale auf einem Stativ, einer Leuchte mit einer einzigen Lichtfrequenz und zwei Glasscheiben, die ihre Farbe je nach Position und Bewegung der Betrachtenden ändern. Das sich daraus ergebende Werk lässt unterschiedliche Interpretationen zu: Erkennen wir ein einäugiges und damit sehendes Subjekt oder – ganz auf seine Dinglichkeit reduziert – ein rein technologisches Objekt? Oder doch den Mittelpunkt eines ganzen Universums?

Standort: Orangerie im Burggarten

Biographie
Olafur Eliasson (geboren 1967 in Kopenhagen, Dänemark) ist ein international renommierter Künstler, der mit Installationen, Skulpturen und architektonischen Projekten arbeitet. Seine Werke beschäftigen sich oft mit Naturphänomenen wie Licht, Wasser, Nebel oder Bewegung und machen physische wie auch gesellschaftliche Prozesse erfahrbar.
Zu seinen bekanntesten Projekten zählen die monumentale Installation „The Weather Project“ (2003) in der Tate Modern in London, die eine riesige Sonne in der Turbinenhalle inszenierte, sowie die „Waterfalls“ (2008), künstliche Wasserfälle im öffentlichen Raum New Yorks. Auch seine sozialen Projekte wie „Little Sun“ (2012), eine solarbetriebene Lampe zur Verbesserung des Zugangs zu Licht in Regionen ohne Stromversorgung, sind prägend.
Eliassons Arbeiten sind weltweit in großen Museen und im öffentlichen Raum zu sehen. Er lehrt zudem als Professor für Architektur und Kunst an der Universität der Künste Berlin. Mit seinem Werk verbindet er Kunst, Naturwissenschaft, Architektur und Gesellschaft und zählt heute zu den einflussreichsten Künstlern seiner Generation.

Credits
Commissioned by Luis Vuitton Malletier
TBA21 Thyssen-Bornemisza Art Contemporary Collection
Sound: Gregor Schmitz, Franzciszek Jakubiak, Joschua Hohenbrink

Fresnel Yasuhiro Chida
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2025 Fresnel by Yasuhiro Chida (c) Luke Goodlife 1 2025 Fresnel by Yasuhiro Chida (c) Luke Goodlife 2 2025 Fresnel by Yasuhiro Chida (c) Marija Kanizaj 3 2025 Fresnel by Yasuhiro Chida (c) Alex Koch 4

Hunderte kleiner Spiegel befinden sich auf dem Boden. Sie reflektieren das Licht, das auf sie fällt und werfen es vertikal nach oben. So entstehen unzählige Lichtsäulen im Bereich unter der Kuppel des Mausoleums. Für den kurzen Moment, in dem sie ihre Umgebung erhellen, machen sie den Raum für die menschlichen Sinne messbar, erfahrbar, begreifbar. Die Präsenz des Lichts, sowohl seine säulenförmige Erscheinung als auch sein Fortwirken in die Höhe, sind so stark, dass sie sogar in der Dunkelheit noch spürbar sind. Dazu erklingt sanfte, sinnliche Musik. Es ist ein geheimnisvolles, berührendes Erleben des Raumes, das dem Publikum in Yasuhiro Chida’s Projekt „Fresnel“ zuteil wird.

Standort: Mausoleum

Biografie
Yasuhiro Chida ist ein aus Japan stammender Lichtkünstler. Er studierte Architektur an der Musashino Art University in Tokio. Von seinen persönlichen Erfahrungen im Bergsteigen, Eisklettern und Höhlenwandern beeinflusst, lotet er dieses besondere Raumbewusstsein in der Natur, sowie die beeindruckenden, körperlichen Sinneseindrücke in seinen immersiven Installationen aus. So schafft der Künstler mit oft ausgesprochen simplen Mitteln beeindruckende Erlebnisse im öffentlichen Raum. 2019 wurde Yasuhiro Chida mit dem Publikumspreis des International Light Art Award 2019 in Unna ausgezeichnet. Nebenbei entsteht sein eigenes Kunstmuseum, das Museum of Spatial Art in Tatsuno, Nagano, Japan.

Echoes of Light Onionlab
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2025 Echoes of light by Onionlab (c) Marija Kanizaj 3 2025 Echoes of light by Onionlab (c) Marija Kanizaj 8 2025 Echoes of light by Onionlab (c) Marija Kanizaj 7 2025 Echoes of light by Onionlab (c) Marija Kanizaj 6 2025 Echoes of light by Onionlab (c) Alex Koch 1 2025 Echoes of light by Onionlab (c) Luke Goodlife 2 2025 Echoes of light by Onionlab (c) Marija Kanizaj 4 2025 Echoes of light by Onionlab (c) Marija Kanizaj 5

Unsere Identität gleicht einem Spiegelbild, bestehend aus Einzelteilen und durch Beziehung und Interaktion im ständigen Wandel – so die These der Installation „Echoes of Light“ in der Grazer Stadtpfarrkirche. In mehreren Phasen erlebt das Publikum eine Reise zwischen Fragmentierung und Verbindung. Einzelne Reflexionen bewegen sich durch den Raum, ihr Fluss entspricht der fließenden Natur unseres eigenen Daseins. Dann, für nur wenige Augenblicke, richten sich die Reflexionen aneinander aus, interagieren miteinander, verschmelzen und wirken plötzlich nicht länger verzerrt, sondern klar und deutlich.

Zusammen mit dem Klangkünstler Shinji Wakasa arbeitete das spanische Künstlerkollektiv Onionlab für dieses Projekt mit geneigten Spiegeln und interaktiven Technologien. Sensoren erfassen nicht nur die Bewegungen des Publikums, sondern auch Emotionen und übersetzen diese in Echtzeit in eine künstlerische Landschaft aus Licht und Klang. Sowohl die physische als auch die emotionale Präsenz der Anwesenden hinterlässt sowohl eine visuelle als auch akustische Spur, die zum Gesamterlebnis beiträgt.

Standort: Stadtpfarrkirche

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung vom Ramon Llull Institut realisiert.

Biographie
Onionlab ist ein multidisziplinäres Studio, das audiovisuelle Installationen und Ausstellungen inszeniert und produziert. Mit ihrer Arbeit schaffen sie Schnittpunkte zwischen Technologie, Design und Kunst. Onionlab hat seinen Sitz in Barcelona und arbeitet mit mehr als 15 Jahren Erfahrung weltweit.

Credits
Director: Jordi Pont,
Art Director: Berta González
Producers: Juan Pablo Rocha, Eric Rubio
3D Artists: Santiago Morrison, Federico Morrison
Sound Design: Shinji Wakasa
Technical Direction: Antoni Esteban Martret
Technical Advisor: Oliver Kern

Liquid Lense Alessandro Lupi
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Liquid Lense 2025 Liquid lense by Alessandro Lupi (c) Alex Koch 1 2025 Liquid lense by Alessandro Lupi (c) Alex Koch 2 2025 Liquid lense by Alessandro Lupi (c) Luke Goodlife 3 2025 Liquid lense by Alessandro Lupi (c) Luke Goodlife 4 2025 Liquid lense by Alessandro Lupi (c) Luke Goodlife 5

In der Installation „Liquid Lense“ von Alessandro Lupi verwandelt sich eine Wasseroberfläche in eine Art flüssige Linse. Tropfen fallen in unterschiedlichen Rhythmen, Wellen werden erzeugt, Licht wird gebrochen. So entstehen komplexe Formen, Wellen, Farben und Interferenzstreifen, die sich im gesamten Innenhof des Amtshauses der Stadt Graz ausbreiten. Die scheinbar einfache Betrachtung dieser visuellen Effekte wird zu einer geradezu hypnotisierenden Wahrnehmungsübung für das Publikum. Die ruhige, kontemplative Atmosphäre lädt zum gänzlichen Eintauchen, zum Sich-fallen-lassen, gerne auch ein wenig zum Sich-verlieren ein.

Standort: Innenhof Bürger:innenamt

Biographie
Alessandro Lupi wurde in Genua, Italien, geboren. Heute lebt und arbeitet er in Berlin, Deutschland.
Er studierte an der Accademia Ligustica di Belle Arti in Genua.
Seine Arbeiten wurden unter anderem auf der Architekturbiennale in Venedig, in den Uffizien in Florenz, im Avesta Museum in Schweden und im Kunsthaus Tacheles in Berlin ausgestellt. 2008 schuf er eine Installation für die Biennale in Havanna, die heute in der Nationalen Schule der Schönen Künste San Alejandro dauerhaft ausgestellt ist. Im Jahr 2010 beauftragte ihn die Stadt Ljubljana mit der Schaffung einer Skulptur, um den Status Ljubljanas als UNESCO-Weltbuchhauptstadt zu feiern.
Lupis Arbeit konzentriert sich auf Licht und dessen Verschmelzung mit Farbe, Raum und Zeit. Jedes Werk scheint seine eigene Welt zu schaffen, wobei der Schwerpunkt auf dem Konzept der „Umkehrung” liegt, das dem Betrachter eine unerwartete Perspektive bietet. In seinen Werken werden Dichotomien wie Außen-Innen, Freiheit-Gefängnis und Leben-Tod durch die zeitgenössische Wahrnehmung dieser beiden Aspekte aufgehoben, ohne dass eine wahrnehmungsbezogene oder hierarchische Vorrangstellung bevorzugt wird.

Frequenzen David Reumüller
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2025 Frequenzen by David Reumueller (c) Marija Kanizaj 4 2025 Frequenzen by David Reumueller (c) Alex Koch 1 2025 Frequenzen by David Reumueller (c) Alex Koch 2 2025 Frequenzen by David Reumueller (c) Luke Goodlife 5 2025 Frequenzen by David Reumueller (c) Alex Koch 3 2025 Frequenzen by David Reumueller (c) Luke Goodlife 6

David Reumüller zeigt zum zehnjährigen Jubiläum eine Arbeit, in der die zentralen Elemente des Festivalnamens – Klang und Licht – direkt ineinandergreifen: Eine Komposition, die in Kooperation mit seiner Musikformation EXIT VOID entstand, wird über Membranen in eine präzise Laserzeichnung übertragen. So wird im Joanneumsviertel Klang zu Licht, Hörbares zu Sichtbarem – und der Eindruck entsteht, als hebe „Frequenzen“ die Grenzen zwischen diesen beiden künstlerischen Dimensionen auf.

Ein Projekt zu Gast im Joanneumsviertel.

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung von der Holding Graz realisiert.

Biographie
David Reumüller (1979, Gaal, lebt in Graz/Wien) ist ein interdisziplinärer Künstler, der in seinen Installationen, Malereien, Filmen und Projekten Musik, Licht, Raum und Wahrnehmung verwebt. Seine Arbeiten – von der Galerie bis zum Festival – hinterfragen Identität und Wirklichkeit. Gewinner des Kunstförderungspreises Graz (2021) und Stipendiat 2024.

Credits
Konzeption: David Reumüller
Komposition: Exit Void
feat.: Manfred Engelmayr,, Katrin Euller (aka Rent), Alex Kranabetter, Wolfgang Lehmann, Anja Plaschg (aka Soap&Skin), David Reumüller
Audioedit: Wolfgang Lehmann
Lasertechnik: GLS Laser

Flux Collectif Scale
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2025 Flux by Collectif Scale (c) Marija Kanizaj 4 2025 Flux by Collectif Scale (c) Alex Koch 1 2025 Flux by Collectif Scale (c) Luke Goodlife 2 2025 Flux by Collectif Scale (c) Luke Goodlife 3

„Flux“ von Collectif Scale entstand 2021 im Rahmen des Constellations Festivals in Metz, Frankreich, reist seither durch die ganze Welt und macht bei KLANGLICHT 2025 im Grazer Landhaushof Station. Die sich bewegende, modulare Form und ihre Leuchtkraft zieht Menschen allerorts in ihren Bann. Die Vervielfachung des einfachen Lichtkörpers, die Dynamik der Installation sowie die Variationen zeitlicher Phasen und Geschwindigkeit erschaffen den Eindruck eines scheinbar organischen Objekts, das den Betrachtenden einmal in poetischen, ein andermal in frenetischen Wellen begegnet.

Wie mit anderen Arbeiten hinterfragt das Künstlerkollektiv auch mit der sinnlichen und zugleich spielerischen Installation „Flux“ die Verbindung von Licht und Architektur, Unterhaltung und Kunst, von Natur, Mensch und Maschine.

Standort: Landhaushof

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung von Raiffeisen-Landesbank Steiermark realisiert.

Credits
Installation: Collectif Scale
Music: Grégory Sémah

Arkestra of Light – Lifted OchoReSotto
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2025 Arkestra of Light - Lifted by OchoReSotto (c) Luke Goodlife 1 2025 Arkestra of Light - Lifted by OchoReSotto (c) Marija Kanizaj 5 2025 Arkestra of Light - Lifted by OchoReSotto (c) Marija Kanizaj 4 2025 Arkestra of Light - Lifted by OchoReSotto (c) Luke Goodlife 2 2025 Arkestra of Light - Lifted by OchoReSotto (c) Marija Kanizaj 6 2025 Arkestra of Light - Lifted by OchoReSotto (c) Luke Goodlife 3

„Arkestra of Light – Lifted“ verwandelt die Fassade der Dreifaltigkeitskirche in einen lebendigen Körper, in dem Licht, Klang und Emotion verschmelzen. Sowohl durch analoge als auch digitale Animationstechniken lässt das Künstlerkollektiv OchoReSotto bewegte Muster entstehen, die ein Wechselspiel aus Ruhe und Intimität, Freude und Energie vermitteln. Vor dem Publikum tut sich so eine poetische visuelle Symphonie auf – präzise abgestimmt auf die dazu erklingende Musik. Wie im Rausch verschwimmen die Eindrücke der sinnlichen Erfahrung: Farben pulsieren mit Klängen, Texturen hallen mit Erinnerungen wider und Bewegungen transportieren Stimmungen. Es ist eine Welt, in der Logik vage wird, die sich auf das Sehen und das Hören, auf Intuition und Gefühl verlässt.

Standort: Dreifaltigkeitskirche

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung von der Grazer Wechselseitigen Versicherung realisiert.

Biographie
Seit mehr als 20 Jahren sind die Grazer Volker Sernetz, Stefan Sobotka-Grünewald und Lia Rädler als Film- und Projektionskünstler tätig. Neben Video- und Filmproduktionen sind sie mit ihren Großformat-Projektionen sowohl national als auch international erfolgreich aktiv. OchoReSotto schaffen Licht- und Soundinstallationen auf Fassaden oder lassen Räume buchstäblich in einem anderen Licht erscheinen. Ihre Projektionskunst setzt das Trio auch für permanente Installationen wie in Museen und Showrooms ein oder in Kombination mit Architektur und im öffentlichen Raum.
Sie sind Gründer des „strictly analog – studio for experimental progress“ ( Graz / Triest / Tokyo) – ein Netzwerk zu Förderung von alternativen/experimentellen Arbeits- und Kommunikationsprozessen.

Credits
Musik: Wolfgang Lehmann
Videotechnik: Peter Venus
Technik: Noise Gate

Topia Zalán Szakács
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2025 Topia by Zalan Szakacs (c) Marija Kanizaj 2 2025 Topia by Zalan Szakacs (c) Alex Koch 1 2025 Topia by Zalan Szakacs (c) Luke Goodlife 6 2025 Topia by Zalan Szakacs (c) Luke Goodlife 5 2025 Topia by Zalan Szakacs (c) Marija Kanizaj 3 2025 Topia by Zalan Szakacs (c) Marija Kanizaj 4

Die Installation „Topia“ mutet wie eine moderne Version einer Kinoleinwand an: ein digitales Fenster, das doch auch eine skulpturale Dimension aufweist. Die Lichtinstallation überdenkt dabei die Fläche als architektonisches Element und erfindet für sie ein neues Konzept, das sich vom materiellen Objekt entfernt. Dafür werden Flächen geöffnet und geschlossen, unterschiedliche Atmosphären und Stimmungen miteinander verwoben, neue Welten in bereits bestehenden konstruiert. So lässt „Topia“ im realen Raum des Dom im Bergs eine Lichtwand entstehen, die deutlich sichtbar, aber nicht greifbar ist und das Publikum auf sehr besondere Weise zum Erahnen und Erkunden einlädt.

Standort: Dom im Berg

Biographie
Zalán Szakács ist ein Künstler, der immersive Kunst, Szenografie und medientheoretische Forschung miteinander verbindet. In seinen Arbeiten untersucht Szakács die Beziehung zwischen Raum, Körper und Technologie, was zu multisensorischen Erfahrungen führt, die Elemente wie Licht, Klang, Geruch, Tastbarkeit und Bewegung umfassen.
Szakács‘ Kunstinstallationen laden den Betrachter zu einer mystischen Reise ein, auf der Realität und Fiktion miteinander verschmelzen. Im Einklang mit der individuellen und kollektiven Erfahrung weckt sie ein tieferes Bewusstsein für den Körper im Raum und ist in der Lage, den Betrachter an einen anderen Ort und in eine andere Zeit zu versetzen.
Er hat beim CTM Festival (DE), MUTEK MX (MX), Ars Electronica Festival (AUT), dem Internationalen Filmfestival Rotterdam (NL), dem Stedelijk Museum Amsterdam (NL), Het Nieuwe Instituut (NL), V2_ Lab for the Unstable Media (NL), dem Kunsthaus Graz (AUT), MU Hybrid Art House (NL), Instrument Inventors Initiative (NL), TENT Rotterdam (NL), W139 (NL), Netherlands Film Festival (NL), Recontres Internationales Loods6/Amsterdam (NL), Zsolnay Light Festival (HU) und Light Art Museum Budapest (HU). Szakács ist Hauptdozent an der Utrecht University of Arts.

Credits
Research, concept, light composition: Zalán Szakács
Sound composition: Pandelis Diamantides
Light programming: Loden Rietveld
Technical production: Studio Den Haan, Franz Kauffmann

Young Masters Exhibition Jana Habiger, Joschua Hohenbrink, Konstantin Postl, Mattia Fiacco Mazzini, Xaver Rath, Alice Zanutti, Bensu Kaya, Indy YuQian
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2025 The Dragon's Cave by Joschua Hohenbrink (c) Marija Kanizaj 3 2025 The Dragon's Cave by Joschua Hohenbrink (c) Marija Kanizaj 2 2025 The Dragon's Cave by Joschua Hohenbrink (c) Marija Kanizaj 1 2025 The Crossing by Alice Zanutti, Bensu Kaya (c) Alex Koch 1 2025 The Crossing by Alice Zanutti, Bensu Kaya (c) Marija Kanizaj 2 2025 Let go by Konstantin Postl, Mattia Fiacco Mazzini, Xaver Rath (c) Marija Kanizaj 3 2025 Let go by Konstantin Postl, Mattia Fiacco Mazzini, Xaver Rath (c) Marija Kanizaj 2 2025 Let go by Konstantin Postl, Mattia Fiacco Mazzini, Xaver Rath (c) Marija Kanizaj 1 2025 In the End by Jana Habiger (c) Marija Kanizaj 1 2025 In the End by Jana Habiger (c) Marija Kanizaj 2 2025 In the End by Jana Habiger (c) Marija Kanizaj 3 2025 Fragements of Identity by Indy YuQian (c) Luke Goodlife 2 2025 Fragements of Identity by Indy YuQian (c) Marija Kanizaj 1

uch 2025 findet im Rahmen des Festivals die KLANGLICHT Young Masters Exhibition in den Seitentunneln des Schlossbergstollens statt. Dieses Jahr werden insgesamt fünf Werke von Nachwuchskünstler:innen gezeigt, die meisten von ihnen zum ersten Mal. Mit der Ausstellung bietet KLANGLICHT jungen und angehenden Künstler:innen und Kollektiven die Möglichkeit, sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, Aufmerksamkeit zu gewinnen und dieser Art auch neue Kontakte für Kooperationen oder weitere Ausstellungen herzustellen.

Die diesjährigen Teilnehmer:innen sind Jana Habiger, Joschua Hohenbrink, Konstantin Postl, Mattia Fiacco Mazzini, Xaver Rath, Alice Zanutti, Bensu Kaya und Indy YuQian. Die Medienkunstwerke dieser Künstler:innen sind philosophisch bis dramatisch, teils sogar interaktiv und schaffen in den Höhlen des Stollens ihre ganz eigene, sehr stimmungsvolle Atmosphäre.

kuratiert von Jan Herman de Boer

Standort: Schlossbergstollen, Zugang über Schlossbergplatz

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung von der AVL realisiert.

Jana Habiger – IN THE END
Auf einer Miniatur-Version des Grazer Uhrturms ereignen sich seltsame Szenen. Es sind Szenen der biblischen Apokalyptik wie sie im Buch der Offenbarung beschrieben werden. Die Glocken des Uhrturms, die bereits aus vielen Gründen geläutet haben, verkünden nun eine weitere, neue Botschaft: Sieben Siegel öffnen sich, sieben Posaunen erklingen, sieben Schalen mit Plagen werden über die Welt ausgegossen.
Jana Habiger stellt mit „In the end“ eine Parallele zu unserer eigentlichen Realität her – einer Realität, die vielen Menschen durch Klimawandel, Massensterben von Arten und Erschöpfung natürlicher Ressourcen eigentlich surreal erscheint; so surreal wie die Realität in diesem Werk.

Joschua Hohenbrink – THE DRAGON’S CAVE
In seinem Projekt „Die Drachenhöhle“ erzählt Joschua Hohenbrink die Geschichte eines Drachens, der tief im Schlossberg ruht. Jedoch hält er sich nicht versteckt; vielmehr ist der Berg selbst der Drache. Er ist in die geologische und kulturelle Geschichte des Ortes eingebettet und hält sich in den Schichten der Zeit und der Natur verborgen. Mit wachsenden Pflanzen, die zu einem Netz aus Linien werden, die sich wiederum zu einem Drachen formen zeigt Hohenbrink einen Zyklus aus Verwandlung, Leben, Verfall und Wiedergeburt.

Konstantin Postl, Mattia Fiacco Mazzini, Xaver Rath – LET GO
Nicht jeder Moment muss geformt werden. Manchmal ereignen sich tiefgreifende Veränderungen, wenn sich der Mensch entschließt, die Erfahrung nicht zu gestalten, sondern zu beobachten. So lautet die Botschaft von „Let go“. Die Installation von Konstantin Postl, Mattia Fiacco Mazzini und Xaver Rath untersucht die Spannung zwischen Kontrolle und Akzeptanz in Träumen und damit auch im Leben. Mittels einer Schnittstelle kann das Publikum den hier erlebten Traum beeinflussen: Jede Berührung verändert ihn. Doch je mehr Interaktion stattfindet, desto mehr Widerstand leistet das System. Chaos und Leere folgen und weichen erst der Schönheit, wenn auch die Kontrolle endet – und man einfach loslässt.

Alice Zanutti, Bensu Kaya – THE CROSSING
Eine Wasseroberfläche, die zunächst ruhig erscheint, wird von versteckten Strömungen bewegt. Warmes Weiß wird stets durch aggressives Rot gestört. Und ein Karussell der Silhouetten dreht sich unaufhörlich. An Ruhe – gar Sicherheit – ist hier nicht zu denken. Das Publikum beobachtet aus der Ferne. Ein Eingreifen ist nicht möglich.
„The Crossing“ von Alice Zanutti und Bensu Kaya ist eine Installation aus Licht und Schatten und erzählt die Geschichte von Migration: Vertreibung, die Illusion von Sicherheit, Gefahr, Tod und nicht zuletzt auch der passive Blick der Welt auf humanitäre Krisen.

Indy YuQian – FRAGEMENTS OF IDENTITY
„Fragments of Identity“ ist eine audiovisuelle Installation, die sich mit Selbstfindung zwischen zwei Kulturen auseinandersetzt. Im Zentrum steht das Porzellan, das einst von China in die Niederlande reiste, sich dort von seinen chinesischen Vorfahren löste und sich mit der Entwicklung der niederländischen Keramik als eigenständiges und wertvolles Kulturerbe etablierte.
Wie das Porzellan kam auch Indy YuQian selbst von China in die Niederlande und fand sich dort in einer Kultur wieder, die oft anders war als sie erwartet hatte. Auf Basis dieser Analogie erforscht die Künstlerin mit ihrem Projekt kulturelles Leben, hinterfragt Traditionen und feiert Identität.

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2025 beging KLANGLICHT ein Jubiläum: Zum 10. Mal verwandelte sich Graz in einen Rausch aus Farben und Formen, Musik und Texten: sehen und hören, eintauchen, spüren, berührt werden. So feierten sowohl renommierte Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt als auch junge Nachwuchstalente mit ihren Installationen ein wahres Fest für die Sinne: In flutenden Nebelschwaden, zwischen Tausenden von Spiegeln, mitten im Rampenlicht und zugleich zwischen Himmel und Erde taten sich dem Publikum neue Licht- und Klangwelten auf. Wir sahen, was vielleicht gar nicht war, und hörten, was wir zuvor noch nicht vernommen hatten. Wir verloren uns in diesem Universum, das in voller Blüte erstrahlte, um doch letztendlich wieder zu verfallen. Was davon blieb? Die Erinnerung an einen Rausch, in dem vielleicht auch wir uns wiederentdeckt oder neu erfunden haben.

KLANGLICHT 2025 wurde im Auftrag der Bühnen Graz organisiert und trägt seit 2015 die Magie zweier zentraler Elemente des Theaters hinaus in den öffentlichen Raum. Mit den Mitteln von Licht und Klang werden Menschen begeistert und berührt, Emotionen geweckt und Momente des Staunens erschaffen.

Vom 24. bis 27. Oktober 2025 knüpften bekannte Plätze und Orte auf dem Schlossberg wie auch in der Grazer Innenstadt an zahlreiche Erinnerungen aus einem Jahrzehnt KLANGLICHT an und öffneten zugleich Augen und Ohren für neue Eindrücke.

2024
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EINDER / SURFACE Boris Acket
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2024 EINDER - surface by Boris Acket (c) Alex Koch 7 2024 EINDER - surface by Boris Acket (c) Luke Goodlife 2 2024 EINDER - surface by Boris Acket (c) Luke Goodlife 1 2024 EINDER - surface by Boris Acket (c) Marija Kanizaj 3 2024 EINDER - surface by Boris Acket (c) Marija Kanizaj 4 2024 EINDER - surface by Boris Acket (c) Julian Tatzl 8 2024 EINDER - surface by Boris Acket (c) Julian Tatzl 9 2024 EINDER - surface by Boris Acket (c) Alex Koch 6 2024 EINDER - surface by Boris Acket (c) Alex Koch 5 SLIDER 2024 EINDER / surface by Boris Acket (c) Alex Koch

Es ist die imaginäre Grenze zwischen Himmel und Erde, die das altniederländische Wort „Einder“ beschreibt. Zugleich ist der Begriff auch eine Metapher für die Grenze zwischen Realität und Fantasie, den Übergang zwischen Wahrhaftem und Unterbewusstem wie ihn auch der Traum markiert. Boris Acket erzeugt mit seiner audiovisuellen Installation eine überdimensionale, sich bewegende, leuchtende Welle, die in den Betrachtenden unterschiedlichste Assoziationen, Gedanken, Gefühle und Erinnerungen lebendig macht. Die poetische Arbeit wird von einer Klangkulisse begleitet, in der sich synthetische und organische Töne überlagern. Als Gesamtkunstwerk ist „Einder“ eine Einladung, mit sich, seiner eigenen Illusion, aber auch den Eindrücken anderer in Dialog zu treten.

Standort: Schlossbergbühne Kasematten

Biografie
Boris Acket (1988) ist ein zeitgenössischer Künstler, Komponist und Regisseur, der auf multidisziplinäre Projekte in den Bereichen Musik, Installationskunst, Performance und Film spezialisiert ist. Acket agiert als Dirigent kreativer Prozesse innerhalb komplexer Systeme, in denen Künstler, Raum und Medium eine Einheit bilden. Seine Werke und Performances wurden auf der Mutek MX, dem Mailänder Salone del Mobil, der Biennale von Venedig, der Pariser Modewoche, dem Dark Matter Berlin, dem Lost Art Festival Berlin, dem Stedelijk Museum, dem NXT Museum, Lowlands, STRP, dem Holland Festival, Het Hem, Fiber Festival, Amsterdam Dance Event, De School, Down The Rabbit Hole, Muziekgebouw aan ‚t IJ, Van Gogh Museum und vielen weiteren vorgestellt.

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung von E-Werk Franz realisiert.

Sot Glas Ana Shametaj, Giuditta Vendrame
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2024 SOT Glas by Ana Shametaj & Giuditta Vendrame (c) Alex Koch 3 2024 SOT Glas by Ana Shametaj & Giuditta Vendrame (c) Luke Goodlife 4 2024 SOT Glas by Ana Shametaj & Giuditta Vendrame (c) Julian Tatzl 5 2024 SOT Glas by Ana Shametaj & Giuditta Vendrame (c) Alex Koch 2 2024 SOT Glas by Ana Shametaj & Giuditta Vendrame (c) Alex Koch 1

Es ist ein sensibel arrangiertes physisches und sprachliches Labyrinth, in das Ana Shametaj und Giuditta Vendrame mit ihrem Projekt „Sot Glas“ entführen. Im Wundergarten am Grazer Schlossberg beginnend setzt es sich in der Stallbastei fort, geht von Eindrücken traumhafter Schwerelosigkeit mit Blick auf die Lichter der Stadt in einen warmen, summenden Raum über, der die Einzelidentität zurück und das kollektive Erleben in den Vordergrund treten lässt. Die Klang- und Lichtinstallation wurde erstmals bei der 18. Architekturbiennale in Venedig realisiert. Für KLANGLICHT 2024 ergänzen die Künstlerinnen bisher erforschte Friedens-, Kriegs-, Migrations- und Kinderlieder um Schlaflieder unterschiedlicher Sprachen.

Ein Projekt zu Gast im Graz Museum Schlossberg.

Standort: Graz Museum

Biografie Ana Shametaj
Ana Shametaj (geb. 1991, Durrës, Albanien) ist Filmemacherin und Theaterregisseurin. Sie war 2013 Mitbegründerin von Kokoschka Revival, einem Künstlerkollektiv und Studio für digitale Kunst. Ihre hybride Praxis bewegt sich in Richtung Videokunst und Installation und entwickelt mehrere Wahrnehmungsebenen der Dramaturgie. Ihre Arbeiten wurden in verschiedenen internationalen Kontexten ausgestellt, darunter die Architekturbiennale von Venedig, das Filmfestival von Locarno und das Piccolo Teatro in Mailand.

Biografie Giuditta Vendrame
Giuditta Vendrame (geb. 1985, Maniago, Italien) ist eine in den Niederlanden lebende Künstlerin. In ihrer Praxis erforscht und untersucht sie Bürgerschaft, Raum und Mobilität. Sie stellt soziale, künstliche Konstruktionen mit physischen, geografischen Elementen und natürlichen Kräften in Frage. Sie hat unter anderem auf der Architekturbiennale in Venedig, im Walker Art Center und im Van Abbemuseum Eindhoven ausgestellt.

Credits
Authors: Ana Shametaj, Giuditta Vendrame
Light Design and scenography : Giulio Olivero
Sound Design: Renato Rinaldi
Technical Director: Fabio Brusadin
Voices: Anutis (Alba Nacinovich, Juliana Azevedo, Caterina De Biaggio, Laura Giavon), Piccolo Coro degli Amici diretto da Aglaia Merkel Bertoldi, Gruppo vocale femminile Stu Ledi
Production: Kokoschka Revival
Scientific consultancy: Valter Colle, Marjeta Pisk (ZRC SAZU, Institute of Ethnomusicology), Lino Straulino
Acknowledgment: A special thank to the music label NOTA per “Lisica ta Fasalawa” – CD “REZIJA” NOTA CD 231.

SOT GLAS has initially been ideated and created for f “Spaziale. Everyone belongs to everyone else,” Italian Pavilion at the 18th. International Architecture Exhibition – La Biennale di Venezia 2023, promoted by the General Directorate for Contemporary Creativity of the Ministry of Culture and curated by Fosbury Architecture. In 2023 the project has been developed in collaboration with Comune di Trieste, Casa della Musica, Club Alpinistico Triestino, Alpe Adria Cinema – Trieste Film Festival and with the support of Regione autonoma Friuli-Venezia Giulia, Comune di Trieste, Ambasciata e Consolato Generale del Regno dei Paesi Bassi, Ambasciata della Repubblica d’Albania in Italia, Creative Industries Fund NL, INPS – Fondo PSMSAD, Fondazione Benefica Kathleen Foreman Casali, Fondazione Pittini, OPIFICIO NEIRAMI.

Constellations Hartung & Trenz
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Die Arbeit „Constellations“ von Detlef Hartung und Georg Trenz verortet Graz an einem weithin sichtbaren Punkt, der sowohl einzigartigen Weitblick als auch Orientierung liefert und eine Schnittstelle zwischen Himmel und Erde bildet. Ein Kosmos aus Sprache und Licht verwandelt die Festungsmauer unterhalb des Graz Museum Schlossberg in einen Nullpunkt der eigenen Standortbestimmung.

Standort: Graz Museum Festungsmauer

Biografie
Detlef Hartung und Georg Trenz entwickelten in ihrer über 20jährigen Zusammenarbeit eine eigene Form des künstlerischen Ausdrucks, mit der sie Texte in eindrückliche Bilder verwandeln. Konkrete Sprache wird inhaltlich sowie formal zu bildhaften Zeichen. Die entstehenden Wortbilder erschaffen großflächige Bild-Text-Räume, die in Korrespondenz mit den realen, dreidimensionalen Räumen treten, auf die sie projiziert werden.

Reverse Yann Nguema
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2024 Reverse by Yann Nguema (c) Alex Koch 2 2024 Reverse by Yann Nguema (c) Alex Koch 1 2024 Reverse by Yann Nguema (c) Julian Tatzl 3 2024 Reverse by Yann Nguema (c) Luke Goodlife 4 2024 Reverse by Yann Nguema (c) Luke Goodlife 5

„Reverse“ – englisch für „umkehren“ und zugleich ein Spiel mit dem französischen „rêve“ für „Traum“ – entführt Besucher:innen in eine traumartige Verwirrung von Raum und Zeit. Yann Nguemas Installation zeigt eine kontemplative Choreografie am Grazer Uhrturm, die die Architektur des Bauwerkes aus sich heraustreten, immer wieder aus anderen Dimensionen auftauchen und sich erneut zusammensetzen lässt. Mit sowohl technischer als auch ästhetischer Eleganz überlagern sich die Ebenen; aus Fraktalen entstehen komplexe leuchtende Bilder, die Assoziationen an magische Traumwelten wecken. Nguema, aktuell Botschafter des Lyon Festival of Lights, ist ein aus der Wissenschaft stammender Künstler, Designer, Musiker und Programmierer, der sich der Technologie, Forschung und Poesie bedient, um Licht und Klang wirkungsvoll miteinander zu verschmelzen.

Standort: Uhrturm

Biografie
Als Gründer des französischen visuellen Labels EZ3kiel stand Yann Nguema in den 25 Jahren seines Bestehens hinter unzähligen Projekten, mit denen sich der ehemalige Wissenschaftler in der internationalen Kunstszene etablierte. Er hat sich nicht gänzlich gegen die Wissenschaft gewandt, da seine Projekte tatsächlich auf der Technologie, der Forschung und der Kunst aufgebaut sind. Er erforscht und nutzt die Beziehungen zwischen Bild und Ton, schafft eigene Software-Tools und bereichert so die Ausstellung mit interaktiven Funken.

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung von XAL realisiert.

Spektrum FH Joanneum IDK
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2024 Spektrum by FH Joanneum IDK (c) Luke Goodlife 2 2024 Spektrum by FH Joanneum IDK (c) Luke Goodlife 1 2024 Spektrum by FH Joanneum IDK (c) Alex Koch 4 2024 Spektrum by FH Joanneum IDK (c) Julian Tatzl 5 2024 Spektrum by FH Joanneum IDK (c) Luke Goodlife 3

Unter dem Titel „Spektrum“ verwandeln Designstudierende der FH JOANNEUM IDK das Kirchenschiff der Grazer Antoniuskirche in ein immersives Medienerlebnis. Nicht nur Klang- und Lichtspektren, sondern jegliches Konzept von Vielfalt und Bandbreite ist dabei Gestaltungsmaterial. Die verschiedenen Narrative erkunden Zwischenräume und Schattierungen von Gefühls- und Bedeutungsspektren, Farb- und Bewegungsbereichen, Harmonie und Chaos. Sie loten Darstellungsmöglichkeiten und gestalterische Spielarten aus, die mit Licht und Klang zu intensiven Erfahrungen für alle Sinne werden. Die gezeigten Arbeiten von Studierenden aus den Designdisziplinen Communication, Media, Sound und Interaction Design wurden von Astrid Drechsler, Daniel Fabry, Michael Kernbichler, Didi Mosbacher und Roman Pürcher betreut.

Ein Projekt zu Gast im Volkskundemuseum.

Standort: Antoniuskirche

REM Gudrun Barenbrock
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2024 REM by Gudrun Barenbrock (c) Alex Koch 4 2024 REM by Gudrun Barenbrock (c) Alex Koch 3 2024 REM by Gudrun Barenbrock (c) Julian Tatzl 5 2024 REM by Gudrun Barenbrock (c) Julian Tatzl 6 2024 REM by Gudrun Barenbrock (c) Alex Koch 1 2024 REM by Gudrun Barenbrock (c) Alex Koch 2

„REM“ erforscht als vielschichtige Montage aus Fotos, Videos und Tönen den menschlichen Schlaf und macht den Prozess des Träumens sichtbar. Dabei versucht die multimediale Installation keinesfalls einen Traum zu illustrieren, ihn zu deuten oder ein Wunschbild zu skizzieren. Vielmehr geht es Gudrun Barenbrock um das Erfassen der Welt in all ihrer Intensität – so auch den Schlaf, in dem der Mensch die Informationen des Tages in fragmentierten Erinnerungen aufarbeitet. Die Künstlerin untersucht damit die fließenden, ungewissen Grenzen zwischen Realität und Traum und legt so Mechanismen des menschlichen Bewusstseins frei. Wie Barenbrocks Projektion wurde auch die dazu erklingende Komposition von Sebastian Gramss und Klaus Osterwald originär für Graz entwickelt. Die Musik bildet dabei eine eigenständige Ebene, die mit dem Visuellen korrespondiert, es zugleich auch scharf kontrastiert. Ein Text von Valerie Fritsch, gelesen von den Schauspielhaus-Ensemblemitgliedern Otiti Engelhardt und Rudi Widerhofer, ergänzt die Arbeit.

Die Komposition von Klaus Osterwald wird gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln.

Standort: Schauspielhaus

Biografie
Gudrun Barenbrock schafft begehbare Bildräume. Für ihre Installationen verwendet die Kölner Medienkünstlerin sowohl filmisches als auch fotografisches Material, das sie präzise in ausgewählte Räume setzt. Ihre subjektiv-minimalistischen Arbeiten bewegen sich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion, oft in Zusammenarbeit mit Klangkünstlern und Musikern. So entstehen dynamische Bildlandschaften, die sich des Raums umfassend bemächtigen und im unmittelbaren Erleben eine starke sinnliche Präsenz entfalten.

Credits
Konzeption, Videos: Gudrun Barenbrock
Bass, Komposition: Sebastian Gramss
Soundscapes: Klaus Osterwald
Text: Valerie Fritsch
Stimmen: Otiti Engelhardt, Rudi Widerhofer

In Kooperation mit dem Schauspielhaus Graz.

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung von Industriellenvereinigung Steiermark realisiert.

Flora Philipp Artus
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2024 Flora by Philipp Artus (c) Luke_Goodlife 2 2024 Flora by Philipp Artus (c) Luke_Goodlife 1 2024 Flora by Philipp Artus (c) Julian Tatzl 5 2024 Flora by Philipp Artus (c) Julian Tatzl 4 2024 Flora by Philipp Artus (c) Julian Tatzl 3

Abstrakte Linien setzen sich zu komplexen und zugleich sehr ästhetischen Formen zusammen, die einmal in geschwungener Harmonie erscheinen, ein andermal in kantigem Chaos – so die Eindrücke, die die interaktive Installation „FLORA“ zu erschaffen vermag. Die Erscheinungen sind dabei niemals gleich, denn gesteuert und gestaltet werden sie von den Betrachtenden mittels eines Touchpads selbst. Aus sich überlagernden Sinuswellen erzeugt der dahinterliegende Algorithmus eine Animation, die unseren persönlichen Traumlandschaften ähnelt. Wie sich die inneren Bilder, denen wir im Schlaf begegnen, unterscheiden, so bringt auch „FLORA“ durch die Übersetzung der individuellen Interaktion die Persönlichkeit der interagierenden Personen zum Vorschein: von zögerlich bis wild, gar rücksichtslos, von rund und organisch bis eckig und abstrakt.

Standort: Schauspielhaus Fassade

Biografie
Philipp Artus ist ein multidisziplinärer Künstler und Filmemacher mit Sitz in Berlin.
Seine experimentellen Animationen, Lichtinstallationen und Zeichnungen erforschen die Manifestationen des Lebens durch Bewegung, Klang und Bildsprache. Er komponiert audiovisuelle Erfahrungen, die spielerische Elemente mit minimalistischen Strukturen, zeitlose Themen mit zeitgenössischen Beobachtungen, turbulente Beschleunigung mit kontemplativer Stille vereinen.

Credits
Komponistin: Stina Francina

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung von Holding Graz realisiert.

Visual Piano Laurenz Theinert
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2024 Visual Piano by Laurenz Theinert (c) Luke Goodlife 2 2024 Visual Piano by Laurenz Theinert (c) Alex Koch 1 2024 Visual Piano by Laurenz Theinert (c) Julian Tatzl 3 2024 Visual Piano by Laurenz Theinert (c) Julian Tatzl 4 2024 Visual Piano by Laurenz Theinert (c) Julian Tatzl 5

Wir alle sehen und hören dasselbe, nehmen jedoch völlig unterschiedlich wahr. Ausgehend von dieser Individualität menschlicher Sinneswahrnehmung schafft der Künstler Laurenz Theinert mit seinem „visual piano“ Erlebnisräume, die frei von Botschaften, Denkmustern und Begrifflichkeiten und dadurch offen für subjektive sowie kollektive Erfahrung sind. Im Grazer Dom begegnen Besucher:innen bewegten Lichtskulpturen, die die Dimension des bespielten Raumes weiten und ein Gefühl von Grenzenlosigkeit entstehen lassen. Die dazu von Domorganist Christian Iwan (24.10.)*, Domkapellmeisterin Melissa Dermastia (25.10.)* und dem österreichischen Komponisten und Musiker Wolfgang Mitterer (26.10.)* live gespielten Orgel-Stücke lassen analog zum Visuellen ein freies Interpretieren der Melodien und Rhythmen zu:

Wie in Träumen verwebt Domorganist Christian Iwan in seinen Improvisationen musikalische Elemente miteinander, die in unterschiedlichen Zeiten entstanden sind und sich somit in der Realität nie begegnen konnten. Ausgangspunkt sind die Klangfarben der neuen Grazer Domorgel, die Tonsprache ist v.a. inspiriert von der „Klangmystik“ französischer Musik aus dem 20. Jahrhundert, das thematische Material wird bekannten Werken des Jahresregenten Anton Bruckner entnommen sein.

Domorganistin Melissa Dermastia wird am 25.10. an der Domorgel zu hören sein. Am Programm dieses Abends stehen klangmalerische Werke der beiden französischen Komponisten Louis Vierne und Jehan Alain. Im „Claire de lune“ – also im Mondschein – kann die Reise in die träumerische Welt der spätromantischen französischen Musik angetreten werden. Selbstvergessen schmiegt sich hier die Melodie in die Architektur des Grazer Doms, ehe die Zuhörenden mit der „Hymne au soleil“, dem Lobgesang an die Sonne, abrupt in das gleißende Licht der Sonne zurückgeholt werden.

2023 hat Wolfgang Mitterer für die „Biennale Musica“ in Venedig ein Projekt für Orgel und Surround-electronics mit dem Titel „requiem for a beautiful dream“ entwickelt. Dieses Stück ist der Ausgangspunkt für die Improvisationen im Grazer Dom am 26.10. Sechs Lautsprecher werden im gesamten Kirchenraum verteilt, ausgehend von der Orgel und ihren vielen Farben kreisen die Klänge wie unsichtbares Licht durch den Raum.

Gemeinsam mit der musikalischen Improvisation der Organist:innen ermöglicht Theinerts Improvisation am „Visual Piano“ eine unmittelbare Kunstform aus Licht und Klang, die in all ihrer Immaterialität nur für den Moment besteht. „Ein Träumen mit offenen Augen und Ohren“ nennt es Laurenz Theinert selbst.

Zusätzlich zu der bestehenden Licht- und Klanginstallation finden an den drei Festivalabenden jeweils drei Live-Konzerte statt – Zählkarten hierfür gibt es auf www.ticketzentrum.at.

Standort: Grazer Dom

Biografie
Der Fotograf und Lichtkünstler Laurenz Theinert (*1963) konzentriert sein Schaffen auf visuelle Erfahrungen, die nicht bildhaft auf etwas verweisen. Er strebt vielmehr nach einer abstrakt-reduzierten Ästhetik, die ihn – durch den Wunsch nach weiterer Entmaterialisierung – von der Fotografie schließlich zum Medium Licht führte.
Er ist Live-Licht- und Medienkünstler. Seine „visual piano“ Performances werden auf der ganzen Welt gezeigt. Von Sao Paulo, London, Sydney, Berlin über New York bis Singapur. Er schafft mediale Lichträume mit 360° Panorama-Projektionen. So entstehen abstrakte, live gespielte Environments.

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung von Raiffeisen-Landesbank Steiermark realisiert.

Unveiled OchoReSotto
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2024 Unveiled by OchoReSotto (c) Julian Tatzl 3 2024 Unveiled by OchoReSotto (c) Luke Goodlife 1 2024 Unveiled by OchoReSotto (c) Alex Koch 2 2024 Unveiled by OchoReSotto (c) Julian Tatzl 6 2024 Unveiled by OchoReSotto (c) Julian Tatzl 5 2024 Unveiled by OchoReSotto (c) Julian Tatzl 4

Mit ihrer audiovisuellen Projektion „Unveiled – Dreams are my reality“ enthüllen OchoReSotto wortwörtlich die Komplexität unserer Realität und knüpfen damit an ihre bisherige künstlerische Auseinandersetzung an. Scheinbar solide Bilder werden fragmentiert, um sich wieder zu neuen, illusorischen und surrealen Landschaften zusammenzusetzen. Das Spiel mit der subjektiven Wahrnehmung, mit der konstruierten Künstlichkeit von Wahrheit, aber auch mit der Vielfalt menschlicher Gefühle vermittelt eine zentrale Botschaft des Grazer Künstlerkollektivs: Realität ist stets ein Spiegelbild unseres Selbst. Im Wechselspiel zwischen Individuum und Gesellschaft wandelt sie sich, wird beeinflusst und verschoben. So begegnen den Besucher:innen sowohl in den Bildern an der Fassade der Oper Graz als auch in der dazu erklingenden Musik von Wolfgang Lehmann Texte über die Vielschichtigkeit des Träumens und Wachens mit all ihren emotionalen Tiefen.

Standort: Oper Graz Fassade

Biografie
Seit mehr als 20 Jahren sind die Grazer Volker Sernetz, Stefan Sobotka-Grünewald und Lia Rädler als Film- und Projektionskünstler tätig. Neben Video- und Filmproduktionen sind sie mit ihren Großformat-Projektionen sowohl national als auch international erfolgreich aktiv. OchoReSotto schaffen Licht- und Soundinstallationen auf Fassaden oder lassen Räume buchstäblich in einem anderen Licht erscheinen. Ihre Projektionskunst setzt das Trio auch für permanente Installationen wie in Museen und Showrooms ein oder in Kombination mit Architektur und im öffentlichen Raum.
Sie sind Gründer des „strictly analog – studio for experimental progress“ ( Graz / Triest / Tokyo) – ein Netzwerk zu Förderung von alternativen/experimentellen Arbeits- und Kommunikationsprozessen.
www.ochoresotto.com

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung von Polestar realisiert.

Lumière Sonore A.I.L.O
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2024 Lumiere Sonore by Studio A.I.L.O. (c) Kanizaj Marija 1 2024 Lumiere Sonore by Studio A.I.L.O. (c) Luke Goodlife 2 2024 Lumiere Sonore by Studio A.I.L.O. (c) Marija Kanizaj 3

In der immersiven Aufführung „Lumière Sonore“ von A.I.L.O verschmelzen Licht und Nebel mit der tänzerischen Darbietung der Installations- und Performance-Künstlerin Anna-Eva Berge und der Soundimprovisation des Klangkünstlers Fabrice Leroux. Das Zusammenspiel der Elemente changiert kontinuierlich zwischen Materiellem und Immateriellem: Es erscheint wie ein Streben nach der absoluten Loslösung von allem Greifbaren; eine sinnliche Suche, die der Realität langsam entgleitet.

„Lumière Sonore“ von A.I.L.O wird im Rahmen des Festaktes zum 529. Jubiläum der Bühnen Graz am 24. Oktober 2024 in der Oper Graz präsentiert. Tickets gibt es auf www.ticketzentrum.at.

Standort: Oper Graz

OHNE TITEL (Fragen Projektion) Fischli & Weiss
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2024 Ohne Titel (Fragen Projektion) by Fischli & Weiss (c) Luke Goodlife 3 2024 Ohne Titel (Fragen Projektion) by Fischli & Weiss (c) Alex Koch 2 2024 Ohne Titel (Fragen Projektion) by Fischli & Weiss (c) Alex Koch 1 2024 Ohne Titel (Fragen Projektion) by Fischli & Weiss (c) Marija Kanizaj 4 2024 Ohne Titel (Fragen Projektion) by Fischli & Weiss (c) Marija Kanizaj 5

Der Mensch tendiert dazu, mithilfe seines Verstandes, die Welt zu kategorisieren, zu klassifizieren und sie sich so verständlich zu machen. Tatsächlich gibt all unser Wissen aber keinerlei Antwort auf viele existenzielle, brennende wie banale Fragen: Warum geschieht nie Nichts? War ich noch nie ganz wach? Soll ich mich betrinken? Oder: Findet mich das Glück? Mit ihrem Projekt wirft das renommierte Schweizer Künstler-Duo Peter Fischli und David Weiss rund 1400 wiederkehrende Fragen an Wände, zu deren Fuße ein Bett steht – womöglich, weil wir uns eben solche schwerwiegenden, aber auch amüsanten Fragen gerne stellen, bevor uns der Schlaf übermannt. Als eines der bedeutendsten Werke der Gegenwartskunst, das 2003 bei der 50. Biennale von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde, führen Fischli & Weiss’ Fragenprojektionen die Komplexität scheinbar einfacher Fragen vor Augen und regen gleichsam dazu an, über eben diese intensiver nachzudenken.

Ein Projekt in Kooperation mit dem Next Liberty.

Standort: Next Liberty

Biografie
Peter Fischli (Schweizer, geb. 1952) und David Weiss (Schweizer, 1946-2012) sind ein Künstlerduo, das vor allem für seine multimedialen Installationen und Filme bekannt ist, die alltägliche Materialien in absurden und humorvollen Kontexten präsentieren. Fischli wurde in Zürich geboren und studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Urbino und Bologna. Weiss, ebenfalls in Zürich geboren, studierte an der Kunstgewerbeschule in Zürich und Basel. Fischli und Weiss begannen ihre Zusammenarbeit 1979 mit der Wurst-Serie, 10 Farbfotografien von Alltagsszenen, die von verkleideten Würsten dargestellt werden. Die Absurdität und Verspieltheit, die alle ihre Arbeiten kennzeichnen, zeigen den Einfluss von Dada, Surrealismus und Pop Art.

Credits
Courtesy: Privatsammlung
Provenienz: Privatsammlung

Museum of the Moon Luke Jerram
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2024 Museum of the Moon by Luke Jerram (c) Luke Goodlife 1 2024 Museum of the Moon by Luke Jerram (c) Luke Goodlife 2 2024 Museum of the Moon by Luke Jerram (c) Alex Koch 5 2024 Museum of the Moon by Luke Jerram (c) Luke Goodlife 3 2024 Museum of the Moon by Luke Jerram (c) Luke Goodlife 4

Es ist ein gewaltiger Anblick, der sich beim Eintritt in die Grazer Stadtpfarrkirche eröffnet: der Mond. Luke Jerrams Lichtskulptur „Museum of the Moon“ zeigt eine Nachbildung des Mondes mit sechs Metern Durchmesser. Jeder Zentimeter bildet etwa fünf Kilometer der Mondoberfläche nach, deren Krater, Berge und Täler für Betrachtende sichtbar werden. Im hier Erlebbaren verschmelzen NASA-Aufnahmen des Mondes mit sanftem Mondlicht, das vom Inneren heraus strahlt, akustisch ergänzt um eine Surround Sound-Komposition des mehrfach ausgezeichneten Komponisten Dan Jones. In Letzterer werden Töne der Apollo-Mondmissionen sowohl mit klassischer Musik, Claude Debussys „Clair de Lune“, als auch Klängen der Natur verwoben. Das Projekt „Museum of the Moon“ wurde in mehr als 300 Ausstellungen in circa 30 Ländern gezeigt und begeisterte bereits Millionen von Menschen. Von Ort zu Ort ändert sich dabei die Interpretation der Betrachtenden – einerseits ein Zeichen unserer kulturellen Unterschiede, andererseits Beweis, wie sehr der Mond Menschen über alle Grenzen hinweg berührt und dadurch verbindet.

Standort: Stadtpfarrkirche

Biografie
Luke Jerrams multidisziplinäre Praxis umfasst die Schaffung von Skulpturen, Installationen und Live-Kunstprojekten. Er lebt im Vereinigten Königreich, arbeitet aber seit 1997 international und hat eine Reihe außergewöhnlicher Kunstprojekte geschaffen, die Menschen auf der ganzen Welt begeistern und inspirieren. Allein im Jahr 2023 hatte er über 115 Ausstellungen in 27 verschiedenen Ländern, die von mehr als 3 Millionen Menschen besucht wurden.

Credits
Das Projekt „Museum of the Moon“ wurde von mehreren kreativen Organisationen in Auftrag gegeben, die von Luke Jerram und dem Norfolk & Norwich Festival zusammengebracht wurden. Zu diesen zählen das Greenwich+Docklands International Festival, das Brighton Festival, Without Walls, das Cork Midsummer Festival, We The Curious, Lakes Alive, Provincial Domain Dommelhof, Les Tombées de la Nuit, Rennes und das Kimmel Center for the Performing Arts. Das Kunstwerk wurde in Zusammenarbeit mit der UK Space Agency, der University of Bristol und der Association of Science and Discovery Centres geschaffen. Das Astrogeology Science Centre in den USA fertigte das 23 Meter breite, hochauflösende Bild des Mondes an, das durch einen NASA-Satelliten mit einer Lunar Reconnaissance Orbiter Camera aufgenommen wurde.

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung von der Grazer Wechselseitigen Versicherung realisiert.

Ungeheuer Hartung & Trenz
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2024 Ungeheuer by Hartung & Trenz (c) Julian Tatzl 4 2024 Ungeheuer by Hartung & Trenz (c) Marija Kanizaj 3 2024 Ungeheuer by Hartung & Trenz (c) Luke Goodlife 2 2024 Ungeheuer by Hartung & Trenz (c) Luke Goodlife 1

Ist es der Schlaf oder der Traum der Vernunft, der Ungeheuer gebiert? Inspiriert von einem spanischen Kunstwerk mit doppeldeutigem Titel stellen sich die Künstler Detlef Hartung und Georg Trenz die Frage, ob nun die An- oder Abwesenheit unserer Vernunft Ungeheuer erschaffe und rücken damit die Polarität von Aussagen in den Fokus ihres Projektes. Dem assoziativen Gedankenraum, den das Künstler-Duo kreiert, liegt das Spiel mit Kontrasten zugrunde: Schlaf und Wachzustand, Traum und Realität, Schönheit und Hässlichkeit. Hartung & Trenz nützen die architektonischen Bedingungen des Grazer Joanneumsviertels, um mittels Licht und Typografie imaginäre Fenster zu öffnen und durch diese Einblicke in die von ihnen erschaffene, darunterliegende Unterwelt zu gewähren. Durch die musikalische Unterstützung des Klang- und Medienkünstlers Seppo Gründler verwandeln sich die kegelartigen Trichter im Boden in Klanginseln, die einen kontinuierlichen, teils sich kontrastierenden, teils sich addierenden Klangraum bilden und je nach Standpunkt der Besucher:innen anders wahrgenommen werden.

Ein Projekt zu Gast im Universalmuseum Joanneum.

Standort: Universalmuseum Joanneum

Biografie
Detlef Hartung und Georg Trenz entwickelten in ihrer über 20jährigen Zusammenarbeit eine eigene Form des künstlerischen Ausdrucks, mit der sie Texte in eindrückliche Bilder verwandeln. Konkrete Sprache wird inhaltlich sowie formal zu bildhaften Zeichen. Die entstehenden Wortbilder erschaffen großflächige Bild-Text-Räume, die in Korrespondenz mit den realen, dreidimensionalen Räumen treten, auf die sie projiziert werden.

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung von Kronen Zeitung realisiert.

OM Studio MO:YA
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2024 OM by Studio MO-YA (c) Julian Tatzl 4 2024 OM by Studio MO-YA (c) Luke Goodlife 1 2024 OM by Studio MO-YA (c) Luke Goodlife 2 2024 OM by Studio MO-YA (c) Alex Koch 3 2024 OM by Studio MO-YA (c) Marija Kanizaj 5

Umgeben vom massiven Dolomitgestein des Grazer Schloßbergs, wird der „Dom im Berg“ zu einem kraftvollen Ort der Inspiration. In einer Welt, die zunehmend von virtuellen Erlebnissen dominiert wird, setzt „OM“ bewusst einen Kontrapunkt. Geschaffen mit modernsten digitalen Werkzeugen und klassischen gestalterischen Prinzipien folgend, eröffnet sie einen analogen Erfahrungsraum, der direkt auf die Sinne der Besucher*innen abzielt.

Die frei begehbare audiovisuelle Installation lädt dazu ein, immer neue Perspektiven zu entdecken und ermöglicht ein Erlebnis, das so persönlich wie intensiv ist. MO:YA setzen dieses Projekt gemeinsam mit dem Grazer Musiker Markus „Seismo“ Graf um, der eine Klangkomposition originär für das Ambisonic-Soundsystem des Dom im Berg komponiert hat.

Auf dieser audiovisuellen Reise, die ohne klaren Anfang und Ende konzipiert ist, gibt es keine Grenzen – nur die Freiheit, zu verweilen, zu träumen und sich von der Magie des Ortes verzaubern zu lassen.

Standort: Dom im Berg

Achtung! Der Schlossbergstollen und somit auch der Dom im Berg sind ausschließlich im Einbahnsystem, ausgehend vom Schlossbergplatz, zugänglich.

Biografie
Studio MO:YA ist ein Kreativstudio mit Sitz in Graz und Salzburg, das auf immersive Multimedia-Projekte spezialisiert ist. Mit ihren Arbeiten schaffen Werner Huber und Roland Mariacher seit 2011 einzigartige Erlebnisse indem sie physische und virtuelle Realitäten mittels Videoprojektionen verflechten. Die beiden Gestalter wurden mit dem Staatspreis Design in der Kategorie „Design Concepts“ ausgezeichnet und sind Lehrbeauftragte am Institut für Design und Kommunikation der FH Joanneum.

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung von Kronen Zeitung realisiert.

Young Masters Exhibition
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2024 Verduinen by Maria Stuut (c) Julian Tatzl 1 2024 Verduinen by Maria Stuut (c) Luke Goodlife 3 2024 Verduinen by Maria Stuut (c) Julian Tatzl 2 2024 This could be the answer, this may be a nightmare by Jakob Kolb (c) Marija Kanizaj 1 2024 This could be the answer, this may be a nightmare by Jakob Kolb (c) Luke Goodlife 2 2024 This could be the answer, this may be a nightmare by Jakob Kolb (c) Luke Goodlife 3 2024 Sonolux Speculative Future by Mahtab Jafarzadeh Miandehi, Hannah Albrecht, Bensu Kaya, Francisco Sylla, David Lasslberger (c) Alex Koch 4 2024 Sonolux Speculative Future by Mahtab Jafarzadeh Miandehi, Hannah Albrecht, Bensu Kaya, Francisco Sylla, David Lasslberger (c) Luke Goodlife 3 2024 Sonolux Speculative Future by Mahtab Jafarzadeh Miandehi, Hannah Albrecht, Bensu Kaya, Francisco Sylla, David Lasslberger (c) Julian Tatzl 2 2024 Sonolux Speculative Future by Mahtab Jafarzadeh Miandehi, Hannah Albrecht, Bensu Kaya, Francisco Sylla, David Lasslberger (c) Julian Tatzl 1 2024 Rain of Change by Marith Buma, Melvin Dotinga, Daniel Hellendoorn, Iris Stroeve, Lennart Wenzig, Martijn Pekel (c) Luke Goodlife 2 2024 Rain of Change by Marith Buma, Melvin Dotinga, Daniel Hellendoorn, Iris Stroeve, Lennart Wenzig, Martijn Pekel (c) Luke Goodlife 3 2024 Rain of Change by Marith Buma, Melvin Dotinga, Daniel Hellendoorn, Iris Stroeve, Lennart Wenzig, Martijn Pekel (c) Alex Koch 1 2024 Hinters Licht fuehren by Lena Hoell und Robert Anagnostopoulos (c) Robert Anagnostopoulos 1 2024 Hinters Licht fuehren by Lena Hoell und Robert Anagnostopoulos (c) Marija Kanizaj 5 2024 Hinters Licht fuehren by Lena Hoell und Robert Anagnostopoulos (c) Julian Tatzl 4 2024 Hinters Licht fuehren by Lena Hoell und Robert Anagnostopoulos (c) Robert Anagnostopoulos 2 2024 Hinters Licht fuehren by Lena Hoell und Robert Anagnostopoulos (c) Robert Anagnostopoulos 3 2024 Bodies inside each other by Jazmin Rojas Forero (c) Luke Goodlife 1 2024 Bodies inside each other by Jazmin Rojas Forero (c) Julian Tatzl 2 2024 Bodies inside each other by Jazmin Rojas Forero (c) Alex Koch 3

In Kooperation mit LUNA YOUNG MASTERS

Bodies inside each other – Jazmin Rojas Forero
In den Bergen Kolumbiens wächst eine Pflanze, die über ihre Blätter Feuchtigkeit aus dem Nebel aufnimmt und über ihre Wurzeln wieder abgibt. „Bodies inside each other“ ist eine Kunstinstallation, die die Beziehung der Pflanze mit ihrer Umgebung erforscht. Die erleuchtete Skulptur ist vom Inneren der Pflanze inspiriert und verwandelt Eis in Wassertropfen. Jazmin Rojas Forero verwebt Fiktives und Reales, Wissenschaft, Fantasie und Träume miteinander. Damit möchte sie nicht nur sinnliche und überzeugende poetische Gesten schaffen, mit ihrer Kunst verfolgt die Kolumbianerin auch einen Traum, den sie mit vielen anderen aktuellen Künstler:innen teilt: Die brüchige Beziehung zwischen Mensch und Umwelt – der Natur, den Tieren, allem Nicht-Menschlichen – soll in ein neues Licht gerückt, dadurch betrachtet, reflektiert und wiederhergestellt werden.

Hinters Licht führen – Lena Höll und Robert Anagnostopoulos
Was verbirgt sich hinter dem Licht? In Lena Hölls und Robert Anagnostopoulos’ Werk ist es eine Welt der Illusionen und Fantasien, eine Welt, die sich ganz den Träumen widmet. Die Installation „Hinters Licht führen“ erforscht diese flüchtigen und doch kraftvollen Erlebnisse, die das menschliche Unterbewusstsein sowohl in der Nacht als auch am Tag erfährt. Durch Lichtstrahlen, die mithilfe von Spiegeln gelenkt, reflektiert und vervielfältigt werden, verwandelt sich der Raum in eine träumerische Landschaft, durch die das Licht schwebt bis tanzt. Es sind puristische Strukturen – klare Zonen des Lichts inmitten der Finsternis –, die gerade durch ihre Einfachheit eine besonders kontemplative Stimmung erschaffen. Besucher:innen finden sich an einem Ort der Ruhe wieder, der doch voller Geheimnisse steckt. Vertraut man sich dem Licht an, lässt man sich von ihm leiten, eröffnet jede Spiegelung eine neue Dimension, eine Idee oder einen Gedanken, womöglich auch einen neuen Traum. Lena Höll und Robert Anagnostopoulos studieren Architektur am Institut für Raum und Gestalt der TU Graz. Ihr Interesse gilt u. a. der Interaktion von Licht und Raum, besonders auch dem Spiel mit Reflexionen.

Rain of Change – Marith Buma, Melvin Dotinga, Daniël Hellendoorn, Iris Stroeve, Lennart Wenzig und Martijn Pekel („Still loading …“) der FH NHL Stenden in Leeuwarden, Niederlande
Täglich sind wir Menschen mit einer Vielfalt von Einflüssen konfrontiert, die auch unsere eigenen Ansichten verändern. Dadurch wird die Welt zu einer dynamischen Landschaft, auf die wir selbst aus verschiedenen Perspektiven blicken. Mit diesen unterschiedlichen Blickwinkeln setzt sich die Medieninstallation „Rain of Change“ auseinander: Zwei Figuren durchwandern eine verwirrende Welt, auf die sie aufgrund ihrer Lebenseinstellungen völlig konträr reagieren. Während der eine in den Erlebnissen nur Negatives erkennen kann, gelingt es der anderen, in vielen kleinen Dingen die Schönheit dieser Welt zu entdecken. Die Botschaft: Es ist vor allem der eigene positive Blick, der die Umgebung erhellen und Situationen verbessern kann. Studierende des Studienfaches „Art’n Sound“ der niederländischen Fachhochschule NHL Stenden produzierten unter der Leitung von Projektmanagerin Marith Buma einen Kurzfilm, der von flatternder Folie und Lichteffekten begleitet wird. So verschmelzen in „Rain of Change“ Video, Projektion und weitere Lichtquellen zu einer sinnlichen sowie eindrücklichen Installation, die bereits am LUNA-Festival in Leeuwarden gezeigt wurde.

Verduinen („Eine Düne werden“) – Maria Stuut
Es war ein Strandgutsammler, der Maria Stuut auf die sich verändernde Landschaft auf der Insel Ameland hinwies. Während der Sand auf der einen Seite verschwand, wurde er auf der anderen Seite immer mehr. Mit ihrer Videoinstallation „Verduinen“ erforscht die Künstlerin diesen sich bewegenden Sand auf ihre ganz eigene Weise: Sie verwandelt sich selbst in eine Düne – sie „verduint“. „Die Menschen versuchen, die Sandbewegungen zu beeinflussen, aber es gelingt ihnen nicht. Deshalb wollte ich selbst zu einer Düne werden und musste feststellen: Auch ich versuchte, den Sand zu manipulieren.“, so Maria Stuut über ihre Erfahrung. „Verduinen“ zählt zu jenen künstlerischen Projekten, die sich intensiv mit der Ebene des Mehr-als Menschlichen auseinandersetzen. Der Mensch steht nicht nur in Beziehung zu anderen Menschen, sondern auch unweigerlich zu allem Nicht-Menschlichen, das ihn umgibt. Daraus ergibt sich eine Dimension, die den Menschen aus seiner Menschlichkeit heraustreten lässt. In Maria Stuuts Installation tauchen Betrachtende in diese Dimension wie in einen Traum ein und erleben, wovon viele vielleicht träumen: den menschlichen Körper zu verlassen und Teil einer völlig anderen, nicht-menschlichen Umgebung zu werden.

Anleitung für den Versuch, selbst eine Düne zu werden
Verspüre den Wunsch, eine Düne zu werden.
Finde einen Strand oder eine Wüste.
Finde einen windigen Tag.
Liege still für eine lange Zeit. Am besten, du denkst nur an den Sand, aber das ist schwer. Du könntest Lieder in deinem Kopf singen. Das macht es weniger schmerzhaft. Du könntest jemanden mitbringen, der zusätzlich Sand in den Wind wirft. Das beschleunigt die Langsamkeit.
Gib auf, aber nicht zu schnell.
Versuche, eine Düne zu werden.

This could be the answer, this may be a nightmare – Jakob Kolb
Skulpturale Objekte treffen auf Licht und Klang. Jedes Medium erforscht auf seine Art das Unterbewusste, in ihrer Symbiose übersetzen sie diese Erforschung in eine reale Form. Dabei entsteht wiederum eine traumähnliche Umgebung: ergreifend und doch nicht ganz greifbar, hell und klar, nahezu ätherisch. Mit seiner Installation „This could be the answer, this may be a nightmare“ spricht Jakob Kolb sein Publikum auf mehreren Sinnesebenen an – stets mit dem Ziel, verborgene Schichten der Wahrnehmung und des Bewusstseins zu enthüllen. Die Skulpturen „Vessels“, ein maßgeblicher Teil der Arbeit, bestehen aus kalten, anorganischen Materialien. Ihre starre Form fängt jedoch lebhafte Erinnerungen ein: Gedachtes, Gefühltes, Erlebtes findet hier seinen Platz. Ergänzt werden die Objekte durch eine Inszenierung mit Licht und Klang. LED-Module bespielen die Szenerie mit Videos – Filmmaterial, das vom Künstler selbst aufgenommen und bearbeitet wurde. Der dazu erklingende Sound, ebenso von Jakob Kolb, mutet minimalistisch an, greift jedoch mit den visuellen und physischen Elementen ineinander und verstärkt dadurch den traumartigen Charakter des Werkes. Jakob Kolb ist Absolvent der Akademie der bildenden Künste Wien mit einem Master-Abschluss im Fach Expanded Pictorial Space. Der Bau der LED-Module für dieses Projekt erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Elektroingenieur Thomas Baumhartner.

Sonolux – Speculative Future
Mahtab Jafarzadeh Miandehi, Hannah Albrecht, Bensu Kaya, Francisco Sylla, David Laßlberger
Ein Kollektiv bestehend aus fünf Studierenden der Fachrichtung Sound- und Interaction Design der FH Joanneum und der Kunstuniversität Graz hat es sich zur Aufgabe gemacht, Klanglandschaften im Grazer Stadtraum zu erkunden und hiervon zukünftige Szenarien, sowohl dystopischer als auch utopischer Natur, abzuleiten. Dabei soll sowohl auf die akustische Ökologie als auch auf die Gestaltung des Klangs in öffentlichen und privaten Räumen aufmerksam gemacht werden. Subtile visuelle Elemente ergänzen klanglichen Eindrücke. Durch dieses Projekt soll verdeutlicht werden, wie die städtische Entwicklung die natürlichen Klanglandschaften beeinflussen kann.

Standort: Schlossbergstollen

Achtung! Der Schlossbergstollen und somit auch der Dom im Berg sind ausschließlich im Einbahnsystem, ausgehend vom Schlossbergplatz, zugänglich.

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung von AVL realisiert.

Pandoras Box Party Norbert Pfaffenbichler
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In Kooperation mit KLANGLICHT präsentiert die HALLE FÜR KUNST Steiermark eine von ihr kommissionierte Arbeit von Norbert Pfaffenbichler. Pfaffenbichler ist Konzeptkünstler und wesentlicher Protagonist des österreichischen Experimentalfilms. Mit seinen oftmals opulenten, zwischen Horror und Humor oszillierenden Arbeiten eröffnet er neue Perspektiven auf die Welt. Die surrealistische Videoinstallation „PANDORAS BOX PARTY“ zeigt kontrastreiche Bilder aus unzähligen, ineinander verwobenen und verzerrten menschlichen Körpern, die sich in ständiger Metamorphose befinden. An die Innenseite des Glaskubus projiziert, ist die Projektion ausschließlich von außen für das Publikum sichtbar, scheint sich dabei aber über alle realen physischen Grenzen hinwegzusetzen. Die dadurch entstehende unheimliche Atmosphäre wird von tiefen, düsteren und choralartigen Drones des Musikers Wolfgang Frisch verstärkt. Zugleich werden abstrakt-lyrische Textanimationen der Autorin Barbara Kaufman zum Thema Traum und Verwandlung auf Monitoren im Außenbereich ausgestrahlt.

Credits
Kamera, VFX: Paul Lechmann
Text: Barbara Kaufmann
Musik: Wolfgang Frisch

Choir of Kin – Lichenography Transformative Narratives
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Choir of Kin ist ein fortlaufendes, mehrteiliges intermediales Projekt des Kollektivs Transformative Narratives, das experimentelle Kompositions- und Klangproduktionsprozesse durch multispezies Begegnungen erforscht. In der Neuen Galerie Graz präsentiert das Kollektiv seine Musiknotationstechnik Lichenography als audiovisuelle Installation. Diese Technik wurde ursprünglich während einer Research Residency im Rahmen der European Media Art Platform im Jahr 2023 entwickelt.

Lichenography ist eine Musiknotationstechnik, die Klänge basierend auf den morphologischen Daten von Flechten erzeugt. Bei diesem Prozess werden die Körperformen von Flechten, die auf Bäumen und Steinen wachsen, manuell nachgezeichnet und mithilfe digitaler Bearbeitungssoftware in MIDI-Noten übersetzt, um Musik zu komponieren. Auf diese Weise werden die Flechten zu aktiven Teilnehmern im Kompositionsprozess und erzeugen Toncluster beruhend auf ihren physischen Strukturen.
Dieser Ansatz ist von einer Technik inspiriert, entwickelt von der Wissenschaftlerin Anne Pringle, um individuelle Wachstumszyklen und Rückgänge der Biodiversität zu verfolgen.
Flechten sind entscheidende Organismen für das Verständnis von Symbiose und haben eine bedeutende Rolle bei der Besiedlung des Landes durch pflanzliches Leben gespielt. Ihre Struktur besteht aus einem Pilzkörper, in dem Algen oder Cyanobakterien leben. Der Pilz bildet den Großteil des Flechtenkörpers und schützt vor Trockenheit und UV-Licht, während die Algen und Cyanobakterien durch Photosynthese Zucker als Hauptnahrungsquelle produzieren. Diese Zusammenarbeit zwischen Pilzen und photosynthetischen Organismen hat eine entscheidende Verbindung geschaffen, die seit Millionen von
Jahren besteht und eine zentrale Rolle in unserem Ökosystem einnimmt.
Inspiriert von diesen komplexen Beziehungen erforscht Transformative Narratives die Entstehung von Multispezies-Welten, die durch Prozesse des Überlebens und der Koexistenz geprägt sind. Das Kollektiv strebt danach, Geschichten zu erzählen, die Mikro- und Makrowelten miteinander verbinden und unser Verständnis der menschlichen Identität erweitern, indem es von mehr-als-menschlichem Leben lernt. Die Themen und Methoden des Kollektivs sind durch Untersuchungen zur Symbiose und
zur Verflechtung von Landschaften geprägt.
Die Animation macht das Hörbare sichtbar: Eine feine Linie zeichnet die Formen der Flechten nach, löst Noten aus und erzeugt Klang. Das Publikum ist eingeladen, zuzusehen und zuzuhören, während sich eine Symphonie entfaltet.

Credits
Die Entwicklung des Projekts wurde von der European Media Art Platform im Rahmen einer Research Residency bei Antre
Peaux in Bourges, Frankreich unterstützt.
Animation mit Cris Anutoiu and Martin Eichler
Coding mit Gerard Valls Montaño

Biografie Transformative Narratives
Transformative Narratives initiiert performative und audiovisuelle Erfahrungen durch transdisziplinäre World-Building-Strategien. Durch das Verknüpfen von Geschichten, verwandelbaren Charakteren und Einblicken in imaginäre Landschaften setzt das Kollektiv die transformativen Kräfte des Selbst und die Dringlichkeit für kollektives Wachstum und radikale Fürsorge in den Mittelpunkt. Symbiotisches Miteinander stellt zentrales Thema und Methode in Entstehungsprozessen von Projekten dar, die
sich aus experimenteller Musik, bildender Kunst und Text zusammensetzen. Die initiierten Projekte legen das queering von Beziehungen und kinship nahe und verweben persönliche Geschichten in kooperative, performative Erfahrungen. In ihrer jüngsten Arbeit erforschen Transformative Narratives speziesübergreifende Welten und erlernen dabei neu, wie Raum ausgehandelt und Gemeinschaft gebildet wird.
www.transformativenarratives.xyz

Biografie Lena Kuzmich
Lena Kuzmich (they/them/keine Pronomen), geboren 1998 in Wien, skizziert alternative Welten, die sich aus Elementen der Fotografie und Videokunst zusammensetzen. Deren Arbeit zentriert World-Building-Strategien und die Erweiterung von Körper und Identität, um Visionen alternativer Gesellschafts- und Lebensformen vorzustellen.
Die Verschmelzung von Technologie und biologischem Leben ist dabei ein zentrales Thema, das dazu dient, Narrative aufzubrechen und Raum für spekulative Welten zu schaffen, die vor allem nicht-menschlichem Leben immer mehr Bedeutung beimessen.
Eklektisch sammelt Lena Inhalte aus Wissenschaft, Kunst, Sozialtheorie, Popkultur, Subkulturen und historischen Mythen, um collageartige Welten zu gestalten und neue Zusammenhänge und Narrative zu erschaffen.

Biografie Tony Wagner
Tony Wagner (he/they) ist ein Musiker und Künstler, dessen Arbeit auf der Konzeption von immersiven
Klangwelten für introspektives Hören aufbaut. In seinen Solo- und Ensemblestücken erkundet er mit einem experimentellen Ansatz die weite Bandbreite an Sound und Emotionalität, ohne dabei die kathartischen und transformativen Fähigkeiten der Popmusik aus den Augen zu verlieren. Tonys Arbeit reicht von Produktionen unter den Pseudonymen Tony Renaissance und Bogland über kollaborative Arbeiten mit dem Duo Snake Boots und dem Kollektiv Transformative Narratives bis hin zu Auftragsarbeiten für Film, Theater, Tanz und Performance und seiner Arbeit als Co-Manager und Veranstalter innerhalb des Musiklabels Tender Matter.

Nicht im vorliegenden Sachverhalt Joseph Kosuth
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Johannes Kepler, historische Größe der Mathematik und Astronomie, musste Graz als Protestant im Zuge der Gegenreformation verlassen. 200 Jahre später wurde ihm an diesem Ort ein Denkmal gesetzt: Die Gründung des Joanneums war ein politisches Statement, um Wissen allen – ganz gleich welcher Überzeugung – zugänglich zu machen. Mit seinem Projekt „Nicht im vorliegenden Sachverhalt“ nimmt der Künstler Joseph Kosuth ebenfalls auf den Gelehrten Bezug: Der Titel ist eine Anlehnung an Keplers astronomische Überlegungen zur Schöpfung. So verbindet auch Kosuth für seine Arbeit im Lesliehof das Medium Licht mit einer keplerschen These, die einen Bezug zum Sternenhimmel herstellt: Die Kraft, die den Aspekten ihre Bedeutung verleiht, wohnt allen Körpern inne und zeigt sich dort, wo ein Sachverhalt sichtbar zum Ausdruck kommt.

Esther Stocker und David Reumüller Esther Stocker, David Reumüller
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Die Galerie Grill präsentiert zu KLANGLICHT 2024 Werke von Esther Stocker und David Reumüller. Stocker drückt sich durch Linien, Raster, rechte Winkel und die Nichtfarben Schwarz und Weiß aus. Für KLANGLICHT 2022 hatte sie sich erstmals mit dem Medium Licht auseinandergesetzt. In der Folge entstanden unterschiedliche Leuchtobjekte, aus deren Serie nun im Rahmen des diesjährigen Festivals wiederum Werke gezeigt werden. David Reumüller verbindet mit seinem Schaffen unterschiedliche Disziplinen und Medien. Seine interaktive Videoinstallation „Exposure 03“ zeigte der Künstler erstmals im Rahmen von KLANGLICHT 2023 im Dom im Berg, mittlerweile wird die Arbeit international präsentiert. In der Galerie Grill inszeniert Reumüller seine ursprüngliche Animation erneut – ergänzt um eine exklusive Siebdruckedition von Videostills, die mit zusätzlichem Sound weiter verdichtet werden.

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Von 24. bis 26. Oktober 2024 verwandelten sich die Straßen und Plätze der Grazer Innenstadt erneut in ein leuchtendes Gesamtkunstwerk. Die diesjährige Festivalausgabe widmete sich den Welten der Träume – jenen surrealen, poetischen und oft tiefgründigen Räumen, die uns im Wachsein und im Schlaf begleiten.

Die Kunstinstallationen nationaler und internationaler Künstler:innen ließen Gedanken schweben und Emotionen vibrieren. Mal sanft und subtil, mal kraftvoll und raumgreifend, entfalteten sie eine Vielfalt an Stimmungen und Fantasien. Besucher:innen tauchten ein in farbenfrohe Heiterkeit, fanden sich in faszinierend surrealen Szenerien wieder oder wurden mit kritischen Reflexionen auf bestehende Träumereien konfrontiert. Jede Installation eröffnete neue Perspektiven und hinterließ doch genügend Raum für individuelle Interpretationen – ganz im Geist des Traums, der sein Geheimnis bewahrt.

Die Magie von Licht und Klang schuf Momente des Staunens und lud dazu ein, die Grenzen des Alltäglichen hinter sich zu lassen. Zwischen den glitzernden Visionen auf dem Schlossberg, den poetischen Lichtspielen im Joanneumsviertel und den kunstvollen Klangwelten rund um Oper und Schauspielhaus verschmolzen die Träume der Künstler:innen mit denen des Publikums.

KLANGLICHT 2024 zeigte einmal mehr, wie Kunst und Kultur die Realität transformieren können – nicht nur als sinnliche Erfahrung, sondern auch als Einladung zum Nachdenken. Rund 105.000 Besucher:innen ließen sich in diesen drei Abenden verzaubern und trugen dazu bei, das Festival zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.

Ein herzliches Dankeschön an alle Künstler:innen, Unterstützer:innen und an euch, das großartige Publikum! Sie haben KLANGLICHT 2024 zu einer wahrhaft traumhaften Reise gemacht.

2023
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Der blaue Planet Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
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2023 Der blaue Planet by Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (c) Luke Goodlife 3 2023 Der blaue Planet by Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (c) Luke Goodlife 2 2023 Der blaue Planet by Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (c) Alex Koch 4 2023 Der blaue Planet by Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (c) Aman Maller 5 2023 Der blaue Planet by Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (c) Luke Goodlife 1

Die Installation Der blaue Planet auf der Schloßbergbühne Kasematten zeigte unseren Planeten in seiner vollen Pracht. Wissenschaftler*innen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt kombinierten und visualisierten reale Daten und Bilder der Erde. Was dabei entstand, ist eine Symbiose aus Wissenschaft und Kunst, ein Gesamtkunstwerk, das uns die Einzigartigkeit der Erde wortwörtlich vor Augen führte. Ein Soundscape des österreichischen Komponisten Rupert Huber ergänzte die visuelle Erfahrung akustisch.

Standort: Schlossbergbühne Kasematten

Biografie
Mit über 10.000 Beschäftigten an 30 Standorten forscht und entwickelt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowohl in den namensgebenden Bereichen Luft- und Raumfahrt als auch zu Energie und Verkehr, Sicherheit und Digitalisierung. Mit dem Projekt „Der blaue Planet“ schuf das Forschungszentrum gemeinsam mit Rupert Huber eine Symbiose aus Wissenschaft und Kunst, die die Einzigartigkeit der Erde erlebbar machte. Huber ist österreichischer Komponist. Er integriert physische sowie interaktive Aspekte in seiner „Dimensionalen Musik“ und schafft damit partizipatorische Klangarchitekturen.

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung des E-Werk Franz realisiert.

Symphonie der Begegnungen | Symphony of Encounters Rupert Huber
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2023 Symphony of Encounters by Rupert Huber (c) Luke Goodlife 5 2023 Symphony of Encounters by Rupert Huber (c) Luke Goodlife 4 2023 Symphony of Encounters by Rupert Huber (c) Luke Goodlife 3 2023 Symphony of Encounters by Rupert Huber (c) Alex Koch 1 2023 Symphony of Encounters by Rupert Huber (c) Alex Koch 2

Rupert Huber ist fasziniert vom poetisch-musikalischen Potential physischer Begegnungen und dem, was jeder Mensch einzig durch seine Anwesenheit zum Ganzen beiträgt. Diesem Gedanken folgend, erschuf der Komponist in Zusammenarbeit mit der AVL Cultural Foundation die partizipative Musikinstallation Symphonie der Begegnungen im Wundergarten des Graz Museum Schlossberg. Bewegungen der Besucher:innen wurden erfasst, ließen Musikobjekte erklingen und miteinander in Interaktion treten. Das Resultat war ein musikalisches Netzwerk der Beziehungen zwischen Mensch, Kunst und Technik.

Standort: Graz Museum Schlossberg

Biografie
Rupert Huber ist ein Komponist, der vor allem für seine Klaviermusik und Musikinstallationen bekannt ist. Seine Theorie des Komponierens, die er „Dimensionale Musik“ nennt, berücksichtigt den physischen Raum und eine Vielzahl an Möglichkeiten, um eine soziale und partizipatorische musikalische Architektur zu schaffen. Seit einigen Jahren arbeitet Rupert Huber mit dem Instrument Irvine und erforscht dessen klangliche und kompositorische Möglichkeiten. Basierend darauf hat Huber eine Notation für das einzigartige Instrument entwickelt, die auch in der Symphonie der Begegnungen zu hören ist.

Diese Installation wird mit freundlicher Unterstützung der AVL Cultural Foundation realisiert.

Constellations Hartung & Trenz
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2023 Constellations by Hartung & Trenz (c) Luke Goodlife 1

Die Arbeit constellations von Detlef Hartung und Georg Trenz verortet Graz an einem weithin sichtbaren Punkt, der sowohl einzigartigen Weitblick als auch Orientierung liefert und eine Schnittstelle zwischen Himmel und Erde bildet. Ein Kosmos aus Sprache und Licht verwandelten die Festungsmauer unterhalb des Graz Museum Schlossberg in einen Nullpunkt der eigenen Standortbestimmung.

Standort: Graz Museum Schlossberg

Biografie
Detlef Hartung und Georg Trenz entwickelten in ihrer über 20jährigen Zusammenarbeit eine eigene Form des künstlerischen Ausdrucks, mit der sie Texte in eindrückliche Bilder verwandeln. Konkrete Sprache wird inhaltlich sowie formal zu bildhaften Zeichen. Die entstehenden Wortbilder erschaffen großflächige Bild-Text-Räume, die in Korrespondenz mit den realen, dreidimensionalen Räumen treten, auf die sie projiziert werden.

Patterns of Time Onionlab
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2023 Patterns of Time by Onionlab (c) Luke Goodlife 3 2023 Patterns of Time by Onionlab (c) Luke Goodlife 4 2023 Patterns of Time by Onionlab (c) Luke Goodlife 5 2023 Patterns of Time by Onionlab (c) Marija Kanizaj 2 2023 Patterns of Time by Onionlab (c) Marija Kanizaj 1 2023 Patterns of Time by Onionlab (c) Luke Goodlife 6 2023 Patterns of Time by Onionlab (c) Luke Goodlife 7

Kunst, so Onionlab, sei das Positivste, das wir seit jeher auf der Erde hinterlassen. Mit Patterns of Time folgte das katalanische Künstlerkollektiv der Idee, dass das künstlerische Schaffen des Menschen ein Ausdruck unserer Beziehung zu Zeit und Raum ist. Ihre Gedanken verwandelten sie in eine Geschichte, zu deren Projektionsfläche der Grazer Uhrturm wurde. Ein bildgewaltiges Chronogramm erzählte, wie Künstler:innen über unterschiedliche Epochen hinweg die Welt um sie interpretiert, gespiegelt und durch ihr Werk wiederum selbst geprägt haben.

Standort: Uhrturm

Biografie
Onionlab ist ein multidisziplinäres Studio, das audiovisuelle Installationen und Ausstellungen inszeniert und produziert. Mit ihrer Arbeit schaffen sie Schnittpunkte zwischen Technologie, Design und Kunst. Onionlab hat seinen Sitz in Barcelona und arbeitet mit mehr als 15 Jahren Erfahrung weltweit.

Credits
Onionlab Crew
Director: Jordi Pont
Producer: Neith Sentis, Aina Mesquida, Nuria Gironès
Sound design: Before Tigers, Absis, Urbez Capablo, Federico Morrison
Art Director: Berta González
3D Artists: Santiago Morrison, Gerard Rubio, Berta González, Jorge Rivera, Federico Morrison
Komposition: Gerard Rubio

Diese Installation wird mit freundlicher Unterstützung von XAL realisiert.

Shadow Whispers Martina Tritthart
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2023 Shadow Whispers by Martina Tritthart (c) Alex Koch 3 2023 Shadow Whispers by Martina Tritthart (c) Marija Kanizaj 1 2023 Shadow Whispers by Martina Tritthart (c) Marija Kanizaj 2 2023 Shadow Whispers by Martina Tritthart (c) Luke Goodlife 4 2023 Shadow Whispers by Martina Tritthart (c) Luke Goodlife 5

Im Torbogen am Fuße des Schlossbergs waren Tierstimmen zu hören, akustisch tummelten sich nachtaktive Amphibien, Insekten und Eulen in zunächst homogenen Farbräumen. Für die Künstlerin Martina Tritthart konstituierte sich ein Kunstwerk aus dem Verhältnis von Farbe, Licht und Schatten, Raum und menschlicher Wahrnehmung. So wurde auch dieses Projekt durch die Interaktion der Menschen laufend verändert und damit zu einem einzigartigen Experimentierfeld mit Licht und Klang. Der entstehende, künstlerisch gestaltete Raum war ein sinnliches Erlebnis, das verschiedene Wahrnehmungsebenen ansprach und zum Nachdenken über das Verhältnis von Mensch und Natur anregte.

Standort: Aufgang Schlossberg (Paulustorgasse 1)

Biografie
Martina Tritthart ist Medienkünstlerin, Filmemacherin und Kuratorin an der Schnittstelle von bildender Kunst, Bewegtbild und Architektur und lebt in Wien. In ihren meist ortsspezifischen Arbeiten setzt die Künstlerin Licht als Medium und künstlerisches Material ein, um die subjektive Raumwahrnehmung zu erforschen. Neben ihrer aktiven Ausstellungspräsenz in Österreich ist die Künstlerin alleine und im Künstler:innenkollektiv mutual loop bei internationalen Licht- und Medienkunst-Festivals vertreten. Martina Tritthart promovierte mit der Schrift „Lichträume – Raummodelle der Wahrnehmung“ im Bereich Architektur an der TU Graz und sie ist Vorstandsmitglied des Vereins Künstlerhaus, Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs. www.spacelab.at

Credits
Konzept, Regie, Licht: Martina Tritthart
Sound, Digital Media: Michael Strohmann
Assistenz und Aufbautechnik: Holger Lang
Hospitanz: Raika Dittmann

Diese Kunstintervention wird mit freundlicher Unterstützung von Polestar Austria realisiert.

The Ice is melting at the Poules Båll & Brand
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2023 The ice is melting at the Poules by Ball & Brand (c) Marija Kanizaj 2 2023 The ice is melting at the Poules by Ball & Brand (c) Marija Kanizaj 1 2023 The ice is melting at the Poules by Ball & Brand (c) Alex Koch 3 2023 The ice is melting at the Poules by Ball & Brand (c) Alex Koch 4

13 Millionen Liter Eis schmelzen jede Sekunde weltweit. Davon erzählet diese Installation, in der sowohl Schmelzwasser als auch Tonaufnahmen aus dem Dachsteingletschermassiv zum Einsatz kamen. Das bei KLANGLICHT gezeigte Werk The Ice is Melting at the Pøules ist eines der Teilprojekte des Gesamtkunstprojektes wearemelting.art des dänischen Künstlerkollektivs Båll & Brand. Letzteres wird rund um den Globus inszeniert und findet 2024 beim Weltklimagipfel in New York seinen Abschluss.

Standort: Volkskundeumseum am Paulustor

Biografie
Båll & Brand ist ein dänisches Künstlerkollektiv, das auf atmosphärische Installationen und Szenografien spezialisiert ist. Mit ihrem Team lassen die Künstler Martin Ersted und David Ruben die Grenzen zwischen Ästhetik, Technologie und Wissenschaft verschwimmen. So regen ihre zumeist ortsspezifischen Interventionen zur Reflexion über unsere Welt und unsere Gesellschaft an. Der Musikkomponist und Klangkünstler Robotic Folk, der „The Ice is Melting at the Pøules“ akustisch untermauerte, bewegt sich von orchestral bis elektronisch zwischen unterschiedlichen musikalischen Ausdrucksmitteln und erschafft damit auch für jede Visualität einen pointierten Klang.

Credits
Installation: Båll & Brand (Martin Ersted und David Karpantschof)
Sound und Komposition: Robotic Folk

Ein großes Dankeschön an Blue Sky Wetteranalysen, die mit Umsicht und Knowhow die Exkursion auf den Dachsteingletscher unterstützt haben.

Brocken 5.6 Yasuhiro Chida
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2023 Brocken 5.6 by Yasuhiro Chida © Alex Koch 4 2023 Brocken 5.6 by Yasuhiro Chida © Marija Kanizaj 3 2023 Brocken 5.6 by Yasuhiro Chida © Marija Kanizaj 2 2023 Brocken 5.6 by Yasuhiro Chida © Marija Kanizaj 1 2023 Brocken 5.6 by Yasuhiro Chida © Luke Goodlife 5

Inspiriert vom mysteriösen Naturphänomen des Brocken-Spektrums schuf Yasuhiro Chida die interaktive Installation Brocken 5.6: Durch Tausende von Löchern dringen Lichtstrahlen in den dunklen Raum und erwecken die Illusion, das Licht folge den Menschen. Chidas Arbeiten setzen sich mit der sinnlichen Wahrnehmung unserer Umwelt, Veränderungen darin und unserer Reaktion darauf auseinander. Zusammen mit Ólafur Eliasson und James Turrell wurde der japanische Künstler 2019 von Artdex zu einem der neun bemerkenswertesten Digitalkünstler:innen der Welt ausgezeichnet.

Standort: Karmeliterplatz

Biografie
Yasuhiro Chida ist ein aus Japan stammender Lichtkünstler. Er studierte Architektur an der Musashino Art University in Tokio. Von seinen persönlichen Erfahrungen im Bergsteigen, Eisklettern und Höhlenwandern beeinflusst, lotet er dieses besondere Raumbewusstsein in der Natur, sowie die beeindruckenden, körperlichen Sinneseindrücke in seinen immersiven Installationen aus. So schafft der Künstler mit oft ausgesprochen simplen Mitteln beeindruckende Erlebnisse im öffentlichen Raum. 2019 wurde Yasuhiro Chida mit dem Publikumspreis des International Light Art Award 2019 in Unna ausgezeichnet. Nebenbei entsteht sein eigenes Kunstmuseum, das Museum of Spatial Art in Tatsuno, Nagano, Japan.

Diese Installation wird mit freundlicher Unterstützung der Kleinen Zeitung unterstützt.

Portal Alfredo Barsuglia
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2023 Portal by Alfredo Barsuglia (c) Luke Goodlife 2 2023 Portal by Alfredo Barsuglia (c) Alex Koch 5 2023 Portal by Alfredo Barsuglia (c) Marija Kanizaj 1 2023 Portal by Alfredo Barsuglia (c) Julian Tatzl 4 2023 Portal by Alfredo Barsuglia (c) Luke Goodlife 3

Im Alltag können wir zumeist nicht ohne Weiteres die Seite wechseln, bei Klanglicht gelingt es mit wenigen Schritten: Mit seiner Installation Portal lässt der in Graz geborene Künstler Alfredo Barsuglia Besucher*innen sowohl einen physischen als auch einen gedanklichen Wechsel vornehmen. Mit bunten Glühbirnen weist er ihnen den Weg dorthin. Texte, eingesprochen von Ensemblemitgliedern des Schauspielhaus Graz, komplettieren das Projekt.

Standort: Schauspielhaus Graz

Biografie
Alfredo Barsuglia, geboren 1980 in Graz, lebt und arbeitet in Wien.
Barsuglia erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, darunter den Monsignore Otto Mauer Preis (2019), das Staatsstipendium für bildende Kunst (2017), den Kunstförderungspreis der Stadt Wien (2015), den Theodor Körner Preis (2013), den Kunstförderungspreis der Stadt Graz (2007) und das MAK-Schindler-Stipendium in Los Angeles (2006).
Seine Arbeiten wurden unter anderem im Lentos, Linz (2023), in der Dominikanerkirche, Museum Krems und donaufestival (2023), in der Pinakothek der Moderne, München (2022), im Kunsthaus Graz (2021), im Museum of Estonian Architecture in Tallinn, Estland (2021), in der Kunsthalle Esch, Luxemburg (2020), im Kunstforum Wien (2019), im MMKK Museum Moderner Kunst Kärnten, Klagenfurt (2018), im MAK – Museum für angewandte Kunst, Wien (2015), im MACRO – Museo d’Arte Contemporanea di Roma / Testaccio (2014), im ARTPLAY Design and Architecture Center, Moskau (2011) und im mumok Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien (2010) gezeigt.
In zahlreichen Projekten im öffentlichen Raum wie bei Social Pool (2014) in der Mojave Wüste, bei Mariainsel (2018) in Fürstenfeld, bei Abriss (2021) in Graz oder bei Back to Now, einem Projekt für die Europäische Kulturhauptstadt 2024 im Salzkammergut beschäftigt er sich mit gesellschaftlichen Werten und den Grenzen und Übergängen zwischen Öffentlichem und Privatem.

Credits
Installation: Alfredo Barsuglia
Sound Design and Sound Engineer: Stefan Voglsinger
Stimmen: Luisa Schwab und Željko Marović aus dem Ensemble des Schauspielhaus Graz

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung der Kronen Zeitung realisiert.

Evanescent Atelier Sisu
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2023 Evanescent by Atelier Sisu (c) Luke Goodlife 3 2023 Evanescent by Atelier Sisu (c) Aman Maller 2 2023 Evanescent by Atelier Sisu (c) Marija Kanizaj 1 2023 Evanescent by Atelier Sisu (c) Luke Goodlife 4 2023 Evanescent by Atelier Sisu (c) Luke Goodlife 5

Angetrieben von den Kräften und Ereignissen einer sich verändernden Welt lässt Evanescent in eine immersive Licht- und Klangarchitektur eintauchen. Polarisierende Folien schufen die Illusion einer blasenartigen Form, die sich durch die Beteiligung der Menschen im steten Wandel befindet. Die Bewegung der Besucher:innen durch den Raum ließ immer andere Bilder auf der reflektierenden Form entstehen. Die Botschaft ist deutlich: Es ist einzig die Veränderung, die bleibt.

Standort: Grazer Burg

Biografie
Atelier Sisu ist ein Designstudio aus Sydney, das an der Schnittstelle von Kunst und Architektur arbeitet. Die großformatigen Werke werden eigens für ihre Ausstellungsorte entwickelt und denken die jeweiligen Räume damit völlig neu. Ihre Werke schaffen einen Zauber, der Menschen einlädt, die Welt um sie, ob bekannter oder unbekannter Ort, aus anderen Blickwinkeln zu entdecken

Diese Installation wird mit freundlicher Unterstützung der Grazer Wechselseitigen realisiert.

Arkestra of Light: Vague II OchoReSotto
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2023 Arkestra of Light - Vague by OchoReSotto (c) Luke Goodlife 2 2023 Arkestra of Light - Vague by OchoReSotto (c) Luke Goodlife 3 2023 Arkestra of Light - Vague by OchoReSotto (c) Luke Goodlife 4 2023 Arkestra of Light - Vague by OchoReSotto (c) Marija Kanizaj 1 2023 Arkestra of Light - Vague by OchoReSotto (c) Luke Goodlife 5 2023 Arkestra of Light - Vague by OchoReSotto (c) Luke Goodlife 6 2023 Arkestra of Light - Vague by OchoReSotto (c) Luke Goodlife 7

In der Orangerie des Grazer Burggarten überlagerten sich Realbilder, Malerei, Texturen und Skizzen zu einem visuellen Infinity Loop immergrüner Klima-Metamorphosen. Die transmediale Collage des Grazer Künstlerkollektivs OchoReSotto fragte damit nach der Integration der Wirklichkeit in uns Menschen und dem Einfluss der Umwelt auf unsere Wahrnehmung als Gesellschaft. Die dazu erklingende Komposition von Performer und Künstler denovaire verwebte außereuropäischen Klang mit der Sprache der europäischen Musik-Avantgarde.

Standort: Orangerie im Burggarten

Biografie
Seit mehr als 20 Jahren sind die Grazer Volker Sernetz, Stefan Sobotka-Grünewald und Lia Rädler als Film- und Projektionskünstler tätig. Neben Video- und Filmproduktionen sind sie mit ihren Großformat-Projektionen sowohl national als auch international erfolgreich aktiv. OchoReSotto schaffen Licht- und Soundinstallationen auf Fassaden oder lassen Räume buchstäblich in einem anderen Licht erscheinen. Ihre Projektionskunst setzt das Trio auch für permanente Installationen wie in Museen und Showrooms ein oder in Kombination mit Architektur und im öffentlichen Raum.
Sie sind Gründer des „strictly analog – studio for experimental progress“ ( Graz / Triest / Tokyo) – ein Netzwerk zu Förderung von alternativen/experimentellen Arbeits- und Kommunikationsprozessen.
www.ochoresotto.com

Credits
Idee, Konzeption & Umsetzung: OchoReSotto
Musikcomposition: denovaire
Videotechnik: Peter Venus
Tontechnik: Noisegate

Diese Installation wird mit freundlicher Unterstützung der Raiffeisen-Landesbank Steiermark realisiert.

Solar Dust Quiet Ensemble
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2023 Solar Dust by Quiet Ensemble (c) Luke Goodlife 5 2023 Solar Dust by Quiet Ensemble (c) Luke Goodlife 4 2023 Solar Dust by Quiet Ensemble (c) Luke Goodlife 3 2023 Solar Dust by Quiet Ensemble (c) Marija Kanizaj 2 2023 Solar Dust by Quiet Ensemble (c) Marija Kanizaj 1

Über den Köpfen der Besucher:innen ließ die Installation Solar Dust leuchtende Sterne in der Luft schweben, sie als dreidimensionale Wolke im Hauptschiff der Kirche tanzten. Die Sonnenpartikel sind dynamisch, pulsieren im Takt mit der Musik als wären sie eins mit ihr. Das Künstlerkollektiv Quiet Ensemble, bestehend aus Fabio Di Salvo und Bernardo Vercelli, konzentriert sich mit seinen immersiven Licht- und Klangprojekten auf das Gleichgewicht von Natur und Technologie, enthüllt unsichtbare Begebenheiten, die uns täglich umgeben oder lenkt Auge und Ohr auf Aspekte der Welt, die wir oft übersehen.

Standort: Stadtpfarrkirche

Biografie
Das Künstlerkollektiv Quiet Ensemble versteht sich als kreatives Studio, das an unerwarteten audiovisuellen Erlebnissen arbeitet, an immersiven Installationen, Licht-Klang- und interaktiven Arbeiten, die sich auf das Gleichgewicht zwischen Natur und Technologie als wichtigstes Werkzeuge für die Schaffung ihrer Arbeiten konzentriert.
Das 2009 von den Italienern Fabio Di Salvo und Bernardo Vercelli gegründete Kollektiv entwickelt audiovisuelle Performances und Installationen, indem es das Wesen verschiedener Objekte und Kreaturen einfängt – vom Goldfisch über Ananas bis hin zu Wolken. Ihre Forschung geht von der Beobachtung des Gleichgewichts zwischen Chaos und Kontrolle, Natur und Technologie aus und eröffnet Themenfelder, die sich aus der Beziehung zwischen organischen und künstlichen Elementen ergeben.

Quiet Ensemble zelebriert die „unsichtbaren Konzerte“, die uns jeden Tag umgeben, und bemüht sich, verborgene oder oft übersehene Aspekte der Umwelt um uns herum zu enthüllen.

Diese Installation wird mit freundlicher Unterstützung der Kirchen Kultur Graz realisiert.

Strom FH Joanneum IDK
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2023 Strom by FH Joanneum © Marija Kanizaj 1 2023 Strom by FH Joanneum © Luke Goodlife 5 2023 Strom by FH Joanneum © Aman Maller 4 2023 Strom by FH Joanneum © Julian Tatzl 3 2023 Strom by FH Joanneum © Marija Kanizaj 2

Designstudierende der FH JOANNEUM interpretierten mit ihren Arbeiten das Thema „Strom“ und dessen Bedeutungsebenen. Sich bewegende Mengen, elektrische Ladungen, Wassermassen und Datenflüsse wurden künstlerisch aufgearbeitet und in einer ortsspezifischen und begehbaren Installation inszeniert. Licht und Klang dienten den Studierenden der Fachbereiche Media, Sound und Interaction Design als Materialien, mit denen mediale Darstellungsmöglichkeiten, gestalterische Spielarten und Narrative immersiver Erfahrungen erkundet wurden. Betreut wurde das Projekt von Astrid Drechsler, Daniel Fabry, Michael Kernbichler und Roman Pürcher.

Standort: Leerstand, Landhausgasse 7

Tactile Memories Raphaela Riepl
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2023 Tactile Memories by Raphaela Riepl (c) Marija Kanizaj 1 2023 Tactile Memories by Raphaela Riepl (c) Marija Kanizaj 4 2023 Tactile Memories by Raphaela Riepl (c) Marija Kanizaj 5 2023 Tactile Memories by Raphaela Riepl (c) Marija Kanizaj 2 2023 Tactile Memories by Raphaela Riepl (c) Marija Kanizaj 3

Feinfühlig und intuitiv erschuf die Künstlerin Raphaela Riepl in den Seitenstollen des Schlossbergs Momente poetisch-atmosphärischer Berührungen: Neon-leuchtende Objekte streuten Licht in die Dunkelheit, schufen immersive Räume und eröffneten so einen Dialog zwischen Raum, Licht, Medium und dem Betrachter selbst, der Teil der Installation war. Hörbar gemacht wurde das Licht von Klängen des Komponisten Peter Kutin.

Standort: Schlossbergstollen

Biografie
Raphaela Riepl (AT) ist bildende Künstlerin im Bereich Lichtinstallation, Zeichnung und Experimentalfilm. Sie studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien und der École nationale supérieure des beaux-arts Paris. Nach ihrem Diplom 2010 ging Riepl nach New York und nahm an zahlreichen Gruppen- und an einigen Einzelausstellungen teil. Dort erlernte Riepl auch den Umgang mit Neonlichtröhren, als sie in der Neonwerkstatt von Keith Sonnier arbeitete.
2015 zurück in Wien, wurde Neon ihr primäres Medium. Im folgenden Jahr nahm Raphaela Riepl an einem Kurs an der Bartenbach Academy teil und vertiefte ihre Untersuchungen an der Ausbreitung von Licht im Raum. Ausgehend von der Linie und mit einem zeichnerischen Verständnis orientieren sich Riepls Installationen an der Raumwirkung. Riepls Lichtinstallationen, Zeichnungen und Filme wurden in Kunstinstitutionen im In- und Ausland gezeigt.

Diese Kunstintervention wird mit freundlicher Unterstützung der Industriellenvereinigung Steiermark realisiert.

exposure_03 David Reumüller
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2023 exposure_03 by David Reumueller (c) Marija Kanizaj 1 2023 exposure_03 by David Reumueller (c) Luke Goodlife 2 2023 exposure_03 by David Reumueller (c) Alex Koch 3 2023 exposure_03 by David Reumueller (c) Aman Maller 4 2023 exposure_03 by David Reumueller (c) Julian Tatzl 5

Mit exposure_03 von David Reumüller wurden Besucher:innen Teil einer neuen Galaxie, konnten in diese eintauchen und sie als Teilchen durchreisen. Ein eigens für das Ambisonic-Soundsystem des Dom im Berg geschaffene Soundscape von David Reumüller und Wolfgang Lehmann verdichtete die interaktive Installation. Als Versinnbildlichung des Eintauchens in eine Idee wurde das Projekt zu einem visuell-akustischen Erlebnis, das uns die Frage stellte: Wer sind wir Menschen im Kontext dieser Welt? Was tun wir und wo stehen unsere Ideen? exposure_03 war eine Fortsetzung Reumüllers Arbeiten mit Texturen und Fragmenten, die erstmals alle drei Dimensionen des Raumes bespielte.

Standort: Dom im Berg

Biographie
1979 im Murtal geboren, zog es David Reumüller schon früh nach Graz, um sich an der Ortweinschule der visuellen Kunst zu widmen. Seit seinem Abschluss 1998 setzt sich der österreichische Künstler mit unterschiedlichen Medien auseinander. So erschienen neben seinen visuellen Inszenierungen auch zahlreiche musikalische Sammelwerke, Publikationen und Filme. In seinen interaktiven Videoinstallationen untersucht Reumüller vor allem die Wahrnehmung und stellt deren individuellen Informationsgehalt auf den Prüfstand.

Credits
Künstler: David Reumüller
3D Animation: Julius Steinhauser
Musik: Wolfgang Lehmann & David Reumüller
featuring: Alex Kranabetter: Trumpets/ Electronics, Soap&Skin: Voice
Tech. Umsetzung: OchoReSotto, Henrik Bergstedt, grafx live-marketing und das Team der Grazer Spielstätten

Kunstfenster
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2023 Kunstfenster Thinking about the End as a Beginning by Manfred Erjautz (c) Julian Tatzl 2023 Kunstfenster Stop and Go _ Rot-Blau by Keith Sonnier (c) Julian Tatzl 1 2023 Kunstfenster Stop and Go _ Rot-Blau by Keith Sonnier (c) Julian Tatzl 2 2023 Kunstfenster Shell Life and Attract & Repel by Raphaela Riepl (c) Julian Tatzl 2 2023 Kunstfenster Shell Life and Attract & Repel by Raphaela Riepl (c) Julian Tatzl 1 2023 Kunstfenster MUR Design Store Graz (c) Julian Tatzl 1 2023 Kunstfenster MUR Design Store Graz (c) Julian Tatzl 2 2023 Kunstfenster Led-Relief Comprise 3a and Lichtfeld Comprise 2 by Miriam Prantl (c) Julian Tatzl 2 2023 Kunstfenster Led-Relief Comprise 3a and Lichtfeld Comprise 2 by Miriam Prantl (c) Julian Tatzl 1 2023 Kunstfenster Triangle by Stefan Kainbacher (c) Julian Tatzl

Ausgewählte Schaufenster der Grazer Innenstadt wurden zur Bühne für Lichtinstallationen nationaler und internationaler Kunstschaffender. Insgesamt neun Unternehmen beteiligten sich im Rahmen dieses Pilotprojektes an KLANGLICHT 2023 und verwandelten die gläsernen Fronten ihrer Geschäftslokale in temporäre Kunstgalerien. Die dabei entstandenen „Kunstfenster“ sind Sinnbilder für die Synergie zwischen Kunst und Wirtschaft, die das kulturelle Erlebnis in der Stadt in den Fokus rückt, dieses fördert und intensiviert.

Ausgestellt wurden Arbeiten von Miriam Prantl, Raphaela Riepl, NEON GOLDEN, Manfred Erjautz, Stefan Kainbacher und Mehmet Gün sowie – last but not least – Keith Sonnier.

Als Gastgeber für diese vielfältigen künstlerischen Beiträge fungierten das Magazzin in der Bürgergasse, GEBA Teppiche in der Hans Sachs Gasse, Klammerth in der Herrengasse, BoConcept und das Brillenquartier am Grazer Tummelplatz, der MUR Design Store Graz, das Aiola Living in der Schmiedgasse und das Hotel Kai36.

Die Arbeiten der in Bregenz geborene Künstlerin MIRIAM PRANTL basieren auf einer geometrischen Formsprache, auf Geradlinigkeit und Ordnung. Sie vergleicht ihr Spiel mit Linien, Farbmischungen und Pigmenten mit einem Instrument, das man so lange stimmen muss, bis der Ton perfekt erklingt und erschafft dieserart mit Licht und Farbe außergewöhnliche Symphonien. Im Schaufenster des Magazzin in der Bürgergasse werden ihre Arbeiten „Led-relief comprise 3a” und „Lichtfeld Comprise 2” ausgestellt.

RAPHAELA RIEPL ist bildende Künstlerin im Bereich Lichtinstallation, Zeichnung und Experimentalfilm. Sie studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien und der École nationale supérieure des beaux-arts Paris. Nach ihrem Diplom 2010 ging Riepl nach New York, um dort in der Neonwerkstatt von Keith Sonnier zu arbeiten. Seitdem ist Neon ihr primäres Medium. Ihre Arbeiten „shell life“ und „attract & repel“ werden in den Schaufenstern von GEBA Teppiche in der Hans-Sachs-Gasse ausgestellt. Bei KLANGLICHT 2023 inszeniert Raphaela Riepl die Seitenstollen des Schlossbergstollens mit ihrer Arbeit „tactile memories“.

NEON GOLDEN schafft Projekte in unterschiedlichen Bereichen der Media Art. Sie verschmelzen mit ihren Arbeiten Disziplinen wie Visual, Generative, Interactive und Computer Related Art sowie Rapid Prototyping, Performance, Architektur und Design. Ihre Arbeit „I AM WHAT“ konfrontiert die Besucher*innen mit Botschaften, die sich selbst in Frage stellen. I AM? I AM WHAT? I AM WHAT I AM. Diese Fragen und Antworten führen letztendlich zu einer kritischen Analyse ihrer Bedeutung und insbesondere ihrer Bedeutung für jeden einzelnen Empfänger. Darüber hinaus sollte es den Start einer Diskussion über die Existenz jedes Einzelnen und den Sinn des Lebens anstoßen.

Die Arbeit „#NEONEGO“ von STEFAN KAINBACHER und MEHMET GÜN thematisiert die Selbstverherrlichung im Spiegel als soziales Phänomen der heutigen Zeit. Was früher privat war, wird heute mittles Kameras und Selfie-Sticks in sozialen Netzwerken offen zur Schau gestellt. Das Spiegelobjekt „#NEONEGO“ bietet eine Bühne für ebendiese Momente und wirkt gleichzeitig als Verstärker. Der fragile Moment der Betrachtung wird nur durch die Abbildung und das Teilen im unendlichen Speicher der sozialen Netzwerke für immer unsterblich. Please take a selfie and share your #neonego – zu sehen im Schaufenster von Aiola in der Grazer Schmiedgasse.

MANFRED ERJAUTZ, geboren 1966 in Graz, ist Mitglied der Wiener Secession sowie des Forum Stadtpark und erhielt mehrfach Stipendien und Preise, darunter das Staatsstipendium für Bildende Kunst sowie der Otto Mauer-Preis. Erjautz’ Arbeiten behandeln die Erfahrungen des Individuums innerhalb verflochtener und sich gegenseitig irritierender Bereiche wie Innen und Außen, Privat und Öffentlich. Durch das Verwischen und gleichzeitige Definieren von Grenzen, Realem und Fiktivem, entlarvt Erjautz gewohnte Situationen als temporäre Übereinkünfte und zeigt dadurch die Mechanismen der Gesellschaft auf. Seine Arbeit “Thinking about the end as a beginning” wird im Schaufenster von BoConcept am Tummelplatz zu finden sein.

Der Digital Artist und Lichtkünstler STEFAN KAINBACHER hat seine Wurzeln in der internationalen Clubszene und transferiert die sensorischen Erfahrungen in die Kunst. Dieser Transfer drückt sich in weitere Folge nicht nur in der digitalen Präsentation der jeweiligen Objekte aus, sondern spiegelt sich u.a. bereits im Schaffungsprozess diverser Arbeiten, nämlich wenn ein vom Künstler programmierter Algorithmus einen Laser, schwungvolle, der Malerei schon sehr ähnlich wirkende, Bilder lasern lässt. Seine Arbeit „TRIANGLE“ ist im Brillenquartier am Tummelplatz zu finden.

Das Licht war seit 1968 das bevorzugte künstlerische Ausdrucksmittel von KEITH SONNIER, der in den 1970er-Jahren ein wichtiger Wegbereiter der «neuen Skulptur» war. Die Neonröhre, die bis dahin vor allem der Werbe- und Alltagsästhetik angehörte, kombinierte Sonnier häufig mit Materialien wie Glas, Stoff, Latex oder Metall, um die sinnlichen und emotionalen Qualitäten dieser Werkstoffe zu erproben. „Stop and go / rot-blau“ ist im Schaufenster des Hotels Kai36 am Lendkai ausgestellt.

Designobjekte rund um das Thema Licht finden sich in der Auslage des MUR Design Store Graz. Installationen, Lichtobjekte und zahlreiche Leuchten zeigen das breite Spektrum, das das Thema Licht in der Welt des Designs abdeckt.

Wir bedanken uns herzlich bei allen teilnehmenden Wirtschaftstreibenden für ihr Interesse und ihre Unterstützung der Klanglicht-Kunstfenster!

beating heart Stuart Langley
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2023 Beating Heart by Stuart Langley (c) Luke Goodlife 1 2023 Beating Heart by Stuart Langley (c) Luke Goodlife 2 2023 Beating Heart by Stuart Langley (c) Luke Goodlife 3

Die Installation beating heart ließ den Campus der Med Uni Graz erstrahlen: Inmitten der städtischen Architektur erschufder britische Künstler Stuart Langley ein Kunstwerk, das dem Forschungsstandort als neues Stadtteilgefüge von Graz eine künstlerisch-visuelle Energie einhauchte. Fenster begannen zu leuchten, pulsieren und formierten sich zugleich zu einem schlagenden Herz, das drei Tage lang eine eindrückliche Verbindung zwischen Kunst und Medizin, Licht und Mensch entstehen ließ.

Biografie
Stuart Langley schafft Skulpturen und Installationen, die alltägliche Objekte und Räume mit Licht und Farbe verwandeln, um die Bedeutung von Vorstellungskraft und einem gemeinsamen Glauben an Magie zu vermitteln. Er war mit seinen Arbeiten unter anderem bei Lumiere Durham, Canary Wharf Winter Lights, ilight Marina Bay Singapur, Nuit Blanche Brüssel und Light Night Leeds zu sehen.

Diese Installation wurde mit freundlicher Unterstützung der BIG Bundesimmobiliengesellschaft und PKE Holding realisiert.

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Von 25. bis 27. Oktober 2023 verwandelten immersive Licht- und Klangarchitekturen die Straßen und Bauten der Grazer Innenstadt und widmeten sich der Festivalausgabe 2023 mit Fragen nach Realität und Wahrnehmung, Bestand und Vergänglichkeit der künstlerischen Spurensuche.

Das Da- und Dabei-Sein des Publikums ließ Symphonien der Begegnung erklingen und verwandelte physische Interaktion in leuchtende Visualitäten. Funkelnde Sterne luden ein, sich zu verlieren während man sich anderswo in schwingenden, tanzenden Klängen wiederfand. Vieles glich dabei einem Zauber, anderes übte kollektive Kritik am menschlichen Handeln und seinen immer deutlicher werdenden Spuren. So ließen Installationen renommierter nationaler und internationaler Kunstschaffender Assoziationen von Sehnsüchten, Träumen und Ist-Zuständen gleichermaßen entstehen.

KLANGLICHT hat in Graz einmal mehr bewiesen, wie es die Stadt in ein leuchtendes Gesamtkunstwerk verwandeln kann. Die diesjährige Festivalausgabe war nicht nur eine Hommage an Kunst und Kultur, sondern auch ein echtes Highlight für rund 100.500 Besucher:innen.

2022
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Blue sky Kari Kola
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SLIDER 2022 Blue Sky by Kari Kola (c) Luke Goodlife 2022 Blue Sky by Kari Kola (c) Tom Lachmayr 5 2022 Blue Sky by Kari Kola (c) Alex Koch 3 2022 Blue Sky by Kari Kola (c) Luke Goodlife 2 2022 Blue Sky by Kari Kola (c) Luke Goodlife 1 2022 Blue Sky by Kari Kola (c) Marija Kanizaj 4

Der finnische Lichtkünstler Kari Kola realisiert seit knapp 20 Jahren weltweit spektakuläre Lichtprojekte, die Architektur, Landschaft und die Geschichte der Orte zu einem unvergesslichen Erlebnis verbinden.

Für Klanglicht 2022 „baut“ Kari Kola eine Lichtbrücke, die die beiden Standorte, den Grazer Schlossberg und Reininghaus verbinden.

Das Projekt wird unterstützt von
E-Werk Franz.

Inner, Outer, Other Sebastian Kite
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2022 Inner Outer Other by Sebastian Kite (c) Marija Kanizaj 3 2022 Inner Outer Other by Sebastian Kite (c) Luke Goodlife 1 2022 Inner Outer Other by Sebastian Kite (c) Luke Goodlife 2

„Inner, Outer, Other“ ist eine ortsspezifische Installation, die auf der Schlossbergbühne Kasematten eine andere Welt entstehen lässt. Mit Hilfe von Licht, Ton, Spiegel, Wasser und Luft will der deutsch-britische Künstler Sebastian Kite die herkömmliche Interpretation des Raumes und seiner Zeit neu denken, und damit die Auffassung des Realen einer Prüfung unterziehen.

Standort: Schlossbergbühne Kasematten

Das Projekt wird unterstützt von Raiffeisen Landesbank Steiermark.

Constellations Hartung & Trenz
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2022 Constellations by Hartung & Trenz (c) Luke Goodlife 1 2022 Constellations by Hartung & Trenz (c) Luke Goodlife 2 2022 Constellations by Hartung & Trenz (c) Luke Goodlife 5 2022 Constellations by Hartung & Trenz (c) Luke Goodlife 3 2022 Constellations by Hartung & Trenz (c) Luke Goodlife 4

Detlef Hartung, Georg Trenz, Josef Gründler
In Kooperation mit dem Graz Museum Schlossberg

Das Graz Museum Schlossberg ist ein ganz besonderer Ort. Er bietet einen einzigartigen Weitblick und dient der Orientierung. Eine Schnittstelle zwischen Himmel und Erde.

Die Arbeit „Constellations“ von Detlef Hartung und Georg Trenz interpretiert diesen Ort als Nullpunkt der eigenen Standortortbestimmung und verwandelt die Hoffläche des Museums und seine umgrenzenden Gebäude in ein experimentelles, immersives Planetarium aus Licht und Typographie. Ein Kosmos aus Sprache und Schrift. Unendliche Weiten und Welten, generiert aus den 26 Schriftzeichen unseres Alphabets. Stellvertretend für die rund 3000, von einem Standpunkt aus sichtbaren Sternen am Firmament, werden rund 3000 aus 4 Buchstaben zusammengesetzte Wörter projiziert. Eines davon: G R A Z. Den Sound zu diesem Projekt liefert der Grazer Josef Gründler.

Standort: Graz Museum Schlossberg / Wundergarten

Biografie
Detlef Hartung und Georg Trenz entwickelten in ihrer über 20jährigen Zusammenarbeit eine eigene Form des künstlerischen Ausdrucks, mit der sie Texte in eindrückliche Bilder verwandeln. Konkrete Sprache wird inhaltlich sowie formal zu bildhaften Zeichen. Die entstehenden Wortbilder erschaffen großflächige Bild-Text-Räume, die in Korrespondenz mit den realen, dreidimensionalen Räumen treten, auf die sie projiziert werden.

Das Projekt wird unterstützt von der
Steiermärkische Sparkasse.

Drawing in Space Jeongmoon Choi
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2022 Drawing in Space by Jeongmoon Choi (c) Mathias Kniepeiss 1 2022 Drawing in Space by Jeongmoon Choi (c) Mathias Kniepeiss 2 2022 Drawing in Space by Jeongmoon Choi (c) Marija Kanizaj 3 2022 Drawing in Space by Jeongmoon Choi (c) Marija Kanizaj 4 2022 Drawing in Space by Jeongmoon Choi (c) Marija Kanizaj 5

In Kooperation mit dem Graz Museum Schlossberg

In der Installation „Drawing in Space“ erleuchtet Jeongmoon Choi die Dunkelheit der Stallbastei mit einer komplexen geometrischen Anordnung aus fluoriszerenden Fäden, die bei den Betrachtenden oft eine leichte und angenehme sinnliche Verwirrung erzeugen. Da die Fäden das Licht in den von Choi entworfenen Strukturen reflektieren, scheint der Raum zu vibrieren. Die Künstlerin konzipiert ein Spannungsverhältnis zwischen der Zerbrechlichkeit der Fadenstrukturen und der massiven Struktur des umgebenden Raumes. Ihre Installation vermittelt den Eindruck einer virtuellen, pulsierenden Kontemplation über analoge und digitale Positionen, Strukturen, Bewegungen und verschiedenen Wahrnehmungsperspektiven im Raum.

Standort: Graz Museum Schlossberg / Stallbastei

Das Projekt wird unterstützt von
WEGRAZ.

Chronos Studio MO:YA
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2022 Chronos by Studio MO-YA (c) Mathias Kniepeiss 4 2022 Chronos by Studio MO-YA (c) Mathias Kniepeiss 5 2022 Chronos by Studio MO-YA (c) Alex Koch 6 2022 Chronos by Studio MO-YA (c) Luke Goodlife 7 2022 Chronos by Studio MO-YA (c) Marija Kanizaj 8 2022 Chronos by Studio MO-YA (c) Mathias Kniepeiss 3 2022 Chronos by Studio MO-YA (c) Mathias Kniepeiss 2 2022 Chronos by Studio MO-YA (c) Mathias Kniepeiss 1

Studio MO:YA | Markus Graf (Seismo) | Alexander Friedl

Die Multimedia-Installation „CHRONOS“ des österreichischen Kollektivs Studio MO:YA verwandelt das Grazer Wahrzeichen, den Uhrturm, in eine weithin sichtbare Lichtskulptur. Regelmäßig, wie sein Uhrwerk, erwacht der Turm aus der Dunkelheit und seine Fassade transformiert sich in ein Spiel aus Licht und Schatten.

Biografie
STudio MO:YA ist ein Kreativstudio mit Sitz in Graz und Salzburg, das auf immersive Multimedia-Projekte spezialisiert ist. Mit ihren Arbeiten schaffen Werner Huber und Roland Mariacher einzigartige Erlebnisse zwischen physischer und virtueller Realität. Die beiden Gestalter wurden mit dem Staatspreis Design in der Kategorie „Design Concepts“ ausgezeichnet und sind Lehrbeauftragte an der FH Joanneum. Das Projekt „CHRONOS“ setzen STudio MO:YA in Zusammenarbeit mit dem Klangkünstler Markus Graf (Seismo), der auf instrumentale und elektronische Musik spezialisiert ist, um. Für die Komposition hat Graf unter anderem auch originale Tonaufnahmen aus dem Uhrturm in seinem Arrangement verwendet. Für die Produktion der visuellen Inhalte wurde im Rahmen des Projekts ein originalgetreues 3D Modell des Bauwerks von Alexander Friedl, einem Grazer Kreativen mit Liebe zum Detail, erstellt. Der HTBLVA Graz Ortweinschule Absolvent (Produktdesign) unterstützt den Bildhauer Markus Wilfling seit 2015 mit 3D Modelling und Renderings.

Standort: Grazer Uhrturm

Das Projekt wird unterstützt von
XAL.

Fantastic Planet Amanda Parer
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2022 Fantastic Planet by Amanda Parer (c) Marija Kanizaj 7 2022 Fantastic Planet by Amanda Parer (c) Marija Kanizaj 8 2022 Fantastic Planet by Amanda Parer (c) Marija Kanizaj 6 2022 Fantastic Planet by Amanda Parer (c) Mathias Kniepeiss 9 2022 Fantastic Planet by Amanda Parer (c) Alex Koch 1 2022 Fantastic Planet by Amanda Parer (c) Alex Koch 2 2022 Fantastic Planet by Amanda Parer (c) Alex Koch 3 2022 Fantastic Planet by Amanda Parer (c) Alex Koch 4

Unter dem Kollektiv „Parer Studios“ schafft Amanda Parer Objekte für den öffentlichen Raum, Skulpturen und Gemälde, die die Natur und ihre Fragilität erforschen. Überdimensional. Menschenähnlich. Hell erleuchtet. So erkunden Amanda Parers gestaltete Kunstfiguren während KLANGLICHT 2022 die Reininghausgründe und den Grazer Schlossberg. Vom tschechisch-französischen Film Fantastic Planet inspiriert, begegnet das Publikum diesen Wesen aus einer fernen Welt. Leuchtende Giganten, die still und leise unseren fantastischen Planeten erkunden. Insgesamt drei dieser imposanten Figuren aus Licht werden im Reininghaus Park zu Gast sein, eine weitere Figur ist auf dem Schlossberg Graz platziert und wird in Richtung Reininghaus weisen.

Standort: Im Herbersteingarten und an mehreren Standorten in Reininghaus.

Das Projekt wird unterstützt von der Grazer Wechselseitigen.

Limbo Studio Antoni Arola
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SLIDER 2022 Limbo by Antoni Arola (c) Alex Koch 2022 Limbo by Antoni Arola (c) Monika Krall 2 2022 Limbo by Antoni Arola (c) Alex Koch 3 2022 Limbo by Antoni Arola (c) Luke Goodlife 4 2022 Limbo by Antoni Arola (c) Marija Kanizaj 5 2022 Limbo by Antoni Arola (c) Mathias Kniepeiss 1

Studio Antoni Arola, Arthur Haas (Choreographie)

Antoni Arola ist ein vielfach ausgezeichneter Designer und Künstler aus Barcelona. Für ihn ist Licht der Anfang aller Dinge, Licht ist Ordnung, ohne Licht gäbe es keinen Ausdruck, nur Chaos. Er hat Licht daher zum primären Werkzeug seiner Arbeit gemacht und hält es für das interessanteste, subtilste, vergänglichste und ursprünglichste Material. Seine Arbeiten setzt er sowohl in einen philosophischen als auch einen poetischen Kontext, Ästhetik ist ihm wichtiger als der Einsatz von Technologie.

Der Installation „Limbo“ ist der Wunsch vorangegangen, mit Licht zu bauen, Architektur mit Licht zu schaffen. Das Resultat ist ein Bühnenbild, in dem er Räume geschaffen hat, in denen Menschen herumwandern, eintreten und aussteigen können, der Betrachter wird dabei selbst zum Akteur des Theaterstücks. Der „Limbus“ definiert sich als Zwischenstadium. In diesem Limbus betritt man eine Szenerie, eine Bühne und findet sich in einer Sequenz von Szenen wieder, die durch Licht und Ton gesteuert und gelenkt werden. Es entstehen multiple Räume, ein transparentes Labyrinth, das sich in ständiger Transformation befindet, ein traumhafter Raum, in dem die „echte“ Wahrnehmung im Hintergrund steht.

Vier Tänzer*innen ergänzen die Szenerie: In einer Choreographie von Arthur Haas tanzen Bruna Diniz Afonso, Elsa Kurz, Samuel Kirschner und Xianghui Zeng, verstärken den poetischen Eindruck und schaffen so weitere Aspekte der Wahrnehmung.

Credits
Konzept & Umsetzung: Estudi Antoni Arola
Eine Koproduktion mit: Llum BCN
Sound Design: Mans O
Produktion: Light Lumin Tecnoradio
Choreografie: Arthur Haas
Tänzer*innen: Bruna Diniz Afonso, Elsa Kurz, Samuel Kirschner, Xhianghui Zeng
Technische Umsetzung: grafx live-marketing, Grazer Spielstätten

Standort: Dom im Berg

Das Projekt wird unterstützt von der
Kronen Zeitung.

Das Einräumen von Licht Miriam Prantl
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2022 Das Einraeumen von Licht by Mariam Prantl (c) Marija Kanizaj 4 2022 Das Einraeumen von Licht by Mariam Prantl (c) Luke Goodlife 6 2022 Das Einraeumen von Licht by Mariam Prantl (c) Luke Goodlife 7 2022 Das Einraeumen von Licht by Mariam Prantl (c) Mathias Kniepeiss 5 2022 Das Einraeumen von Licht by Mariam Prantl (c) Tom Lachmayr 1 2022 Das Einraeumen von Licht by Mariam Prantl (c) Tom Lachmayr 2 2022 Das Einraeumen von Licht by Mariam Prantl (c) Marija Kanizaj 3

Für KLANGLICHT 2022 setzt sich Miriam Prantl in den Nebenhöhlen des Schlossbergstollens in neun Stationen mit Platons Höhlengleichnis auseinander. „Die Augen an sich sehen nicht; es verhält sich so, dass wir durch unsere Augen zu sehen.“ schreibt Platon in seiner „Politeía“. Davon ausgehend beschäftigt sie sich mit Blendung, Lichtung, Passion des Lichts, Erhellung, Zwielicht, Schlusslicht, moduliertem Licht, kalibrierten Licht und dekonstruierten Licht.

Diese Installation ist nur im Einbahnsystem (Zugang Karmeliterplatz/Am Fuße des Schlossberges) mit KLANGLICHT-Ticket besuchbar.
Standort: Schlossbergstollen

Dieses Projekt wird unterstützt von der IV Steiermark.

Nocturne Julia Dantonnet, Shantidas Riedacker
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2022 Nocturne by Julia Dantonnet & Shantidas Riedacker (c) Luke Goodlife 1 2022 Nocturne by Julia Dantonnet & Shantidas Riedacker (c) Luke Goodlife 4 2022 Nocturne by Julia Dantonnet & Shantidas Riedacker (c) Luke Goodlife 3 2022 Nocturne by Julia Dantonnet & Shantidas Riedacker (c) Mathias Kniepeiss 5 2022 Nocturne by Julia Dantonnet & Shantidas Riedacker (c) Luke Goodlife 2

Julia Dantonnet (Lichtgestaltung), Shantidas Riedacker (Sound)
In Kooperation mit dem Volkskundemuseum am Paulustor

Im Innenhof des Volkskundemuseums entfaltet sich eine Landschaft aus Licht und Schatten, animierte Silhouetten tanzen über die Fassaden: Nachtaktive Tiere, Hirsche, Eulen, Füchse tauchen aus einem geheimnisvollen Wald auf. Die für Mythen und Geschichten spezifische Symbolik des Waldes appelliert an unsere kollektive Vorstellungskraft, uns mit der ungezähmten Natur zu verbinden.

Standort: Volkskundemuseum am Paulustor

Sonderfall des Rechtecks Esther Stocker
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2022 Sonderfall des Rechtecks by Esther Stocker (c) Marija Kanizaj 3 2022 Sonderfall des Rechtecks by Esther Stocker (c) Marija Kanizaj 4 2022 Sonderfall des Rechtecks by Esther Stocker (c) Marija Kanizaj 5 2022 Sonderfall des Rechtecks by Esther Stocker (c) Marija Kanizaj 2 2022 Sonderfall des Rechtecks by Esther Stocker (c) Alex Koch 1

Esther Stocker verändert in ihrer künstlerischen Arbeit mit geometrischen Zeichen- und Rastersystemen Raum und Architektur und lässt dynamische Bildräume entstehen, die ihr vermeintliches Ordnungsmuster verlieren. „Das Raster oder die Ordnung brauche ich“, so die Künstlerin, „um überhaupt erst eine Abweichung davon beschreiben zu können. Systemlosigkeit lässt sich nur durch Systeme beschreiben, sie ist Teil des Systems. Hinter einem Chaos ist immer auch eine Art Ordnung.“ ​

Für KLANGLICHT 2022 wird sich die mehrfach ausgezeichnete Künstlerin erstmals mit Licht auseinandersetzen: Der dreidimensionale Raum wird in ihrer für KLANGLICHT originären Installation zu einem Bildraum, Esther Stocker überträgt das gedankliche Erlebnis in ein Bild hineinzugehen in den realen Raum. Beim Durchschreiten steht der Betrachter mitten im Bild und kann durch Bewegung den Raum immer wieder neu erfahren.

Standort: Reininghauspark, Mirror Tower

Dieses Projekt wird unterstützt von
ÖSW.

Growth FH Joanneum IDK
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2022 Growth by FH Joanneum IDK (c) Marija Kanizaj 3 2022 Growth by FH Joanneum IDK (c) Mathias Kniepeiss 1 2022 Growth by FH Joanneum IDK (c) Mathias Kniepeiss 2 2022 Growth by FH Joanneum IDK (c) Alex Koch 6 2022 Growth by FH Joanneum IDK (c) Alex Koch 5 2022 Growth by FH Joanneum IDK (c) Marija Kanizaj 4

Studierende des Studiengangs Communication, Media, Sound and Interaction Design der FH JOANNEUM. Betreut von Astrid Drechsler, Daniel Fabry und Michael Kernbichler.
In Kooperation mit der FH Joanneum, IDK

Wachstum, ist eine räumlich und zeitlich strukturierte Vermehrung, Vergrößerung oder Teilung. Die Medieninszenierung „Growth“, produziert von Studierenden des Instituts für Design & Kommunikation der FH JOANNEUM, betrachtet diesen Begriff in all seinen Dimensionen und aus verschiedensten Perspektiven.

Licht und Klang sind die Materialien, mit denen die medialen Darstellungsmöglichkeiten und gestalterischen Spielarten von Wachstum erkundet werden. Studierende aus den Bereichen Media, Sound und Interaction Design erschaffen Inszenierungen des Überwucherns, Ausdehnens oder Vergrößerns. So wird, im neu gewachsenen Wohngebiet Reininghaus, eine Art orstspezifisches Lichtballett aufgeführt.

Standort: Reininghauspark 11

Those sounds are warpped in scars Antonia Manhartsberger
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2022 Those Sounds are wrapped in Scars by Antonia Manhartsberger (c) Marija Kanizaj 4 2022 Those Sounds are wrapped in Scars by Antonia Manhartsberger (c) Alex Koch 3 2022 Those Sounds are wrapped in Scars by Antonia Manhartsberger (c) Alex Koch 2 2022 Those Sounds are wrapped in Scars by Antonia Manhartsberger (c) Alex Koch 1 2022 Those Sounds are wrapped in Scars by Antonia Manhartsberger (c) Marija Kanizaj 5 2022 Those Sounds are wrapped in Scars by Antonia Manhartsberger (c) Marija Kanizaj 6

Die Klanginstallation ‚those sounds are wrapped in scars’ basiert auf der Überlegung, dass wir umgebende Architekturen und Objekte nie neutral wahrnehmen, sondern ihre Geschichten hören können. Der Klang eines Raumes oder eines Objekts und seine Eigenresonanz setzen sich zusammen aus seiner materiellen Beschaffenheit und seinen räumlichen Dimensionen. Jede Veränderung, sei es ein Kratzer, ein Loch, eine Schweißnaht etc., verändert diese. Der Gesamtklang eines Objekts erzählt also immer auch seine Geschichte… Bei KLANGLICHT 2022 setzt sich Antonia Manhartsberger mit der Geschichte der Branntweinfässer im Reininghauspark auseinander.

Standort: Branntweinfässer im Reininghauspark

Das Projekt wird unterstützt von ÖWG.

Arkestra of Light: Levitate OchoReSotto & Monique Fessl
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2022 Arkestra of Light - Levitate by OchoReSotto (c) Mathias Kniepeiss 1 2022 Arkestra of Light - Levitate by OchoReSotto (c) Marija Kanizaj 3 2022 Arkestra of Light - Levitate by OchoReSotto (c) Marija Kanizaj 5 2022 Arkestra of Light - Levitate by OchoReSotto (c) Marija Kanizaj 4 2022 Arkestra of Light - Levitate by OchoReSotto (c) Marija Kanizaj 6 2022 Arkestra of Light - Levitate by OchoReSotto (c) Tom Lachmayr 2

OchoReSotto (Lia Rädler, Volker Sernetz, Stefan Sobotka-Grünewald), Monique Fessl

Im Dunkel der Nacht steht ein Komplex aus vier Häusern. Die Mauern sind statisch; ragen starr in die Höhe. Die Fenster scheinen wie Augen mit wartendem Blick bis etwas passiert. Plötzlich: Licht! Da strahlt und klingt es und die Häuser werden zu einer großen Projektionsfläche einer völlig anderen Welt. Muster entwickeln sich, formieren sich zu immer neuen Gestalten, unterliegen einer konstanten Entwicklung. Getragen von der originär für dieses Projekt komponierten Musik lassen die Lichtbilder die bestrahlten Gebäude abheben. Die Mauern scheinen schwerelos. Dabei verstärkt die Anordnung der Häuser im Raum das Spiel der Paradigmen. Ihre versetzte Gliederung lässt die visuellen Elemente mit und gegen die Soundinstallation arbeiten. Ein spannender Mix audiovisueller Eindrücke lässt Gedanken sich erheben, lässt Emotionen emporsteigen. Ein immenser Raum, der Perspektiven für eindrückliche Bilder schafft wird mit analogen Großbildprojektoren generiert, die jeweils zwei Filmrollen mit und gegeneinander bewegen. Auf den Ort zugeschnittene Sequenzen stimulieren den Komplex und machen ihn lebendig. Sie sind durch fließend konsistente Bewegungen charakterisiert, bestechen durch ihre fulminante Leuchtkraft und sind exakt mit der Musik synchronisiert.

Standort: Reininghauspark 4-6

Mindfullnes Meditations Signe Pierce
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2022 Mindfullness Mediatations by Signe Pierce (c) Marija Kanizaj 1 2022 Mindfullness Mediatations by Signe Pierce (c) Marija Kanizaj 3 2022 Mindfullness Mediatations by Signe Pierce (c) Alex Koch 4 2022 Mindfullness Mediatations by Signe Pierce (c) Marija Kanizaj 2

In Kooperation mit dem Kunsthaus Graz.

Leben wir in einer Simulation? Die amerikanische Medienkünstlerin Signe Pierce sendet fürs Klanglicht ihre subversiven Sprüche über die BIX-Medienfassade des Kunsthauses in die Stadt, während sie parallel dazu am Schloßberg sowohl im Lift als auch im Aiola upstairs passende Klangteppiche einspielt.

In einem Spiel der minimalen Veränderung von Klang, Zeichen und Sprache zeigt Pierce unheimliche Welten einer sogenannten Hypermediation, in der analoge, digitale, künstlerische und ökonomische Regularien zusammentreffen und gegeneinander ausgespielt werden. „BREAK THE SIMULATRIX“ ist dabei nur eine der Aufforderungen.

Standort: BIX-Fassade des Kunsthauses, Schlossberglift, Aiola Upstairs

ÖAMTC, Light Art by Mariachi Productions Gregor Thuner
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2022 OEAMTC Light Art by Mariachi Productions (c) Alex Koch 3 2022 OEAMTC Light Art by Mariachi Productions (c) Marija Kanizaj 4 2022 OEAMTC Light Art by Mariachi Productions (c) Marija Kanizaj 5 2022 OEAMTC Light Art by Mariachi Productions (c) Alex Koch 2 2022 OEAMTC Light Art by Mariachi Productions (c) Alex Koch 1

Das Headquarter des ÖAMTC direkt vis-a-vis des Reininghaus Parks in der Alten Poststraße wird zum Point-of-Interest während KLANGLICHT 2022. Der Grazer Verein MariachiProductions wird das architektonisch herausragende Gebäude mit variantenreichen, verspielten Lichtstimmungen inszenieren. Die „LED-Stixx-RT2“, entwickelt und in Handarbeit produziert von den Lichttechnikern und Designern Thomas Ritz und Gregor Thurner, kamen erstmals beim Springfestival 2022 zum Einsatz und faszinieren seitdem bei Konzerten und Clubbings das Publikum. Diese neuen Design- und Lichtquellen werden gemeinsam mit anderen Lichtquellen während KLANGLICHT die große Glasfassade des ÖAMTC-Gebäudes mit einer fulminanten Inszenierung zum Leuchten bringen.

Standort: Alte Poststraße 161, 8020 Graz

Light Art by Mariachi Productions ist ein Projekt von ÖAMTC Graz-West.

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In seiner siebenten Auflage verband KLANGLICHT, das Kunstfestival der Bühnen Graz, von 27. bis 29. Oktober 2022 mit insgesamt fünfzehn Licht- und Klanginstallationen das alte und das neue Graz, die Zukunft und Vergangenheit der Stadt und zigtausend Menschen.

International renommierte Kunstschaffende öffneten mit ihren Licht- und Klanginterventionen Auge und Ohr für den Schlossberg als UNESCO Weltkulturerbe, als Naturschauspiel und Aussichtspunkt, der von nahezu allen Winkeln der Stadt sichtbar ist. Zeitgleich leuchtete und klang auf der anderen Seite der Mur eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas als urbane Utopie: Das neue Stadtviertel Reininghaus wurde auf den Pfaden von KLANGLICHT 2022 von tausenden Besucher*innen entdeckt.

2021
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Feminitiv Michael Bachhofer, Karin Watabe-Wolfger & Karl Wratschko
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2021 Feminitiv by Michael Bachhofer, Karin Watabe Wolfger, Karl Wratschko (c) Marija Kanizaj 3 2021 Feminitiv by Michael Bachhofer, Karin Watabe Wolfger, Karl Wratschko (c) Christian Thiess 4 2021 Feminitiv by Michael Bachhofer, Karin Watabe Wolfger, Karl Wratschko (c) Marija Kanizaj 2 2021 Feminitiv by Michael Bachhofer, Karin Watabe Wolfger, Karl Wratschko (c) Marija Kanizaj 1

Im Park des Schloss Eggenberg steht das Abbild der Göttin Diana. Sie ist bekannt als Göttin der Jagd, gilt jedoch auch als Beschützerin der Frauen und Mädchen. Am Wegesrand begegnen Besucherinnen und Besucher ihr das erste Mal – als gewöhnliche Frau, die mit den Abgründen einer patriarchalen Gesellschaft, mit Ängsten und Zweifeln, mit Benachteiligung und vor allem Gewalt zu kämpfen hat. Sie erzählt offen und einem selbst wird bange: All diese Gedanken und Erlebnisse sind Teil des „echten Lebens“. Doch dann erwacht noch eine weitere Diana zum Leben: die Göttin. Ihr Job ist es, Frauen und Mädchen zu beschützen und für neue Identitäten fernab männlicher Deutung zu kämpfen. Sie ist Komplizin, bleibt dabei jedoch gönnerhaft und unnahbar. Aus der Ferne mischt sie sich in das Geschehen ein. Es beginnt ein vermeintlicher Dialog, der das längst veraltete Rollenmodell der Frau aufbricht und angreift und dabei das Publikum einlädt, ihre Auffassung in Bezug auf Geschlechterstereotypen zu hinterfragen. Durch Symbolik und Inhalt eröffnet sich ein multidimensionaler Raum an möglichen Haltungen, Denkansätzen und Zukunftsvisionen. Dabei verdeutlicht die audiovisuelle Installation die Vielfalt und Ambivalenz unserer Gegenwart und die Erwartungen und Hoffnungen an die Zukunft.

Michael Bachhofer, Karin Watabe-Wolfger und Karl Wratschko möchten mit ihrer Installation die andauernde Aktualität von Gewalt gegen Frauen thematisieren und ihre Stimme für die Rechte von Frauen erheben. „feminitiv“ spricht dabei offen strukturelle Gewalt gegen Frauen an und verhandelt diese Thematik auf eine ästhetische und innovative Weise.

Biografie Michael Bachhofer
Michael Bachhofer (*1976 in Friesach) arbeitet als freischaffender Künstler an den Schnittstellen von Kunst, Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft.

Biografie Karin Watabe-Wolfger
Karin Watabe-Wolfger (*1976 in Friesach) ist eine in Wien lebende Dramaturgin und Konzeptionistin für Film, Fernsehen, Kunst- und Kulturprojekte.

Biografie Karl Wratschko
Karl Wratschko (*1978 in Leoben) arbeitet als Kurator, Filmemacher und Kunstschaffender.

Credits
Konzept & Umsetzung: Michael Bachhofer, Karin Watabe-Wolfger und Karl Wratschko
Mitwirkende Darsteller*innen: Leonie Berner, Julia Posch, Karolina Preuschl
3D Sculpting und 3D Druck: Jörg Bachhofer
Supported by: ViennaBase-Donau – Homes for Students und ARTist- Alumniverband der Universität für Angewandte Kunst Wien
Technische Umsetzung: grafx live-marketing GmbH, pro-video

Die Kunstintervention wurde mit freundlicher Unterstützung der Kleinen Zeitung realisiert.

Beyond that Brigitte Kowanz
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2021 Beyond That by Brigitte Kowanz (c) Alex Koch 1

Kurzes Signal. Langes Signal. Pause. Der Morsecode ist ein System, das nur zwei Zeichen kennt: Signal oder kein Signal, wobei die zeitliche Länge des Signals variabel ist. Es zeichnet sich durch eine Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten aus: über Ton oder Funk, mit elektrischen Impulsen oder Unterbrechung eines konstanten Signals, mit Lichtzeichen, die ein- und ausgeschaltet werden. Auch Brigitte Kowanz bedient sich des Morsecodes, wenn sie mit Licht Wörter gestaltet – also mit Licht schreibt. Kern ihrer Arbeit ist dabei das Thematisieren des universellen Bedürfnisses nach dem Senden und Empfangen von Botschaften, des Weiteren auch die Frage, welchen Einfluss neue Medien und Technologien auf unsere Kommunikation ausüben. Mit „Beyond that“ inszenierte Kowanz insgesamt zehn Bäume im Schlosspark als Kommunikationsmittel und lud Besucher*innen ein, ihre Botschaft selbst mit Licht freizulegen. Mit reflektierenden Folienstreifen umwickelt wurden die Bäume zum Träger von Morsecodes, die mit der eigenen Handytaschenlampe entschlüsselt werden konnten. Durch das eigenhändige Beleuchten der Stämme in der Dunkelheit wurde die Botschaft offengelegt: Beyond that – darüber hinaus. Über das Bestrahlen mit Licht hinaus besteht der Code auch in der Finsternis. Über das Leuchten der Sterne hinaus ist das Universum existent. Über unser Dasein hinaus besteht Unendlichkeit. Jede und jeder findet ihre oder seine Interpretation von „Beyond that“. Was Brigitte Kowanz mit ihrer Intervention jedoch allen vor Augen führte, ist die Dematerialisierung von Kunst und die Visualisierung von Immaterialität, Flüchtigkeit und Grenzenlosigkeit des Lichts. Geleitet vom Satz Light is what we see zeigt Brigitte Kowanz das Paradoxe des Lichts: Es macht alles sichtbar, bleibt in der Regel selbst aber unsichtbar. Ihre Codes dienen der Künstlerin dabei als ästhetisches Kommunikationsmittel. Ihre Einladung gilt allen, die diese entschlüsseln möchten.

Biografie
Brigitte Kowanz studierte von 1975 bis 1980 an der Hochschule für angewandte Kunst Wien, wo sie von 1997 bis 2021 auch eine Professur inne hat. Ihre Arbeiten waren unter anderem bei der Venedig Biennale, der Sao Paolo Biennale, der Sydney Biennale, der Cairo Biennale, in der Fondation Beyeler, der Hayward Gallery London, im Museum of Contemporary Art Sydney, im MACRO Museo d‘Arte Contemporanea di Roma, oder im Shanghai Art Museum zu sehen. Licht und Raum, Medien und Information sind zentrale Elemente in der vielschichtigen Arbeit von Brigitte Kowanz. Sprache, Codes, Symbole und Zeichen werden in subtilen Installationen poetisch beleuchtet. Kowanz erzeugt auratische Situationen, in denen Betrachterinnen und Betrachter bei der Aktivierung und der etwaigen Decodierung eine entscheidende Rolle zukommt. Aktuelle Installationen thematisieren den Einfluss von neuen Technologien auf die Konstruktion von Wirklichkeit. Die Beschleunigung der Kommunikation trifft auf die Beschleunigung des Lebens. Kowanz Arbeiten reflektieren diese Dynamik buchstäblich: die rhythmisierte, sinnliche Qualität des Lichts, in die das Publikum eintaucht, wird dabei jedoch auch ein kontemplativer Gegenentwurf.

Credits
Lichtinstallation: Brigitte Kowanz
Sound: Elias Jocher
Visualisierung: Studio Brigitte Kowanz
Technische Umsetzung: grafx live-marketing GmbH, slv-austria

Die Kunstintervention wurde mit freundlicher Unterstützung
der Industriellenvereinigung Steiermark realisiert.

Awaited David Reumüller
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2021 Awaite by David Reumueller (c) Garfield Trummerl 1

Nach einem langen Jahr des Ausharrens ohne Bühne spielt die Geisterband des Musikers und bildenden Künstlers David Reumüller nun endlich den neuen Song: ein Schattentheater der anderen Art. Zum Eintauchen und Mitwarten. Eine Konzertinstallation im Space04 des Kunsthauses Graz anlässlich von KLANGLICHT 2021.

„Im Warten kann die Zeit endlos werden.“ Was endlos ist, ist lang, ist ewig. Und damit für uns Menschen kaum begreifbar, geschweige denn erfahrbar. Ein Traum eigentlich. Und unheimlich, wohl auch, weil man so sehr auf sich selbst zurückgeworfen ist.

Im Kunsthaus Graz schafft Reumüller für KLANGLICHT 2021 eine Installation, die reale und virtuelle Raumdimensionen ineinander übergehen lässt und das Warten selbst mit an- und abschwellender Musik zum Thema macht.

Warten bedeutet etymologisch gesehen den Blick auf etwas zu richten. Heute wartet man nicht gern und doch ist das Warten ein produktiver Teil unseres Seins – das sagen Gehirnforscher ebenso wie Literaten. Homer soll das Warten zum Lebensinhalt erhoben haben … im Space04 wartet man nun – gern. Und taucht ins Warten ein.

Biografie
1979 im Murtal geboren, zog es David Reumüller schon früh nach Graz, wo er sich an der Ortweinschule der visuellen Kunst widmete. Seit seinem Abschluss 1998 setzt sich der Künstler mit unterschiedlichen Medien auseinander. So erschienen neben seinen visuellen Inszenierungen auch zahlreiche musikalische Sammelwerke, Publikationen und Filme. In seinen interaktiven Videoinstallationen untersucht Reumüller vor allem die Wahrnehmung und stellt deren individuellen Informationsgehalt auf den Prüfstand.

In Kooperation mit dem Kunsthaus Graz.

Same time different time Ulrike Königshofer
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2021 Same Time Different Time by Ulrike Koenigshofer (c) Alex Koch 2 2021 Same Time Different Time by Ulrike Koenigshofer (c) Ulrike Koenigshofer 1

Die Schutzengelkirche in Graz-Eggenberg wurde am 6. Oktober 1996 als der bisher letzte Kirchenneubau der Steiermark von Bischof Johann Weber geweiht. Anlässlich dieses Kirchweihjubiläums und der Pfarrgründung vor 90 Jahren ist diese sehenswerte Kirche des Architekten Werner Hollomey Teil von KLANGLICHT 2021. KIRCHEN KULTUR GRAZ präsentierte an den vier Abenden eine besondere Arbeit der Künstlerin Ulrike Königshofer: „Same Time. Different Time.“

Eine Videoaufnahme zeigt den Sonnenaufgang in Wien, hoch über der Stadt von der Jubiläumswarte aus gefilmt, während eine zweite Aufnahme zeitgleich den Sonnenuntergang in Los Angeles und damit auf der anderen Seite der Weltkugel zeigt. Im alltäglichen Erleben ist es entweder Tag oder Nacht. Diese mögen aus einer objektiven Sicht nur verschiedene Blickwinkel sein auf dasselbe Ereignis – in der subjektiven Betrachtung sind sie das genaue Gegenteil voneinander. Überall auf der Erde sieht man dieselbe Sonne. Der Horizont aber ist ein anderer. Durch das Verschieben der Perspektive lässt Ulrike Königshofer dasselbe Ereignis völlig anders erscheinen.

Biografie
Ulrike Königshofer lebt und arbeitet als bildende Künstlerin in Wien und befasst sich mit verschiedenen Aspekten der menschlichen Wahrnehmung, vor allem in Fotografie- und Medienarbeiten und Installationen. 1981 in Koglhof in der Steiermark geboren, besuchte sie die Ortweinschule in Graz und die Universität für angewandte Kunst in Wien. Seitdem verbrachte sie Arbeitsaufenthalte in Paris, New York, Neufundland, Triest und London. Mehrfach ausgezeichnet erhielt sie 2019 mit ihrer Arbeit „Same Time. Different Time“, die Teil der Sammlung des KULTUMdepot Graz ist, zuletzt den Kunstpreis der Diözese Graz-Seckau.

Kuratiert von Kirchen Kultur Graz in Kooperation mit der Pfarre Graz-Hl. Schutzengel.

Credits
Projekt: Same Time. Different Time, 2017, HD-Video, 29:50 min, KULTUMdepot Graz, aus: Phantastisches Wissen, innerlich durchleuchtet (2019), Kunstpreisträgerin der Diözese Graz-Seckau 2019 | Ulrike Königshofer
Für das Team KIRCHEN KULTUR GRAZ: Gertraud Schaller-Pressler (Gesamtkoordination), Alois Kölbl
Mit Pfarre Graz-Hl. Schutzengel: Heimo Kaindl, Maria Otter, Wolfgang Schwarz
Technische Betreuung: Markus Königshofer, eventmanagement/eventtechnics

Five Planets Mischa Kuball
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2021 Five Planets by Mischa Kuball (c) Marija Kanizaj 1 2021 Five Planets by Mischa Kuball (c) Marija Kanizaj 2 2021 Five Planets by Mischa Kuball (c) Christian Thiess 4 2021 Five Planets by Mischa Kuball (c) Christian Thiess 5 2021 Five Planets by Mischa Kuball (c) Marija Kanizaj 3

Durch die Fenster des Cafépavillons im Garten des Schloss Eggenberg taucht man ein in die Unendlichkeit des Weltalls: Die Namen von fünf Planeten unseres Sonnensystems werden mittels Lichtschablonen auf verspiegelte Kugeln projiziert, durch Rotation und Spiegelung zerrissen, verlieren ihre eindeutige Zuordnung im Dunkel des Raumes und bilden mit ihren Reflexionen ihre ganz eigene Galaxie. Betrachterinnen und Betrachter überkommt das sinnliche Gefühl, in einer anderen Sphäre zu schweben, die doch nicht greifbar ist. Was entsteht, ist eine Distanz zu allem Irdischen, zum eigenen Ich sowie der Realität des Seins auf dem Planeten Erde. Für die Dauer der Betrachtung von Mischa Kuballs „Five Planets“ wird man fortgetragen in einen fernen Kosmos, geschaffen durch die Überlagerung leuchtender Teile von Mars, Saturn, Venus, Jupiter und Merkur. In sanfter Bewegung gleiten sie durch den Raum und verleihen unserer Vorstellung der Unendlichkeit ein Stück Erreichbarkeit.

Mit „Five Planets“ versucht Mischa Kuball das Unfassbare und Unbegreifliche unseres Universums erfahrbar zu machen. Zugleich thematisiert er die Entwicklung des Menschen hin zum Erforscher des Alls. Im Zuge seiner Evolution, vor allem seit Beginn der Aufklärung, strebte der Mensch nach Wissen, was denn „da oben“ sei – zuerst durch die Betrachtung mittels Teleskop, später durch das reale Bereisen des Weltalls. Das Licht mag dadurch auch als Symbol für das aufklärerische Denken verstanden werden, das den Menschen seit jeher antreibt.

Biografie
Mischa Kuball, Konzeptkünstler, ist seit 1977 im öffentlichen und institutionellen Raum tätig. Er nutzt das Medium Licht, um architektonische Räume sowie soziale und politische Diskurse zu erforschen und reflektiert eine Vielzahl von Aspekten von soziokulturellen Strukturen bis hin zu architektonischen Interventionen, deren Monumentalität und architekturgeschichtlichen Kontext er betont oder neu interpretiert. In politisch motivierten Partizipationsprojekten verschmelzen öffentlicher und privater Raum zu einem ununterscheidbaren Ganzen und bieten eine Plattform für die Kommunikation zwischen Publikum, Künstler, Werk und öffentlichem Raum. Mischa Kuball ist seit 2007 Professor für Kunst im öffentlichen Raum an der Kunsthochschule für Medien, Köln, und war von 2006 bis 2008 Professor für Medienkunst an der Hochschule für Gestaltung/ZKM, Karlsruhe. Seit 2015 ist er Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste, Düsseldorf. Im Jahr 2016 wurde er mit dem Deutschen Lichtpreis ausgezeichnet.

Credits
Künstler: Mischa Kuball
Technische Umsetzung: Erik Denneborg, slv-austria
With Courtesy of: Daniel Marzona Galerie
Sound: Julian Koerndl

Die Installation wurde mit
freundlicher Unterstützung der WEGRAZ realisiert.

Wundertiere Katja Paternoster
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2021 Wundertiere by Katja Paternoster (c) Alex Koch 4 2021 Wundertiere by Katja Paternoster (c) Alex Koch 3 2021 Wundertiere by Katja Paternoster (c) Christian Thiess 2 2021 Wundertiere by Katja Paternoster (c) Marija Kanizaj 1

Fabeltiere faszinieren den Menschen seit jeher, wecken seine Fantasie und ziehen ihn in ihren Bann. Auch an den Wänden im Inneren des Schloss Eggenberg tummelt sich eine reiche sagenumwobene Tierwelt, die die Künstlerin Katja Paternoster zu ihren ganz eigenen, fantastischen Figuren inspirierte. Die Rauminstallation „Wundertiere“ geht dabei in der Zeit zurück und beleuchtet mythische Tiere und damit verbundene Legenden. Von Hand geformt und mit Licht inszeniert wurden eine fliegende Schlange, eine Hydra, ein Basilisk und ein Wiesel, ein Greif und ein zweiköpfiger Adler im Schlosspark lebendig. In den Baumkronen schwebend und im Baumhain versteckt, schuf Katja Paternosters Wundertiere und die Illusion einer mythologischen Welt, an der auch Betrachter*innen teilhaben konnten, wenn sie die entlegenen Winkel des Eggenberger Schlossparks betraten. Die fragile Struktur des Drahts erzeugte die mystischen, geisterhaften, geheimnisvollen Helden der Sagen aus der Vergangenheit, die im Lichtschein real wurden.

Biografie
Katja Paternoster ist Absolventin der Fakultät für Architektur an der Universität Ljubljana. Als Lichtkünstlerin arbeitet sie auf dem Gebiet der räumlichen Lichtinstallation. Ihre Werke spiegeln die Sensibilität für die lokale Identität des Raums wider, in dem die Installation platziert ist. Das Medium, mit dem sie sich ausdrückt, ist Licht in Verbindung mit einfachen Materialien. Im Prozess der Gestaltung verlieren die Materialien ihre ursprüngliche Funktion, und mit Hilfe des Lichts werden die Skulpturen sichtbar. Ihre Arbeiten wurden bereits auf vielen Lichtfestivals in ganz Europa präsentiert. Ihr Wissen und ihre Leidenschaft für Licht gibt sie als Mentorin in verschiedenen Lichtworkshops weiter. Paternosters erste Installation, eine Serie von Drahtskulpturen, trug den Namen „Night Visitors“, in der das Licht die Anwesenheit von wilden Tieren in der nächtlichen Stadt zeigt. Ihre spätere Installation hieß „Domestic & Wild“, in der das Licht symbolisch die Koexistenz verschiedener Tierarten in einem gemeinsamen Territorium umreißt. In Paternosters Installation „Below surface“ enthüllte das Licht die Tiefe des Meeres und seine selten gesehenen Bewohner.

Credits
Künstlerin: Katja Paternoster
Musik: Igor Matković
Technische Umsetzung: grafx live-marketing GmbH, slv-austria

Tower Neon Golden
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2021 Tower by Neon Golden (c) Alex Koch 2 2021 Tower by Neon Golden (c) Marija Kanizaj 1

Hier, im Dunkel des Abends, nutzt das Licht die geometrische Struktur als seinen Spielraum, huscht über Flächen, tanzt um einen Turm, baut ihn auf und lässt ihn wieder verschwinden. Die Installation „Tower“ basiert auf neun Kuben, die in verschiedenen Kompositionen angeordnet werden können und bei Klanglicht 2021 als – im wahrsten Sinne des Wortes – Leuchtturm in die Höhe wachsen. Die Würfel sind an ihren Rändern mit 108 Led-Röhren ausgestattet, die die Skulptur zum dynamischen Erleuchten bringen. Der Acht-Kanal-Sound, der die Skulptur umgibt, wurde eigens komponiert und ist eine Partitur der „Übertöne“. Ein Oberton ist dabei jede Frequenz, die größer ist als die Grundfrequenz eines Tons. Im Zusammenspiel von Licht und Klang, von Konstruktion und Dekonstruktion wird das Projekt „Tower“ zu einem räumlichen Erlebnis im Zeichen von Anstieg und Höhe, Eliminierung und Depression.

Biografie
Neon Golden schaffen Projekte in unterschiedlichen Bereichen der Media Art. Sie verschmelzen mit ihren Arbeiten Disziplinen wie Visual, Generative, Interactive und Computer Related Art sowie Rapid Prototyping, Performance, Architektur und Design. Ihre künstlerischen Konzepte setzen sich vor allem mit den Themen System, Daten und Interaktion sowie dem Wechsel- und Zusammenspiel von Natur und Mensch auseinander.

Credits
Konzept und Programmierung: Stefan Kainbacher
Musik: Lucas Dietrich
Produktion: Corinna Loesch
Technische Umsetzung: grafx live-marketing GmbH, getec eventtechnik GmbH

Die Installation wurde mit freundlicher Unterstützung
der Kronen Zeitung realisiert.

UN-retained Sabine Molenaar / Cie. Sandman
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2021 UN-retained by Sabine Molenaar, Cie. Sandman (c) Marija Kanizaj 1

Körper − schwebend und biegsam in etwa zehn Metern Höhe. Zeitlos, schwerelos. Wir stehen still und schauen auf. Wir atmen wie selbstverständlich mit den atemlosen Erscheinungen bis sie sich im Vakuum auflösen. „UN-retained“ ist eine bildgewaltige, poetische Geschichte, die Stille in die Welt bringt und uns Zeit, Raum und Schwerkraft vergessen lässt. Das Bild vor unserem Auge scheint den Herzschlag zu verlangsamen und in ein Universum frei von Sorgen und Ängsten zu entführen. Die Performance-Künstlerin Sabine Molenaar schuf mit ihrer Gruppe „Sandman“ eine Tanzinszenierung, die als immersive Videoinstallation überwältigt und zugleich zur Kontemplation einlädt – eine große, eindrückliche Darbietung, die uns ebenso in und mit ihrer Intimität berührt. Betrachter*innen von „UN-retained“ erlebten eine Symbiose zwischen der eigenen Vertrautheit mit realen Körpern und verborgener Technik, die eine solche Erfahrung erst möglich macht.

Biografie
Sabine Molenaar schafft mit ihrer Kompanie „Sandman“ fantasievolle Performances, in denen die assoziative Logik der Träume herrscht. Die Künstlerin und Choreografin entwickelt ihre Performances aus einer bestimmten Haltung heraus: Der Körper, in dem sie höchste geistige, körperliche und emotionale Konzentration verbindet, ist ihr Werkzeug und verleiht ihren Figuren und Assoziationen Tiefe und Ausdruckskraft. Der Körper ist der Ausgangspunkt und das Mitgefühl: schmerzhaft, tugendhaft und gnadenlos persönlich. Die Kompanie „Sandman“ wurde 2012 von Sabine Molenaar gegründet und hat ihren Sitz in Brüssel.

Credits
Produktion: Sandman
Konzept & Choreografie: Sabine Molenaar
Technisches Konzept und Video Mapping: Gertjan Biasino
Komponist: Jochem Baelus
Tänzer*innen: Gunther Polle, Corentin Dockx, Thierry Dockx, An Meirsman, Thibault Dockx, Sabine Molenaar und Umiko Dockx Molenaar
Weitere Beteiligte: Alexandra Brixy, Cinediving/ Wim Michels, Thibault Dockx, Jeroen van Haudt, Adrien Lengrand, Nienke Rooijakkers, Filip Timmermans
Ausführende Produzenten: DansBrabant & Kosmonaut
Koproduktion: DansBrabant, GLOW Eindhoven
Mit der Unterstützung von: Beamsystems, Fonds Podiumkunsten, LITES/Cinediving
Technische Umsetzung: grafx live-marketing GmbH, pro-video, getec eventtechnik GmbH

Fiers à Cheval Compagnie des Quidams
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2021 Fiers a Cheval by Compagnie des Quidams (c) Marija Kanizaj 1 2021 Fiers a Cheval by Compagnie des Quidams (c) Marija Kanizaj 2 2021 Fiers a Cheval by Compagnie des Quidams (c) Alex Koch 4 2021 Fiers a Cheval by Compagnie des Quidams (c) Alex Koch 5 2021 Fiers a Cheval by Compagnie des Quidams (c) Marija Kanizaj 3

Es mutet an wie in einem Traum: Seltsame Figuren haben sich auf diesem Platz vor dem Schloss eingefunden. Sie sind bizarr gekleidet, wie aus ferner Zukunft, und präsentieren sich dem Publikum mit hoch erhobenem Haupt. Ganz plötzlich verwandelt sich diese Szenerie in eine bezaubernde Welt: Aus den Figuren werden galoppierende Pferde, die hell und stolz in den Nachthimmel leuchten. Doch diese fantastische Herde ist gar nicht wild und ungezähmt – im Gegenteil! Elegant und anmutig folgt sie einer genauen Choreografie und zieht das Publikum in ihren Bann.

Die französische Künstler- und Performancegruppe Compagnie des Quidams verwandelte stündlich den Vorplatz des Schloss Eggenberg in eine ganz eigene, zauberhafte Welt, die das Publikum auf eine leuchtende Reise ins Land der Träume entführte. Tanzende Geschöpfe aus Luft, Licht und Seide erzählten szenisch Geschichten und erschufen damit unvergessliche Bilder vor der Kulisse des Schloss Eggenberg.

Biografie
Die 1994 von ihrem künstlerischen Leiter Jean-Baptiste Duperray gegründete „Compagnie des Quidams“ hat mehr als ein Dutzend Aufführungen in über vierzig Ländern, von Europa über Asien bis nach Australien und Südamerika, realisiert. Sie vereint zwanzig Künstlerinnen und Künstler sowie Technikerinnen und Techniker aus verschiedenen Bereichen wie Theater, Tanz, Musik und Zirkus. Die Compagnie des Quidams hat ihren Sitz im Dorf Etrez Quidams im Norden des Ain. Neben ihren Performances entwickelt sie auch Projekte zur Sensibilisierung für Kunst im öffentlichen Raum, teils auch mit offenen Proben und künstlerischen Workshops.

Credits
Autoren: Hal Collomb, Jean-Baptiste Duperray & Géraldine Clément
Regie: Jean-Baptiste Duperray
Kostüme: Géraldine Clément, Frédéric Grand
Musik: Serge Besset
3D-Modell: Jean-Marc Noirot-Cosson
Produktion: Compagnie des Quidams
Technische Umsetzung: grafx live-marketing GmbH, ARTEC group GmbH

Die Performance wurde mit freundlicher Unterstützung
der Steiermärkischen Sparkasse realisiert.

Constant’s Zone & Klangpfade Winfried Ritsch
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2021 Constants Zones by studio ASYNCHROME (c) Marija Kanizaj 1 2021 Constants Zones by studio ASYNCHROME (c) Marija Kanizaj 3 2021 Constants Zones by studio ASYNCHROME (c) Marija Kanizaj 2 2021 Constants Zones by studio ASYNCHROME (c) Alex Koch 4 2021 Constants Zones by studio ASYNCHROME (c) Christian Thiess 5 2021 Constants Zones by studio ASYNCHROME (c) Christian Thiess 6 2021 Constants Zones by studio ASYNCHROME (c) Christian Thiess 7

Constant’s Zone

Die Utopie „New Babylon“ des Künstlers Constant Nieuwenhuys ist eine neu gedachte, radikale Stadtentwicklung aus dem 20. Jahrhundert, die Lebensräume nicht mehr durch ihre Grenzen, sondern durch Nutzen definiert und mittels individueller Farbgebung sichtbar macht. studio ASYNCHROME experimentiert mit dieser Utopie, macht Constant’s Stadtpläne erfahrbar und lässt die Eggenberger Allee abwechselnd in roter, grüner und blauer Farbe erstrahlen. Durch das Verändern der Lichträume sind Besucherinnen und Besucher angehalten spontan in einen Austausch mit ihrer wechselnden Umgebung zu treten und ihre Gefühls- und Sinneswelt an diesen neuen Stimmungsraum anzupassen.

Credits
Konzept: studio ASYNCHROME
Technische Umsetzung: Helmut Kaplan, grafx live-marketing GmbH, getec eventtechnik GmbH

Klangpfade
Von Winfried Ritsch komponierte „Klangpfade“ begleiten die Besucherinnen und Besucher auf ihrem Weg durch die Lichtinstallation „Constant’s Zones“. Mikrokompositionen, sogenannte „SoundLives“, lassen dabei hinter die Fassaden des Stadtviertels Eggenberg blicken und hören: Mit dem Tropfen des Wasserhahns, mit Wortfetzen und Musik, mit Schritten oder dem Surren eines Elektrogerätes.

Credits
Komposition: Winfried Ritsch
Software: Martin Simpson, Chonglian Yu, Johannes Zmoelnig (Soundlives)
Mit Unterstützung von: Atelier Algorythmics, Institut für Elektronische Musik und Akustik Graz
Technische Umsetzung: Helmut Kaplan, grafx live-marketing GmbH, getec eventtechnik GmbH

Die Installation wurde mit freundlicher Unterstützung der Holding Graz realisiert.

Jardin des Planètes & Planeten Balletten Klaus Littmann (Jardin des Planètes); Nikos Zachariadis & Max Höfler (Planeten Balletten)
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2021 Jardin des Planetes by Klaus Littmann (c) Christian Thiess 2 2021 Jardin des Planetes by Klaus Littmann (c) Christian Thiess 5 2021 Jardin des Planetes by Klaus Littmann (c) Christian Thiess 4 2021 Jardin des Planetes by Klaus Littmann (c) Christian Thiess 3 2021 Jardin des Planetes by Klaus Littmann (c) Marija Kanizaj 1

m „Jardin des Planètes“ – dem Garten der Planeten – steigen von Künstlerhänden gestaltete Planeten in den Himmel und schaffen ein künstliches wie künstlerisches Universum. Hier wandeln Besucherinnen und Besucher unter Bäumen und Planeten wie in einem fernen Kosmos, finden sich zeitgleich aber auch in einer modernen Übersetzung des prunkvollen Planetensaals im Inneren des Schlosses wieder.

Biografie Klaus Littmann
Klaus Littmann ist u.a. ein international freischaffender Vermittler zeitgenössischer Kunst. Der Schweizer Künstler und Kurator ist auf die Planung und Realisierung von themenorientierten Kunstausstellungen sowie künstlerischen Interventionen im öffentlichen Raum fokussiert. Dabei stehen sowohl die Beschäftigung mit Alltagskultur als auch die Konfrontation von Gegenwartskunst mit historisch gewachsenen Stadträumen im Zentrum der jeweils aufwendigen Projekte. Zuletzt erregte seine Intervention „For Forest“ im Klagenfurter Stadion internationales Aufsehen. Littmann wurde 2002 mit dem Kulturpreis der Stadt Basel ausgezeichnet.

Concept
Konzept & Umsetzung: Klaus Littmann
Beteiligte Künstler: Joep van Liefland, Markus Wirthmann, Hanspeter Hofmann, Otto Zitko, Daniele Buetti, Ren Zhitian, Michel Blazy, Peter Kogler, Enrique Fontanilles
Technische Umsetzung: Andreas Braunböck, ETWAS ANDERES

„planten balletten – aus bausspiel fest rockenem“ von Nikos Zachariadis und Max Höfler

Der Grazer Multimediakünstler Nikos Zachariadis bearbeitete, in Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Max Höfler, Texte des neunteiligen barocken Planeten-Balletts von 1678. Als Klanginstallation begleitete die neue, abstrakte Version der Planetentexte Besucherinnen und Besucher durch den von Klaus Littmann initiierten „Jardin des Planètes“. Die Verschränkung dieser Licht- und Klanginterventionen lädt dazu ein, die eigene Position und die Rolle des Menschen in einem größeren Kontext zu sehen, zu verstehen und damit auch zu überdenken.

Biografie Nikos Zachariadis
Nikos Zachariadis ist ein multidisziplinär arbeitender Künstler, Gestalter und Organisator in Graz. Nach seinem Studium der Architektur beschäftigte er sich vor allem mit Wirkungsweisen und Manipulationen der sinnlichen Wahrnehmung innerhalb des Spannungsfeldes Bild—Ton—Raum—Zeit in unterschiedlichsten Konstellationen und Aspekten. Sein besonderes Interesse gilt dabei der Verschränkung von realem, imaginärem und virtuellem Raum und den resultierenden ästhetischen Verschiebungen der Atmosphäre. Das Spektrum der Arbeiten umfasst – neben Werken in klassischen Medien und elektroakustischen Konzerten – u.a. immersive AV-Umgebungen und performative Klangskulpturen.

Biografie Max Höfler
Max Höfler ist ein österreichischer Schriftsteller, Künstler und ehemals Literaturbeauftragter des Forums Stadtpark in Graz. Max Höfler verfasst experimentelle Prosatexte und publiziert regelmäßig in Literaturzeitschriften: So in der perspektive, manuskripte, den Lichtungen, der schreibkraft, dem fröhlichen wohnzimmer und den Publikationen der Künstlergruppe monochrom. Er ist Gründer des Netzkunstprojekts Eigenheimgalerie GG44 und Mitbegründer der Künstlergruppe R.A.P1.2. Seit 2013 ist er Herausgeber des Leinwandliteraturmagazins „GLORY HOLE – nachrichten von drüben“, das in der Nacht auf die Außenleinwand des Forum Stadtpark projiziert wird.

Credits
Text und Komposition: Max Höfler
Komposition: Nikolaos Zachariadis
Technische Umsetzung: grafx live-marketing GmbH, slv-austria

Die Kunstintervention wurde mit
freundlicher Unterstützung der GRAWE realisiert.

A.D.D.I.T.I.V.E. OchoReSotto
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2021 A.D.D.I.T.I.V.E. by OchoReSotto (c) Alex Koch 5 2021 A.D.D.I.T.I.V.E. by OchoReSotto (c) Alex Koch 4 2021 A.D.D.I.T.I.V.E. by OchoReSotto (c) Christian Thiess 3 2021 A.D.D.I.T.I.V.E. by OchoReSotto (c) Marija Kanizaj 1 2021 A.D.D.I.T.I.V.E. by OchoReSotto (c) Marija Kanizaj 2

Im Innenhof des Schloss Eggenberg bewies das Künstlerkollektiv OchoReSotto, dass Veränderung oftmals die einzige Konstante ist. Im Zusammenspiel von Geschichte, Gegenwart und Zukunft ist alles im Wandel – ganz besonders unsere Wahrnehmung. Im Alltag wie auch hier, im Innenhof des Schlosses, glauben wir, die Welt in ihrer Tatsächlichkeit aufnehmen zu können. Doch ganz genau das Gegenteil ist der Fall: Wechseln wir den Winkel oder den Blick, die Stimmung oder die Sichtweise, erscheint alles anders. Das ist die Essenz von A.D.D.I.T.I.V.E., eine Intervention einem leuchtenden Kaleidoskop gleich. Von einer Lichtquelle ausgehend wurden geometrische Formen und abstrakte Strukturen in den Raum geworfen, trafen auf reflektierende Körper, die Teile des Lichts zurückwerfen, andere wiederum hindurch lassen und damit auf den historischen Mauern des Schlosses immer verschiedene Versionen derselben Inhalte erzeugten. So nahm man an einer Stelle wahr, was sich den eigenen Augen darbot und glaubte zu verstehen. Trat man weiter in die Installation ein, veränderten sich die Teile der Reflexion respektive des durchgelassenen Lichts und damit die leuchtenden Formen wieder. Blieb man in Bewegung, schien der Innenhof also niemals wie zuvor. Es gleicht einem Addieren von sinnlichen Eindrücken: immer weiter, immer anders.

Der Sound zu A.D.D.I.T.I.V.E. wurde von Josef „Seppo“ Gründler komponiert. Die vor Ort aufgenommenen Klänge wurden verzerrt, entfremdet, erweitert und repetiert. Die Grotte im Hof des Schlosses spiegelte sich akustisch wider, synthetische Klänge scheinen zu zerbröseln. Durch ein quadrophonisches Audio-Setup bewegte sich der Sound im gesamten Innenhof – entfaltete sich also wie das Licht ebenso raumgreifend und wurde damit zum akustischen Pendant der visuellen Intervention.

Biografie OchoReSotto
Lia Rädler, Volker Sernetz und Stefan Sobotka-Grünewald sind das Grazer Künstlerkollektiv OchoReSotto, das sich auf die Kombination digitaler und analoger Medien und ihrer Darstellung als Gesamtkunstwerk spezialisiert hat. Von nationalen und internationalen Lichtkunstfestivals bis zu Styriarte und Wiener Opernball sind OchoReSotto mit ihren Projektionen vertreten.

Biografie Josef (Seppo) Gründler
Josef (Seppo) Gründler ist Klang- und Medienkünstler, „Tüftler“ im Bereich Software und Elektronik. Seine Hauptinstrumente sind Gitarre, Elektronik und Software. Gründler ist Mitorganisator des Styrian Improvisers Orchestra, promovierter Mediziner und Visiting Professor für Sound Design an der Donau-Universität Krems, Vorstandsmitglied des Instituts für Medienarchäologie und der Gesellschaft zur Verbreitung Neuer Musik. Er komponierte Musik für Computerspiele, Theater, Film, Medien und Klanginstallationen und präsentierte seine Arbeiten bei Ars Electronica, Wiener Festwochen, Steirischer Herbst, der Knitting Factory New York, Sonambiente Berlin, Transmediale Berlin, „See the Sound“, City of Women Festival Ljubljana, Fine senca fine – Venedig uvm.

Credits
Konzept & Umsetzung: OchoReSotto
Sound: Seppo Gründler
Technische Ausstattung: Noisegate Eventtechnik GmbH

Die Installation wurde mit freundlicher Unterstützung der Raiffeisenbank-Landesbank Steiermark realisiert.

Spidron László Zsolt Bordos
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2021 Spidron by Laslo Zolt Bordos (c) Marija Kanizaj 2 2021 Spidron by Laslo Zolt Bordos (c) Marija Kanizaj 3 2021 Spidron by Laslo Zolt Bordos (c) Alex Koch 1

Dieses immersive 3D-Mapping entführt in die Welt der Mathematik: Ein Spidron ist eine komplexe geometrische Figur, die erstmals durch den ungarischen Designer Dániel Erdély entdeckt und beschrieben wurde. Erdélys Spidron besteht aus gleichseitigen Dreiecken, wobei zwei Dreiecke jeweils ein Hexagon bilden, das wiederum mit einem Hexagon verbunden wird. Angeleitet wurde Erdély bei seinen Studien von Ernő Rubik, dem Erfinder des Zauberwürfels. Die bei KLANGLICHT 2021 gezeigte Installation „Spidron“ des Medienkünstlers László Zsolt Bordos verwendet stereoskopische Animationen sowie Ton- und Videoprojektionen, die auf ein solches Spidron gemappt werden. Durch den Einsatz von 3D-Techniken werden die abstrakten Formationen erweitert: Die Bewegtbilder werden von einer Stereoprojektion überlagert, die nur durch den Einsatz einer 3D-Brille – im Konkreten einer farbanaglyphischen Brille – vollständig sichtbar wird. Durch die Brille wird das visuelle Erlebnis um ein Vielfaches gesteigert, gewinnt an Tiefe und Eindrücklichkeit. Die Wahrnehmung der Betrachterinnen und Betrachter wird dadurch auf die Probe gestellt: Was genau wird hier beobachtet? Wie ist das Gesehene zu interpretieren? Wo beginnt die Projektion und wo findet sie ihr Ende?

Biografie
László Zsolt Bordos, auch bekannt als Bordos. Artworks, lebt und arbeitet in Budapest. Er begann im Jahr 2000 als Visual Jockey und trat in der ungarischen Underground-Party-Szene auf. Mit seinem frühen 3D-VJing, seinen riesigen Projektionen auf Gebäudefassaden sowie durch seine skandalösen Videoperformances und 3D-Mapping-Projekte wurde er zu einem Pionier des Genres. Seit 2015 konzentriert sich Bordos auf Solokunstprojekte, Lichtinstallationen und Bühnenprojektionen für Theater und Oper und nimmt an den wichtigsten Lichtkunstfestivals weltweit teil.

Die immersive 3D-Projektion wurde mit freundlicher Unterstützung
von sehen!wutscher realisiert.

Verstrickung OchoReSotto
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2021 Verstrickung by OchoReSotto (c) Marija Kanizaj 3 2021 Verstrickung by OchoReSotto (c) Marija Kanizaj 2 2021 Verstrickung by OchoReSotto (c) Marija Kanizaj 1

So viele Geschichten und Mythen, Szenen und Motive auf Fresken, auf Gemälden und Stoffen verbergen sich im Inneren des Schloss Eggenberg. Sie alle sind verbunden, in sich verstrickt und weben den Mythos des UNESCO Weltkulturerbes. Als Kontrast zur exakt berechneten Ausrichtung der Schlossanlage begegnen uns in den Innenräumen Erinnerungen und Erzählungen, ja auch scheinbar Fantastisches, die die Faszination dieses Ortes ebenso ausmachen. So sah das Künstlerkollektiv OchoReSotto den Ausgangspunkt ihres Projekts „Verstrickung“ an der Fassade des Schlosses in der Öffnung eben dieser Welt hinter den Mauern: Die Projektion auf das Gebäude verwebte die Geschichte des Schlosses und die Kunst in den Räumlichkeiten mit den eigenen künstlerischen Ansätzen des Kollektivs: Die charakteristische Opulenz, teilweise auch Skurrilität der Wandgemälde wurde herausgearbeitet, Frauen als Heldinnen des Barocks in den Fokus gerückt und die dabei entstehende Collage in den für Eggenberg so bedeutsamen Kontext der Planeten gestellt. Die entstehenden Bilder scheinen die Mauern schier unsichtbar und dafür ein barockes Universum sichtbar werden zu lassen, das es dem Publikum ermöglicht, ganz im Außen tief ins Innere des Schlosses zu blicken. Gleichzeitig hüllte „Verstrickung“ die Schlossfassade in ein neues Kleid und gibt ihr für die Dauer des Festivals ein völlig neues Erscheinen.

Biografie
Lia Rädler, Volker Sernetz und Stefan Sobotka-Grünewald sind das Grazer Künstlerkollektiv OchoReSotto, das sich auf die Kombination digitaler und analoger Medien und ihrer Darstellung als Gesamtkunstwerk spezialisiert hat. Von nationalen und internationalen Lichtkunstfestivals bis zu Styriarte und Wiener Opernball sind OchoReSotto mit ihren Raumprojektionen vertreten.

Credits
Konzept & Umsetzung: OchoReSotto
Technische Ausstattung: Noisegate Eventtechnik GmbH

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In den Herbstferien 2021 konnte das Kunstfestival der Bühnen Graz, nach coronabedingter Pause, endlich wieder stattfinden! An insgesamt elf Standorten bespielten Kompositionen aus Klang und Licht den Garten und die unmittelbare Umgebung von Schloss Eggenberg: National und international renommierte Künstler*innen ließen sich von dem geschichtsträchtigen Kosmos inspirieren und entwickelten Kunstwerke, die eine Koexistenz zum berühmten
UNESCO-Weltkulturerbe bildeten und gleichzeitig mit diesem auch in einen sicht- sowie hörbaren Dialog traten.

2019
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Arkestra of Light: Polarized OchoReSotto
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2019 Arkestra of Light - Polarized by OchoReSotto (c) Alex Koch 3 2019 Arkestra of Light - Polarized by OchoReSotto (c) Marija Kanizaj 2 2019 Arkestra of Light - Polarized by OchoReSotto (c) Marija Kanizaj 1 2019 Arkestra of Light - Polarized by OchoReSotto (c) Alex Koch 4 2019 Arkestra of Light - Polarized by OchoReSotto (c) Alex Koch 5 2019 Arkestra of Light - Polarized by OchoReSotto (c) Alex Koch 6 2019 Arkestra of Light - Polarized by OchoReSotto (c) Alex Koch 7

Die Grazer Burg bekam in Rahmen von KLANGLICHT 2019 ein neues Antlitz: Magisch-hypnotisierende Licht- und Klangprojektionen des Künstlerkollektivs OchoReSotto hielten Einzug in die Burg – mit polarisiertem Licht, eigentlich unsichtbar für das menschliche Auge… und doch erlebbar: Das Licht wird gebrochen, reflektiert, polarisiert – und das menschliche Auge hypnotisiert. Die Bespielung der Grazer Burg behandelte das Thema der Polarisation von Licht: Die Projektionsfläche an der Fassade wurde durch Wasserbecken am Boden des Innenhofes zusätzlich erweitert. Das Spiegelbild der Projektion am Wasser konnte als Art polarisiertes Licht verstanden werden und ermöglichte völlig neue Betrachtungswinkel auf die Umgebung. Begleitet wurde die Projektion von einer Soundkulisse aus Field Recordings und flächigen, tragenden Elementen, die von Mario Zangl und Wolfgang Möstl eigens komponiert wurde.

Biografie
Lia Rädler, Volker Sernetz und Stefan Sobotka-Grünewald sind das Grazer Künstlerkollektiv OchoReSotto, das sich auf die Kombination digitaler und analoger Medien und ihrer Darstellung als Gesamtkunstwerk spezialisiert hat. Von nationalen und internationalen Lichtkunstfestivals bis zu Styriarte und Wiener Opernball sind OchoReSotto mit ihren Raumprojektionen vertreten.

Credits
Sounddesign: Mario Zangl und Wolfgang Möstl
Projektionstechnik: Rezac HPP
Technische Umsetzung: NoisGate

Das Projekt wurde mit freundlicher Unterstützung der Raiffeisen-Landesbank Steiermark realisiert.

//movingshapes Ein Projekt der 5x HTBLVA Ortweinschule Graz
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2019 Movingshapes by Ortweinschule (c) Christian Thiess 1 2019 Movingshapes by Ortweinschule (c) Alex Koch 4 2019 Movingshapes by Ortweinschule (c) Alex Koch 3 2019 Movingshapes by Ortweinschule (c) Christian Thiess 2

Das Projekt „//movingshapes“ ist eine Medieninstallation, bei der aktives und mutiges Mitmachen nicht nur erlaubt, sondern erwünscht ist! Mittels creative coding und Processing tritt die Technologie einer Kinect mit der Betrachterin oder dem Betrachter in Interaktion: Das Vor, Zurück oder Zur-Seite des eigenen Körpers versetzte Objekte in Bewegung und veränderte die Soundkulisse, die dabei erklang. Dahinter steckten 18 Algorithmen, die von den Schüler*innen entwickelt wurden und durch unterschiedliche Formen, Farben und Töne auch Persönlichkeit und Inspiration jedes/r Einzelnen widerspiegeln. Der visuelle Teil der Installation „//movingsshapes“ wurde beim Prix Ars Electronica ausgezeichnet. Die Schüler*innen entwickelten daraufhin originär für KLANGLICHT 2019 die interaktiven Soundscapes zu den Farb- und Formencodes. Dadurch konnte eine audiovisuelle Medieninstallation geschaffen werden, die es Besucher*innen ermöglicht, mit Augen und Ohren Teil eines digitalen Kunstwerks zu werden.

Credits
Programmierung und Sounddesign: Die Schüler*innen Zoe Borzi, Johannes Fischer, Alina Fromm, Nicolas Glockner-Lösch, Antonia Gutschelhofer, Nikolaus Heckel, Lena Landschützer, Lena Mannert, Kathrin Mayerl, Timo Neubauer, Natalie Pinter, Alexandra Rieser, Mona Schmelzer-Ziringer, Martha Schnuderl, Andreas Schweighart, Jonathan Steininger, Maximilian Thaler, Raphael Wohlgemuth unter der Leitung von Joachim Dietze und Jona Hoier.
Kuratiert von: Birgit Lill
Technische Umsetzung: grafx live Marketing

In Kooperation mit dem NEXT LIBERTY.

Sunken Cathedrals – Die versunkenen Kathedralen Krešimir Rogina
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2019 Sunken Cathedrals by Kresimir Rogina (c) Marija Kanizaj 4 2019 Sunken Cathedrals by Kresimir Rogina (c) Christian Thiess 1 2019 Sunken Cathedrals by Kresimir Rogina (c) Christian Thiess 2 2019 Sunken Cathedrals by Kresimir Rogina (c) Christian Thiess 3

Das in Zusammenarbeit mit dem Bildhauer Siniša Majkus entstandene Projekt „Die versunkenen Kathedralen“ von Krešimir Rogina ist eine sehr bedeutungstiefe und poetische Installation, die aus sieben Türmen besteht. Mittels Licht und Klang entstehen Analogien zu Claude Monets Darstellungen der Kathedrale von Rouen, die von der Veränderung unserer Wahrnehmung durch den Einfluss des Lichts erzählen. Gleichzeitig spiegeln die Säulen auch unser Inneres wider, das sich stets in einem anderen Licht zeigt. Debussys Prelude „Die versunkene Kathedrale“ ist Teil der Klanginstallation und spannt bei diesem Projekt auch inhaltlich einen Bogen zwischen visuellem und auditivem Erlebnis.

Biografie
Krešimir Rogina ist ein kroatischer Künstler und Architekt. Neben seinem Architektenbüro Peneziv & Rogina arbeitet er an unterschiedlichen Projekten weltweit. Roginas Werke wurden u.a. drei Mal bei der Biennale in Venedig gezeigt.

SUNKEN CATHEDRALS by R/IN Zagreb: Krešimir Rogina

Credits
Art Director: Siniša Majkus,
Skulpturen: Tvrtko Ćavar & Igor Teofilović,
Licht & Sound: Dario Jukica
Technische Umsetzung: Kupole, Konstruktion

Das Projekt wurde mit freundlicher Unterstützung der Grazer Wechselseitigen realisiert.

What if Tina Frank
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2019 What If by Tina Frank (c) Marija Kanizaj 1 2019 What If by Tina Frank (c) Marija Kanizaj 2 2019 What If by Tina Frank (c) Marija Kanizaj 3 2019 What If by Tina Frank (c) Marija Kanizaj 4

Was wäre, wenn eigentlich alles anders wäre? Die immersive Bild-Klang-Installation der beiden Künstlerinnen Tina Frank und Alex Murray-Leslie ist ein Gedankenexperiment, das durch Form-, Farb- und Bildprojektionen die Grenzen unserer Gedanken hinterfragt. Inspiriert von der Feminismus-Theoretikerin Donna J. Haraway verwandelten die Künstler*innen das Künstlerhaus in ein gläsernes Habitat für fiktive wie politische Überlegungen, das sich einer Warnung an die Welt nicht verwehren kann: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

Biografie
Tina Frank ist Videokünstlerin, Grafikdesignerin und Professorin an der Kunstuniversität Linz. In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigt sie sich mit digitalen Datenvisualisierungen und synästhetischen Experimenten. Ihre Installationen und Videos werden weltweit auf Festivals gezeigt. Alex Murray-Leslie ist Forscherin im Spannungsfeld zwischen Design und digitaler Musik und Gründungsmitglied der international renommierten Künstlerinnen-Band „Chicks on Speed“.

Credits
Video: „Dive“ von Alexandra Murray-Leslie
Schwimmer: Jana Salcedo Strausfeld
Kamera: Wolf-Dieter Grabner
Bootsführer: Bruno Erich
Kuratiert von: Künstlerhaus – Halle für Kunst und Medien, Sandra Droschl
Technische Umsetzung: ProVideo

Notes towards a Model Opera William Kentridge
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2019 Notes Towards a Model Opera by William Kentridge (c) Christian Thiess 2 2019 Notes Towards a Model Opera by William Kentridge (c) Christian Thiess 1 2019 Notes Towards a Model Opera by William Kentridge (c) Christian Thiess 3 2019 Notes Towards a Model Opera by William Kentridge (c) Alex Koch 4

Das Heute legt sich über das Gestern, doch Vergangenheit kann man ebenso wenig löschen wie das, was gerade passiert: Mit einer hochpolitischen Installation von William Kentridge setzte das Schauspielhaus bei KLANGLICHT 2019 seine Auseinandersetzung mit dem afrikanischen Kontinent fort. In der 3-Kanal-Video- und Soundinstallation des südafrikanischen Künstlers überlagern sich Symbole der chinesischen Kulturrevolution mit der Greul des weißen Apartheid-Regimes in Südafrika sowie die Geschichte des europäischen Kolonialismus mit den heutigen Wirtschaftsinteressen Chinas.

Biografie
William Kentridge ist international bekannt für seine raumgreifenden Installationen und gehört zudem zu den weltweit führenden Theater- und Opernregisseuren. Mit seinen Filmen, Zeichnungen, Objekten und Performances verwandelt er traumatische politische Erlebnisse in poetische Allegorien.

Credits
Ein Projekt von: William Kentridge
Choreografie: Dada Masilo
Komposition und Arrangement: Philip Miller
Performers: Dada Masilo, Tlale Makhene, Bham Ntabeni, Thato Mothlaolwa, Thabani Edwin Ntuli
Musiker*innen: vocals Bham Ntabeni, Moses Moeta, Joanna Dudley, Ann Masina, tlale Makhene, Thato Motlhaolwa, Percussion Tlale Makhene, trombone Dan Selsick, trumpet and spoons Adam Howard, Tuba George Fombe, guitar Charles Knighten-Pullen, Stroh violin Waldo Alexander
Kuratiert von: Schauspielhaus Graz

„William Kentridges Arbeiten – seien sie fürs Theater oder die Oper, seien es Zeichnungen oder Installationen – verhandeln gesellschaftliche Konflikte. Sie sind politisch, schaffen sinnliche und zugleich komplexe Bildräume und setzen auf die Mehrdeutigkeit suggestiver Bilder. In dem gezeigten Werk beschäftigt er sich mit den vielgestaltigen Verflechtungen des europäischen und auch des chinesischen Kolonialismus auf dem afrikanischen Kontinent. Das Schauspielhaus Graz setzt mit diesem Beitrag seinen „Afrika“-Diskurs fort.“

– Iris Laufenberg, Intendantin Schauspielhaus Graz

In the Rain Yuki Anai & Hideaki Tkahashi
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2019 In the Rain by Yuki Anai (c) Christian Thiess 4 2019 In the Rain by Yuki Anai (c) Marija Kanizaj 2 2019 In the Rain by Yuki Anai (c) Marija Kanizaj 1 2019 In the Rain by Yuki Anai (c) Alex Koch 3

Natur ist Wahrheit: Sie verrät sich uns unentwegt und Regen, ob Monsun oder Sonnenschauer, ist eine ihrer Sprachen. Mit seiner sensorischen Installation „In the Rain“ findet Yuki Anai eine Übersetzung für all jene, deren Sinne offen für die Botschaften natürlicher Gegebenheiten sind. Der japanische Künstler erzeugt im Dom im Berg mit Licht und Klang einen Regen, der durch sein Erleben die Tür zur Erinnerung der Betrachter*innen öffnen soll.

Biografie
Der japanische Medienkünstler Yuki Anai verbindet Licht und Klang mit und durch sensorische Technologien. Seine Installationen sind vorwiegend von der Natur inspiriert. Seine Projekte wurden mit dem Asia Digital Award, dem Best Award of Smart Illumination und vom Japan Media Art Festival ausgezeichnet.

Credits
Sounddesign: Hideaki Takahashi
Technische Umsetzung: Das Team der Grazer Spielstätten

In Kooperation mit der IV Steiermark.

Les Luminéoles Porté par le Vent
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2019 Les Lumineoles by Porte par le Vent (c) Marija Kanizaj 3 2019 Les Lumineoles by Porte par le Vent (c) Marija Kanizaj 4 2019 Les Lumineoles by Porte par le Vent (c) Alex Koch 2 2019 Les Lumineoles by Porte par le Vent (c) Alex Koch 1 2019 Les Lumineoles by Porte par le Vent (c) Christian Thiess 5

Zum 5. KLANGLICHT-Jubiläum wieder dabei!

Bereits 2017 flogen den bunten „Luminéoles“ die Herzen des KLANGLICHT-Publikums zu. Zum fünften Geburtstag von Klanglicht kehrten die poetischen Luftwesen zurück und schwebten dieses Mal durch die Lüfte über dem Grazer Opernring. „Les Luminéoles“ sind eine Installation des französischen Kollektivs Porté par le Vent. „Vom Wind getragen“ − das ist auch Programm, wenn sich die mit Helium und Licht gefüllten Wesen in die Luft begeben, mit dem Wind tanzen und den Grazer Nachthimmel verzaubern.

Biografie
Christophe Martine, der Gründer des Kollektivs „Porté par le Vent“, hat schon 1987 im Alter von 14 Jahren seine Leidenschaft für das Gleitschirmfliegen entdeckt und diese Passion in den vergangenen Jahren perfektioniert. Sein Hobby machte er letztlich auch zu seinem Beruf: Als Sportpädagoge setzt er sich seit fast zwanzig Jahren gemeinsam mit seinen Schülern mit dem Thema des Drachenfliegens auseinander. Ausgehend von „Les Luminéoles“ hat Christophe Martine seither mehrere Programme mit Lichtkunstwerken entwickelt, die klingende Namen tragen wie „Le Bal des Luminéoles“ oder „Jardin d’hiver“. „Les Luminéoles“ sind in Zusammenarbeit mit Fête des Lumières Lyon entstanden.

Credits
Technische Umsetzung: grafx live Marketing

Diplopia Onionlab
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2019 Diplopia by Onionlab (c) Marija Kanizaj 1 2019 Diplopia by Onionlab (c) Christian Thiess 3 2019 Diplopia by Onionlab (c) Marija Kanizaj 2

Licht und Schatten, Flexibilität und Härte, Nähe und Weite, Lärm und Stille: Die dreidimensionale Projektion „Diplopia“ des spanischen Künstlerkollektivs Onionlab setzte sich mit dem Thema der Kontradiktionen auseinander. Volumetrische Kontraste und Tiefenillusionen erzeugten Bilder, die die Betrachter*innen faszinieren, irritieren und auch täuschen. Das 3D-Projekt erzeugte nicht nur visuelle Gegensätze, es suggerierte auch ein Gefühl der inneren Spannung. Damit war „Diplopia“ ein audiovisuelles Erlebnis, dessen Wirkung sich in der Gefühlswelt der Besucher*innen weiter ausbreitete.

Biografie
Onionlab sind auf überdimensionale Projektionen bzw. virtual reality spezialisiert und schaffen mit ihrer Arbeit Schnittpunkte zwischen Technologie, Design und Kunst. Ihre stereoskopischen 3D-Mappings bedienen sich unterschiedlicher Blickwinkel und spezieller Techniken, die die Illusion von Tiefe in Bildern für binokulare (beidäugige) Betrachtung kreieren. Mit der Hilfe der 3D-Brille verschmelzen diese zu dreidimensionalen Objekten, die aus dem Gebäude herauszutreten scheinen.

Credits
Künstlerisches Konzept: Onionlab
Technik: provideo, grafx live-marketing

Das Projekt wurde mit freundlicher Unterstützung von sehen! wutscher realisiert.

For iTernity Katja Heitmann
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FOR iTERNITY by Katja Heitmann (c) Marija Kanizaj 3 FOR iTERNITY by Katja Heitmann (c) Alex Koch 5 FOR iTERNITY by Katja Heitmann (c) Alex Koch 4 FOR iTERNITY by Katja Heitmann (c) Marija Kanizaj 1 FOR iTERNITY by Katja Heitmann (c) Marija Kanizaj 2

Wenn Kunst die Unendlichkeit einfängt: Mit ihrer Lichtinstallation „For iTernity“ ließ Katja Heitmann eine Tänzerin auf traumhafte Weise unsterblich werden. Damit erforschte sie nicht nur auf subtile Weise das menschliche Streben, niemals in Vergessenheit zu geraten, sondern richtete auch eine kritische Hommage an das Medium Internet. Bei KLANGLICHT 2019 am Karmeliterplatz waren Besucher*innen eingeladen, die leuchtende Balletttänzerin, die sich sanft um sie und über ihren Köpfen bewegt, mittels Screens (Spiegeln) zu entdecken. Die Musik zur Installation basierte auf Mozarts „Requiem“, gesungen von einer amerikanischen Youtube-Vloggerin.

Biografie
Katja Heitmann (1987, Hamburg) lebt und arbeitet in den Niederlanden. Die studierte Choreografin bewegt sich mit ihrem künstlerischen Schaffen zwischen Theater, Tanz, visueller Kunst, Performance und Installation. Zentrales Thema in ihrer Arbeit ist dabei immer die Bewegung. Bewegt der Mensch die Maschine oder bewegt die Maschine den Menschen? Ihre performativen Installationen zeigen auf poetische Weise, dass eine Antwort niemals eindeutig sein kann. Als „Outstanding Choreographic Talent“ wurde Katja Heitmann 2016 beim „Dutch Dance Festival“ ausgezeichnet.

Credits
Technische Umsetzung: Katja Heitmann

Luxe Jordan Söderberg Mills
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2019 Luxe by Jordan Soederberg Mills (c) Christian Thiess 3 2019 Luxe by Jordan Soederberg Mills (c) Christian Thiess 2 2019 Luxe by Jordan Soederberg Mills (c) Marija Kanizaj 6 2019 Luxe by Jordan Soederberg Mills (c) Marija Kanizaj 7 2019 Luxe by Jordan Soederberg Mills (c) Marija Kanizaj 8 2019 Luxe by Jordan Soederberg Mills (c) Alex Koch 5 2019 Luxe by Jordan Soederberg Mills (c) Alex Koch 4 2019 Luxe by Jordan Soederberg Mills (c) Christian Thiess 1

Das Traditionshaus Kastner & Öhler schimmert wie ein Diamant: „Luxe“ von Jordan Söderberg Mills spielt Fenster für Fenster mit den kreativen Möglichkeiten des Leuchtmittels „Pivot“, bricht das Licht, fängt es wieder ein und verwandelt die gläserne Fassade des Gebäudes in ein Juwel der Stadt. Dafür lässt der kanadische Künstler Licht auf Glas treffen. Perforierte Flächen streuen die Strahlen, doch die Installation fängt die Summe als großes Ganzes wieder ein − wie auf der Suche nach einem Schatz begegnet man vor dem Grazer Modehaus einer leuchtenden Fassade.

Biografie
Jordan Söderberg Mills ist ein interdisziplinärer Licht- und Glaskünstler. Er beschäftigt sich intensiv mit der Brechung des Lichts durch und in verschiedenen Materialien – wobei Glas zu einem wichtigen Bestandteil seiner Arbeiten wurde. Ob Installation, Skulptur oder Design, jedes seiner Werke spielt mit der Grenze zwischen digitaler und analoger Realität. Seine Arbeiten sind/waren u.a. im Victoria Albert Museum, Blythe House, am London Design Festival und im Museo Nacional de Bellas Artes in Santiago, Chile zu sehen.

Das Projekt „Luxe“ wurde in Zusammenarbeit mit XAL und Kastner & Öhler entwickelt. Die flexiblen Mobile Graphic Tubes „Pivot“ von XAL sind integrierter Teil der Installation und ermöglichen den spielerischen Einsatz von immer neuen Lichtgrafiken.

Credits
Technische Umsetzung: grafx live marketing in Kooperation mit Kastner & Öhler mit Unterstützung von XAL

In Kooperation mit
Kastner & Öhler und mit Unterstützung von XAL

Holographisches Windspiel 3.2 Artificial Owl
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2019 Holographisches Windspiel 3 2 by ArtificialOwl (c) Alex Koch 2 2019 Holographisches Windspiel 3 2 by ArtificialOwl (c) Marija Kanizaj 1 2019 Holographisches Windspiel 3 2 by ArtificialOwl (c) Christian Thiess 9 2019 Holographisches Windspiel 3 2 by ArtificialOwl (c) Christian Thiess 7 2019 Holographisches Windspiel 3 2 by ArtificialOwl (c) Christian Thiess 8 2019 Holographisches Windspiel 3 2 by ArtificialOwl (c) Christian Thiess 6 2019 Holographisches Windspiel 3 2 by ArtificialOwl (c) Alex Koch 3 2019 Holographisches Windspiel 3 2 by ArtificialOwl (c) Alex Koch 4 2019 Holographisches Windspiel 3 2 by ArtificialOwl (c) Alex Koch 5

Auf der Murinsel steigt Nebel auf. Natürliche Luftströme formen im Zusammenspiel mit Licht tanzende, sich stetig wandelnde Skulpturen von mystischer Schönheit, die die parametrische Architektur der Umgebung aufbrechen und durch ihre eigenen Formen einen völlig neuen Raum generieren. Mittels Licht, Klang und Nebel ermöglichte das Kollektiv um Künstler Jan Raphael Knieza eine illusionäre Erfahrung, die die Wahrnehmung des Raumes vollkommen veränderte. Es entstand eine flüchtige, traumähnliche Welt, in die das Publikum sanft eintaucht und erst langsam wieder erwacht. Dabei war die Murinsel nicht mehr jener Ort, der vielen Grazerinnen und Grazern doch so vertraut ist…

Biografie
Das Schweizer Künstlerkollektiv ArtificialOwl um Jan Raphael Knieza schafft aus Licht, Nebel und Sound faszinierende Installationen, die auch in bekannten Räumen Neues entdecken lassen. Mit Hilfe von analoger sowie digitaler Technologien werden Themen rund um Entschleunigung, Illusion, Traum und Raumwahrnehmung kunstvoll bearbeitet und durch immersive Licht- und Klangprojekten für das Publikum auf sehr sanfte Weise erfahrbar gemacht.

Credits
Art Director und Illustration: Jan Raphael Knieza
3D-Animation: Matthias Pfaeffli
Sounddesign: Joshua Koch
Tontechnik: Sebastian Stedler
Technische Umsetzung: Franziska Menzel, Jan Raphael Knieza, Sebastian Stedler

Truck Erwin Wurm
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2019 Truck by Erwin Wurm (c) Christian Theiss 2 2019 Truck by Erwin Wurm (c) Alex Koch 1

Da schmilzt die Realität, da biegt sich die Wahrheit: Ein knallroter Lastwagen fährt an der Wand des Orpheums rückwärts hoch. In der Mitte elegant nach oben gebogen, scheint der Truck sein Gewicht mühelos zu überwinden und sich an die Form des Gebäudes anzupassen. Infolge seiner körperlichen Verzerrung erhält das Nutzfahrzeug skulpturalen Charakter, seine Funktion tritt hinter der artistischen Gestalt zurück. Doch nicht nur der Anblick des Fahrzeugs erscheint paradox: Von ihrer originären Bedeutung losgelöst ist auch die Hausfassade der Grazer Spielstätte. Von dem LKW als nächtlicher Parkplatz in Anspruch genommen, erscheint die Wand weniger als Schutzhülle für einen Innenraum denn als Bühne für die Kunst.

Biografie
Erwin Wurm, geboren 1954, lebt und arbeitet in Wien und in Limberg/Niederösterreich. In den 1990er Jahren erreichte Erwin Wurm mit seinen „One Minute Sculptures“ die Aufmerksamkeit des Kulturpublikums. Erwin Wurms vielschichtiges Werk umfasst Performance, Video, Fotografie, Zeichnung und die klassische Skulptur in miteinander verbundener und sich gegenseitig bedingender Weise. Den Begriff der Skulptur versteht Wurm im prä-modernen Sinne als Spiel mit Masse und Volumen. In diesem Sinne verformt er mit Vorliebe Alltagsgegenstände. Mit seinen aufgeblasenen Häusern, verbogenen Autos und seinen partizipatorischen »One Minute Sculptures« hinterfragt er ironisch das Erscheinungsbild von Statussymbolen und die Bedeutung von gesellschaftlichen Konventionen.

Credits
Technische Umsetzung: Das Team der Grazer Spielstätten

„Mein Werk handelt vom Drama der Belanglosigkeit der Existenz.
Ob man sich ihr durch Philosophie oder durch eine Diät nähert, am Ende zieht man immer den Kürzeren“
– Erwin Wurm

Ohne Titel Anna-Maria Bogner
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2019 Ohne Titel by Anna Maria Bogner (c) Alex Koch 1 2019 Ohne Titel by Anna Maria Bogner (c) Alex Koch 2 2019 Ohne Titel by Anna Maria Bogner (c) Alex Koch 3 2019 Ohne Titel by Anna Maria Bogner (c) Alex Koch 4 2019 Ohne Titel by Anna Maria Bogner (c) Alex Koch 5

Das Projekt „OHNE TITEL, 2019“ wurde von der österreichischen Künstlerin Anna-Maria Bogner originär für KLANGLICHT 2019 entwickelt und setzte sich mit der Frage nach dem Raum auseinander. Was ist Raum? Wo liegt er? Vom Blickwinkel der Erzherzog-Johann-Brücke sahen Betrachter*innen Lichtkegel über das Wasser schweben. Woher sie kommen ist nicht eindeutig, jedoch worauf sie verweisen: Weniger noch als ein Nicht-Ort entzieht sich das zwischen Tegetthoffbrücke und Mur eingerahmte Volumen in seiner Unzugänglichkeit der alltäglichen Aufmerksamkeit. Ein unentdeckter Raum, der vielleicht zum ersten Mal bewusst gesehen und − durch die Übertragung der dortigen Geräuschkulisse − gehört wurde.

Biografie Anna-Maria Bogner
Geboren 1984 in Tirol, AT, lebt und arbeitet Anna-Maria Bogner in Düsseldorf, DE. In ihren Arbeiten ist Raum kein Gegenstand, sondern vielmehr die Bedingung, unter der Gegenstände in Erscheinung treten können. Die österreichische Künstlerin erhielt u.a. Stipendien als Artist in Residence in den Niederlanden, den USA und Bulgarien sowie zahlreiche Förder- und Kunstpreise. Ihre Kunst ist in österreichischen Museen sowie in Sammlungen von Berlin bis Los Angeles zu sehen.

Biografie Nikos Zachariadis
Nikos Zachariadis ist multidisziplinär arbeitender Künstler, Gestalter und Organisator in Graz. Er beschäftigt sich vor allem mit Wirkungsweisen und Manipulationen der sinnlichen Wahrnehmung innerhalb des Spannungsfeldes Bild—Ton—Raum—Zeit in unterschiedlichsten Konstellationen und Aspekten. Das Spektrum der Arbeiten umfasst – neben Werken in klassischen Medien und elektroakustischen Konzerten – u.a. immersive AV-Umgebungen und performative Klangskulpturen.

Credits
Sounddesign: Nikos Zachariadis
Technische Umsetzung: grafx live Marketing, SLV-Austria

Intruders XL Amanda Parer
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2019 Intruders XL by Amanda Parer (c) Christian Thiess 1 2019 Intruders XL by Amanda Parer (c) Christian Thiess 2

„Eindringlinge“ nennt sie ihre Erschafferin, die australische Künstlerin Amanda Parer, dabei haben die beiden leuchtenden Giganten mit langen Löffeln rein friedliche Absichten. Unter dem Titel „Intruders XL“ positionierten sich bei KLANGLICHT 2019 zwei überdimensionale Hasen in direkter Sichtachse zueinander und wollten mit ihrer Anwesenheit vor allem eines bewirken: Ein Lächeln auf den Gesichtern der Menschen. Vom Hauptplatz aus blicket man voll Staunen auf die Größe der Figur in direkter Nähe bis man auch den leuchtenden Hasen in der Ferne am Schlossberg entdeckte.

Biografie
Unter dem Kollektiv ‚Parer Studios‘ schafft Amanda Parer Objekte für den öffentlichen Raum, Skulpturen und Gemälde, die die Natur und ihre Fragilität erforschen. Dabei wird auch die Rolle des Menschen in diesem Gefüge stets kritisch hinterfragt. Vor allem für ihre imposanten Installationen, die ganze (Stadt-)Landschaften einnehmen können, erhält die australische Künstlerin große internationale Resonanz. Die „Intruders XL“ leuchteten bereits in über 26 Großstädten weltweit, darunter auch London, Perth, Paris und Boston.

Credits
Technische Umsetzung: grafx live Marketing

H-U-M-A-N-? Sophie Guyot
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2019 HUMAN by Sophie Guyot (c) Alex Koch 3 2019 HUMAN by Sophie Guyot (c) Christian Thiess 4 2019 HUMAN by Sophie Guyot (c) Christian Thiess 5 2019 HUMAN by Sophie Guyot (c) Marija Kanizaj 2 2019 HUMAN by Sophie Guyot (c) Alex Koch 1

Die Schweizer Lichtkünstlerin Sophie Guyot stellt mit „H-U-M-A-N-?“ im Landhaushof nicht nur die Frage der Menschlichkeit, sondern auch jene des Blickwinkels. Niemals als Aussage zu verstehen und auch frei von Kritik fragt sie: Are we human? Und: Was bedeutet es überhaupt, „menschlich“ zu sein? Im Leben gibt es stets mehr als nur eine Sichtweise, mehr als nur Schwarz und Weiß. Um sich das vor Augen zu führen, bedient sich Sophie Guyot einerseits der Sprache, andererseits des roten Lichts, das – wie sie selbst sagt – im Menschen große Achtsamkeit hervorruft. An allen drei Klanglicht-Abenden bespielt zudem der Musiker Friedrich Kleinhapl mit seinen Cello den Raum um Guyots „H-U-M-A-N-?“. Neben Suiten für Cello Solo von Johann Sebastian Bach werden Øistein Sommerfeldts „Monologi“ und Friedrich Guldas „Cadenza“ zu hören sein. Das audio-visuelle Gesamtprojekt verwandelt den Landhaushof in einen Ort des Innehaltens, des genauen Hinsehens und Hinhörens und lädt ein, auch mit sich selbst in einen inneren Monolog zu treten.

Biografie Sophie Guyot
Sophie Guyot studierte Literatur an der Universität von Lausanne, widmete sich jedoch in den Jahren und Jahrzehnten danach immer stärker der künstlerischen Arbeit mit Licht. Dabei spielt für sie Sprache eine tragende Rolle: Mithilfe von Licht schafft sie Botschaften, die es – je nach Projekt – auf unterschiedlichste Weise zu entdecken und erfahren gilt.

Biografie Friedrich Kleinhapl
Friedrich Kleinhapl ist österreichischer Cellist mit belgischen Wurzeln und konzertiert als Solist und Kammermusiker in zahlreichen europäischen, amerikanischen und asiatischen Metropolen. Seine Musik zeichnet sich durch expressives Spiel, farbenreiche Tongebung sowie kompromisslose Interpretationen aus.

Credits
Technik: grafx live Marketing

Das Projekt wurde mit freundlicher Unterstützung der Energie Steiermark realisiert.

Wunderland Jordan Söderberg Mills
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2019 Wunderland by Jordan Sooederberg Mills (c) Christian Thiess 2 2019 Wunderland by Jordan Sooederberg Mills (c) Christian Thiess 1 2019 Wunderland by Jordan Sooederberg Mills (c) 3

Ein Spiel mit dem Regenbogen: Graz in neuen Farben und aus anderen Blickwinkeln sehen und diese bunten Momente einfangen. Das interaktive Projekt „Wunderland“ zeigte Lieblingsorte von Grazerinnen und Grazern – aufgenommen durch die eigene Linse und effektvoll inszeniert mit dem gläsernen Fotofilter von Jordan Söderberg Mills. Auf der Kameralinse positioniert wirkt Jordan Söderberg Mills „Colour Cube“ wie ein analoger Farbfilter, der die Welt von all seinen Seiten einfängt. Ja nachdem wie man ihn dreht und wendet, wird Licht anders gebrochen. Das Ergebnis: Ein Spektrum an Farben und Bildern, übereinandergelegt und genau deshalb einzigartig.

Biografie
Jordan Söderberg Mills ist ein interdisziplinärer Licht- und Glaskünstler. Er beschäftigt sich intensiv mit der Brechung des Lichts durch und in verschiedenen Materialien – wobei Glas zu einem wichtigen Bestandteil seiner Arbeiten wurde. Ob Installation, Skulptur oder Design, jedes seiner Werke spielt mit der Grenze zwischen digitaler und analoger Realität. Seine Arbeiten sind/waren u.a. im Victoria Albert Museum, Blythe House, am London Design Festival und im Museo Nacional de Bellas Artes in Santiago, Chile zu sehen.

In Kooperation mit Reininghaus Gründe.

Stages Gor Chahal
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2019 Stages by Gor Chahal (c) Christian Thiess 1 2019 Stages by Gor Chahal (c) Christian Thiess 4 2019 Stages by Gor Chahal (c) Christian Thiess 3 2019 Stages by Gor Chahal (c) Christian Thiess 2

Traditionelle Spiritualität ins Heute übersetzt: Der russische Künstler Gor Chahal transformierte in der Stadtpfarrkirche die Tradition des Hesychasmus der orthodoxen Kirche in eine zeitgenössische Formensprache. In seinem 2005 entstandenen Video „Stages“ entfalten die geschriebenen Anrufungen Gottes eine raumgreifende Sogwirkung, der man sich kaum entziehen kann.

Für die Präsentation in der Grazer Stadtpfarrkirche wurde das Video von 2005 um eine Sound-Installation erweitert, die aus der Verschneidung eines Gesangstückes des russischen Avantgardekünstlers und Musikers Alexei Khvostenko (1940-2004) und eines gesprochenen Textes des russisch-orthodoxen Theologen John Meyendorff (1926-1992) über das theologische System von Gregor Palamas besteht. Der von Khvostenko in der Art eines orthodoxen Kirchengesang vor­getragene Text erinnert in der Repetition von Sätzen und Satzteilen an meditative Gebets­praktiken, durch Verschränkung und Überlagerung von Satzteilen und den Austausch von Wörtern und die Aufgabe einer erkennbaren Syntax verliert er sich aber bewusst in ein Wortgeflecht ohne erkenn­baren Sinnzusammenhang. Die von Khvostenkos musikalischem Partner Kamil Tchalaev gemachte Tonaufnahme repräsentiert die Opposition der Avantgarde in der kommunistischen Sowjetunion.

Biografie
Gor Chahal gilt mit seinen bereits in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts entstandenen virtuellen Skulpturen als einer der Pioniere multimedialer Kunst in Russland. Neben Gruppen- und Einzelausstellungen in vielen Ländern Europas wurde sein Werk 2010 in einer Solo-Schau in der renommierten Moskauer Tretjakow-Galerie gezeigt.

Credits
Soundinstallation: Kamil Tchalev (Musik: Alexei Khvostenko, Text: John Meyendorff)
Kuratiert von: Alois Kölbl (QL-Galerie), Gertraud Schaller-Pressler (Kirchen Kultur Graz)
Technische Umsetzung: Markus Königshofer (eventmanagement/eventtechnics)

In Kooperation mit Kirchen Kultur Graz.

Klanglicht Connected Peter Kogler
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2019 Klanglicht Connected by Peter Kogler (c) Christian Thiess 3 2019 Klanglicht Connected by Peter Kogler (c) Alex Koch 2 2019 Klanglicht Connected by Peter Kogler (c) Alex Koch 1

Im Vorfeld der Ausstellung „Connected. Peter Kogler with…“ im Kunsthaus Graz machte der international agierende österreichische Medienkünstler Peter Kogler eine Doppel-Intervention bei KLANGLICHT 2019. Sowohl an der BIX-Medienfassade wie auch im städtischen Außenraum begegneten Besucher*innen seinen hypnotischen Mustern. Schals mit netzartiger Musterung werden zum weithin sichtbaren Teil des Festivals – und so auch das Publikum, das dieses um den Hals trägt. Somit verbindet „Klanglicht Connected“ die Kunst Peter Koglers in direkter Weise mit den Besucher*innen von Klanglicht.

Werdet Teil eines Kunstwerkes!

Ausgestattet mit dem Peter Kogler-Schal verwandelte das Publikum ihr gemeinsam mit dem Kunsthaus Graz den öffentlichen Platz vor dem Museum in ein leuchtendes Menschenmeer!

Biografie
Peter Kogler arbeitet als Medienkünstler seit den 1980er-Jahren zwischen Computergrafik, Film, Collage und Architektur. Seine konsequente Beschäftigung mit dem technischen und reproduzierbaren Bild und der Wirkmacht der Medien macht ihn heute – unter den Bedingungen eines digital beeinflussten Alltags – zum Visionär eines Umgangs mit der Macht der Masse.

Ein Projekt des Kunsthaus Graz.

Supported by legero united.

„Ich freue mich auf eine ‚leuchtende‘ Menschenmenge vor dem Kunsthaus, die Teil eines Werkes von Peter Kogler werden und sich danach auch ihren persönlichen Kogler mit nach Hause nehmen. … ein wunderbares Bild eines realen Nachhalls des Ereignisses!“

– Katrin Bucher Trantow, Chefkuratorin Kunsthaus Graz

Transfiguration – Die Verwandlung Onionlab
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2019 Transfiguration by Onionlab and Xavi Bove (c) Marija Kanizaj 1 2019 Transfiguration by Onionlab and Xavi Bove (c) Marija Kanizaj 2 2019 Transfiguration by Onionlab and Xavi Bove (c) Alex Koch 3

Licht und Klang verwandeln den Raum und machen ihn zu einem neuen, einzigartigen Erlebnis. Die umgebende Architektur, ob vertraut oder nicht, wird Teil eines Erlebnisses für Augen und Ohren.
Das Zusammenspiel von Live-Orchestermusik und präzise gesteuerter ästhetischer Beleuchtung lässt den Zuschauerraum der Grazer Oper als einen völlig neuen Raum erleben. Die Zuschauer werden von Klang und Licht mitgerissen und auf eine Reise mitgenommen, die völlig neue Perspektiven auf die Architektur des Raumes und das Musikerlebnis eröffnet. Die Lichtinszenierung folgt dem Rhythmus der Musik, wobei modernste Technologie zum Einsatz kommt, um die Beleuchtung präzise zu steuern und Stimmungen zu erzeugen, die die Sinne und Emotionen ansprechen, wecken und berühren. Die Installation „Die Verwandlung“ wurde erstmals anlässlich des 600-jährigen Jubiläums des Hauptschiffs der Kathedrale von Girona gezeigt und war seitdem in Bilbao und New York zu sehen.

Biografie
Onionlab ist auf überdimensionale Projektionen und virtuelle Realität spezialisiert und schafft mit seinen Arbeiten Schnittstellen zwischen Kunst, Design und Technologie. Das spanische Künstlerkollektiv hat derzeit seinen Sitz in Barcelona, seine audiovisuellen Produktionen sind jedoch weltweit zu sehen. Xavi Bové ist Künstler, Kurator und Professor. Sein Hauptinteresse gilt audiovisuellen Projektionen und Videomapping, wo Kunst und Technologie, Bild und Ton eng miteinander verwoben sind.

„Transfiguration – Die Verwandlung“ will be shown at all Klanglicht evenings in the Opera Graz.

Credits
Orchestra: Opera Graz
Technical implementation: Oper, grafx live-marketing, SLV-Austria
photo (c) Onionlab und Xavi Bové

„Mit der Förderung dieses Projekts, trägt die Steiermärkische Sparkasse dazu bei, dass durch eine beeindruckende Inszenierung architektonische Meisterwerke wie das Grazer Opernhaus in ein unvergessliches Licht gerückt werden und dadurch die Geschichte dieses Bauwerks auflebt.“

– Gerhard Fabisch, Vorstandsvorsitzender Steiermärkische Sparkasse

In Kooperation mit der Steiermärkischen Sparkasse.

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5 Jahre KLANGLICHT: ein kleines Jubiläum! Wieder hielt Licht und Klang Einzug in die Straßen und wieder strömten Tausende Besucher*innen von Nah und Fern nach Graz, um sich von den vielen Installationen in ihren Bann ziehen zu lassen. Dabei gilt: Jedes Jahr KLANGLICHT, doch immer anders! Eine überwältigende Kulisse aus Licht, Farbe, Sound und Text eröffnete wieder völlig neue Perspektiven auf Wohlbekanntes oder eben erst Entdecktes.

2018
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Motion Scape Winfried Ritsch
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2018 Motion Scape by Winfried Ritsch (c) Steirerwerk Gloesl 1 2018 Motion Scape by Winfried Ritsch (c) Alex Koch 2 2018 Motion Scape by Winfried Ritsch (c) Marija Kanizaj 3

„We see in order to move. We move in order to see.“ William Gibson

Einst als Kinder in schier endloser Bewegung, bewegen wir heute nur noch den Kopf. Gedanken fließen … doch können allein sie die Bedeutung des Lebens wirklich fassen? Wie Tänzer, wie Athleten oder einfach wie Kinder lassen wir uns hier zu diesen Klanglichtern treiben, tief im Inneren des Berges und wir merken: Der Körper in Aktion bringt neue Sicht, neue Ideen, neue Freiheit für den Menschen.

Mit ‚Motion Scape‘ und ‚PianoMetalSpace // SoundLinks‘ vereinten die beiden Medienkünstler Rombout Frieling und Winfried Ritsch ihre Kräfte und schaftfen im Dom im Berg eine außergewöhnliche Klang- und Lichtinstallation. Die lichttechnische Inszenierung im Inneren des Grazer Schlossberges schaffte Kontraste, die zu menschlicher Bewegung aufforderten. Zusätzlich steuerte die Lichtkunst von Rombout Frieling die Konzertinstallation von Winfried Ritsch mit robotischem Klavierspieler und Metallplatten. Die ‚Soundlinks‘ des algorithmisch gesteuerten Klaviers trafen in Echtzeit auf die metallenen Klangplatten und erzeugten durch Resonanzen eine außergewöhnliche Raumklang-Beschallung im Hauptraum, die auf Bewegung reagierte.

Standort: Dom im Berg

Biografie
Als Designer, Techniker und Innovation Fellow am Royal College of Art ist der niederländische Künstler Rombout Frieling überzeugt, dass der menschliche Körper im Zeitalter der Technologie unberechtigterweise an Bedeutung verloren hat. Frielings Arbeiten veranlassen Betrachter*innen mit ihrer Umgebung in eine neue Interaktion zu treten, sein holistisch-menschlicher Zugang rückt dabei stets die Bewegung in den Mittelpunkt.

Neben eigenen Kompositionen setzt der Grazer Medienkünstler Winfried Ritsch in seinem Atelier Algorythmics auch innovative Konzepte des Medienkunstlabors und den Künstlerinitiativen FOND, TONTO und mur.at um. Sein künstlerisches Portfolio umfasst u.a. Klangskulpturen, Performances und die Entwicklung von Computermusiksystemen. Winfried Ritsch ist außerordentlicher Professor am Institut für Elektronische Musik und Akustik der Kunstuniversität Graz. Seine Klanginstallation ‚PianoMetalSpace // SoundLinks‘ wird auch nach Klanglicht 2018 für eine eindrucksvolle Klangkulisse im Dom im Berg sorgen.

Diaspora Scroll / Quartett für das Ende der Zeit Azra Akšamija
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2018 Diaspora Scroll by Azra Aksamija (c) Lupi Spuma 2 2018 Diaspora Scroll by Azra Aksamija (c) Lupi Spuma 3 2018 Diaspora Scroll by Azra Aksamija (c) Lupi Spuma 1

Wenn Stoffe Bände sprechen.

Das Licht hüllt die Mauern in ein Farbenspiel der Ornamente, einem Teppich unterschiedlicher Identitäten gleich. 1 Muster = 1 Bedeutung? Die Grenzen der Kulturen sind längst verschwommen – sind miteinander verwoben wie einzelne Fäden in einer zarten Stickerei, die zum Träger von Kultur und Geschichte wird.

Nicht nur im Auge der Betrachter, auch in ihren Köpfen und ihren Herzen, ist dieses Abbild der Kulturen somit viel mehr als die Summe seiner Teile.

Biografie
Die nach dem Jugoslawienkrieg in Graz aufgewachsene Künstlerin Azra Akšamija beschäftigt sich mit kulturellen und religiösen Konstruktionen von Identität. Mit dem Ziel, Gemeinschaft zu fördern, Traumata zu überwinden und sozial sowie politisch wertvolle Innovationen zu ermöglichen, spürt die Architekturhistorikerin technologisches und materielles Wissen auf. „Diaspora Scroll“ ist als Kunstinstallation eine erste Fassung einer wachsenden Stoff- und Gedächtnisrolle, die Stickmuster sammelt und lokales mit migriertem Wissen miteinander verwebt. So erscheint die Lichtinstallation als digitale Überlappung unterschiedlicher ethnischer Ornamente wie ein vielfältig beschriebenes Manuskript.

Konzert-Tipp: QUARTETT FÜR DAS ENDE DER ZEIT

1941. Nancy, Frankreich.

In der bitterlichen Januarkälte finden sich im Gefangenenlager der deutschen Wehrmacht 400 Franzosen sowie die deutsche Lagerleitung zusammen, um für kurze Zeit den Krieg zu vergessen: Mit größter Aufmerksamkeit und Verständnis – so die Worte des Komponisten Olivier Messiaen – lauschten die Männer der Uraufführung des ‚Quatuor pour la fin du temps‘. Das „Quartett für das Ende der Zeit“ spiegelte nicht nur Messiaens tiefe Ehrfurcht vor dem göttlichen Geheimnis der Apokalypse wider, seine Musik vermochte auch die verfeindeten Soldaten für einen Augenblick in Einklang zu bringen.

Klingendes KLANGLICHT in Graz Mariahilf

Zum stimmungsvollen Kerzenschein erklang an den Festivaltagen zwei Mal pro Abend auch das „Quatuor pour la fin du temps“ in der Mariahilferkirche. Das Quartett für das Ende der Zeit von Olivier Messiaen ist nicht nur ein bewegender Eindruck der Vergangenheit, sondern auch tiefer Bedeutungsträger für unsere Gegenwart. Mitglieder des Grazer Philharmonischen Orchesters präsentieren das kammermusikalische Werk, das im Jänner 1941 uraufgeführt wurde. In der Besetzung finden sich Kurt Mörth an der Klarinette, Pauli Jämsä am Klavier, Fuyu Iwaki an der Violine und Gergely Mohl am Violoncello.

The Pool Jen Lewin
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2018 The Pool by Jen Lewin (c) Lupi Spuma 5 2018 The Pool by Jen Lewin (c) Lupi Spuma 3 2018 The Pool by Jen Lewin (c) Lupi Spuma 1 2018 The Pool by Jen Lewin (c) Lupi Spuma 4 2018 The Pool by Jen Lewin (c) Lupi Spuma 2 2018 The Pool by Jen Lewin (c) Alex Koch 6 2018 The Pool by Jen Lewin (c) Alex Koch 7 2018 The Pool by Jen Lewin (c) Alex Koch 8

Eure Spuren im Licht.

Einen Fuß vor den anderen. Mal langsam, mal schnell. Geht oder lauft, springt ins leuchtende Nass und taucht ein. Ach, so viel schöner und heller ist es hier in unserem leuchtenden Kunstwerk, unserer Landschaft des Lichts. Jeder sei willkommen — denn auch der bunteste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.

Biografie
Die amerikanische Interaktionskünstlerin Jen Lewin entwirft in ihrem New Yorker Studio großflächige Installationen für den öffentlichen Raum, die stets unterschiedliche Elemente kombinieren. Ihr bekanntestes Werk The Pool vereint Licht, Klang und komplexe Technologie zu einer überdimensionalen digitalen Leinwand. Interaktive „pads“ bilden einen begehbaren Pool, dessen 200 LED-Lampen auf den Druck und die Geschwindigkeit der menschlichen Schritte reagieren. So schaffen die BesucherInnen durch ihre kollektive Bewegung ein einzigartiges Kunstwerk aus Licht und Farbe. Seit 2012 war The Pool Teil von über 40 Kunstfestivals weltweit und verzeichnet damit einige Millionen „Fußabdrücke“.

The Lacuna Shifts Depart
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2018 Depart by the Lacuna Shifts

Spieglein, Spieglein an der Wand …

… wo bin ich hier in diesem Land? Diese Wunderwelt der bewegten Wände erscheint mir wie ein Traum. Ich stehe (oder schwebe?) auf einer poetischen, ja fantastischen Spielwiese meiner Imagination. Alles um mich liegt im Auge des Betrachters, doch der Betrachter – bin das wirklich ich?

I move when I stay. I stay when I move.

I think that I fall, but I do not at all. … do I?

Biografie
Depart – das sind Leonhard Lass und Gregor Ladenhauf. Das Künstlerduo aus Wien ist auf Virtual Reality-Installationen spezialisiert und arbeitet mit Echtzeit-3D-Environments, um einzigartige VR-Erlebnisse zu generieren. Als Träger des VR-Headsets wird man nicht nur in eine surreale Welt der körperlichen und räumlichen Instabilität entführt, man tritt auch selbst in Interaktion mit dem, was um einen herum geschieht. Basierend auf Lewis Carrolls Alice’s Adventures in Wonderland inszeniert „The Lacuna Shifts“ eine modulare Dramaturgie, in dem der Blick des Beobachters eine wesentliche Rolle spielt. So wird die virtuelle Erfahrung zu einer wandelbaren Bühne, die im Spannungsfeld zwischen individueller Wahrnehmung und akustischer Halluzination niemals dasselbe Stück zwei Mal zeigt.

Axioma Onionlab
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2018 Axioma by Onionlab (c) Lupi Spuma 2 2018 Axioma by Onionlab (c) Lupi Spuma 3 2018 Axioma by Onionlab (c) Lupi Spuma 4 2018 Axioma by Onionlab (c) Marija Kanizaj 5 2018 Axioma by Onionlab (c) Christian Thiess 1

Formen formieren sich. Sie wissen was zu tun ist, denn ihre Geometrie gibt den Ton an. Fantastisch, nicht wahr? Dabei ist diese Brille gar nicht rosarot… Wie durch ein dunkles Glas fällt man weiter, immer weiter, in die Dimensionen einer surrealen Welt. Und wenn der Weg dann zum Ziel wird, können Sie, lieber Wanderer und liebe Wanderin, nur Gewinner sein.

Biografie
Onionlab sind auf überdimensionale Projektionen bzw. virtual reality spezialisiert und schaffen mit ihrer Arbeit Schnittpunkte zwischen Technologie, Design und Kunst. Das spanische Künstlerkollektiv lebt derzeit in Barcelona, arbeitet mit seinen audiovisuellen Inhalten jedoch weltweit. Bei Axioma handelt es sich um eine stereoskopische 3D-Show, die sich mit den Eigenschaften geometrischer Formen auseinandersetzt. Erst mittels Betrachtung durch eine 3D-Brille, eröffnet sich den ZuseherInnen die eindrucksvolle dreidimensionale Inszenierung.

Die Installation wurde mit freundlicher Unterstützung von sehen! wutscher realisiert.

My Light is your Light Alaa Minawi
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2018 My Light is your Light by Alaa Minawi (c) Lupi Spuma 1 2018 My Light is your Light by Alaa Minawi (c) Lupi Spuma 2

Nun sind wir hier.

Zart leuchtend im Dunkel der Nacht sind sie gekommen. Alles, was sie in diesem Moment besitzen, ist sich selbst und ihre Erinnerung. Ein Beobachter, jedoch nur ein stiller, vermag hier ihre Geschichte zu hören. Es sind traurige Worte, die von der unendlichen Unsicherheit des Seins erzählen. Doch da schimmert auch Hoffnung durch die Finsternis: ein Vertrauen über alle Grenzen hinweg, eines Tages zuhause zu sein.

Biografie
Alaa Minawi ist bildender Künstler. Seit 2006 setzt er sich intensiv mit Film, Fotografie und Theater auseinander und ist dabei sowohl in der arabischen Welt als auch in den USA tätig. Derzeit gilt sein Interesse vor allem der Lichtkunst und dem Schreiben. Wie sein Großvater und sein Vater ist auch alaa minawi ein palästinensischer Flüchtling, der heute im Libanon lebt. Diese Geschichte beeinflusst unter anderem sein künstlerisches Schaffen. So erinnert my light is your light an Menschen, die auf ihrer Flucht alles zurücklassen mussten. Sanftes Neonlicht zeichnet menschliche Konturen, ihr Inneres gilt es jedoch wieder zu füllen – mit einer sicheren Zukunft in einem neuen Land.

Connections
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„Connections“ – Das Klanglicht-Clubbing im Grazer Orpheum
Idee: Rolf Schreiber / Umsetzung: Team der Grazer Spielstätten

We’re connected.

Im Rausch der Illusion vereinen sich Licht und Musik, mittendrin stehst du. Die Wände sind im Reigen, auch die Bäume gesellen sich dazu. Siehst du sie tanzen in ihrem Farbenspiel? Ach, den Sinnen gib‘ doch endlich frei! Was drinnen ist, ist nun auch hier draußen. Alles ist verbunden. Wir feiern ein Fest – wir alle gemeinsam!

Das Orpheum verbindet. Ob es Musik, Tanz oder Worte sind, die gefallen — hier werden unter glitzernden Lichtern Bögen gespannt. Doch es war an der Zeit, was zu (ver)ändern. Die Discokugeln haben ihr gewöhntes Terrain verlassen und beschlossen, auch den öffentlichen Raum in einen magischen Dancefloor zu verwandeln. Drinnen tanzen BesucherInnen zu den Konzerten des Tages, doch auch „outdoor“ erklingt die Live-Musik. So verbünden sich Innen- und Außenraum und rufen im Chor: „Tanz mit uns durch diese Nacht!“

Guilt Monica Bonvicini
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2018 Guilt by Monica Bonvicini (c) Lupi Spuma

Schuldkultur.

Guilt. Die Buchstabenfolge wird zur bildlichen Behauptung, wird zum Signet, in dem Mahnung und Anprangerung stecken. Doch wer ist der Adressat?

Schuld. Ein Begriff, so vielfältig besetzt:

[subjektiv] eine unerlaubte/verwerfliche Handlung.

[objektiv] die Übertretung moralischer oder gesetzlich verbotener Grenzen.

Das eine oder das andere – verbunden mit Macht über Menschen und Verhalten.

Biografie
Monica Bonvicini, geboren 1965 in Venedig, ist eine italienische Künstlerin und Hochschullehrerin an der Universität der Künste Berlin. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Ihre Arbeiten sind medienübergreifend mit Installation, Skulpturen, Video, Fotografie und Zeichnung und setzen sich mit Machtstrukturen auseinander, wie sie sich u.a. in Architektur oder Alltagsgegenständen manifestieren. Auf der BIX-Medienfassade des Grazer Kunsthauses wird die von Bonvicini diskutierte Schuldkultur unserer Gesellschaft in den Fokus des Stadtzentrums gerückt. In ihrer Formensprache nehmen die Werke häufig Bezug auf die Minimal Art und Conceptual Art.

„Mit den Projekten von Monica Bonvicini an der Fassade des Kunsthauses und Azra Aksamija an der Kirchenfassade am Mariahilferplatz beim Klanglicht dabei zu sein, ist uns ein großes Anliegen. Wir verbinden damit die Ausstellung Glaube Liebe Hoffnung, die sich vom Kunsthaus und dem Kulturzentrum bei den Minoriten weit in die Stadt hinein vernetzt, mit dem urbanen Geschehen heute. Ganz bewusst richten die beiden Arbeiten das Augenmerk auf Ebenen des christlichen Erbes, das sich gerade im Stadtraum allerorts manifestiert.“

— Barbara Steiner, Leitung Kunsthaus Graz

In Kooperation mit dem Kunsthaus Graz.

Fantastic Planet Amanda Parer
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2018 Fantastic Planet by Amanda Parer (c) Lupi Spuma 1 2018 Fantastic Planet by Amanda Parer (c) Lupi Spuma 2 2018 Fantastic Planet by Amanda Parer (c) Lupi Spuma 3

Oh, welch‘ fantastischer Planet!

Überdimensional. Menschenähnlich. Hell erleuchtet. So sitzt Amanda Parers

Kunstfigur auf dem Dach des Lendhotels, auf dem sie gerade gelandet ist. Vom tschechisch-französischen Film Fantastic Planet inspiriert, begegnen Sie mitten in unserer Stadt diesem Wesen aus einer fernen Welt. Ein leuchtender Gigant, der still und leise unseren fantastischen Planeten erkundet. Was er dabei wohl entdeckt?

Biografie
Unter dem Kollektiv ‚Parer Studios‘ schafft Amanda Parer Objekte für den öffentlichen Raum, Skulpturen und Gemälde, die die Natur und ihre Fragilität erforschen. Dabei wird auch die Rolle des Menschen in diesem Gefüge stets kritisch hinterfragt. Vor allem für ihre imposanten Installationen, die ganze (Stadt-)Landschaften einnehmen können, erhält die australische Künstlerin große internationale Resonanz.

In Kooperation mit dem Lendhotel.

[Ohne Titel] Ruth Schnell
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2018 Ohne Titel by Ruth Schnell (c) Gerd Neuhold

Vergangenes. SINNvoll. Erlebt.

Die Pforten der Kirche stehen weit offen. Kommen Sie herein, jeder ist willkommen. Inmitten des Raumes oder seitlich, Sie spüren: Hier schwingt Geschichte. Nun öffnen sich auch Aug‘ und Ohr‘. Leuchtende Klänge und immaterielle Worte aus Licht sind allgegenwärtig. Und so wird eine allzu leicht vergessene Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft.

Biografie
1956 in Feldkirch geboren, lebt und arbeitet Ruth Schnell heute in Wien. Derzeit lehrt sie an der Universität für angewandte Kunst Wien, leitet die Abteilung Digitale Kunst und ist selbst als Kunstschaffende tätig. Mit ihrem Projekt reagiert die Künstlerin auf die Geschichte der Grazer Stadtpfarrkirche in der Herrengasse, die auf ein kleines Gotteshaus auf dem Gelände des ehemaligen jüdischen Ghettos zurückgeht. Die subtile Installation erschließt sich erst einem Blick jenseits eingelernten Rezeptionsverhaltens. Ein eigenständiges Klanglicht in diesem Zusammenhang ist der Lichtkubus, der von der norwegischen Künstlerin Vibeke Andersen gestaltet wurde und der zur Zeit als Bühnenbild im Theaterstück „Judas“ von Lot Vekemans in steirischen Kirchen zu erleben ist. In ebendiesem Klangkubus lassen nun Vita Peterlin am Violoncello und Žan Trobas, beide sind Studierende der Kunstuniversität Graz, am Akkordeon stimmungsvolle Musik erklingen.

„Diese besondere Kooperation zwischen Kirche und Bühne entspricht meinem steten Bemühen, Kirche hinein in die Welt zu öffnen. Die Kunstinstallation von Ruth Schnell schafft gemeinsam mit der Live-Musik aus dem Lichtkubus außergewöhnliche Seh- und Hörerlebnisse.“

— Stadtpfarrpropst Christian Leibnitz

KuratorInnen: Gertraud Schaller-Pressler / Alois Kölbl

In Kooperation mit Kirchen Kultur Graz.

Transience Philipp Ross & Joel le Blanc
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2018 Transience by Philip Ross, Joel le Blanc (c) Lupi Spuma 3 2018 Transience by Philip Ross, Joel le Blanc (c) Steirerwerk Gloesl 5 2018 Transience by Philip Ross, Joel le Blanc (c) Steirerwerk Gloesl 4 2018 Transience by Philip Ross, Joel le Blanc (c) Lupi Spuma 2 2018 Transience by Philip Ross, Joel le Blanc (c) Lupi Spuma 1

MUR – experience underwater.

Das Wasser rauscht, kraftvoll und unaufhaltsam. Alles ist in Bewegung und nichts ist jemals ident mit dem, was war. Diese Stadt ist dieselbe wie jeher? Ihr Gewässer immer dasselbe? Verweilen Sie einen Augenblick länger auf dieser Insel und Sie verstehen: Kein Mensch sieht – oder hört – zwei Mal den selben Fluss.

Biografie
Philip Ross ist Designer für interaktive Beleuchtungskonzepte und Lichtkünstler. In seinen Arbeiten geht er u.a. der Frage nach, inwiefern die Begegnung zwischen Umgebung und Mensch Bedeutung generieren kann. Joep le Blanc ist Klangdesigner mit einem Abschluss in Industrial Design. Bei ihm trifft langjährige Erfahrung als professioneller Musiker auf Wissen um abstrakter Psychoakustik, was seiner Arbeit einen großen Wieder-erkennungswert verleiht. Mit ihrem gemeinsamen Projekt ‚Transience‘ greifen die niederländischen Künstler Vito Acconcis Idee der schwimmenden Murinsel auf und erweisen deren Erbauer, dessen Todestag sich zu Klanglicht 2018 zum ersten Mal jährt, eine große Ehre. Echtzeit Unterwasser-Aufnahmen der Mur verwandeln sich in eine einzigartige Komposition aus Klang und Licht, die sich ihren Weg über die Insel bahnt. Dem antiken Gedanken „Alles fließt“ folgend, ist auch diese Kunstinstallation in ständigem Fluss.

In Kooperation mit der Murinsel Graz.

Exposure o.T. David Reumüller
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2018 Exposure oT by David Reumueller (c) Lupi Spuma 3 2018 Exposure oT by David Reumueller (c) Lupi Spuma 4 2018 Exposure oT by David Reumueller (c) Lupi Spuma 1 2018 Exposure oT by David Reumueller (c) Lupi Spuma 2 2018 Exposure oT by David Reumueller (c) Alex Koch 5 2018 Exposure oT by David Reumueller (c) Christian Thiess 6

Dem Klang/Licht ausgesetzt.

Eine Textur, zuerst nur in grauem Schleier. Dann schwarz, dann weiß. Ihre Bewegungen verändern das, was Sie sehen. Doch ist das Bild tatsächlich echt? Ein Spiel mit dem Licht beginnt, auf der Suche nach dem „realen“, dem „echten“ Kunstwerk. Der Ton verdichtet das Visuelle und bald steht fest:

Jede dieser Bild- und Klangwelten ist nur von kurzer Dauer und geschaffen durch Ihre aktive Interaktion. Es ist wohl, wie so oft im Leben, alles eine Frage der Betrachtung.

Biografie
1979 im Murtal geboren, zog es David Reumüller schon früh nach Graz, um sich an der Ortweinschule der visuellen Kunst zu widmen. Seit seinem Abschluss 1998 setzt sich der österreichische Künstler mit unterschiedlichen Medien auseinander. So erschienen neben seinen visuellen Inszenierungen auch zahlreiche musikalische Sammelwerke, Publikationen und Filme. In seinen interaktiven Videoinstallationen untersucht Reumüller vor allem die Wahrnehmung und stellt deren individuellen Informationsgehalt auf den Prüfstand. Zusammen mit Manfred Engelmayr und Bernd Heinrauch bildet er auch das Trio ‚Muscle Tomcat Machine‘, das sich für die Klanginstallation zum Projekt verantwortlich zeichnet.

„Zeitgenössische Kunst wie jene von David Reumüller setzt sich kritisch mit der Komplexität unseres Daseins auseinander, ohne sie jedoch zu bewerten. Gerade so bleibt dem, was auf der Bühne geschieht, auch noch ein gewisser Zauber.“

— Iris Laufenberg, geschäftsführende Intendantin Schauspielhaus Graz

In Kooperation mit dem Schauspielhaus Graz.

Silver Ratio Lia
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2018 Silver Ratio by Lia (c) Lupi Spuma 4 2018 Silver Ratio by Lia (c) Lupi Spuma 3 2018 Silver Ratio by Lia (c) Alex Koch 2 2018 Silver Ratio by Lia (c) Alex Koch 1

Gedanken eines Gebäudes. Oder: ein silberner Schnitt.
So bewegt sind die Bilder an meinen gläsernen Wänden.
Neu, vom Rhythmus gemacht, den die Klänge spenden.
Die Verbindung von Klang und Licht zu spüren,
lasse ich mich auch von der Form des Hauses führen
_anonym.

Biografie
LIA, geboren in Graz, lebt und arbeitet in Wien. Seit 1995 beschäftigt sich die Pionierin der Software- und Netz-Kunst mit digital art und produziert Videos, Performances, Installationen, Skulpturen, Projektionen und digitale Anwendungen. Das grundlegende Material ihrer Arbeit ist der Code. Dabei übersetzt die österreichische Künstlerin Konzepte in formal ausgeschriebene Strukturen, die durch eine „Maschine“ wiederum Output generieren. Das künstlerische Ergebnis steht danach in Kontrast zur Formalität des geschriebenen Codes. LIAs Arbeiten greifen auf zeichnerische sowie malerische Traditionen zurück und verbinden diese mit der Ästhetik digitaler Bildwelten sowie der Sprache von Algorithmen. Mit ‚Silver Ratio‘ nimmt die Künstlerin Bezug auf die Relation der visuellen Elemente zur Architektur des Künstlerhauses und spannt einen Bogen zwischen starrer Struktur und der Lebendigkeit des Gebäudes, geschaffen durch die Menschen, die es benutzen. Für die musikalische Inszenierung der Installation sorgt Damian Stewart, der mit seinen künstlerischen Arbeiten Ton, Code, Licht und Elektronik verknüpft.

In Kooperation mit Halle für Kunst & Medien

Scala Lucida Teresa Mar
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2018 Scala Lucida by Teresa Mar (c) Alex Koch 5 2018 Scala Lucida by Teresa Mar (c) Alex Koch 4 2018 Scala Lucida by Teresa Mar (c) Lupi Spuma 3 2018 Scala Lucida by Teresa Mar (c) Lupi Spuma 2 2018 Scala Lucida by Teresa Mar (c) Christian Thiess 1

Dort, wo sich die Stufen eng an den Felsen schmiegen.

Dort, wo die Treppe Höhe und Tiefe wie eine Brücke verbindet.

Dort erleuchtet ein Mosaik aus Eindrücken des Lebens — ein Bild von dem, was hier war und dem, was heute ist.

Scala Lucida. Nehmen wir uns Zeit, sie zu betrachten und mit unserem Blick empor zu steigen. Denn kommt Zeit, kommt nicht nur Rat, sondern auch Sinn und Sinnlichkeit.

Biografie
Die österreichische Künstlerin Teresa Mar ist derzeit in Klagenfurt, Wien und Barcelona tätig. Nach dem Abschluss des Studiums der Politikwissenschaft 1997 begann sie als Künstlerin zu arbeiten. Neben Werken der Malerei entstanden seitdem auch geklebte Collagen, die der Künstlerin seit 2003 als Grundlage ihrer digitalen Bildbearbeitungen dienen. Sie legt Bildausschnitte, also layers bzw. codes aus Farbe und Licht, übereinander bis sich diese zu einem eigenen neuen Bild verdichten. Die Spannung liegt dabei in der Entstehung neue Strukturen und Kontraste, die den BetrachterInnen einen großen Assoziationsspielraum in der Deutung des Bildes ermöglichen. Denn Menschen, so Teresa Mar, sehen stets das, was sie sehen wollen.

Lumière Tango Wouter Brave
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2018 Lumiere Tango by Wouter Brave (c) Lupi Spuma 1 2018 Lumiere Tango by Wouter Brave (c) Alex Koch 2 2018 Lumiere Tango by Wouter Brave (c) Marija Kanizaj 3 2018 Lumiere Tango by Wouter Brave (c) Marija Kanizaj 4

It takes 2 to tango!

Dem Licht eine Bühne. Und Sie mittendrin. Mit der Eleganz eines Tänzers gleiten die Lichtstrahlen über ihr Parkett, auf dem Weg hindurch werden BesucherInnen Teil der Choreografie. So verwandelt sich die Lichtinstallation in ein interaktives Kunstwerk zu den Klängen von Astor Piazzolla. Ob Sie schlussendlich zögernd einem Tänzer ausweichen oder selbst mit dem Licht tanzen, entscheiden Sie spontan.

Biografie
Wouter Brave ist ein multidisziplinärer Künstler, der sich seit 10 Jahren mit dem Medium ‚Licht‘ beschäftigt. Zwischen 1980 und 2000 als Tänzer und Choreograph aktiv, widmet er sich heute vor allem der Lichtkunst. Seine Faszination mit diesem Element sowie seine berufliche Laufbahn im Tanz bilden die Basis des Kunstprojektes ‚Lumière Tango‘: zwei Reihen zu je 12 schwarzen Türmen, deren 48 Scheinwerfer ein Tanzparkett der besonderen Art schaffen.

In Kooperation mit der Oper Graz.

Arkestra of Light: Parallel OchoReSotto
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2018 Arkestra of Light Parallel by OchoReSotto (c) Lupi Spuma 1 2018 Arkestra of Light Parallel by OchoReSotto (c) Lupi Spuma 2 2018 Arkestra of Light Parallel by OchoReSotto (c) Lupi Spuma 3 2018 Arkestra of Light Parallel by OchoReSotto (c) Lupi Spuma 4 2018 Arkestra of Light Parallel by OchoReSotto (c) Marija Kanizaj 5 2018 Arkestra of Light Parallel by OchoReSotto (c) Marija Kanizaj 6 2018 Arkestra of Light Parallel by OchoReSotto (c) Marija Kanizaj 7 2018 Arkestra of Light Parallel by OchoReSotto (c) Marija Kanizaj 9 2018 Arkestra of Light Parallel by OchoReSotto (c) Marija Kanizaj 8

Diese fremde Welt meiner Stadt.

Ein historischer Ort als Mittelpunkt der Stadt, in der eine Treppe wie ein Spiegel auf sich selbst trifft: die Grazer Burg. Doch mit der Dunkelheit erleuchtet ringsum plötzlich ein Farbenspiel der Formen und Figuren. Die Orchestrierung des Lichts wendet den Außenraum nach innen, es wird eine Parallelwelt unendlicher Dimensionen und zentrischer Tiefen geschaffen. Halten Sie sich fest! Ein Betrachter ist hier nicht nur dabei, nein, er oder sie ist wahrhaftig mittendrin in diesem surrealen Geschehen.

Biografie
Lia Räder, Volker Sernetz und Stefan Sobotka-Grünewald sind das Grazer Künstlerkollektiv OchoReSotto, das sich auf die Kombination digitaler und analoger Medien und ihrer Darstellung als Gesamtkunstwerk spezialisiert hat. Mit der diesjährigen Bespielung des Innenhofs der Grazer Burg feiert die audiovisuelle Installation ‚Arkestra of Light: parallel‘ Prämiere. Auf einer Fläche von 2880 m² treffen durch Großbildprojektoren rund 400.000 Lumen auf alle drei Fassaden des Gebäudes und erschaffen eine Projektionsfläche der Superlative. Das visionäre Licht wird dabei von einer punktgenauen, sphärischen Soundkulisse aus der Feder Wolfgang Möstls und Mario Zangls begleitet.

Unter der Patronanz von
Raiffeisen Landesbank Steiermark.

Ich bin viele Gesichter Michael Bachhofer, Karl Wratschko
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2018 Ich bin viele Gesichter by Michael Bachhofer, Karl Wratschko (c) Lupi Spuma

Habe ich das wirklich gesagt?

Peter Rosegger hatte viele Gesichter. Er kommentierte, beanstandete, lobte und verurteilte, um dann alles Gesagte wieder zu verwerfen. Alles wurde von ihm besprochen, oft mehrmals und auch widersprüchlich. Doch wer hat heute eine homogene Weltanschauung? Kein Mensch denkt immer gleich. Kein Mensch bleibt stets der selbe. Denn wir sind alle vieles. Sie und ich, und die da drüben auch.

Biografie
Michael Bachhofer, geboren in Friesach und aufgewachsen im Bezirk Murau, lebt heute in seiner Wahlheimat Wien. Er ist Künstler, dessen Arbeit auf Wahrnehmung, Realität und so etwas wie Wahrheit fokussiert. Karl Wratschko ist Kurator, Film- und Radiomacher und ist ebenfalls in der Steiermark aufgewachsen. Neben weiteren Werken hat er 2017 die Filme ‚Index‘ und ‚I have seen the future‘ realisiert. Anlässlich seines 175. Geburtstages und 100. Todestages beleuchten die beiden Kunstschaffenden das journalistische Schaffen von Peter Rosegger. Schauspielerinnen und Schauspieler des Next Liberty leihen hierbei dem steirischen Schriftsteller ihr Gesicht und erwecken ihn so zum Leben. Dabei verdeutlicht die audiovisuelle Installation die Unausgewogenheit menschlicher Meinung am Beispiel Peter Roseggers Worten.

„Ob jung oder alt, männlich oder weiblich, wir Menschen sind in unseren Ansichten stets vielschichtig, manchmal sogar konträr. Im Theater wie auch in der Literatur dient diese Eigenschaft als Quelle der Inspiration.“

— Michael Schilhan, geschäftsführender Intendant Next Liberty

In Kooperation mit dem NEXT LIBERTY

Floating Light / Timber Wouter Brave (Floating Light); Studio Percussion (Timber)
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2018 Floating Light Timber by Wouter Brave, Studio Percussion (c) Alex Koch 1 2018 Floating Light Timber by Wouter Brave, Studio Percussion (c) Alex Koch 2 2018 Floating Light Timber by Wouter Brave, Studio Percussion (c) Steirerwerk Gloesl 3 2018 Floating Light Timber by Wouter Brave, Studio Percussion (c) Lupi Spuma 4 2018 Floating Light Timber by Wouter Brave, Studio Percussion (c) Lupi Spuma 5

Horcht! Ein Universum dem Tanz!

Nicht in höchste Höhen abgehoben, mehr schwebend wie roter Zauber auf ihrem Klangteppich. Durch die sanfte Berührung werden sie Tänzer aus Licht, schlank in ihrer Silhouette, doch groß in ihrer Wirkung. Wie der Ton üben auch sie sich in vornehmer Zurückhaltung und entführen als tanzendes Universum in die Flut der Unendlichkeit.

Biografie Wouter Brave
Wouter Brave ist ein multidisziplinärer Künstler, der sich seit 10 Jahren mit dem Medium Licht beschäftigt. Zwischen 1980 und 2000 als Tänzer und Choreograph aktiv, widmet er sich heute vor allem der Lichtkunst. Seine Liebe zum Tanz sowie seine Faszination für das Medium „Licht“ gehen in „Floating Light“ eine spielerische Symbiose ein: Die leuchtend-strahlenden Stäbe werden im Auge des Betrachters zu schwebenden Tänzern, die in der Dunkelheit der Nacht eine unendliche Choreographie aufführen.

Biografie Studio Percussion
Das Grazer Ensemble STUDIO PERCUSSION Graz wurde 1979 von Günter Meinhart gegründet und widmete sich im Laufe der Jahre einerseits eigenen Projekten im zeitgenössischen Bereich, andererseits der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Musikern, Komponisten und Veranstaltern aus Jazz und klassischer Musik. Im Landhaushof machen STUDIO PERCUSSION Graz mit sechs einfachen Holzstücken die klangliche Verdichtung und Reduktion von Instrumenten hör- und erlebbar. Dabei galt ihnen Michael Gordons prämiertes Stück „Timber“ als Vorlage und Inspiration.

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KLANGLICHT als the Festival of Sound and Vision hat sich in vier Jahren nicht nur als Highlight für Licht- und Klangkunstfans etabliert, als einer der Publikumsmagneten im Zyklus des steirischen Kulturjahres bespielte das Kunstfestival der Bühnen Graz nun an drei Abende lang den Besuch des Kunstfestivals. Ob gewaltige Licht- und Soundeffekte, stilles Leuchten oder berührender Klang, alle Installationen sorgten wieder für beeindruckende Augenblicke und beweisen ob des großen Besucherandrangs: Auch Kunst kann Massen bewegen und emotional ergreifen!

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2017
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Murinsel OchoReSotto zu Gast
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2017 Murinsel by OchoReSotto (c) Lupi Spuma 6 2017 Murinsel by OchoReSotto (c) Lupi Spuma 7 2017 Murinsel by OchoReSotto (c) Steirerwerk Gloesl 4 2017 Murinsel by OchoReSotto (c) Steirerwerk Gloesl 3 2017 Murinsel by OchoReSotto (c) Steirerwerk Gloesl 2 2017 Murinsel by OchoReSotto (c) Steirerwerk Gloesl 1 2017 Murinsel by OchoReSotto (c) Steirerwerk Gloesl 5

Im Zuge ihrer Generalsanierung bekam die Murinsel auch eine Eventbeleuchtung (LED-Balken, die die metallene Außenhaut der Insel in allen möglichen wechselnden Farbeffekten erstrahlen lassen). Das heißt, die Insel wird nunmehr nicht mehr mit Scheinwerfern vom Ufer aus beleuchtet, sondern strahlt selbst. Während des Klanglicht-Wochenendes sorgte von der Murinsel flussabwärts bis zur Hauptbrücke eine, von den Visual Artists von OchoReSotto konzipierte Laser-Licht-Welle für ein weiteres ungewöhnliches visuelles Mur-Erlebnis. OchoReSotto: „Zwischen Reflexion und Imitation treffen Wasser und Licht aufeinander. Elektromagnetische Wellen reproduzieren die natürlichen Bewegungen des Flusses und spiegeln sich in den Strömungen der Mur wieder. Es entsteht eine neue Ebene aus Lichtstrahlen und Transparenz, in der die Wirklichkeit mit ihrem Abbild verschwimmt.“

Standort: Murinsel

Wallpainting O.T. David Reumüller
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2017 Wallpainting oT by David Reumueller (c)Alexander Koch 1

David Reumüller untersucht in seinen Arbeiten die Beschaffenheit von individueller und kultureller Identität. Seine Methode ist die Rekonstruktion von Abbild und generierten Images. Mit Videoinstallationen und Fotografien werden die Bausteine zeitgenössischer Bildproduktion auf mehreren Ebenen parallel erfahrbar gemacht. Es entstehen Bilder, die sich auf Bilder beziehen – eine Wahrnehmungserfahrung, die die Fragilität unserer vermeintlich linearen Realität erweitert. Bei seinen Inszenierungen durch Verhüllungen und Bedeckungen entstehen neue Landschaften aus Texturen. Eine dieser Landschaften zeigte Reumüller im Rahmen von Klanglicht 2017 im Dom im Berg.

Biografie
David Reumüller wurde 1979 geboren, lebt und arbeitet in Graz sowie im Sausal. Seit 1997 arbeitet Reumüller als Künstler, Musiker und Filmemacher an verschiedenen interdisziplinären Projekten. In seinen Malereien inszeniert er Gebrauchsoberflächen, wie Textilien oder Fragmente von Fassaden, zur Image- bzw. Identitätsbildung. Indem Reumüller seinen Arbeiten eine spezielle Perspektive gibt, können die Raumbilder in ihrer ganzen Bandbreite und ohne Verzerrung lediglich von einem Standort aus betrachtet werden. Der Standort des Künstlers wird somit ident mit jenem des Betrachters.

Standort: Dom im Berg

Glöcklerlauf Alpenverein Stainach Pürgg
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2017 Gloecklerlauf by Alpenverein Stainach Puergg (c) Lupi Spuma 5 2017 Gloecklerlauf by Alpenverein Stainach Puergg (c) Lupi Spuma 4 2017 Gloecklerlauf by Alpenverein Stainach Puergg (c) Lupi Spuma 1 2017 Gloecklerlauf by Alpenverein Stainach Puergg (c) Lupi Spuma 2 2017 Gloecklerlauf by Alpenverein Stainach Puergg (c) Lupi Spuma 3

Die Glöckler sind Lichtgeister, die ihre Kontrahenten in der Rauhnacht vertreiben sollen. Besonders verbreitet ist dieser Brauch im Salzkammergut. Der Stainacher Glöcklerlauf ist sogar seit 2010 Teil des Immateriellen Kulturerbes in Österreich. Die weiß gewandeten Glöckler tragen Papierkappen, die von innen traditionellerweise mit Kerzen beleuchtet werden. Auf der Seite der Kappen finden sich Bilder. Dazu tragen die Glöckler, wie der Name schon verrät, Kuhglocken, die für eine entsprechende Geräuschkulisse sorgen. Ein Glöcklerlauf ist für Jung und Alt auch dann ein phantastisches Erlebnis, wenn er wie bei Klanglicht zu einer ungewohnten und ungewöhnlichen Jahreszeit stattfindet.

Standort: Öffentlicher Raum

A.R.T. Studio Philip Ross
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2017 ART by Studio Philip Ross (c) Lupi Spuma 1

In unserem Alltag sind wir einem wachsenden Strom an Sinneseindrücken ausgesetzt, die unsere Aufmerksamkeit fordern. Zwei niederländische Wissenschafter, Rachel und Stephen Kaplan, haben sich mit diesem Thema auseinandergesetzt. In ihrer Theorie („Attention Restauration Theory“, A.R.T) behaupten sie, dass gewisse Muster in der Natur es erlauben, uns zu entspannen, unsere Energie neu aufzuladen. Angelehnt an diese These wurde im Grazer Stadtpark auf einer Länge von 200m eine Installation geschaffen, die Raum für Erholung bietet und einen Gegenpol zu den vielen Sinneseindrücken einer Stadt bildet. „A.R.T.“ war auch Teil des Festivals „Glow Eindhoven 2016“.

Die Installation „A.R.T.“ ist eine Initiative des Intelligent Lighting Institute (ILI) der Technischen Universität Eindhoven (NL) unter Mitwirkung von Indre Kalinauskaite, Joep LeBlanc, Randi Nuij und Studio Philip Ross. Indre Kalinauskaite ist Designerin und Forscherin. Joep le Blanc ist Sound Designer. Randi Nuij studiert Industrial Design in Eindhoven. Philip Ross entwirft interaktive Lichtlandschaften, hat mehrere Design-Preise gewonnen und war mit seinen Arbeiten auf verschiedenen Festivals zu Gast.

Standort: Stadtpark/Burgring

Pulsation Raphael Meinhart
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2017 Pulsation by Raphael Meinhart (c) Alexander Koch 3 2017 Pulsation by Raphael Meinhart (c) Alexander Koch 2 2017 Pulsation by Raphael Meinhart (c) Alexander Koch 1

Das Konzept zu Pulsation stammt von Gerhard Kosel. Für die Musik und Performance war Raphael Meinhart verantwortlich. Ausgangspunkt des Projekts war „Tribute to Steve Reich“, von Meinhart beim Austrian Soundcheck 2016 erstmals aufgeführt. Die rund zweistündige Performance bediente sich der Stilistik, wie sie Reich, der Erfinder der Minimal Music, vorgegeben hatte. Die atemberaubende Performance wurde zu einer Gratwanderung. Der Zugang vom Karmeliterplatz war Ausgangspunkt der Pulsschläge, die sich am Weg durch den Berg fortsetzen. Vor dem Eingang zum Dom befand sich ein weiterer Lichtpuls, am Ausgangsbereich zum Schloßbergplatz ebenso.

„Minimalistische Musik ist für mich in Zeiten des Informationsüberflusses ein Weg, um die Gedanken wieder frei fließen lassen zu können und der Seele Raum zu geben.“ (Raphael Meinhart)

Biografie
Der Percussionist Raphael Meinhart kam durch die Mitwirkung im Ensemble seines Vaters, Studio Percussion Graz, früh in Berührung mit der Musik von Steve Reich. Seither zieht sich Minimal Music wie ein roter Faden durch das musikalische Schaffen Meinharts, sei es in eigenen Projekten wie Who Man Dog, Unchain Meinhart und Trio de Janeiro oder als Sideman bei Shackleton, Studio Dan oder Studio Percussion. Anlässlich des 80. Geburtstags von Reich widmete Meinhart ihm ein Soloprojekt, das starke Züge von Reichs frühem Schaffen zeigt und durch eigene musikalische Elemente angereichert wird. www.raphaelmeinhart.com

Standort: Dom im Berg

Textsplitter Matthias Grübel
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Es wird geflüstert, gelacht, gejammert. Und endlich sagt einer: „Öffne die Augen und du siehst!“ Mit einem Hörspiel erweiterte das Schauspielhaus Graz das Objekt von Janet Echelman vor seinem Gebäude um eine starke akustische Note. Die Texte stammten aus Stücken der Saison sowie aus dem „Cyrano de Bergerac“ von Edmond Rostand, der ab 10. Juni auf den Kasematten aufgeführt wird. Eine mögliche Herausforderung für das Publikum: Zu erkennen, aus welchen Stücken die Zitate stammen. Eingesprochen wurden die Textsplitter von den Schauspielerinnen und Schauspielern des Ensembles, gestaltet wurde das Hörspiel vom Musiker Matthias Grübel.

KLANGLICHT 2017

Matthias Grübel (D, geb. 1982) veröffentlichte seine Musik auf mehreren Labels und produzierte Theatermusiken u. a. an der Schaubühne und am Maxim Gorki Theater in Berlin, am Thalia Theater Hamburg und am Théâtre National de Strasbourg. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit Regisseur Jan-Christoph Gockel. Des Weiteren arbeitete er zuletzt mit Falk Richter, Marius von Mayenburg, Jette Steckel, dem Kollektiv Copy & Waste und der Choreografin Kat Valastur. Daneben entstanden Hörspielarbeiten für den Bayerischen Rundfunk, SWR und Deutschlandradio. In dieser Spielzeit gestaltet Grübel am Schauspielhaus die Musik zu „Der gute Gott von Manhattan“.

Standort: Schauspielhaus

A Perspective on Colour Rombout Frieling
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2017 A Perspective on Colour by Rombout Frieling (c) Lupi Spuma 1 2017 A Perspective on Colour by Rombout Frieling (c) Lupi Spuma 2 2017 A Perspective on Colour by Rombout Frieling (c) Lupi Spuma 3 2017 A Perspective on Colour by Rombout Frieling (c) Lupi Spuma 4 2017 A Perspective on Colour by Rombout Frieling (c) Alex Koch 7 2017 A Perspective on Colour by Rombout Frieling (c) Lupi Spuma 5 2017 A Perspective on Colour by Rombout Frieling (c) Lupi Spuma 6

Der Niederländer Rombout Frieling sagt über sein Konzept: „Farben existieren gar nicht wirklich. Es gibt sie nur in unseren Köpfen. Sie sind das Ergebnis komplexer Prozesse der Beobachtung, des Vergleichs und der Anpassung.“ Ein Teppich aus Licht und Farbe, der am Opernring vor dem Next Liberty Kinder- und Jugendtheater ausgerollt wurde, stellte unter Beweis, dass die Augen uns so manche Streiche spielen. Durch leichte Veränderungen der Farbgebung kommen Muster, Strukturen und Wellen zum Vorschein. Gänzlich unterschiedliche Farben können auf einmal gleichförmig wirken. Was rot scheint, kann vielleicht auch gelb sein. In anderem Licht betrachtet.

Biografie
Rombout Frieling, geboren 1983, studierte an der Stanford University, am Imperial College in London und dem Royal College of Art. Heute ist er primär als Designer und Forscher tätig, der sich damit beschäftigt, wie Materie den Menschen bewegt. Mit seinem Team entwickelt er Projekte, die Technologie mit menschlichem Potenzial verbinden. Rombout ist der Erfinder des „vertikalen Gehens“ („vertical walking“), das vergangenes Jahr auf der Biennale in Venedig erstmals zu erleben war. Außerdem ist er Gründer von IKAWA, einem sozialen Unternehmen zur Demokratisierung des Kaffeevertriebs. Er leitete jahrelang das „Experimental Lab“ des Philips Lighting Institute in Eindhoven.

Standort: Next Liberty

Domestic and Wild Katja Paternoster
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2017 Domestic and Wild by Katja Paternoster (c) Lupi Spuma 4 2017 Domestic and Wild by Katja Paternoster (c) Lupi Spuma 3 2017 Domestic and Wild by Katja Paternoster (c) Alex Koch 5 2017 Domestic and Wild by Katja Paternoster (c) Lupi Spuma 2 2017 Domestic and Wild by Katja Paternoster (c) Lupi Spuma 1

Die Skulpturen der slowenischen Architektin Katja Paternoster beschreiben das Phänomen der Koexistenz unterschiedlichster Lebewesen in einem gemeinsamen Lebensraum. Die Intention der Künstlerin ist es, die Vielfalt der Tiere aufzuzeigen, die mitten unter uns – und dennoch großteils unbemerkt – leben. Paternosters Skulpturen sind aus Draht geformt und wurden mit Licht im Burghof inszeniert. Für Katja Paternoster ist Licht jenes Element, das den größten Einfluss auf ihre Arbeit als Architektin wie auch auf ihr Leben hat. Denn erst durch den Einsatz von Licht wird Form sichtbar, können Farben und Oberflächen wahrgenommen werden.

Biografie
Katja Paternoster, geboren 1981, ist Absolventin der Fakultät für Architektur in Ljubljana. Sie arbeitet als selbstständige Architektin an verschiedenen eigenen Projekten und kooperiert mit Büros. Ihr Spektrum reicht dabei von Baukunst bis zur Möbelgestaltung. Auch im Bereich Licht-Design ist sie tätig. Ihr Interesse gilt dem Aufzeigen aktueller Themen mit Hilfe von Lichtinstallationen. Ihre Arbeiten waren bereits auf verschiedenen Festivals zu sehen, unter anderem bei der Lighting guerrilla in Ljubljana, der Visualia in Pula, dem Bellaskyway Festival in Torun und der Lumina in Cascais. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet.

Standort: Burghof

Follow the Light
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2017 Follow the Light (c) Lupi Spuma 2 2017 Follow the Light (c) Lupi Spuma 3 2017 Follow the Light (c) Lupi Spuma 4 2017 Follow the Light (c) Lupi Spuma 5 2017 Follow the Light (c) Lupi Spuma 1

Die Oper Graz widmete sich im Rahmen von KLANGLICHT in verschiedensten Zusammenhängen den Themen Klang und Licht. Bei der Performance „Follow the Light“, die sich im 30 Minuten Takt wiederholte, wurden jeweils 300 Besucher*innen eingeladen, das Haus aus einer gänzlich anderen Perspektive, nämlich von der Bühne aus, zu erkunden. Zunächst entführten die Perkussionisten des Grazer Philharmonischen Orchesters auf eine klangliche Reise durch den Bühnenraum des Opernhauses, danach wurde die oft von außen bestaunte Glasbrücke zum zweiten Schauplatz: Wo sonst riesige Kulissenteile transportiert werden, war an diesen beiden Abenden nichts als strahlendes Licht zu sehen, dem die Besucher*innen zum dritten Teil des Programms folgen. In der Montagehalle wartete eine kleine Werkschau auf das Publikum, wo „Kenner“ vielleicht Szenen aus „Norma“ oder dem Musical „West Side Story“ entdeckten, aber auch gänzlich Unbekanntes wartete. Musik, Licht, Kulissen und Darsteller beschworen eindrückliche Bilder hervor und ließen die Zuseher*innen für einen kurzen Ausschnitt in die aktuellen Produktionen eintauchen. Die Betrachter*innen folgten damit nicht nur dem Licht, sondern auch der künstlerischen Bandbreite des Hauses.

Besetzung

Künstlerische Konzeption und Projektleitung: Juana Ines Cano Restrepo
Ensemble: Karin Meissl (Gesang), Leonhard Königseder (Becken, Buckelgongs), Leonhard Waltersdorfer (Vibraphone), Sebastian Riener (Rainstick, Windchimes, Oceandrum), Dominic Feichtinger (Keyboard/Sounds), Simon Steidl (Marimba)

Lamento/Danza Barbara: Karin Meissl (Perc. 2), Leonhard Königseder (Perc. 3), Leonhard Waltersdorfer (Perc. 3), Sebastian Riener (Perc. 1), Dominic Feichtinger (Perc. 1), Simon Steidl (Marimba/Darabuka)

Ort: Oper Graz

Arkestra of Light: Remain OchoReSotto
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2017 Arkestra of Light - Remain by OchoReSotto (c) Marija Kanizaj 4 2017 Arkestra of Light - Remain by OchoReSotto (c) Marija Kanizaj 3 2017 Arkestra of Light - Remain by OchoReSotto (c) Lupi Spuma 7 2017 Arkestra of Light - Remain by OchoReSotto (c) Lupi Spuma 6 2017 Arkestra of Light - Remain by OchoReSotto (c) Lupi Spuma 5 2017 Arkestra of Light - Remain by OchoReSotto (c) Marija Kanizaj 2 2017 Arkestra of Light - Remain by OchoReSotto (c) Marija Kanizaj 1

Wie schon bei den vorangegangenen Veranstaltungen von Klanglicht waren die Film- und Projektionskünstler OchoReSotto – Volker Sernetz, Stefan Sobotka-Grünewald und Lia Rädler – für die „Bespielung“ des Opernhauses auf Seiten des Kaiser-Josef-Platzes zuständig. Ihre Orchestrierung des Lichts verwandelte die Fassade in ein Seh-Erlebnis. Im Zentrum stand das BLEIBEN. Bewegungen und Elemente wurden kaskadenartig dargestellt und hinterließen ein visuelles Echo. Die Projektion wurde komplettiert mit einer Komposition von Daniel Riegler, mit Musik des Studio Dan und mit tänzerischen Beiträgen des Ballettensembles der Oper Graz.

Biografie
OchoReSotto sind Projektionskünstler, Raumgestalter und Experimentalfilmer aus Graz. Ihre Arbeiten wurden bislang u. a. in Deutschland, Italien und Japan aufgeführt. OchoReSotto sind darauf spezialisiert, analoge und digitale Medien zu kombinieren und als Gesamtkunstwerk darzustellen. Sie sind Begründer des „strictly analog studios“ in Graz, Triest, Ljubljana und Tokio. Neben Ausstellungen, Werkschauen und einem Experimental Labor widmet sich ihr „strictly analog“ Team der weltweiten Vernetzung von analoger Kunst, Design und Handwerk.

Standort: Kaiser-Josef-Platz

Target Swooping Austria Janet Echelmann
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2017 Target Swooping Austria by Janet Echelmann (c) Alex Koch 5 2017 Target Swooping Austria by Janet Echelmann (c) Alex Koch 4 2017 Target Swooping Austria by Janet Echelmann (c) Alex Koch 3 2017 Target Swooping Austria by Janet Echelmann (c) Marija Kanizaj 2 2017 Target Swooping Austria by Janet Echelmann (c) Lupi Spuma 1

Wie das Leben so spielt: Janet Echelman begann als Malerin, doch auf einer ihrer Reisen ging ihr Material verloren. Als Ersatz begann sie, mit immer großflächigeren Netzen zu arbeiten. Die Skulpturen von Janet Echelman erreichen Höhen von gut 70 Metern und wirken dabei doch federleicht. Ihr Werk „Target Swooping Austria“ ist ausschließlich von Hand gearbeitet und besteht aus mehr als 1,6 Millionen Knoten. Der Wind und das Licht spielen mit dem Objekt, das in einem mittlerweile legendären TED-Vortrag von Echelman einem Millionenpublikum gezeigt wurde. Das faszinierende Werk war bei KLANGLICHT 2017 erstmals in Österreich zu sehen.

Biografie
US-Künstlerin Janet Echelman studierte Visual Arts am New Yorker Bard College. 1987 übersiedelte sie nach Hong Kong, um Kalligraphie zu erlernen. Später lebte sie in Bali, wo das Handwerk und die Kunst der lokalen Bevölkerung sie stark beeindruckten. Nachdem ihr Haus in Bali abbrannte, kehrte sie in die USA zurück und lehrte an der Harvard University. Nach sieben Jahren zog es sie erneut nach Asien, diesmal nach Indien. Echelman beobachtete die Fischer in ihrer neuen Wahlheimat und fand ihre Netze immer faszinierender. So begann sie mit Experimenten, um aus dem fragilen Stoff große Kunstwerke zu schaffen, die schon in zahlreichen Städten weltweit zu sehen waren.

Standort: Freiheitsplatz

Les Luminéoles Porté par le Vent
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2017 Les Lumineoles by Porte par le Vent (c) Alex Koch 5 2017 Les Lumineoles by Porte par le Vent (c) Marija Kanizaj 4 2017 Les Lumineoles by Porte par le Vent (c) Lupi Spuma 3 2017 Les Lumineoles by Porte par le Vent (c) Lupi Spuma 2 2017 Les Lumineoles by Porte par le Vent (c) Lupi Spuma 1

„Les Luminéoles“ ist der Name einer Installation des französischen Kollektivs „Porté par le Vent“. „Vom Wind getragen“, das ist auch Programm, wenn sich die mit Helium und Licht gefüllten poetischen Wesen in die Luft begeben und mit dem Wind tanzen. Der öffentliche Raum wird durch die Einbindung dieser Kreationen neu definiert. Die Luminéoles schwebten schon durch verschiedene Städte und haben so in den vergangenen Jahren unter anderem London, Moskau, Singapur, Istanbul, Lyon und Mexiko City auf zarte und fragile Weise erobert.

Biografie
Christophe Martine, der Gründer des Kollektivs „Porté par le Vent“, hat schon 1987 im Alter von 14 Jahren seine Leidenschaft für das Gleitschirmfliegen entdeckt und diese Passion in den vergangenen Jahren perfektioniert. Sein Hobby machte er letztlich auch zu seinem Beruf: Als Sportpädagoge setzt er sich seit fast zwanzig Jahren gemeinsam mit seinen Schülern mit dem Thema des Drachenfliegens auseinander. Ausgehend von den Luminéoles hat Christophe Martine seither mehrere Programme mit Lichtkunstwerken entwickelt, die klingende Namen tragen wie „Le Bal des Luminéoles“ oder „Jardin d’hiver“. Die Luminéoles sind in Zusammenarbeit mit Fête des Lumières Lyon entstanden.

Standort: Next Liberty

Kunsthaus Mischa Kuball zu Gast
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2017 Kunsthaus by Mischa Kuball (c) Lupi Spuma

Das Kunsthaus Graz kann als utopischer Bau gelesen werden, dessen Wurzeln auf die späten Sechzigerjahre zurückgehen und sich auf Begriffe wie lebendige Architektur und intelligente Ausstellungsmaschine stützen. In seiner organisch-technischen Form wurden aus Arterien fahrbare Rollbänder; die einst transparent gedachte Fassade, die das Leben im Innern der Ausstellungsmaschine sichtbar machen sollte, ist zu einer pulsierenden Lichtfassade für die Öffentlichkeit geworden. In eben diese Fassade schrieb sich am KLANGLICHT-Wochenende 2017 die jüngste Arbeit einer aktuellen Serie von Mischa Kuball ein. Kuball, heute einer der bedeutendste Lichtkünstler weltweit, zeigte im Monat des Lichts 2017 mit public preposition / Utopia einen Schriftzug, der vom Begriff Utopie zu Dystopie und wieder zurück mutiert. Als endlose Wiederholung wird sie zum aktuellen Abbild sich wandelnder Perspektiven auf architektonische, aber auch auf gesellschaftliche Entwicklungen hier und allerorts.

Im Licht der Öffentlichkeit – public prepositions
Fragen um die Bedeutung des öffentlichen Raumes als gesellschafspolitisches Material, wurden im Rahmen von Licht 2017 diskutiert. Mit Mischa Kuball, Barbara Steiner, Elisabeth Fiedler und Bernhard Rinner. Moderiert von Katrin Bucher Trantow.

Standort: Kunsthaus

Licht - Kunst im öffentlichen Raum Steiermark KIÖR Plex Noir, Atelier van Lieshout, Atisuffix, Manfred Erjautz, Werner Reiterer, Liddy Scheffknet, Johannes Vogl, Brigitte Kowanz
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2017 Licht by Erjautz (c) Gregor Titze 2017 Licht by Atisuffic (c) N Lackner 2017 Licht by Scheffknecht (c) Gregor Titze

Auch das Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark widmete sich im April 2017 dem Thema Licht und stellt acht künstlerische Projekte in der Grazer Innenstadt zum Thema „Licht“ vor.

Das Künstlerkollektiv Plex Noir (D) erarbeitete für das Joanneumsviertel eine interaktive Licht- und Klanginstallation, deren Intention die Auseinandersetzung mit dem Hof des Joanneums als Ort städtischen Lebens ist.

In der Inneren Stadt von Graz waren mehrere Arbeiten von Kunstschaffenden wie Atelier van Lieshout (NL), Atisuffix (IT), Manfred Erjautz (A), Werner Reiterer (A), Liddy Scheffknecht (A) und Johannes Vogl (D) zum Thema „Ressource Licht“ zu sehen. Für den Eingangsbereich des Museums im Palais Herberstein entwickelte Brigitte Kowanz (A) eine spezifische permanente Arbeit, die das Entree optisch öffnet und entsprechend erfahrbar macht.

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Ein Abend ist nicht mehr genug – zu groß ist die Begeisterung der Menschen, zu vielfältig die Licht- und Klanginstallationen, die die Innenstadt 2017 verzaubern sollen. So weiten die Bühnen Graz das KLANGLICHT Festival auf zwei Abende aus und bespielen mit insgesamt 22 Projekten und erstmals in Zusammenarbeit mit der Murinsel und dem Universalmuseum Joanneum die Grazer Innenstadt: von Freiheitsplatz bis Dom im Berg, von Opernring über Stadtpark und Grazer Burg bis Schloßbergplatz. Und auch dort, wo alles zwei Jahre zuvor begonnen hat, halten Klang und Licht wieder Einzug – am Kaiser-Josefplatz.

2016
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Textsplitter Matthias Grübel
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Eine Toncollage des Schauspielhauses, eingesprochen von den Künstler*innen des Hauses und produziert von Matthias Grübel, Theatermusiker und Sounddesigner, der auch die Musik zu „Merlin der Das wüste Land“ im Herbst 2015 gestaltete, bildeten den Rahmen für die Lichtinstallation Njörd am Freiheitsplatz. Bei diesem KLANGLICHT-Beitrag handelte es sich um eine künstlerisch umgesetzte Audio-Spielplan-Preview, die Textfragmente aller in der darauffolgenden Saison neu zur Premiere kommenden Stücke miteinander verwebt und durch die Lüfte getragen hat…

Standort: SCHAUSPIELHAUS // Freiheitsplatz

Biografie
Der in Berlin lebende Musiker und Sounddesigner Matthias Grübel erarbeitete 2015 die Musik für die Produktion „Merlin oder Das wüste Land“ im Schauspielhaus Graz. Seit einigen Jahren veröffentlicht er auf verschiedenen Labels, zuletzt im Jahr 2014 die EP „The Longest Year In History“ (Audiobulb Records). Theatermusiken produzierte er u.a. für die Schaubühne und das Maxim Gorki Theater in Berlin, das Théâtre National in Strasbourg, das Thalia Theater Hamburg oder die Staatstheater Karlsruhe, Oldenburg und Mainz. 2013 gestaltete er erstmals das Sounddesign für eine Opernproduktion: Fidelio am Theater Aachen. Mehr Infos auf www.matthiasgruebel.de

I, libertas, hold you, little earth… Tamara Friebel
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2016 I, Libertas, Hold You, Little Earth by Tamara Friebl (c) Alex Koch 2 2016 I, Libertas, Hold You, Little Earth by Tamara Friebl (c) Alex Koch 1 2016 I, Libertas, Hold You, Little Earth by Tamara Friebl (c) Alex Koch 3 2016 I, Libertas, Hold You, Little Earth by Tamara Friebl (c) Alex Koch 4

Die Komponistin, Klangkünstlerin und Performerin Tamara Friebel widmete sich im Rahmen von KLANGLICHT 2016 dem Lichtschwert von Hartmut Skerbisch, das 1992 im Auftrag des ‚steirischen herbst‘ errichtet wurde und dem Kinder- und Jugendtheater Next Liberty zu seinem Namen verholfen hat. In ihrer Arbeit für KLANGLICHT machte sich Tamara Friebel auf die Suche nach neuen Blickrichtungen auf das Lichtschwert und ließ die Skulptur mit Mitteln des Klangs und des Lichts in drei Akten unterschiedliche Perspektiven auf einer Reise einnehmen, an deren Ende der Sieg der Freiheit steht.

Standort: NEXT LIBERTY // Lichtschwert

Biografie
Tamara Friebel ist gebürtige Australierin, die in Wien Architektur bei Zaha Hadid an der Universität für angewandte Kunst und Komposition u.a. bei Chaya Czernowin, Karlheinz Essl (elektroakustische Komposition) und Detlev Müller-Siemens an der Universität für Musik studierte. Mehr Infos auf www.tamarafriebel.com.

Njörd – Spirit of the Wind WeComeInPeace
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2016 Njoerd by WeComeInPease (c) Alex Koch 1 2016 Njoerd by WeComeInPease (c) Alex Koch 2 2016 Njoerd by WeComeInPease (c) Alex Koch 3 2016 Njoerd by WeComeInPease (c) Alex Koch 4

Mit ihrer Klang- und Lichtinstallation „Njörd – Spirit of the Wind“ wurde das französische Künstlerkollektiv „WeComeInPeace“ beim Lichtfestival Lyon im Jahr 2014 ausgezeichnet und ist seitdem international mit ihrem Kunstprojekt vertreten. Die Lichtinstallation besteht aus 21 leuchtenden Monolithen, in denen Federn belgeitet von eigens komponierten Klängen ein Luftballett tanzen.

Njörd ist ein Tribut an den skandinavischen Gott des Windes, die Installation selbst in kühlem, nordischen Design zeichnet einen Raum zwischen Mythologie und Moderne. Unter dem Strich ist Njörd vor allem eine technische Herausforderung, die darin besteht, Klang, Licht, die Bewegung des Windes und der Elemente zu einer Einheit zu bringen.

Standort: SCHAUSPIELHAUS // Freiheitsplatz

Produktion: WECOMEINPEACE in Koproduktion mit Fête des Lumières de Lyon
Konzeption: Wilfried Della Rossa, Kimi Do, Thomas Mathieu
Künstler. Leitung: Wilfried Della Rossa
Techn. Leitung: Thomas Mathieu
Sound Design: Squeaky Lobster

Arkestra of Light: Eternal Sea of Darkness OchoReSotto
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2016 Arkestra of Light - Eternal Sea of Darkness by OchoReSotto (c) Alex Koch 1 2016 Arkestra of Light - Eternal Sea of Darkness by OchoReSotto (c) Alex Koch 2 2016 Arkestra of Light - Eternal Sea of Darkness by OchoReSotto (c) Lippzahnschirm 3

Wie auch schon bei KLANGLICHT 2015 waren die bekannten Grazer Film- und Projektionskünstler OchoReSotto – Volker Sernetz, Stefan Sobotka-Grünewald und Lia Rädler – für die „Neugestaltung“ des Opernhauses auf Seiten des Kaiser-Josef-Platzes zuständig. Ihr „Arkestra of Light“ verwandelte die Fassade mit der Installation „Enternal Sea of Darkness“, begleitet durch einen Live-Auftritt der Jazzgröße David Jarh, in ein Seh- und Hörerlebnis.

Für das gastronomische Wohl während der Veranstaltung sorgten wieder die umliegenden Gastronomen mit Delikatessen von ihren „Standln“, für die Stimmung am Platz sorgte der Radio Soundportal DJ Skywlkr.

Standort: OPER GRAZ // Kaiser-Josef-Platz

Biografie
OchoReSotto sind Projektionskünstler, Raumgestalter, Experimentalfilmer. Ihre Projektionen, Musikvideos und Installationen reichen von Berlin, Triest bis nach Japan . OchoReSotto sind darauf spezialisiert, analoge und digitale Medien für ihre Großprojektionen, Filme und Installationen zu kombinieren und als Gesamtkunstwerk darzustellen. Sie sind Begründer des „Strictly Analog Studios“ in Graz, Triest, Ljubljana und Tokio. Neben Ausstellungen, Werkschauen und Experimental Labor widmet sich das “strictly analog” Team der weltweiten Vernetzung von analoger Kunst und Design. Mehr Infos auf www.ochoresotto.com

David Jarh (Trompete, Flügelhorn) studierte an der Jazzabteilung der Kunstuniversität Graz bei Prof. Eduard Holnthaner und bei Bobby Shew. Er sitzt in der RTV Big Band Lubljana, unterrichtet am Ljubljana Music College und spielte mit internationalen Größen des Jazz, wie Art Farmer, Chuck Israels, Bobby Shew, Andy Bey, Mark Murphy, Dick Oatts, Bob Mintzer, Dusko Goykovich, Bosko Petrovic, Don Menza, Michael Abene, Daniele D’Agaro, Quatebriga, Adriatics, Europlaneo, Cubismo, Rob McConnell, EBU Big Band Istambul 03, Caminoigra, Terafolk, Fake Orchestra, Bill Berry u.v.a.

Dundu Dundu
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2016 Dundu by Dundu (c) Alex Koch 1 2016 Dundu by Dundu (c) Alex Koch 2 2016 Dundu by Dundu (c) Alex Koch 3 2016 Dundu by Dundu (c) Alex Koch 4 2016 Dundu by Dundu (c) Alex Koch 5

Du und Du ergibt Dundu – atemberaubend, magisch und einzigartig.

Mit Dundu ist es dem Puppenspieler Tobias Husemann, seinem Partner Stefan Charisius und ihrem Team gelungen eine mechanische Gliederpuppe zu gestalten, die Größe und imposante Erscheinung mit natürlicher Anmut und Grazie vereint. Die vollkommene Beweglichkeit und verblüffende Menschlichkeit seiner Aktionen rufen immer wieder großes Erstaunen und Entzücken hervor. Durch den Zauber den Dundu auf die Zuschauer ausübt und die einzigartige Atmosphäre die er erzeugt, dringt er in eine neue Dimension des Figurenspiels vor.

Standort: OPER GRAZ // Kaiser-Josef-Platz und unterwegs…

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3 Standorte | 5 Installationen. Bereits in seiner zweiten Ausgabe weitet KLANGLICHT seine Strahlen aus und bringt auch die anderen beiden Theaterhäuser – Schauspielhaus Graz und das Kinder- und Jugendtheater Next Liberty – zum Leuchten und Klingen. Die Grundidee von KLANGLICHT nimmt nunmehr Gestalt an: Licht und Klang als wesentliche Elemente des Theaters finden ihren Weg hinaus aus den Gebäuden und hinein in den öffentlichen Raum. Heimische und internationale Künstler*innen lassen ihre Ideen visuell sowie auditiv Wirklichkeit werden.

2015
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ARKESTRA OF LIGHT OchoReSotto
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2015 Arkestra of Light by OchoReSotto (c) blounge 1 2015 Arkestra of Light by OchoReSotto (c) blounge 2 2015 Arkestra of Light by OchoReSotto (c) blounge 3 2015 Arkestra of Light by OchoReSotto (c) blounge 4 2015 Arkestra of Light by OchoReSotto (c) blounge 5 2015 Arkestra of Light by OchoReSotto (c) blounge 6 2015 Arkestra of Light by OchoReSotto (c) blounge 7 2015 Arkestra of Light by OchoReSotto (c) blounge 8 2015 Arkestra of Light by OchoReSotto (c) blounge 9 2015 Arkestra of Light by OchoReSotto (c) blounge 10

KLANGLICHT findet zum ersten Mal statt. Das Grazer Künstlerkollektiv OchoReSotto taucht die Fassade der Oper Graz mit einer bewegenden Projektion in neues Licht. Während sich das Licht immer weiter entfaltet, verwandeln Tänzer*innen der Tanzkompagnie der Oper Graz den Kaiser-Josef-Platz in eine bewegende Bühne. Als die Lichtinstallation vollends erstrahlt, eröffnet der Chor der Oper Graz mit „Lux Aeterna“ das erste KLANGLICHT. Insgesamt einen Monat bespielte die Lichtinstallation von OchoReSotto die Oper Graz und gab so künstlerische Einblicke in die Welt der Bühne(n). Der erste Stein für eine leuchtende Erfolgsstory war gelegt.

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